Trotz Regen kamen am 22. August zahlreiche Bürgerinnen und Bürger zur Einweihung der neuen Boulebahn am Rathaus. Gemeinsam mit dem Rathausfest wurde damit ein neuer Ort für Begegnung, Bewegung und gemeinsames Miteinander in Wentorf eröffnet. Der Wettergott meinte es am Samstag nicht ganz gut mit den Wentorfern. Immer wieder fiel Regen. Doch das hielt viele Bürgerinnen und Bürger nicht davon ab, bei der Einweihung der neuen Boulebahn dabei zu sein. Im Gegenteil: Die Stimmung war herzlich und zugewandt – und irgendwie passte das Wetter sogar zum französischen Charakter des Spiels. Ein wenig Regen gehört schließlich auch zu einem echten Freiluftvergnügen. Die Einweihung fand parallel zum Rathausfest der Gemeinde statt und setzte damit einen schönen Akzent im ohnehin lebendigen Geschehen rund um das Rathaus.
Bürgermeisterin Kathrin Schöning und Reinhold Czok, 1. Vorsitzender des Seniorenbeirates, würdigten in ihren Reden vor allem den Gedanken, der hinter der neuen Boulebahn steht: Gemeinsam aktiv zu sein, miteinander ins Gespräch zu kommen und einen Ort zu schaffen, an dem Menschen unterschiedlicher Generationen zusammenkommen können. Denn eine Boulebahn ist mehr als nur ein Platz, auf dem Kugeln geworfen werden. Sie lädt dazu ein, Zeit miteinander zu verbringen. Man spielt, schaut zu, kommt ins Gespräch – und lernt dabei vielleicht auch Menschen kennen, denen man sonst im Alltag kaum begegnen würde. Gerade solche niedrigschwelligen Angebote sind für eine Gemeinde wichtig. Sie schaffen Begegnungen, ohne dass man einem Verein beitreten oder sich zu einem festen Termin verpflichten muss. Wer Lust hat, kann mitmachen. Wer zunächst nur zuschauen möchte, ist ebenso willkommen. Mit der neuen Boulebahn geht Wentorf damit einen weiteren kleinen, aber durchaus bemerkenswerten Schritt hin zu mehr gemeinschaftlichem Leben im öffentlichen Raum.
Den symbolischen Start übernahm schließlich die Bürgermeisterin selbst: Kathrin Schöning eröffnete die Boulebahn mit dem ersten Kugelwurf. Damit war der Platz offiziell freigegeben – und der wichtigste Teil konnte beginnen: das gemeinsame Spielen. Vielleicht wird sich schon bald zeigen, wer in Wentorf das nötige Fingerspitzengefühl besitzt und seine Kugel am geschicktesten in die Nähe des „Schweinchens“ bringt. Gelegenheit dazu gibt es jedenfalls genug. Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher, die trotz des Regens zur Eröffnung gekommen waren, machten deutlich, dass Interesse an solchen gemeinsamen Angeboten vorhanden ist. Die neue Boulebahn könnte damit zu einem kleinen Treffpunkt werden, an dem nicht nur gespielt, sondern vor allem eines gepflegt wird: das Miteinander. Und so war der erste Kugelwurf am Samstag vielleicht mehr als nur ein symbolischer Auftakt. Er war ein kleiner Anfang für viele weitere Begegnungen auf der neuen Boulebahn.
Beitragsfotos: Ralf Lesko