4 Kommentar(e) im Thema “Schulcampus Wentorf: Vision, Chronologie, Kehrtwende und offene Fragen

  1. Die Kehrtwende im Sinne der Ökologie und Ökonomie kann ich nur unterstützen. Vielleicht führt das ja tatsächlich zu mehr Berücksichtigung engagierter Bürger außerhalb der Parteien.
    Ich möchte aber auch einmal bemerken, dass die Ehrenamtlichen Entscheidungen treffen müssen, die nicht jedem Bürger entgegen kommen. Nicht jeder fühlt sich berufen, sich ständig dieser Kritik auszusetzen. Ich möchte es nicht! Ständige (negative) Kritik fördert bestimmt nicht die Gemeinschaft.
    Das Thema „Feuerwehrneubau“ immer wieder ins Kreuzfeuer zu nehmen hilft auch nicht.

  2. Die Lernkurve für Kommunalpolitik, die sich daraus ergeben könnte :

    1. Höre frühzeitig den beteiligten Akteueren (in dem Fall aus den Schulen) zu, nehme sie ernst, und mache keine Politik über deren Köpfe hinweg.

    2. Gehe sehr sparsam mit Steuergeldern um. Die Zeiten von Goldstandard ( Feuerwehrneubau) sind vorbei. Unser Wohlstandsmodell wird mit weniger auskommen müssen. Bescheidenheit (auch im Flächenverbrauch) kann auch zukunftsweisen sein.

    3. Richte das Handeln nach langfristigen (u.a.) ökologischen Kriterien und grundlegenden Werten aus. Mit Flächenversiegelung und den daraus sich ergebenden Konsequenzen muss nicht nur in Sonntagsreden Schluss sein. Dass dies bei der Beerdigung der Campuspläne nicht erwähnt wird, wirft ein Licht auf den begrenzten Bauchnabelhorizont des Menschen, der meint, Landschaft nur nach seinen Bedürfnissen gestalten zu können.
    Schade.

    4. Gute Bildung ist ein Teil einer guten Zukunft. Die Bewahrung von Naturräumen und die Achtung vor der lebendigen Mitwelt gehört dazu. Wentorf – die Stadt im Grünen – ein schönes Motto, das jedoch mit Leben gefüllt werden will.

  3. Zitat:
    Kurzfristig steigen die Schülerzahlen im Hamburger Umland durch den Zuzug junger Familien. Langfristig könnten sie jedoch stagnieren oder sogar sinken. Damit stellt sich die Frage, ob ein sehr großer Schulcampus auf Dauer überhaupt notwendig oder angemessen gewesen wäre.

    Dann frage ich mich, wie es dann aussehen mag, wenn die Zahlen sinken?? Stehen dann in allen Schulen Räume leer??? Oder werden dann in den Schulen, wo die Zahlen Geburtenbedingt steigen, wieder Container aufgestellt?? Und wenn ich dann höre, : nein, mein Kind geht in Bergedorf zur Schule <. Dann frage ich mich, wie oder warum das immer sein muß?? Kommen dann hier auch Kinder zu uns weil die es in Bergedorf nicht wollen??
    Ist das Lernen dort einfacher ??

  4. Typisch Politik. Es lässt sich so herrlich groß denken, planen, Gutachten beauftragen, Hinweise aus dem eigentlich betroffenen Kreis ignorieren und schlussendlich wieder verwerfen. Zu den entstandenen Kosten hat man aktuell keinen Überblick. Ist ja nicht das eigene Geld!

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