Fotos: Gemeinde Wentorf
Kreative Ideen, praktisches Engagement und ein gemeinsames Ziel: den Umwelt- und Klimaschutz vor Ort voranzubringen. Mit dem Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis 2026 hat die Gemeinde Wentorf bei Hamburg erneut junge Menschen ausgezeichnet, die sich mit viel Einsatz für eine nachhaltigere Zukunft engagieren. Der erste Preis wurde in diesem Jahr gleich zweimal vergeben. Jeweils 400 Euro erhalten die Schulhofrangerinnen und Schulhofranger der Offenen Ganztagsschule (OGS) für ihr Projekt „Regentonne“ sowie Hendrik Schmiechen für seine Idee „Solarparkplätze“. Insgesamt wurden vier Projekte eingereicht. Neben den beiden Gewinnerbeiträgen beschäftigten sich die Teilnehmenden auch mit der Entsiegelung und ökologischen Umgestaltung einer Fläche vor dem Jugendzentrum Prisma sowie mit der Pflege von Knicks als wertvollen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen.
Schulhofranger zeigen, wie Umweltschutz im Alltag beginnt
Mit ihrem Projekt „Regentonne“ überzeugten die Schulhofrangerinnen und Schulhofranger der OGS die Jury auf ganzer Linie. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Kinder schon früh Verantwortung für Natur und Umwelt übernehmen können – nicht nur in der Theorie, sondern ganz praktisch im Schulalltag. Jurymitglied Britta Buhck von der Buhck-Stiftung zeigte sich begeistert: „Was für eine tolle Truppe an Schülerinnen und Schülern und was für tolle Erzieherinnen und Erzieher, die dieses Projekt möglich machen. Es ist großartig zu sehen, wie viele Schülerinnen und Schüler im Offenen Ganztag daran beteiligt sind und wie viele einzelne Projekte hier realisiert werden. Ein toller Start für noch junge Schülerinnen und Schüler, sich mit dem Thema Umwelt und dessen Schutz auseinanderzusetzen.“
Auch Rolf Eichhorst von der Klimaschutzinitiative Sachsenwald hob die Bedeutung des Projekts hervor: „Die Schulhofranger zeigen vorbildlich, was von uns allen für den Umwelt- und Klimaschutz direkt umsetzbar ist, und entfalten dadurch eine starke Breitenwirkung in der Stadtgesellschaft.“
Solarparkplätze: Nachhaltigkeit clever weitergedacht
Den zweiten ersten Preis erhielt Hendrik Schmiechen für seinen Vorschlag, Parkplätze künftig gleichzeitig zur Stromerzeugung zu nutzen. Sein Konzept sieht vor, bereits versiegelte Flächen mit Solardächern auszustatten und so zwei Funktionen miteinander zu verbinden: den Schutz parkender Fahrzeuge und die Gewinnung erneuerbarer Energie. Vor allem die sorgfältige Ausarbeitung und die realistische Umsetzungsperspektive überzeugten die Jury.
Britta Buhck würdigte die Einreichung mit den Worten: „Es ist wirklich beeindruckend, mit wie viel Liebe zum Detail und Kreativität sich diese Einreichung mit einer konkreten Lösung auseinandergesetzt hat. Daraus kann noch Großes entstehen.“
Nachhaltigkeit beginnt vor der eigenen Haustür
Der Wentorfer Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis richtet sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 21 Jahren mit einem Bezug zur Gemeinde. Teilnehmen konnten Einzelpersonen ebenso wie Schulklassen, Projektgruppen oder Teams. Bei der Bewertung spielten nicht nur Kreativität und Ideenreichtum eine Rolle. Auch die praktische Umsetzbarkeit, das Engagement der Beteiligten, die Wirkung in der Öffentlichkeit, die Übertragbarkeit der Ideen sowie der Bezug zu Wentorf flossen in die Entscheidung der Jury ein. Die diesjährigen Beiträge machen deutlich, dass nachhaltiges Handeln oft dort beginnt, wo Menschen ihre unmittelbare Umgebung gestalten. Ob Regenwassernutzung, erneuerbare Energien, Entsiegelung oder Naturschutz – die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben gezeigt, dass gute Ideen nicht auf große Projekte warten müssen. Mit dem Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis möchte die Gemeinde dieses Engagement sichtbar machen und junge Menschen ermutigen, ihre Ideen auch künftig einzubringen. Denn die nachhaltige Entwicklung einer Gemeinde lebt von den Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – unabhängig vom Alter.