Wasser kommt bei uns aus dem Hahn. Jederzeit. Sauber, klar und für wenige Cent pro Liter. Gerade deshalb vergessen wir leicht, wie kostbar diese Ressource eigentlich ist. Doch der Klimawandel verändert den Wasserhaushalt – auch in Europa und auch vor unserer Haustür. Wie sicher ist unser Trinkwasser in Wentorf? Und warum kostet das Abwasser hier deutlich mehr als in Hamburg? Wasser ist Leben. Dieser Satz klingt beinahe banal, ist aber eine der elementarsten Tatsachen überhaupt. Ohne Wasser gäbe es weder Menschen noch Tiere noch Pflanzen. Trotzdem behandeln wir Wasser im Alltag häufig wie eine Selbstverständlichkeit: Hahn auf, Wasser läuft. Duschen, waschen, kochen, Toilette spülen, Garten bewässern – und am Ende ist alles wieder weg. Nur: Wasser verschwindet nicht. Es bewegt sich im natürlichen Wasserkreislauf. Regen fällt, Wasser versickert, Grundwasser entsteht, Quellen und Flüsse werden gespeist, Wasser verdunstet und kehrt irgendwann als Niederschlag zurück. Das Problem liegt deshalb nicht darin, dass es auf der Erde irgendwann überhaupt kein Wasser mehr gibt. Knapp werden kann vielmehr das verfügbare und nutzbare Süßwasser – am falschen Ort, zur falschen Zeit oder in nicht ausreichender Menge. Und genau das wird zunehmend zu einer europäischen Frage.
Wenn der Sommer zum Stresstest wird
Was in den vergangenen Jahrzehnten vor allem mit Südeuropa verbunden wurde, ist längst auch weiter nördlich angekommen: lange Hitzeperioden, ausbleibender Regen, trockene Böden und sinkende Wasserstände. Brandenburg beispielsweise gehört zu den niederschlagsärmsten Regionen Deutschlands. Dort gelten in trockenen Zeiten Einschränkungen für die Entnahme von Grund- und Oberflächenwasser. Auch die Landwirtschaft steht zunehmend vor der Frage, wie viel Wasser für die Bewässerung zur Verfügung stehen kann. In unserer näheren Umgebung ist Wasser ebenfalls längst kein abstraktes Thema mehr. Im Landkreis Lüneburg laufen Wasserrechtsverfahren für erhebliche Grundwasserentnahmen. Besonders bekannt geworden ist der Streit um Coca-Cola. Der Getränkehersteller entnimmt in Lüneburg bereits Grundwasser für die Produktion von Vio. Ein geplanter dritter Brunnen mit einer vorgesehenen Entnahme von 350.000 Kubikmetern jährlich sorgte für heftige Diskussionen. Coca-Cola zog den Antrag 2022 allerdings zurück. Noch grundsätzlicher wird die Debatte in Brandenburg geführt. Dort geht es unter anderem um die geplante Erweiterung der Getränkeproduktion und die Frage, wie viel Grundwasser industrielle Produktion in einer ohnehin wasserarmen Region dauerhaft beanspruchen darf. Der Konflikt zeigt: Wasser kann zur Verteilungsfrage werden – zwischen Bevölkerung, Landwirtschaft, Industrie und Natur.
Und wie sieht es bei uns aus?
Für Wentorf gibt es zunächst eine gute Nachricht: Unsere Trinkwasserversorgung ist sehr sicher. Wentorf wird von HAMBURG WASSER mit Trinkwasser versorgt. Das Unternehmen betreibt ein Verbundsystem aus 17 Wasserwerken und beliefert neben Hamburg zahlreiche Gemeinden im Umland – ausdrücklich auch Wentorf und Wohltorf. Das ist ein erheblicher Vorteil. Wir sind nicht von einem einzigen kleinen örtlichen Brunnen abhängig. Die Wasserwerke arbeiten in einem Verbund und können dadurch Versorgungssicherheit gewährleisten. Doch auch unser Wasser hat eine gemeinsame Grundlage: Grundwasser. HAMBURG WASSER gewinnt sein Trinkwasser vollständig aus Grundwasser. Damit wird eine einfache Wahrheit sichtbar: Unser Trinkwasser beginnt nicht im Wasserwerk. Es beginnt als Regen.
Viel Regen heißt nicht automatisch viel Grundwasser
Genau hier wird der Klimawandel interessant. Ein trockener Sommer bedeutet nicht zwangsläufig eine Wasserkrise. Entscheidend ist vielmehr, ob sich die Grundwasservorräte über längere Zeit ausreichend erneuern können. Und auch ein heftiger Regenguss löst das Problem nicht unbedingt. Wenn in kurzer Zeit sehr große Wassermengen fallen, können Böden das Wasser nicht vollständig aufnehmen. Ein Teil fließt oberirdisch ab. Für die Grundwasserneubildung sind lang anhaltende Niederschläge und ausreichende Versickerung wesentlich günstiger. Gleichzeitig steigen bei höheren Temperaturen Verdunstung und Wasserbedarf. Landwirtschaft benötigt mehr Bewässerung, Gärten werden häufiger gesprengt und an heißen Tagen steigt auch der Verbrauch in den Haushalten. Das bedeutet allerdings ausdrücklich nicht, dass Hamburg und Wentorf unmittelbar vor einer Trinkwasserkrise stehen. Es bedeutet vielmehr: Auch ein scheinbar unerschöpfliches System hat Grenzen.
Unser Wasser ist billig – aber nicht kostenlos
Vielleicht liegt genau darin ein Teil unseres Problems. Ein Kubikmeter Trinkwasser – also 1.000 Liter – kostet bei HAMBURG WASSER 2026 2,19 Euro. Ein Liter Leitungswasser kostet damit rund 0,22 Cent. Das klingt beinahe unglaublich wenig. Mit einem Kubikmeter lassen sich nach Angaben von HAMBURG WASSER beispielsweise etwa 20-mal duschen, 400-mal die Hände waschen oder rund 5.000 Gläser Wasser trinken. Doch der Preis des Wassers ist nur die halbe Geschichte. Denn mit dem Wasser, das aus unserem Hahn kommt, entsteht auch Abwasser. Und dessen Beseitigung kostet ebenfalls Geld. In Wentorf wird das Schmutzwasser nicht von HAMBURG WASSER, sondern vom Abwasserverband der Lauenburger Bille- und Geestrandgemeinden abgerechnet. Die aktuelle Schmutzwassergebühr beträgt 3,37 Euro pro Kubikmeter. Damit kostet die Entsorgung des gebrauchten Wassers derzeit sogar mehr als das frische Trinkwasser selbst.
Die Entwicklung zeigt außerdem, dass die Kosten nicht konstant sind:
| Jahr | Trinkwasser Wentorf | Schmutzwasser Wentorf |
|---|---|---|
| 2021 | 2,13 € | 2,89 € |
| 2022–2024 | 2,13 € | 2,81 € |
| 2025 | 2,13 € | 3,37 € |
| 2026 | 2,19 € | 3,37 € |
jeweils pro Kubikmeter; Trinkwasserpreis nach HAMBURG WASSER, Schmutzwassergebühr nach Angaben des Abwasserverbandes. Damit kostet ein Kubikmeter Wasser, wenn man Trinkwasser und Schmutzwasser zusammen betrachtet, in Wentorf derzeit 5,56 Euro – die Niederschlagswassergebühr noch nicht eingerechnet. Das ist immer noch wenig. Aber es verändert den Blick auf die berühmte „Wasseruhr“.
Eine Wasseruhr – zwei Rechnungen
Und hier wird es in Wentorf interessant. Das Trinkwasser beziehen wir von HAMBURG WASSER. Der Verbrauch wird über den Wasserzähler erfasst und bildet die Grundlage für die Trinkwasserabrechnung. Das Schmutzwasser wird dagegen vom unabhängigen Abwasserverband abgerechnet. Vereinfacht gilt dabei das Prinzip: Was an Trinkwasser in den Haushalt hineinfließt, wird als Schmutzwasser grundsätzlich wieder herausgerechnet. Die Verbrauchsmenge ist damit für zwei unterschiedliche Abrechnungen relevant – Trinkwasser und Schmutzwasser. Und damit stellt sich zwangsläufig eine Frage: Wer übermittelt eigentlich wem die Verbrauchsdaten? HAMBURG WASSER und der Abwasserverband sind zwei unterschiedliche Institutionen. Der eine rechnet das Trinkwasser ab, der andere das Schmutzwasser. Für die Berechnung der Schmutzwassergebühr benötigt der Abwasserverband allerdings die entsprechende Verbrauchsmenge. Das ist kein nebensächliches Detail. Denn hinter einer Wasseruhr steht nicht nur eine Zahl, sondern ein personenbezogener Verbrauchswert: Der Wasserverbrauch lässt sich grundsätzlich einem Haushalt beziehungsweise Anschluss zuordnen. Damit ist eine Datenschutzfrage verbunden: Auf welcher rechtlichen Grundlage werden die Verbrauchsdaten zwischen HAMBURG WASSER und dem Abwasserverband ausgetauscht beziehungsweise für die jeweilige Gebührenabrechnung verwendet? Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass hier etwas rechtswidrig geschieht. Für eine solche Datenverarbeitung kann selbstverständlich eine gesetzliche Grundlage bestehen. Aber Transparenz wäre wünschenswert. Denn für den Bürger sind es am Ende zwei getrennte Abrechnungen von zwei unterschiedlichen Institutionen – während offenbar dieselbe Verbrauchsmenge die Grundlage für beide Abrechnungen bildet. Eine Datenbasis – zwei Gebührenbescheide. Wie genau dieser Datenaustausch organisiert ist, welche Daten konkret übermittelt werden und auf welcher Rechtsgrundlage dies geschieht, wäre deshalb eine durchaus interessante Frage an HAMBURG WASSER und den Abwasserverband.
Wentorfs besondere Wasserrechnung
Für Wentorf hat die Wasserfrage allerdings noch eine weitere Seite. Denn bei uns treffen zwei Systeme aufeinander, die eigentlich eng miteinander verbunden sind. Unser Trinkwasser kommt von HAMBURG WASSER. Und auch unser Schmutzwasser landet letztlich in Hamburg. Es wird über das Kanalnetz des Abwasserverbandes der Lauenburger Bille- und Geestrandgemeinden an Hamburg übergeben und dort in den Hamburger Klärwerken gereinigt. Das wirft eine durchaus interessante Frage auf: Warum brauchen wir dazwischen eigentlich noch einen eigenen Abwasserverband? Die Antwort liegt im Kommunalrecht. Die Abwasserbeseitigung ist eine hoheitliche Aufgabe der Gemeinden. Eine Gemeinde kann diese Aufgabe jedoch nicht einfach vollständig an eine andere Stadt abgeben. Sie kann sich aber mit anderen Kommunen zusammenschließen und die Aufgabe auf einen gemeinsamen öffentlich-rechtlichen Verband übertragen. Genau das ist bei den Bille- und Geestrandgemeinden geschehen. Der Abwasserverband der Lauenburger Bille- und Geestrandgemeinden ist deshalb eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Er verfügt über eine eigene Verwaltung, eigene Mitarbeiter, einen ehrenamtlichen Verbandsvorsteher, eine Verbandsversammlung und Ausschüsse. Das ist rechtlich sauber und in Schleswig-Holstein keineswegs ungewöhnlich. Viele Gemeinden organisieren die Abwasserbeseitigung über solche Zweck- oder Abwasserverbände. Doch wirtschaftlich stellt sich eine andere Frage.
Wir nutzen Hamburg – und leisten uns zusätzlich eine eigene Struktur
Technisch betrachtet profitieren die Bille- und Geestrandgemeinden erheblich von ihrer Nähe zu Hamburg. Das Trinkwasser wird von HAMBURG WASSER geliefert. Das Schmutzwasser wird letztlich ebenfalls in Hamburg gereinigt. Anders gesagt: Am Anfang des Kreislaufs steht Hamburg. Am Ende des Kreislaufs steht ebenfalls Hamburg. Dazwischen gibt es allerdings eine eigene Organisation: den Abwasserverband. Und diese Organisation kostet Geld. Sie braucht Personal, Verwaltung, Gremien, Sitzungen, Planung, Unterhaltung und eine eigene Infrastruktur. Hinzu kommen die Kosten für das Kanalnetz und die Pumpwerke. Das bedeutet nicht automatisch, dass der Verband „zu teuer“ ist. Schließlich muss auch ohne Verband eine funktionierende Abwasserbeseitigung organisiert, kontrolliert und bezahlt werden. Auch Hamburg würde für seine Leistungen Geld verlangen. Aber angesichts der Tatsache, dass unser Abwasser ohnehin nach Hamburg fließt und dort gereinigt wird, ist die Frage durchaus legitim: Wäre eine unmittelbare Organisation der Abwasserbeseitigung über Hamburg langfristig günstiger als das heutige Modell mit einem zusätzlichen Verband? Und damit kommt man zurück zu den Gebühren.
Warum kostet das Abwasser in Wentorf mehr als in Hamburg?
2026 kostet ein Kubikmeter Trinkwasser sowohl in Hamburg als auch in Wentorf 2,19 Euro. Beim Schmutzwasser sieht es dagegen anders aus. In Hamburg beträgt die Sielwassergebühr aktuell 2,49 Euro pro Kubikmeter. In Wentorf werden dagegen 3,37 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser berechnet. Das sind 88 Cent mehr pro Kubikmeter – rund 35 Prozent. Natürlich darf man daraus nicht einfach schließen, dass die Differenz ausschließlich durch den Abwasserverband verursacht wird. Unterschiedliche Kostenstrukturen, Investitionen, Netzlängen, Pumpwerke, Finanzierung und weitere Faktoren spielen eine Rolle. Aber der Unterschied ist bemerkenswert. Denn das Ergebnis lautet: Das Trinkwasser kostet in Hamburg und Wentorf gleich viel. Das Abwasser ist in Wentorf deutlich teurer. Und genau hier lohnt sich eine genauere Betrachtung der Strukturen. Der Bürger sieht am Ende vor allem eine Zahl auf seiner Rechnung. Dahinter stehen jedoch unterschiedliche Organisationsformen und Kosten.
Ein Verband, sechs Gemeinden – und trotzdem Hamburg
Der Abwasserverband umfasst Wentorf, Aumühle, Börnsen, Escheburg, Kröppelshagen-Fahrendorf und Wohltorf. Seine Aufgabe besteht darin, die Abwasserbeseitigung für diese Gemeinden zu organisieren. Das ist eine sinnvolle Form kommunaler Zusammenarbeit, insbesondere weil nicht jede Gemeinde ihre eigene Infrastruktur und Verwaltung dafür aufbauen muss. Aber auch ein Verband ist keine kostenlose Lösung. Und deshalb wäre es interessant, einmal ganz nüchtern zu vergleichen: Was kostet die heutige Konstruktion insgesamt – und was würde eine direkte Zusammenarbeit mit Hamburg kosten?
Dazu müsste man sämtliche Kosten gegenüberstellen:
- Verwaltung und Personal des Abwasserverbandes
- Betrieb und Unterhaltung des Kanalnetzes
- Pumpwerke und Energie
- Investitionen und Abschreibungen
- Entgelte für die Hamburger Abwasserbehandlung
- Finanzierungskosten
- sowie die Kosten, die bei einer alternativen direkten Lösung mit Hamburg entstehen würden.
Erst dann ließe sich seriös beurteilen, ob die heutige Struktur wirtschaftlich optimal ist.
Gartenwasser: weniger Abwassergebühr
Eine Ausnahme gibt es bei Wasser, das nachweislich nicht in die Kanalisation gelangt. Wer seinen Garten regelmäßig mit Trinkwasser bewässert, kann bei HAMBURG WASSER einen separaten Gartenwasserzähler beantragen. Dann lässt sich die Menge des Wassers feststellen, die tatsächlich im Garten verwendet wurde. Für diese Wassermenge fällt keine Schmutzwassergebühr an, weil sie nicht in die Kanalisation gelangt. HAMBURG WASSER nennt einen Richtwert von etwa 20 Kubikmetern Jahresverbrauch, ab dem sich ein Gartenwasserzähler lohnen kann. Allerdings kostet auch dieser Zähler Geld: Der Einbau muss fachgerecht erfolgen und darf nicht einfach vom Hauseigentümer selbst vorgenommen werden. Zusätzlich berechnet der Abwasserverband für den Gartenwasserzähler derzeit eine jährliche Gebühr von 3 Euro. Auch hier zeigt sich: Wasser ist billig – die Infrastruktur dahinter ist es nicht.
Und dann muss das Wasser wieder weg
Der Abwasserverband der Lauenburger Bille- und Geestrandgemeinden umfasst neben Wentorf die Gemeinden Aumühle, Börnsen, Escheburg, Kröppelshagen-Fahrendorf und Wohltorf. Der Verband betreibt ein eigenes Schmutzwasserkanalnetz. Ein eigenes Klärwerk besitzt er jedoch nicht. Das Abwasser wird an drei Übergabestellen in Wentorf an das Hamburger Entwässerungsnetz übergeben und anschließend in Hamburger Klärwerken gereinigt. Das gereinigte Wasser wird schließlich in die Elbe eingeleitet. Das Niederschlagswasser ist davon getrennt. Es wird von den jeweiligen Gemeinden über eigene Systeme erfasst und abgerechnet. Wasser ist also auch kommunal betrachtet ein Kreislauf mit vielen Beteiligten.
Kann man Trinkwasser eigentlich „herstellen“?
Eine interessante Frage lautet deshalb: Können wir Wasser eigentlich wieder herstellen? Im Prinzip ja – aber nicht so, wie man es sich vielleicht vorstellt. Kläranlagen machen aus Abwasser nicht unmittelbar Trinkwasser. Sie reinigen es so weit, dass es anschließend wieder in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt werden kann. Über Flüsse, Seen und Böden gelangt Wasser irgendwann erneut in den natürlichen Kreislauf und kann später wieder zur Grundwasserbildung beitragen. Unser Trinkwasser ist also Teil eines Kreislaufs – aber kein beliebig reproduzierbares Industrieprodukt. Wenn Grundwasserreserven dauerhaft stärker genutzt werden, als sie sich erneuern, hilft auch die beste Kläranlage nicht unbegrenzt weiter.
Kein Grund zur Panik – aber Anlass zum Nachdenken
Für Wentorf bedeutet das alles zunächst keine akute Gefahr. Die Versorgung durch HAMBURG WASSER ist leistungsfähig und durch den Verbund der Wasserwerke gut abgesichert. Von einem Szenario, in dem Wentorf plötzlich ohne Trinkwasser dasteht, sind wir weit entfernt.
Aber die entscheidende Frage lautet vielleicht auch gar nicht: „Wann ist das Wasser alle?“
Sondern:
„Wie lange können wir es uns leisten, Wasser so selbstverständlich zu behandeln wie bisher?“
Der Klimawandel verändert Niederschläge, Temperaturen und Verdunstung. Gleichzeitig wachsen Wasserbedarfe in Landwirtschaft, Industrie und Haushalten. In anderen Regionen Deutschlands gibt es bereits Einschränkungen bei der Wasserentnahme. Auch Schleswig-Holstein ist nicht außerhalb dieses Problems. Vielleicht sollten wir deshalb unseren Blick auf Wasser verändern. Nicht aus Angst vor dem leeren Wasserhahn. Sondern aus Respekt vor einer Ressource, die unser Leben erst möglich macht. Denn wenn wir morgens den Wasserhahn aufdrehen, kommt dort nicht einfach „Wasser“. Es kommt Grundwasser. Und Grundwasser braucht vor allem eines: Zeit!
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