Da gibt es diese Ecken auf öffentlichem Grund mit wild wachsendem Gras und Gestrüpp um die sich niemand zu kümmern scheint. Und irgendwie ist es ja auch verständlich: die Gärtnerinnen und Gärtner der Gemeinde können nicht überall sein. Aber wer jeden Tag an so einer Stelle vorbeikommt, ist dann doch irritiert: wunderschöne und gepflegte Gärten und vor dem Zaun ist die Schönheit wie abgehackt.
Und da von Seiten des Eigentümers nichts Sichtbares passiert, handelt mancher nach dem Motto: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Ein Beispiel ist die Kreuzung Sandweg / Sachsenring. Auch das Foto oben ist vor wenigen Tagen dort entstanden. Unter anderem hier pflegen Anwohner mit viel Engagement und Liebe ehrenamtlich ihre Beete im öffentlichen Raum. So mancher Passant und sogar Autofahrer hält, freut sich an den Blumen und bedankt sich bei den fleißigen Anwohnern.
Doch sind diese Pflanzungen legal oder etwa nur seit Langem geduldet? Sollte keine offizielle Patenschaft existieren, könnte ja jederzeit irgendein Bürokrat kommen und die Blumen einfach unterpflügen lassen und womöglich sogar Bußgelder verhängen. Manche Paragraphen sind nicht überall angebracht und beißen sich manchmal sogar mit der Lebensqualität der Bewohner.