2 thoughts on “Nun erfasst es auch Europa: Wenn das Wasser knapp wird

  1. Zunächst mal danke für den informativen Artikel und die gute Arbeit, die WIB macht. In Zeiten,in denen Techmilliardäre den öffentlichen Diskurs bestimmen wollen, kann man einen lokalen und unabhängigen Journalismus nicht hoch genug wertschätzen.
    Zum Thema:
    Wir erleben die Vorboten der Verteilungskonflikte um Wasser in Zeiten der voranschreitenden Erderwärmung. Knappe/knapper werdende Güter werden u.a.über den Preis gehandelt. Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft bezahlen wenig bis nichts für dieses wichtigste Lebensmittel. Insofern gilt es,eine sinnvolle Kostenbeteiligung zu beheben.Natur ist eben nicht umsonst, auch wenn dann so manche Preise steigen werden. Für die Privathaushalte wäre (neben freiwilligen Einsichten und öff. Sparvorgaben) ein Mechanismus denkbar, der steigende Wasserkosten sozial abfedert. Z.B. könnte man Durchschnittsverbräuche pro Haushalt günstig halten und darüber hinausgehende Mehrverbräuche ( Rasen sprengen, Bassin füllen …) sehr viel teurer gestalten.
    Nach unserem diesjährigen intensiven Rendevouz mit den Klimaveränderungen sind wir jetzt auch direkter, sinnlich erfahrbar in neuen Zeiten angekommen.

  2. Damit sich Grundwasser ausreichend erneuern kann, braucht es nicht nur Regen, sondern vor allem offene Vegetationsflächen, in denen das Wasser versickern kann. Alle versiegelten Flächen tragen nicht dazu bei. Deshalb ist es wirklich an der Zeit, versiegelte Flächen wieder aufzureißen, damit auch dort Wasser versickern und zur Grundwasserbildung beitragen kann. Die Landesbauordnungen bieten dafür eine Grundlage aber halten wir uns in ausreichendem Maße daran? Alles Wasser, das nicht versickert, fließt bei uns u. a. über den Amelungsbach, die Schulenbrooksbeek und die Bille schließlich in die Elbe und von dort in die salzige Nordsee. Dann ist es verloren für die Trinkwasserversorgung. Halten wir es also auf und lassen es versickern, um unsere Trinkwasservorkommen zu sichern! Schon lange bezieht Hamburg etwa 12% = etwa 16 Millionen Kubikmeter Wasser aus der Nordheide, einem trockenen Gebiet. Also nicht aus seinem Staatsgebiet. Darum hatte es jahrelang Streit gegeben.

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