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Wentorfer Kurzmeldungen
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Dieter Traut
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++ DRK – Blutspendetermin ++ Am Dienstag, den 13. Oktober von 15:30 bis 19:30 ist im Südring 48 die nächste Gelegenheit Blut zu spenden und damit Leben zu retten. Sollten Sie jemanden mitbringen, der oder die noch kein Blutspender ist, erhalten sie beide ein Paar „Happy Socks“. Um Terminreservierung unter 04154 / 8073-3611 oder -2417 wird gebeten.
++ Repair Café in Wentorf – jetzt auch mit Smartphone-Sprechstunde ++ Am Samstag, 17. Oktober 2026 von 14 – 16 Uhr, öffnet das Wentorfer Repair Café wieder seine Türen im Jugendtreff Prisma an der Hauptstraße 18. Gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern können Besucher versuchen, defekten Alltagsgegenständen neues Leben einzuhauchen. Neu dabei: Der Seniorenbeirat bietet parallel eine Smartphone-Sprechstunde an. Besucher können mit ihrem eigenen Smartphone vorbeikommen und Fragen rund um die Nutzung ihres Geräts stellen. Das Angebot richtet sich insbesondere an Menschen, die sich im Umgang mit ihrem Smartphone mehr Sicherheit wünschen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
++ Parkplatz am Prisma am 23. Oktober von 7-14 Uhr gesperrt ++ Reinigungs- und Baumpflegearbeiten.
++ Kostenfreie Kurse für ehrenamtlich Helfende und pflegende Angehörige ++ in Zusammenarbeit mit dem Pflegestützpunkt Herzogtum Lauenburg bietet „Die Angehörigenschule“ am Freitag, 30.10.26 im Kulturzentrum von Witzeeze, Dorfstraße 16
Von 10.00-16.00 Grundkurs Nachbarschaftshilfe und
Von 16.30-19.30 Orientierungskurs Demenz an.
Für die Anerkennung zum ehrenamtlichen Nachbarschaftshelfer verlangt das Land Schleswig-Holstein eine Qualifizierung, die mit der Teilnahme am Grundkurs Nachbarschaftshilfe erreicht wird. Ein Pflegebedürftiger kann den Entlastungsbetrag von monatlich bis zu 131,- Euro von seiner Pflegekasse für Nachbarschaftshilfe einsetzen.
Der Orientierungskurs Demenz bietet in 3 Stunden eine Kompakteinführung zum Thema Demenz. Erste Informationen zu Krankheitsbild, Diagnostik, Alltagsgestaltung und Kommunikation. Und natürlich werden auch Ihre aktuellen Fragen – soweit möglich – geklärt.
++ Mitmach-Kunstaktion „20 Jahre Wentorfer Kulturwoche“ ++ Zu ihrem Jubiläum lädt die Kulturwoche dazu ein „20 Jahre Wentorfer Kulturwoche“ kreativ zu interpretieren. Die Kunstaktion möchte unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und zeigen, wie vielfältig die Wentorfer Kulturwoche erlebt und verstanden werden kann. Was 20 Jahre Wentorfer Kulturwoche bedeuten, entscheidet also jede und jeder für sich. Ob Malerei, Zeichnung, Fotografie, Skulptur, Collage, Installation, Text oder eine ganz andere künstlerische Ausdrucksform – der eigenen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Da die Exponate jedoch bei jedem Wetter Tag und Nacht im Freien stehen werden, müssen sie wetterfest sein. Ausdrücklich willkommen sind auch Menschen, die sich selbst nicht als Künstler:innen bezeichnen.
Eingereicht werden können Arbeiten bis zum 2. Juni 2027, also bis kurz vor Beginn der Kulturwoche am 4. Juni. Alle Informationen zur dieser besonderen Kunstaktion, die Teilnahmebedingungen und ein Anmeldeformular finden Sie unter www.wentorfer-kulturwoche.de/mitmach-kunstaktion/[3]
++ Gemeinde Wentorf lädt am 2.12.2026 von 15-18 Uhr zur Seniorenweihnachtsfeier ein – Anmeldungen sind ab sofort möglich ++ Eingeladen sind alle Wentorfer ab 70 Jahren. Im Mittelpunkt soll dabei das gesellige Beisammensein und die Freude an gemeinsamen Begegnungen stehen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Da die Zahl der Plätze begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich. Interessierte können sich bis Mittwoch, 25. November 2026, telefonisch unter 040 72001232 anmelden. Gäste, die einen Fahrdienst in Anspruch nehmen wollen, teilen dies bitte bei der Anmeldung mit. Ein Transport von Personen im Rollstuhl ist leider nicht möglich.
++ Umweltpreis 2027: Wentorf sucht die Ideen junger Menschen ++ Die Gemeinde Wentorf bei Hamburg ruft Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 21 Jahre dazu auf, eigene Ideen zu Umwelt und Nachhaltigkeit mit Wentorf Bezug zu entwickeln, als Projekt umzusetzen und als Beitrag einzureichen. Eine Teilnahme ist sowohl allein als auch in einer Gruppe möglich. Die Bewerbungsphase endet am 30. April 2027. Die Preise werden von der Buhck-Stiftung gestiftet. Weitere Informationen gibt es unter www.wentorf.de/umweltpreis.[4]
++ Endspurt bei „Wentorf abpflastern!“: Fördermittel sind noch verfügbar++ Die Gemeinde erinnert an ihre Kampagne. Wer auf seinem Grundstück versiegelte Flächen zurückbauen und wieder Platz für Grün schaffen möchte, kann sich die Aktion noch bis zum 31. Oktober 2026 finanziell unterstützen lassen. Fragen dazu bitte direkt an die Klimaschutzmanagerin Yvonne Hargita unter klimaschutz@wentorf.de.
++ Landesweiter Schulwettbewerb – Die Recycling – Challenge ++ Anlässlich der Europäischen Woche der Abfallvermeidung (EWAV) gehen Schüler verbreiteten Recyclingmythen auf den Grund. Die teilnehmenden Klassen wählen einen der folgenden drei Mythen als Thema: • „Altkleider werden recycelt.“ • „Alte Smartphones sind wertlos.“ • „Leere Batterien gehören in den Restmüll.“ und finden mit Hilfe eines passenden Kurzmoduls für den Unterricht heraus, was hinter dem jeweiligen Mythos steckt. Anschließend setzen sie ihr Wissen kreativ um. Für die Teilnahme genügt ein Foto des Ergebnisses, das über die Website der Recycling-Challenge eingereicht wird. Die Gewinnerklassen werden unter den eingereichten Beiträgen ausgelost. Sie erhalten 200 Euro Preisgeld. Einsendeschluss ist der 12. November 2026. Alle Informationen zur Recycling-Challenge, die kostenlosen Unterrichtsmaterialien und das Uploadformular gibt es unter: wir-lieben-recycling.de/challenge
++ Pionierbrücke ab Montag 05.10. gesperrt++ Nachdem die von der SPD gestifteten Bänke schon seit Wochen abgebaut sind, beginnt jetzt die Sanierung der nur ein Jahr alten neuen Pionierbrücke.
++ Losdemokratie-Stammtisch in Wentorf ++ Die Treffen der Partei Losdemokratie (LoP) wurden von der Alten 16 in die Alte Schule, Am Teichweg 1 verlegt. Vorgesehen sind weiterhin die Termine 14. Oktober, 11. November und 9. Dezember 2026 jeweils ab 18:30 Uhr. Informationen zu den Zielen dieser neuen Partei sind auf der Internetseite losdemokratie.de[5] zu finden. Kontakt zum Landesverband Schleswig-Holstein ist unter landtag-sh@losdemokratie.de[6] möglich.
++ Wie fahrradfreundlich ist dein Ort? ++ Das will der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) zum 12. Mal wissen und befragt die Menschen bundesweit danach, welche Erfahrungen sie beim Radfahren im Alltag machen: Sind die Radwege in gutem Zustand? Wird genug für den Radverkehr getan? Wie sicher fühlen sie sich auf dem Rad? Mitmachen können alle ab zehn Jahren – ganz einfach online: Den Link ADFC-Fahrradklima-Test – Befragung[7] klicken und die passende Umfrage auswählen. Die Befragung dauert etwa 10 Minuten.
++ Nachlese zur Einwohnerversammlung am 6.10.2026 ++ Die Gemeinde Wentorf hat in der Einwohnerversammlung zugesagt alle eingereichten bzw. gestellten Fragen zu beantworten und auf der Seite https://www.wentorf.de/Kurzlinks/Einwohnerversammlung/[8] zu veröffentlichen. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass dieser Prozess ein paar Tage dauern wird.
++ Kostenloser Lichtcheck im Oktober beim TÜV Nord, Station Wentorf, Südredder 2++ Tief stehende Sonne, Dunkelheit, Regen, Schnee und Eis können die Sicht im Straßenverkehr deutlich einschränken. Eine funktionierende und richtig eingestellte Beleuchtungsanlage ist deshalb gerade in der dunklen Jahreszeit besonders wichtig. „Mit dieser Aktion möchten wir dazu beitragen, dass alle motorisierten Zwei- und Vierräder sicher durch die dunkle Jahreszeit kommen“, sagt Helge Retzko, Leiter der TÜV NORD Station Wentorf.
++ Gemeinde Wentorf bei Hamburg sucht stellvertretende Schiedsperson ++ Die Gemeinde Wentorf bei Hamburg sucht eine neue stellvertretende Schiedsperson. Das Ehrenamt ist zum 26. November 2026 neu zu besetzen und wird für die Dauer von fünf Jahren ausgeübt. Schiedspersonen leisten einen wichtigen Beitrag zur außergerichtlichen Konfliktlösung. Zu ihren Aufgaben gehört die Durchführung von Schlichtungsverfahren in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten und in Strafsachen. Ziel ist es, Konfliktparteien miteinander ins Gespräch zu bringen und nach Möglichkeit eine einvernehmliche Lösung zu erreichen. Für das stellvertretende Schiedsamt werden Personen gesucht, die aufgrund ihrer Persönlichkeit und ihrer Fähigkeiten für diese Aufgabe geeignet sind. Bewerberinnen und Bewerber sollen mindestens 30 Jahre alt sein und ihren Wohnsitz in der Gemeinde Wentorf bei Hamburg haben. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich bis zum 11. Oktober 2026 bewerben. Die Bewerbung ist ausschließlich per E-Mail und im PDF-Format mit dem Betreff „Stellvertretung Schiedsamt“ an zentraledienste@wentorf.de[9] zu senden. Die Vorstellung der Bewerberinnen und Bewerber findet am 26. Oktober 2026 um 19:00 Uhr im Hauptausschuss statt. Die Sitzung findet im Rathaus der Gemeinde Wentorf bei Hamburg, Sitzungsraum II im 1. Obergeschoss, statt.“
++ Fotoausstellung „Treffpunkt Hamburg“ im Café Stellar ++ Hamburg aus ungewöhnlichen Perspektiven: Die Wentorfer Künstlerin Angi Pohl zeigt vom 17. September bis 10. November 2026 ihre Fotoausstellung „Treffpunkt Hamburg“ im Café Stellar auf dem Gelände der Sternwarte Hamburg-Bergedorf Gojenbergsweg 112k. Pohl richtet in ihren Fotografien den Blick auf vertraute Orte und Motive der Stadt. Außergewöhnliche Perspektiven, Spiegelungen, Details und Farbspiele sollen dabei bekannte Ansichten neu erscheinen lassen.
++ So bunt ist Demokratie-OMAS GEGEN RECHTS rufen auf zur Beteiligung an der Mitmach-Ausstellung in der Lola ++ Demokratie ist mehr als Parlamente zu haben und wählen zu können. Demokratie ist Meinungs- und Menschenvielfalt, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte, Verantwortung, Mitdenken und Mithandeln. Die OMAS GEGEN RECHTS finden, es ist höchste Zeit, daran zu erinnern. Das Projekt „Kreativ für Demokratie“ lädt ein, diese Werte sichtbar zu machen: Das Kulturhaus Lola in Lohbrügge wird voraussichtlich im Mai 2027 die entstandenen Werke in einer Ausstellung präsentieren. Mitmachen macht Spaß! Die Ausstellung wird mindestens ein Gemeinschaftswerk zeigen. Entstehen soll ein „Demokratie-Teppich“, der Themen wie Menschenrechte, Vielfalt, Gemeinschaft, Frieden, Freiheit in Farbe, Bild und Wort darstellt. Jede und jeder kann zu diesem Teppich beitragen: Fertigen Sie ein 20×20 cm großes Quadrat aus textilem Material mit Ihrem Motiv an: gehäkelt, genäht, gestrickt, gestickt, geklöppelt, gewebt, auf Stoff gemalt – ganz wie Sie es mögen, Hauptsache Textil. Bitte säumen Sie Quadrate aus Stoff, damit diese beim Zusammennähen nicht ausfransen. Und wenn Sie gleich mehrere Quadrate zusammennähen wollen – ein Streifen 20×100 cm, ein großes 40×40-cm-Quadrat usw. – geht das natürlich auch. Lassen Sie Ihrer demokratischen Fantasie freien Lauf! Ihr Quadrat – es dürfen auch mehrere sein – geben Sie bis spätestens 31. Dezember 2026 jeweils zu den Öffnungszeiten an einer der folgenden Annahmestellen ab:
Die Craftista!-Gruppe der OMAS wird die Quadrate zu einem hoffentlich großen und bunten Teppich verbinden. Übrigens ist die Craftista!-Gruppe für alle Frauen und Männer offen, die gern mit textilen Ideen für Demokratie aktiv sind: Die Gruppe trifft sich an jedem 3. Montag im Monat ab 16 Uhr im Wollgeschäft Seemannsgarn. Wer dabei sein möchte, kommt einfach vorbei oder holt sich unter der Telefonnummer 040 55 28 76 87 weitere Infos. Über OMAS GEGEN RECHTS Bergedorf & Drumrum: Die OMAS GEGEN RECHTS werden derzeit als größte zivilgesellschaftliche Frauenbewegung wahrgenommen. Ziel ist es, die repräsentative, liberale Demokratie mit Meinungspluralität bewahren. Dazu tun sich Frauen und Männer jenseits antidemokratischer Bestrebungen zusammen. In der Gruppierung OMAS GEGEN RECHTS Bergedorf & Drumrum sind derzeit fast 70 Menschen aktiv.
Kontakt für Rückfragen: Roswitha Menke, Schmiedesberg 2b, 21465 Reinbek
0172 211 94 82, r.menke@roswithamenke.de[10]
++ VHS Hohe Elbgeest Theaterfahrten Herbst/ Winter 2026 ++ Ihr Theater- oder Konzertbesuch wird mit unserem Bus-Service zum unbeschwerten Vergnügen ab Dassendorf, Kröppelshagen, Wentorf und Bergedorf (Abfahrten in Wentorf, Haltestelle „Am Grotensahl“ um 17.45 Uhr). Bequem und gesellig direkt zum Theater, ins Konzert oder Musical/ Oper und natürlich wieder sicher zurück. Runter vom Sofa – ab ins Theater oder Konzert! Folgende Veranstaltungen erwarten Sie im Herbst/ Winter 2026: Am Donnerstag, 19. November im Altonaer Theater geht es weiter mit dem Kultstück „Der Club der toten Dichter“ in der deutschen Fassung von „Dead Poets Society“ von Tom Schulman nach dem Roman von Nancy H. Kleinbaum. Am Mittwoch, 9. Dezember wird ein Highlight im First Stage Theater in Altona besucht: „Die große Weihnachtsshow 2026“. Die Weihnachtsshow mit dem 40-köpfige Ensemble hat in Hamburg längst Kultcharakter. Zum Abschluss dieses abwechslungsreichen Kulturabos wird es noch einmal turbulent am Donnerstag, 7. Januar in der Laeiszhalle wird die große Lehár & Strauss Gala vom Musiktheater Prag, dem Prager Festivalorchester und dem Johann-Strauß-Ballett Prag präsentiert. Verbindliche Anmeldungen sind bis 4. September möglich unter https://www.vhs-hoheelbgeest.de/programm/kultur-gestalten/kurs/Theaterfahrten-Herbst-Winter-2026-27/BA200-01[11] Tel: 04104/ 699146. Petra Ebel, Geschäftsstelle VHS Hohe Elbgeest.
++ Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf/HH++ Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 15:00-18:00 Uhr und am 4. Donnerstag im Monat von 9:00 -12:00 Uhr individuelle, kostenfreie und unabhängige Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Die Mitarbeiter des Pflegestützpunktes Im Kreis Herzogtum Lauenburg nehmen sich Zeit für vertrauliche Gespräche, beraten zu den bestehenden Angeboten und unterstützen bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab möglich. Melden Sie sich gern bei uns. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch für Sie erreichbar unter 04152 – 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de[12]
++ Öffnungszeiten des Wentorfer Heimatmuseums 2. Halbjahr 2026 ++Der Bürgerverein Wentorf e.V. meldet die Öffnungstage für das 2. Halbjahr 2026 des Wentorfer Heimatmuseums in der Alten Schule/Teichstrasse 1. An den Sonntagen 06. September, 04. Oktober und 01. November wird das Museum jeweils von 15-18:00 Uhr für Besucher geöffnet sein. Ein Klönschnack bei einer Tasse Kaffee ist natürlich, wie immer, auch möglich 😉
++ Der Bürgerverein Wentorf e.V. veröffentlicht das neue Programm 2 Halbjahr 2026 ++ Das neue Programm vom Wentorfer Bürgerverein e.V. ist veröffentlicht. Natürlich wieder mit vielen interessanten und unterhaltsamen Veranstaltungen! Es lohnt sich die Termine zu notieren und dabei zu sein. Das neue Programm finden Sie hier bei WiB-Online unter diesem Link: Bürgerverein Programm 2 HJ 2026[13] oder unter unserer Rubrik SERVICE.
++ WirWunder – die neue Förderplattform der KSK geht an den Start ++ Ab sofort können gemeinnützige Vereine und Organisationen im Kreis Herzogtum Lauenburg unter www.wirwunder.de/ksk-ratzeburg[14] noch einfacher Spenden sammeln und Projekte umsetzen: Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg (KSK) und alle Sparkassen in Schleswig-Holstein starten gemeinsam WirWunder – die digitale Förderplattform, die gemeinnützige Projekte vorstellt und direkt mit Unterstützer:innen verbindet. Die ersten 20 Projekte, die sich im Crowdfunding-Bereich registrieren, erhalten eine Startförderung in Höhe von jeweils 200 Euro. Über das Regionalportal wirwunder.de/ksk-ratzeburg[14] können alle gemeinnützigen Vereine und Organisationen ab sofort ausschließlich online ihre Anfragen nach einer Direktförderung durch die Kreissparkasse als Spende, Sponsoring oder Zuwendungen aus der Lotterie „Los-Sparen“ einstellen. Regionalität und digitale Einfachheit Gemeinsam mit betterplace.org, Deutschlands größter Spendenplattform, bringt die KSK Projekte und Spenderinnen und Spender zusammen. Die Vorhaben sind sowohl auf betterplace.org als auch auf wirwunder.de/ksk-ratzeburg sichtbar. Für jedes eingestellte Projekt prüft die KSK zudem, inwiefern sie dieses mit einer eigenen Spende unterstützt. Mit WirWunder stellen die KSK und alle Sparkassen in SH ihr gesellschaftliches Engagement dar. Vereine und Organisationen präsentieren auf WirWunder ihre Projekte, Spender:innen entdecken Aktionen aus dem Kreis Herzogtum Herzogtum Lauenburg und unterstützen diese mit nur wenigen Klicks.
++ Neue Krabbelgruppe in der MaBu ++ Immer am 2. und 4. Mittwoch im Monat von 10:00-11:30 Uhr, trifft sich eine im Februar 2026 neu gegründete Krabbelgruppe für Eltern und Kleinkinder in der MaBu. In gemütlicher Atmosphäre haben die Kinder erste Sozialkontakte zu Gleichaltrigen, während die Eltern Gelegenheit zum Gespräch und Erfahrungsaustausch haben. Verantwortlich für diesen regelmäßigen Treff ist Anna-Lena Köhler, die selbst als Mutter dabei ist. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es ist ein offenes Treffen, zu dem man einfach dazu kommen kann. Die Adresse der MaBu ist Am Burgberg 4a, 21465 Wentorf (Achtung die Adresse der MaBu ist seit 2017 eine Neue!). Weitere Infos und Kontakt zu Frau Köhler können im Kirchenbüro erfragt werden: 040 720 2425
++ Radstation Wentorf – Rad Selbsthilfewerkstatt-Termine 2026 ++ Die Repair-Café-Termine finden jeweils am dritten Samstag der geraden Monate von 14 bis 16 Uhr im Prisma Jugendtreff statt. Der Standort bietet dabei einen zusätzlichen Mehrwert: Seit Ende vergangenen Jahres stellt die Gemeinde hier eine frei zugängliche Fahrrad-Reparaturstation bereit. Alle Fragen rund ums Fahrrad haben hier ebenfalls Platz. Der ADFC gibt gegen Spende auch von ihm aufgearbeitete Räder ab.
Die Termine für 2026 im Überblick:
Samstag, 17. Oktober 2026
Samstag, 19. Dezember 2026
Repariert werden können auch elektrische Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, Textilien und weitere Alltagsgegenstände. Es handelt sich nicht um einen kostenlosen Reparaturservice; für Ersatzteile oder Materialien wird ein Selbstkostenpreis erhoben. Begleitend gibt es Kaffee und Kuchen gegen eine Spende. Das Repair Café Wentorf freut sich über Besucherinnen und Besucher ebenso wie über neue ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer. Bei Fragen wenden Sie sich an das Klimaschutzmanagement der Gemeinde Wentorf unter 040 72001279.
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Die plattdeutsche Kolumne von Uli Gröhn: Oole Zöpp – niege Zöpp (Alte Zöpfe – neue Zöpfe)
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Gastbeitrag
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Den Kompromiss as (langwieligen) Sluss mal vorweg. Den Kompromiss. Kennt wi ja all.
Man – den Trick dorto – den verrad ik ju eerst to´n Sluss. Schall heeten: Eerst mal lesen, wat hier schrewen steiht!
Och, wat nüdelig un kommodig! Kiek mal op dat Foto dor, den lütten Heini! Wat he dor noch lachen deit! – Un kiek mal op dat Foto hier achtern: Dor is he al 17 Johr oolt. Wat kiekt he dor verbiestert. Un denn ok noch sien Büx! De hangt em ja meist mang de Kneen! Nee, ok doch!
Tja, kiek mal Hans-Helmut sien Gorrn an! Vör en poor Johrn harr he den noch goot in Schuss. Dor wüss keen Kropp-Kruut mang de Weeg! Un nu? Hett he keen Lust mehr dorto, will ik mal meenen. Kiek di dat blots mal an! Hans-Helmut seggt: „Natur-nah!“ Wo hett he sik de Grapen blots infungen? Is dor sien niege Fru in´t Speel? – Na, ja, ik weet nich recht, wat dat nu blots en Mood is … Schall Hans-Helmut sik mal lever bücken un allns wegkriegen, wat dor nich henhört! Denn süht mal wedder schier ut.
Un nu ok noch: Hör di den „Klein-Künstler“ an! (So nöömt he sik ja wull.) Wat speelt un singt he dor för niemoodschen Kram! Dor köönt wi ja gor nich mitsingen! Dat kennt wi ja gor nich! Dor mag ik gor nich henhören. Ik verstah ok nich. Nee! Wörum speelt un singt he nich de oolen Leeder? De weern doch jümmers scheun un kommodig. Na, ja, wüllt wi man nich so dull schimpen. `n poor Leeder vun Hamborg un Heimat hett he ja doch dorbi. Geiht ja noch. Geiht ja noch. Mööt wi em wull doch noch nich ut´ Dörp rutjagen.
Un dat oole (un ik meen ok aktuell niege Leed) kunn heeten: Hopp, hopp, in´n Swiensgalopp … jo, de Tiet, dat Oos, dat kümmt un geiht …! – Dor kannst nix gegen seggen. Is ja mal so.
De, de stahn blievt, mööt oppassen, dat se ni Stoff ansett.
De, de vörutgaloppeert, mööt oppassen, dat se ni alleen blievt mit ehr Grapen.
Un opletzt: Woans findt wi de Mitt, den Kompromiss? Hier kümmt de Trick:
– De enen, nemmt wi as Bispeel mal den „Klein-Künstler“ (Kiek baven!) mööt RESPEKT
bewohren. Vör dat, wat veele Lüüd ut de Gemeenschapp vun Belang is.
– De annern kunnen sik mal Möh geven, sik ok op wat Nieges IN-TO-LATEN.
Ik glööv, denn warrt ´n Schoh dor ut.
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Gewerbeentwicklung in Wentorf
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Dieter Traut
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In Gesellschaft, Kommunales, Politik |
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Der Masterstudiengang Stadtplanung der TH Lübeck erarbeitete im Sommer 2026 ein Konzept zur Entwicklung Wentorfs zu einer „zukunftsfähigen und lebenswerten Gemeinde“. Geleitet wurde das Studienprojekt von Professor Menzl und begleitet durch die Investitionsbank Schleswig-Holstein. Die Ergebnispräsentation dieser studentischen Arbeiten hat die Gemeinde auf ihrer Internetseite www.wentorf.de/aktuelles/Ortsentwicklungskonzept[15] veröffentlicht. Die vorgestellten Konzepte und Ideen sind keine beschlossenen Planungen der Gemeinde Wentorf, sondern sollen als Diskussionsgrundlage dienen. Dieses Angebot greift WiB auf. In diesem, dritten und letzten Teil werden die Aussagen rund um das Thema „Gewerbe“ zusammengefasst.
Die Problemanalyse untersucht das Gebiet am Südring, also das Gewerbe ohne die Geschäfte am Casinopark und in der Hauptstraße (siehe Eingangsfoto mit den Nutzungsformen). Aus einer mangelnden Vorbereitung auf Hitzetage (alles versiegelt), drei Gebäude mit geringer baulicher Qualität und vereinzelter geringer Flächenausnutzung (nicht so hoch gebaut, wie erlaubt) wird auf mangelnde Klimaanpassung und eine zu geringe Flächeneffizienz geschlossen. Nach Aufzählung theoretisch möglicher Maßnahmen zur Innenentwicklung, wie zusätzlicher Geschosse, und zum Klimaschutz wird das Anwendungsbeispiel einer Aufständerung, eine Art Carport für LKWs, durchgespielt. Das neue Dach soll für eine PV-Anlage genutzt, nicht benötigte Flächen begrünt und PKW-Parkplätze teilentsiegelt werden.
Umgesetzt werden sollen die aufgezeigten Anklänge eines Konzeptes über viel Kommunikation. Und wo sollte man anfangen? Als sogenannter Aktivierungsimpuls soll das angrenzende Kleingartengelände dienen. Die Erweiterung der Gewerbeflächen um die Kleingärten bringt nicht nur neue Gewerbeansiedlungen nach Wentorf, sondern schafft auch die bauliche Flexibilität für eine Umgestaltung des bestehenden Gewerbegebiets. So kann die Gemeinde Firmen, die nicht so große Flächen benötigen, wie aktuell in Anspruch genommen, Ausweichflächen anbieten.
Kommentar: Dass es nicht nur in Wohngebieten, sondern auch in Gewerbegebieten möglich ist die Bebauung zu verdichten, steht außer Frage. Genauso klar ist, dass hierzu ein Dialog mit ansässigen Unternehmen, Grundstückseigentümern und der Wirtschaftsinitiative Wentorf sinnvoll ist. Da das Kleingartengelände zumindest aus Sicht der TH Lübeck zur Disposition steht, wäre es aber guter Stil nicht nur die lokale Wirtschaft und die Verwaltung, sondern insbesondere die Vertretung der Kleingärten und sonstiger Betroffener von Anfang an am Standortdialog zu beteiligen.
Foto: Präsentation der TH Lübeck
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Das Zitat der Woche
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Dieter Traut
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In Zitat der Woche |
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Gemeinde Wentorf nächste Sitzungen der Ausschüsse im Rathaus Wentorf
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Ralf Lesko
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In Kommunales, Politik |
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Sitzung des Planungs-und Umweltausschuss am Montag, 28.09.2026 um 19:30 Uhr, im Sitzungsraum II/III – R. 105/106, Rathaus, Hauptstraße 16, 21465 Wentorf
Sitzung des Hauptausschuss am Montag, 26.10.2026 um 19:00 Uhr, im Sitzungsraum II/III – R. 105/106, Rathaus, Hauptstraße 16, 21465 Wentorf
Tagesordnung der Sitzung noch nicht veröffentlicht
Sitzung des Liegenschaftsausschuss am Donnerstag, 05.11.2026 um 19:00 Uhr, im Sitzungsraum II/III – R. 105/106, Rathaus, Hauptstraße 16, 21465 Wentorf
Tagesordnung der Sitzung noch nicht veröffentlicht
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Neuer Spielhügel bringt Bewegung und Spaß auf den Schulhof der OGS-Wentorf
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Ralf Lesko
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In Kommunales, Schule |
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Ein neuer Lieblingsplatz für die Kinder der Grundschule Wentorf bei Hamburg? Das könnte der Spielhügel auf dem Schulhof durchaus werden. Beim heutigen Sommerfest wurde das neue Spielangebot offiziell eröffnet – und damit steht den Schülerinnen und Schülern ab sofort ein weiterer Ort zum Spielen, Klettern, Bewegen und gemeinsamen Entdecken zur Verfügung. Gemeinsam mit der Schulleitung und der Leitung der OGS gab Bürgermeisterin Kathrin Schöning den neuen Spielbereich frei. Und dass die Kinder bei diesem Projekt nicht nur Zuschauer waren, war ihnen deutlich anzusehen: Sie durften selbst mitentscheiden, welches Spielgerät auf ihrem Schulhof stehen sollte. Im Rahmen einer Befragung konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Favoriten auswählen und mit Klebepunkten bewerten. So wanderten die Wünsche der Kinder unmittelbar in die Planung ein. Der neue Spielhügel ist damit nicht einfach irgendein neues Spielgerät auf dem Schulhof – er trägt auch ein Stück Kinderbeteiligung in sich. „Ich bin sehr stolz auf dieses Projekt. Besonders schön ist, dass die Kinder selbst an der Auswahl beteiligt waren. So ist ein Spielbereich entstanden, der nicht nur für die Schülerinnen und Schüler gedacht ist, sondern ein Stück weit auch von ihnen mitgestaltet wurde“, sagte Bürgermeisterin Kathrin Schöning bei der Eröffnung.
Die Gemeinde Wentorf bei Hamburg hatte den Schulhof überplant und die Umsetzung der Maßnahme begleitet. Die Bauarbeiten begannen Anfang Juni 2026 und konnten am 14. August abgeschlossen werden. Ganz klein war das Vorhaben allerdings nicht: Für die Planung wurden rund 72.000 Euro aufgewendet, die Baukosten beliefen sich auf rund 326.000 Euro. Hinzu kamen rund 12.000 Euro für notwendige Baumfällmaßnahmen einschließlich Ersatzpflanzungen. Nun aber geht es vor allem um das, was mit solchen Zahlen kaum beschrieben werden kann: um Kinder, die rauf- und runterlaufen, klettern, spielen, sich treffen und den neuen Hügel ganz selbstverständlich zu ihrem eigenen machen. Mit dem Spielhügel gewinnt der Schulhof einen weiteren Raum für Bewegung, Spiel und Begegnung. Gerade im Schul- und Ganztagsalltag ist das mehr als nur eine zusätzliche Attraktion: Ein guter Schulhof bietet Platz zum Toben ebenso wie zum gemeinsamen Spielen und für kleine Pausen zwischendurch. Beim Sommerfest wurde der neue Spielbereich jedenfalls schon einmal gebührend in Besitz genommen. Jetzt darf er zeigen, was in ihm steckt.
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Wann ist bei Demenz ein Heim besser, als das Alleinleben?
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Dieter Traut
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In Gesundheit |
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Demenz entwickelt sich schleichend. Von ersten Anzeichen bis zu einer Diagnose ist es ein weiter Weg. Auch wenn man es auf keinen Fall möchte, kommt doch irgendwann die Frage auf, ab wann ein Heim besser ist, als das Alleinleben. Die Antwort hierauf ist schwierig und hängt sehr an den individuellen Möglichkeiten und Rahmenbedingungen. Da es zu diesem Thema, das jeden angehen kann, kaum Tipps gibt, wird im Folgenden trotz aller Einschränkungen versucht eine Hilfestellung zu geben.
Ausgangspunkt ist immer, dass man einen alten Baum nicht verpflanzen soll. Jeder von uns hat eine Vorstellung davon, was für eine einschneidende Änderung ein Umzug für uns wäre. Und hier geht es nicht nur um einen Umzug, sondern um eine drastische Verkleinerung des eigenen Rückzugraums bei dem man kaum persönliche Dinge mitnehmen kann. Dazu kommt die Frage, was das Heim für jemanden persönlich bedeutet. Es gibt aber auch Kriterien, die darauf hinweisen, dass ein Heim die bessere Lösung sein könnte. Wohlgemerkt: „könnte“.
Kriterium 1: Fehlendes bzw. stark reduziertes soziales Umfeld
Oft ist eine Krankheit der Auslöser, wenn man nicht mehr unter die Leute gehen kann. Das soziale Umfeld engt sich hierdurch ein und es wird ein Prozess in Gang gesetzt, der zur Vereinsamung führen kann. Corona und wie wir mit der Infektionsgefahr umgegangen sind hat zur Vereinzelung alter Menschen geführt. Das Etikett „besonders vulnerable Gruppe“ hat die wenigen Kontakte noch weiter eingeschränkt. Nach dieser Zeit fehlte dann vielen Betroffenen die Kraft alte Kontakte wieder zu beleben.
Kriterium 2: Selbstversorgung nicht mehr gewährleistet
Solange ein alter Mensch körperlich so fit ist, dass er einkaufen geht und für sich kocht, sich also selbst versorgen kann, ist alles gut. Und auch wenn diese Aktivitäten durch die Demenz schleichend eingeschränkt werden, gibt es Möglichkeiten: Essen kann man liefern lassen, die Einnahme von Medikamenten kontrollieren lassen. Und selbst für die körperliche Hygiene kann man sich Unterstützung holen. Und so könnte es weiter gehen, wenn ja wenn sich der Zustand nicht noch weiter verschlechtern würde.
Kriterium 3: Selbstgefährdung
Bei Demenz wird oft vergessen den Herd auszuschalten. Doch auch das lässt sich regeln: den Strom vom Herd abstellen und Essen liefern lassen. Ein kritischer Punkt ist erreicht, wenn trotz eines Anrufes vergessen wird das gelieferte Essen zu sich zu nehmen.
Hitzeperioden werden ab einem mittelschweren Stadium der Demenz lebensgefährlich. Es wird einfach vergessen zu trinken und auch einfachste Maßnahmen mit der Hitze umzugehen, wie nächtliches Lüften werden nicht umgesetzt.
Dazu drohen noch mehr Risiken. Insbesondere Stürze können lebensbedrohlich werden. Die technische Lösung für Alleinlebende mit einem Alarmknopf um den Hals ist bis heute unzulänglich. Erstmal muss man daran denken den Alarm bei sich zu tragen, eine kaum zu bewältigende Aufgabe für Demenzkranke und dann dringt der Alarm nicht immer durch dicke Kellerdecken.
Meine persönliche Meinung: Spätestens ab dem Zeitpunkt an dem Selbstgefährdung erkannt wird, wird es Zeit sicherzustellen, dass er oder sie nicht mehr allein lebt. Sehr oft bedeutet dies das Heim.
Foto: Pixabay
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Nun erfasst es auch Europa: Wenn das Wasser knapp wird
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Monika Lehmann-Ralf Lesko
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In Gesellschaft, Kommunales, Politik, Umwelt |
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Wasser kommt bei uns aus dem Hahn. Jederzeit. Sauber, klar und für wenige Cent pro Liter. Gerade deshalb vergessen wir leicht, wie kostbar diese Ressource eigentlich ist. Doch der Klimawandel verändert den Wasserhaushalt – auch in Europa und auch vor unserer Haustür. Wie sicher ist unser Trinkwasser in Wentorf? Und warum kostet das Abwasser hier deutlich mehr als in Hamburg? Wasser ist Leben. Dieser Satz klingt beinahe banal, ist aber eine der elementarsten Tatsachen überhaupt. Ohne Wasser gäbe es weder Menschen noch Tiere noch Pflanzen. Trotzdem behandeln wir Wasser im Alltag häufig wie eine Selbstverständlichkeit: Hahn auf, Wasser läuft. Duschen, waschen, kochen, Toilette spülen, Garten bewässern – und am Ende ist alles wieder weg. Nur: Wasser verschwindet nicht. Es bewegt sich im natürlichen Wasserkreislauf. Regen fällt, Wasser versickert, Grundwasser entsteht, Quellen und Flüsse werden gespeist, Wasser verdunstet und kehrt irgendwann als Niederschlag zurück. Das Problem liegt deshalb nicht darin, dass es auf der Erde irgendwann überhaupt kein Wasser mehr gibt. Knapp werden kann vielmehr das verfügbare und nutzbare Süßwasser – am falschen Ort, zur falschen Zeit oder in nicht ausreichender Menge. Und genau das wird zunehmend zu einer europäischen Frage.
Wenn der Sommer zum Stresstest wird
Was in den vergangenen Jahrzehnten vor allem mit Südeuropa verbunden wurde, ist längst auch weiter nördlich angekommen: lange Hitzeperioden, ausbleibender Regen, trockene Böden und sinkende Wasserstände. Brandenburg beispielsweise gehört zu den niederschlagsärmsten Regionen Deutschlands. Dort gelten in trockenen Zeiten Einschränkungen für die Entnahme von Grund- und Oberflächenwasser. Auch die Landwirtschaft steht zunehmend vor der Frage, wie viel Wasser für die Bewässerung zur Verfügung stehen kann. In unserer näheren Umgebung ist Wasser ebenfalls längst kein abstraktes Thema mehr. Im Landkreis Lüneburg laufen Wasserrechtsverfahren für erhebliche Grundwasserentnahmen. Besonders bekannt geworden ist der Streit um Coca-Cola. Der Getränkehersteller entnimmt in Lüneburg bereits Grundwasser für die Produktion von Vio. Ein geplanter dritter Brunnen mit einer vorgesehenen Entnahme von 350.000 Kubikmetern jährlich sorgte für heftige Diskussionen. Coca-Cola zog den Antrag 2022 allerdings zurück. Noch grundsätzlicher wird die Debatte in Brandenburg geführt. Dort geht es unter anderem um die geplante Erweiterung der Getränkeproduktion und die Frage, wie viel Grundwasser industrielle Produktion in einer ohnehin wasserarmen Region dauerhaft beanspruchen darf. Der Konflikt zeigt: Wasser kann zur Verteilungsfrage werden – zwischen Bevölkerung, Landwirtschaft, Industrie und Natur.
Und wie sieht es bei uns aus?
Für Wentorf gibt es zunächst eine gute Nachricht: Unsere Trinkwasserversorgung ist sehr sicher. Wentorf wird von HAMBURG WASSER mit Trinkwasser versorgt. Das Unternehmen betreibt ein Verbundsystem aus 17 Wasserwerken und beliefert neben Hamburg zahlreiche Gemeinden im Umland – ausdrücklich auch Wentorf und Wohltorf. Das ist ein erheblicher Vorteil. Wir sind nicht von einem einzigen kleinen örtlichen Brunnen abhängig. Die Wasserwerke arbeiten in einem Verbund und können dadurch Versorgungssicherheit gewährleisten. Doch auch unser Wasser hat eine gemeinsame Grundlage: Grundwasser. HAMBURG WASSER gewinnt sein Trinkwasser vollständig aus Grundwasser. Damit wird eine einfache Wahrheit sichtbar: Unser Trinkwasser beginnt nicht im Wasserwerk. Es beginnt als Regen.
Viel Regen heißt nicht automatisch viel Grundwasser
Genau hier wird der Klimawandel interessant. Ein trockener Sommer bedeutet nicht zwangsläufig eine Wasserkrise. Entscheidend ist vielmehr, ob sich die Grundwasservorräte über längere Zeit ausreichend erneuern können. Und auch ein heftiger Regenguss löst das Problem nicht unbedingt. Wenn in kurzer Zeit sehr große Wassermengen fallen, können Böden das Wasser nicht vollständig aufnehmen. Ein Teil fließt oberirdisch ab. Für die Grundwasserneubildung sind lang anhaltende Niederschläge und ausreichende Versickerung wesentlich günstiger. Gleichzeitig steigen bei höheren Temperaturen Verdunstung und Wasserbedarf. Landwirtschaft benötigt mehr Bewässerung, Gärten werden häufiger gesprengt und an heißen Tagen steigt auch der Verbrauch in den Haushalten. Das bedeutet allerdings ausdrücklich nicht, dass Hamburg und Wentorf unmittelbar vor einer Trinkwasserkrise stehen. Es bedeutet vielmehr: Auch ein scheinbar unerschöpfliches System hat Grenzen.
Unser Wasser ist billig – aber nicht kostenlos
Vielleicht liegt genau darin ein Teil unseres Problems. Ein Kubikmeter Trinkwasser – also 1.000 Liter – kostet bei HAMBURG WASSER 2026 2,19 Euro. Ein Liter Leitungswasser kostet damit rund 0,22 Cent. Das klingt beinahe unglaublich wenig. Mit einem Kubikmeter lassen sich nach Angaben von HAMBURG WASSER beispielsweise etwa 20-mal duschen, 400-mal die Hände waschen oder rund 5.000 Gläser Wasser trinken. Doch der Preis des Wassers ist nur die halbe Geschichte. Denn mit dem Wasser, das aus unserem Hahn kommt, entsteht auch Abwasser. Und dessen Beseitigung kostet ebenfalls Geld. In Wentorf wird das Schmutzwasser nicht von HAMBURG WASSER, sondern vom Abwasserverband der Lauenburger Bille- und Geestrandgemeinden abgerechnet. Die aktuelle Schmutzwassergebühr beträgt 3,37 Euro pro Kubikmeter. Damit kostet die Entsorgung des gebrauchten Wassers derzeit sogar mehr als das frische Trinkwasser selbst.
Die Entwicklung zeigt außerdem, dass die Kosten nicht konstant sind:
Jahr
Trinkwasser Wentorf
Schmutzwasser Wentorf
2021
2,13 €
2,89 €
2022–2024
2,13 €
2,81 €
2025
2,13 €
3,37 €
2026
2,19 €
3,37 €
jeweils pro Kubikmeter; Trinkwasserpreis nach HAMBURG WASSER, Schmutzwassergebühr nach Angaben des Abwasserverbandes. Damit kostet ein Kubikmeter Wasser, wenn man Trinkwasser und Schmutzwasser zusammen betrachtet, in Wentorf derzeit 5,56 Euro – die Niederschlagswassergebühr noch nicht eingerechnet. Das ist immer noch wenig. Aber es verändert den Blick auf die berühmte „Wasseruhr“.
Eine Wasseruhr – zwei Rechnungen
Und hier wird es in Wentorf interessant. Das Trinkwasser beziehen wir von HAMBURG WASSER. Der Verbrauch wird über den Wasserzähler erfasst und bildet die Grundlage für die Trinkwasserabrechnung. Das Schmutzwasser wird dagegen vom unabhängigen Abwasserverband abgerechnet. Vereinfacht gilt dabei das Prinzip: Was an Trinkwasser in den Haushalt hineinfließt, wird als Schmutzwasser grundsätzlich wieder herausgerechnet. Die Verbrauchsmenge ist damit für zwei unterschiedliche Abrechnungen relevant – Trinkwasser und Schmutzwasser. Und damit stellt sich zwangsläufig eine Frage: Wer übermittelt eigentlich wem die Verbrauchsdaten? HAMBURG WASSER und der Abwasserverband sind zwei unterschiedliche Institutionen. Der eine rechnet das Trinkwasser ab, der andere das Schmutzwasser. Für die Berechnung der Schmutzwassergebühr benötigt der Abwasserverband allerdings die entsprechende Verbrauchsmenge. Das ist kein nebensächliches Detail. Denn hinter einer Wasseruhr steht nicht nur eine Zahl, sondern ein personenbezogener Verbrauchswert: Der Wasserverbrauch lässt sich grundsätzlich einem Haushalt beziehungsweise Anschluss zuordnen. Damit ist eine Datenschutzfrage verbunden: Auf welcher rechtlichen Grundlage werden die Verbrauchsdaten zwischen HAMBURG WASSER und dem Abwasserverband ausgetauscht beziehungsweise für die jeweilige Gebührenabrechnung verwendet? Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass hier etwas rechtswidrig geschieht. Für eine solche Datenverarbeitung kann selbstverständlich eine gesetzliche Grundlage bestehen. Aber Transparenz wäre wünschenswert. Denn für den Bürger sind es am Ende zwei getrennte Abrechnungen von zwei unterschiedlichen Institutionen – während offenbar dieselbe Verbrauchsmenge die Grundlage für beide Abrechnungen bildet. Eine Datenbasis – zwei Gebührenbescheide. Wie genau dieser Datenaustausch organisiert ist, welche Daten konkret übermittelt werden und auf welcher Rechtsgrundlage dies geschieht, wäre deshalb eine durchaus interessante Frage an HAMBURG WASSER und den Abwasserverband.
Wentorfs besondere Wasserrechnung
Für Wentorf hat die Wasserfrage allerdings noch eine weitere Seite. Denn bei uns treffen zwei Systeme aufeinander, die eigentlich eng miteinander verbunden sind. Unser Trinkwasser kommt von HAMBURG WASSER. Und auch unser Schmutzwasser landet letztlich in Hamburg. Es wird über das Kanalnetz des Abwasserverbandes der Lauenburger Bille- und Geestrandgemeinden an Hamburg übergeben und dort in den Hamburger Klärwerken gereinigt. Das wirft eine durchaus interessante Frage auf: Warum brauchen wir dazwischen eigentlich noch einen eigenen Abwasserverband? Die Antwort liegt im Kommunalrecht. Die Abwasserbeseitigung ist eine hoheitliche Aufgabe der Gemeinden. Eine Gemeinde kann diese Aufgabe jedoch nicht einfach vollständig an eine andere Stadt abgeben. Sie kann sich aber mit anderen Kommunen zusammenschließen und die Aufgabe auf einen gemeinsamen öffentlich-rechtlichen Verband übertragen. Genau das ist bei den Bille- und Geestrandgemeinden geschehen. Der Abwasserverband der Lauenburger Bille- und Geestrandgemeinden ist deshalb eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Er verfügt über eine eigene Verwaltung, eigene Mitarbeiter, einen ehrenamtlichen Verbandsvorsteher, eine Verbandsversammlung und Ausschüsse. Das ist rechtlich sauber und in Schleswig-Holstein keineswegs ungewöhnlich. Viele Gemeinden organisieren die Abwasserbeseitigung über solche Zweck- oder Abwasserverbände. Doch wirtschaftlich stellt sich eine andere Frage.
Wir nutzen Hamburg – und leisten uns zusätzlich eine eigene Struktur
Technisch betrachtet profitieren die Bille- und Geestrandgemeinden erheblich von ihrer Nähe zu Hamburg. Das Trinkwasser wird von HAMBURG WASSER geliefert. Das Schmutzwasser wird letztlich ebenfalls in Hamburg gereinigt. Anders gesagt: Am Anfang des Kreislaufs steht Hamburg. Am Ende des Kreislaufs steht ebenfalls Hamburg. Dazwischen gibt es allerdings eine eigene Organisation: den Abwasserverband. Und diese Organisation kostet Geld. Sie braucht Personal, Verwaltung, Gremien, Sitzungen, Planung, Unterhaltung und eine eigene Infrastruktur. Hinzu kommen die Kosten für das Kanalnetz und die Pumpwerke. Das bedeutet nicht automatisch, dass der Verband „zu teuer“ ist. Schließlich muss auch ohne Verband eine funktionierende Abwasserbeseitigung organisiert, kontrolliert und bezahlt werden. Auch Hamburg würde für seine Leistungen Geld verlangen. Aber angesichts der Tatsache, dass unser Abwasser ohnehin nach Hamburg fließt und dort gereinigt wird, ist die Frage durchaus legitim: Wäre eine unmittelbare Organisation der Abwasserbeseitigung über Hamburg langfristig günstiger als das heutige Modell mit einem zusätzlichen Verband? Und damit kommt man zurück zu den Gebühren.
Warum kostet das Abwasser in Wentorf mehr als in Hamburg?
2026 kostet ein Kubikmeter Trinkwasser sowohl in Hamburg als auch in Wentorf 2,19 Euro. Beim Schmutzwasser sieht es dagegen anders aus. In Hamburg beträgt die Sielwassergebühr aktuell 2,49 Euro pro Kubikmeter. In Wentorf werden dagegen 3,37 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser berechnet. Das sind 88 Cent mehr pro Kubikmeter – rund 35 Prozent. Natürlich darf man daraus nicht einfach schließen, dass die Differenz ausschließlich durch den Abwasserverband verursacht wird. Unterschiedliche Kostenstrukturen, Investitionen, Netzlängen, Pumpwerke, Finanzierung und weitere Faktoren spielen eine Rolle. Aber der Unterschied ist bemerkenswert. Denn das Ergebnis lautet: Das Trinkwasser kostet in Hamburg und Wentorf gleich viel. Das Abwasser ist in Wentorf deutlich teurer. Und genau hier lohnt sich eine genauere Betrachtung der Strukturen. Der Bürger sieht am Ende vor allem eine Zahl auf seiner Rechnung. Dahinter stehen jedoch unterschiedliche Organisationsformen und Kosten.
Ein Verband, sechs Gemeinden – und trotzdem Hamburg
Der Abwasserverband umfasst Wentorf, Aumühle, Börnsen, Escheburg, Kröppelshagen-Fahrendorf und Wohltorf. Seine Aufgabe besteht darin, die Abwasserbeseitigung für diese Gemeinden zu organisieren. Das ist eine sinnvolle Form kommunaler Zusammenarbeit, insbesondere weil nicht jede Gemeinde ihre eigene Infrastruktur und Verwaltung dafür aufbauen muss. Aber auch ein Verband ist keine kostenlose Lösung. Und deshalb wäre es interessant, einmal ganz nüchtern zu vergleichen: Was kostet die heutige Konstruktion insgesamt – und was würde eine direkte Zusammenarbeit mit Hamburg kosten?
Dazu müsste man sämtliche Kosten gegenüberstellen:
Verwaltung und Personal des Abwasserverbandes
Betrieb und Unterhaltung des Kanalnetzes
Pumpwerke und Energie
Investitionen und Abschreibungen
Entgelte für die Hamburger Abwasserbehandlung
Finanzierungskosten
sowie die Kosten, die bei einer alternativen direkten Lösung mit Hamburg entstehen würden.
Erst dann ließe sich seriös beurteilen, ob die heutige Struktur wirtschaftlich optimal ist.
Gartenwasser: weniger Abwassergebühr
Eine Ausnahme gibt es bei Wasser, das nachweislich nicht in die Kanalisation gelangt. Wer seinen Garten regelmäßig mit Trinkwasser bewässert, kann bei HAMBURG WASSER einen separaten Gartenwasserzähler beantragen. Dann lässt sich die Menge des Wassers feststellen, die tatsächlich im Garten verwendet wurde. Für diese Wassermenge fällt keine Schmutzwassergebühr an, weil sie nicht in die Kanalisation gelangt. HAMBURG WASSER nennt einen Richtwert von etwa 20 Kubikmetern Jahresverbrauch, ab dem sich ein Gartenwasserzähler lohnen kann. Allerdings kostet auch dieser Zähler Geld: Der Einbau muss fachgerecht erfolgen und darf nicht einfach vom Hauseigentümer selbst vorgenommen werden. Zusätzlich berechnet der Abwasserverband für den Gartenwasserzähler derzeit eine jährliche Gebühr von 3 Euro. Auch hier zeigt sich: Wasser ist billig – die Infrastruktur dahinter ist es nicht.
Und dann muss das Wasser wieder weg
Der Abwasserverband der Lauenburger Bille- und Geestrandgemeinden umfasst neben Wentorf die Gemeinden Aumühle, Börnsen, Escheburg, Kröppelshagen-Fahrendorf und Wohltorf. Der Verband betreibt ein eigenes Schmutzwasserkanalnetz. Ein eigenes Klärwerk besitzt er jedoch nicht. Das Abwasser wird an drei Übergabestellen in Wentorf an das Hamburger Entwässerungsnetz übergeben und anschließend in Hamburger Klärwerken gereinigt. Das gereinigte Wasser wird schließlich in die Elbe eingeleitet. Das Niederschlagswasser ist davon getrennt. Es wird von den jeweiligen Gemeinden über eigene Systeme erfasst und abgerechnet. Wasser ist also auch kommunal betrachtet ein Kreislauf mit vielen Beteiligten.
Kann man Trinkwasser eigentlich „herstellen“?
Eine interessante Frage lautet deshalb: Können wir Wasser eigentlich wieder herstellen? Im Prinzip ja – aber nicht so, wie man es sich vielleicht vorstellt. Kläranlagen machen aus Abwasser nicht unmittelbar Trinkwasser. Sie reinigen es so weit, dass es anschließend wieder in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt werden kann. Über Flüsse, Seen und Böden gelangt Wasser irgendwann erneut in den natürlichen Kreislauf und kann später wieder zur Grundwasserbildung beitragen. Unser Trinkwasser ist also Teil eines Kreislaufs – aber kein beliebig reproduzierbares Industrieprodukt. Wenn Grundwasserreserven dauerhaft stärker genutzt werden, als sie sich erneuern, hilft auch die beste Kläranlage nicht unbegrenzt weiter.
Kein Grund zur Panik – aber Anlass zum Nachdenken
Für Wentorf bedeutet das alles zunächst keine akute Gefahr. Die Versorgung durch HAMBURG WASSER ist leistungsfähig und durch den Verbund der Wasserwerke gut abgesichert. Von einem Szenario, in dem Wentorf plötzlich ohne Trinkwasser dasteht, sind wir weit entfernt.
Aber die entscheidende Frage lautet vielleicht auch gar nicht: „Wann ist das Wasser alle?“
Sondern:
„Wie lange können wir es uns leisten, Wasser so selbstverständlich zu behandeln wie bisher?“
Der Klimawandel verändert Niederschläge, Temperaturen und Verdunstung. Gleichzeitig wachsen Wasserbedarfe in Landwirtschaft, Industrie und Haushalten. In anderen Regionen Deutschlands gibt es bereits Einschränkungen bei der Wasserentnahme. Auch Schleswig-Holstein ist nicht außerhalb dieses Problems. Vielleicht sollten wir deshalb unseren Blick auf Wasser verändern. Nicht aus Angst vor dem leeren Wasserhahn. Sondern aus Respekt vor einer Ressource, die unser Leben erst möglich macht. Denn wenn wir morgens den Wasserhahn aufdrehen, kommt dort nicht einfach „Wasser“. Es kommt Grundwasser. Und Grundwasser braucht vor allem eines: Zeit!
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Weniger Kinder, weniger Kita-Plätze: Wentorf muss seine Betreuung neu aufstellen
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Monika Lehmann-Ralf Lesko
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Die Gemeinde Wentorf muss ihr Kita-Angebot in den kommenden Jahren deutlich an den sinkenden Bedarf anpassen. Der Kreis Herzogtum Lauenburg als zuständige Stelle der Kinder- und Jugendhilfe fordert eine entsprechende Anpassung. Konkrete Entscheidungen über weitere Gruppen oder Einrichtungen gibt es noch nicht. Die politische Beratung beginnt am 24. August 2026 im Bürgerausschuss.
Die Zahl der Kinder in Wentorf wird nach den Prognosen des Kreises, aber auch nach den eigenen Untersuchungen der Gemeinde in den kommenden Jahren deutlich zurückgehen. Nach den aktuellen Prognosen der Gemeinde werden die Geburten im Jahr 2030 gegenüber 2024 um rund 40 Prozent sinken. Damit wird für die Gemeinde zunehmend klar: Das bisherige Angebot an Kita-Plätzen wird langfristig nicht mehr benötigt. Die Verwaltung hat deshalb am Mittwoch, 19. August 2026, über die geplante Anpassung des Kita-Platzangebots informiert. Dabei wurde ausdrücklich betont, dass zunächst die fachlichen Grundlagen geschaffen und die Kita-Träger in den Prozess einbezogen werden sollen. Konkrete weitere Maßnahmen sind bislang nicht beschlossen. Ganz neu ist die Entwicklung allerdings nicht. Bereits in der Aprilsitzung des Bürgerausschusses war die Reduzierung von 22 Elementarplätzen und fünf Krippenplätzen zum 1. August 2026 beschlossen worden. Auch der Ersatzbau für die Kita „Lütte Lüüd“ soll – wenn auch in verkleinerter Form – kommen. Nach umfangreicher Abwägung war damit zunächst die Hoffnung verbunden, den Abbau von Kita-Plätzen zunächst stoppen zu können. Nun zeichnet sich jedoch ab, dass der Anpassungsprozess weitergehen muss. Dabei spielt auch der vom Kreis vorgegebene beziehungsweise eingeforderte Abbau von Überkapazitäten eine wesentliche Rolle.
Heute 520 Plätze – 2030 deutlich weniger Bedarf
In Wentorf stehen derzeit – einschließlich der bereits beschlossenen Kürzungen – 123 Krippenplätze und 397 Elementarplätze, insgesamt also 520 Plätze, zur Verfügung. Die aktuelle Belegungsquote liegt bei rund 80 Prozent im Krippenbereich und 95 Prozent bei den Elementarplätzen. Für das Jahr 2030 wird dagegen ein Bedarf von lediglich 79 Krippenplätzen und 326 Elementarplätzen prognostiziert. Um weiterhin eine Versorgungsquote von mindestens 75 Prozent bei den unter Dreijährigen und 110 Prozent bei den über Dreijährigen sicherzustellen, müssten nach dieser Berechnung bis 2030 44 Krippenplätze und 71 rechnerische Elementarplätze abgebaut werden. Damit geht es insgesamt um eine Größenordnung von 115 Plätzen, die nach heutiger Prognose im Laufe der kommenden Jahre nicht mehr benötigt werden. Dabei handelt es sich um eine Bedarfsprognose und nicht um einen bereits beschlossenen Abbau. Welche Konsequenzen daraus tatsächlich gezogen werden, muss erst das nun beginnende politische Verfahren zeigen.
Noch ist offen, wo gekürzt wird
Welche Einrichtungen oder Gruppen von einer weiteren Anpassung betroffen sein könnten, ist derzeit ausdrücklich offen. Die Verwaltung hat dafür eine Bewertungsmatrix erarbeitet. Darin werden unter anderem Auslastung, Versorgungsfunktion, bauliche Situation, Wirtschaftlichkeit, Betreuungsangebot, Personalsituation und weitere strukturelle Kriterien berücksichtigt. Die Matrix soll ausdrücklich kein automatisches Schließungsranking sein. Sie dient als Entscheidungsgrundlage. Besonderheiten der einzelnen Einrichtungen sollen zusätzlich geprüft und mit den Trägern besprochen werden. Allerdings macht die von der Verwaltung vorgelegte Bewertungsmatrix auch deutlich, dass Gruppenkürzungen und Kita-Schließungen grundsätzlich Bestandteil des Auswahlverfahrens sind. Je niedriger eine Einrichtung nach den festgelegten und gewichteten Kriterien bewertet wird, desto eher spricht dies für eine Verkleinerung oder Schließung einer Gruppe beziehungsweise einer Kita.
Die Folgen sollen möglichst tragbar bleiben
Die Gemeinde betont zugleich, dass der notwendige Anpassungsprozess nicht zu kurzfristigen und unplanbaren Belastungen für Familien, Träger und Beschäftigte führen soll. Die Verwaltung will deshalb möglichst frühzeitig für Klarheit sorgen und die unterschiedlichen Interessen in die weiteren Überlegungen einbeziehen. Für die Familien soll die Betreuung der Bestandskinder gesichert bleiben; auch die Aufnahme neuer Kinder soll weiterhin gewährleistet werden. Den Trägern sollen frühzeitig Daten zur Verfügung gestellt und in Einzelgesprächen unterschiedliche Umsetzungsvarianten erörtert werden. Auch für die Beschäftigten soll der Prozess möglichst planbar gestaltet werden. Die arbeitsrechtliche Verantwortung liegt zwar bei den jeweiligen Trägern, die Gemeinde will jedoch frühzeitig Planungsklarheit schaffen. Frei werdende Fachkräfte könnten beispielsweise ausscheidende Mitarbeitende ersetzen oder gegebenenfalls durch einen Wechsel des Arbeitgebers im System gehalten werden. Die Verwaltung verfolgt damit nach eigener Darstellung das Ziel, die unvermeidbare Anpassung schrittweise, transparent und mit möglichst geringen Auswirkungen für die Beteiligten umzusetzen.
Eine weitere Besonderheit: I-Kinder
Nicht alle Entwicklungen lassen sich derzeit zuverlässig planen. Die Gemeinde weist insbesondere auf die steigende Zahl von Kindern mit anerkanntem beziehungsweise diagnostiziertem Nachteilsausgleich hin, den sogenannten I-Kindern. Diese Kinder werden bei der Bedarfsberechnung rechnerisch mit zwei Plätzen berücksichtigt. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie die bisherige Vielfalt der Kita-Träger erhalten werden kann, wenn einzelne Einrichtungen bei sinkenden Kinderzahlen wirtschaftlich nicht mehr tragfähig sind. Auch darauf gibt es derzeit noch keine abschließende Antwort.
Politik entscheidet erst noch
Die Informationsveranstaltung der Verwaltung am 19. August war ausdrücklich noch keine politische Entscheidung über einzelne Kitas. Fest steht lediglich, dass die vorhandenen Kapazitäten an die erwartete Bedarfsentwicklung angepasst werden müssen. Offen sind dagegen der konkrete Umfang, mögliche betroffene Gruppen und Standorte sowie der Zeitpunkt einer Umsetzung. Die politische Beratung beginnt nun im Bürgerausschuss. Am 24. August 2026 um 19 Uhr wird sich die Politik erstmals mit den neuen Zahlen, den vorgestellten Kriterien und den daraus möglichen Konsequenzen beschäftigen. Damit steht Wentorf vor einem bemerkenswerten Wandel: Nachdem in den vergangenen Jahren zusätzliche Betreuungsangebote geschaffen werden mussten, geht es nun darum, eine Infrastruktur, die für deutlich mehr Kinder ausgelegt wurde, an eine dauerhaft sinkende Kinderzahl anzupassen.
Fest steht zunächst nur eines: Wentorf wird in den kommenden Jahren weniger Kita-Plätze benötigen. Welche Einrichtungen diesen Anpassungsprozess tragen müssen und wie weit die Kürzungen tatsächlich gehen, ist dagegen noch Gegenstand der politischen Diskussion.
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Zu spät am Einsatzort: Feuerwehren in SH kämpfen gegen Tempo 30
Mit dieser Titelzeile startete die Lokalredaktion Rendsburg-Eckernförde des NDR am 01. August in das Sommerloch. Berichtet wurde über eine Warnung des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein (LSV SH) der darauf hinwies, dass es den Feuerwehrleuten immer schwerer gemacht würde, rechtzeitig – also innerhalb der 10-minütigen Hilfsfrist – am Einsatzort anzukommen. Grund sei eine EU-Lärmschutzrichtlinie.
Doch warum erlässt die EU, deren Richtlinien übrigens einstimmig von allen Mitgliedsländern erlassen werden, eine Lärmschutzrichtlinie? Ganz einfach: Lärm macht krank. Und Tempo 30 reduziert die Lärmbelastung von Tempo 50 auf etwa die Hälfte. Dazu kommt der soziale Aspekt: Billiger Wohnraum findet sich oft direkt an Hauptverkehrsstraßen. Besonders hier sind sehr viele Menschen betroffen. Und schließlich gibt es noch den Sicherheitsaspekt: mit der Reduzierung der Geschwindigkeit wird die Anzahl von Unfällen, insbesondere von schwerwiegenden deutlich reduziert.
Die hier dargestellten Sichtweisen wirken wie ein typischer politischer Konflikt, der durch die Prioritätensetzung kommunaler Gremien zu lösen ist. Doch die hierzu erforderliche Fähigkeit zu Kompromissen scheint dem LSV SH abzugehen. Beispielsweise lässt man den Hinweis, dass Feuerwehrleute im Einsatz auch auf dem Weg zum Gerätehaus nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen gebunden sind, nicht gelten. Hier seien rechtliche Aspekte unzureichend sauber geklärt. Auch die Lösung der beispielhaft angeführten FF von Molfsee wird kritisiert: da nur einzelne Feuerwehrleute die neue Tempo 30 Strecke nutzen, kann man unter Einhaltung der Hilfsfrist das erste Fahrzeug zuverlässig mit sechs statt geplant neun Feuerwehrleuten bestücken. Hierdurch würde das Risiko für die Feuerwehrleute vor Ort steigen, weil in schwierigen Situationen kurzfristig Kräfte fehlen könnten. Viele Konjunktive …
Und dann kommt das Innenministerium von SH und verwirrt die Situation noch weiter: die Einhaltung der Hilfsfrist, die übrigens nicht in allen Bundesländern so kurz ist, wie in Schleswig-Holstein, sei unverhandelbar. So beginnt beispielsweise die Hilfsfrist von ebenfalls 10 Minuten bei den sparsamen Schwaben in Baden-Württemberg erst mit dem Ausrücken der Feuerwehr und nicht wie in SH bereits ab dem Anruf in der Alarmzentrale zu laufen. Und so wird auch weiterhin die Hilfsfrist dafür sorgen, dass die Kommunen in SH auf die Fläche gesehen relativ mehr Feuerwehrgerätehäuser brauchen. Gleichzeitig wird – wie in Wentorf – die Flexibilität bei der Wahl des Standorts eines Neubaus eingeschränkt. Beide Aspekte haben massive Auswirkungen auf den Haushalt der jeweiligen Kommune.
Als Kompromiss für den oben dargestellten Konflikt schlägt das Innenministerium Tempo 30 nur in der Nacht vor, was angeblich auch beim Feuerwehrverband auf offene Ohren stoßen würde. Ganz so, als würde die Lärmbelästigung tagsüber nicht gesundheitsgefährdend sein.
Etwas abseits vom Reinbeker Weg, oberhalb der Bahntrasse, aber unterhalb der Villen liegt eines der kleinsten und lebenswertesten Quartiere von Wentorf. Hierzu tragen insbesondere die vielen Straßenbäume an kleinen Straßen bei. Ortskundige Fußgänger und Radfahrer schätzen diesen idyllischen By-pass zur überbelasteten Landesstraße. Seit etwa einer Woche ist dieses Viertel jedoch in Aufregung: das Ordnungsamt hat ohne Vorwarnung eine über Jahrzehnte geübte und von der Gemeinde geduldete Parkpraxis aufgekündigt.
Hierzu ein paar Details, ohne die das Problem nur schwer verständlich ist: von Kantstein zu Kantstein hat die Straße eine Breite von etwa 4,50 m. Dahinter kommt auf beiden Seiten ein Gehweg, auf dem die Alleebäume gepflanzt sind. Diese Bäume benötigen etwas über einen Meter. Wiederum dahinter kommt der Gehweg, der auf der einen Seite etwa 1,20 m und auf der anderen über 1,50 Restbreite hat. Die Anwohner parken seit Jahrzehnten ihre PKW mit zwei Rädern auf dem Bordstein und damit zwischen den Baumstämmen. Dies ermöglicht einerseits die Durchfahrt von größeren Lastwagen wie Feuerwehr und Müllwagen, die jeweils runde 3 Meter Breite in Anspruch nehmen. Gleichzeitig ist diese Parkpraxis keine Behinderung für die Nutzer des Gehwegs. Letzteres bestätigt das Ordnungsamt, wenn es ein Bußgeld von 55,- Euro wegen Parkens auf dem Bordstein ohne Behinderung verhängt.
Anwohner, die nicht auf Stellflächen auf ihrem Grundstück zurückgreifen können – von erwachsenen Kindern, Besuchern und Handwerkern mal ganz abgesehen – dürfen also nach Auffassung des Ordnungsamtes nicht wie oben beschrieben parken. Das ist formal korrekt, da die Fläche ab dem Kantstein also auch zwischen den Bäumen zum Gehweg zählt. Doch ist es auch lebens- bzw. bürgernah? Oder geht es nur um die Durchsetzung bürokratischer Vorschriften?
Was wäre die Alternative? Das vom Ordnungsamt offensichtlich gewünschte, da nicht beanstandete, Parken auf der Straße (siehe Foto oben)? Bei der verbliebenen Straßenbreite können Feuerwehr oder Müllwagen viele PKW nicht mehr passieren, was wiederum das Ordnungsamt – diesmal mit umgekehrtem Vorzeichen – auf den Plan rufen dürfte. Oder darf man in der Straße vor seiner Haustür gar nicht mehr parken? Das würde allerdings einen Fußweg von mehreren 100 Meter bedeuten. Beladen mit einem Wocheneinkauf für eine mehrköpfige Familie, wäre das kaum als bürgernah zu bezeichnen.
Oder was wäre damit: die Gemeinde lässt ein Schild aufstellen das auf einer Seite der Straße das Parken mit zwei Rädern auf dem Gehweg erlaubt? Sie könnte aber auch einfach die bislang geübte Tolerierung der Parkpraxis fortsetzen. Man würde zumindest die Kosten der Schilder sparen.
Foto: privat / Dieter Traut
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Der Bürgerverein Wentorf stellt das neue Programm für das zweite Halbjahr 2026 vor
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Ralf Lesko
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Der Bürgerverein Wentorf hat sein Programm für das zweite Halbjahr 2026[13] veröffentlicht und lädt Mitglieder sowie interessierte Gäste zu einer Reihe spannender Ausflüge, kultureller Veranstaltungen und geselliger Begegnungen ein. Von historischen Entdeckungen über Musikabende bis hin zu traditioneller norddeutscher Küche bietet das Programm zahlreiche Gelegenheiten, Neues kennenzulernen und Gemeinschaft zu erleben.
Den Auftakt macht am 16. Juli 2026 ein Besuch im Museumsdorf Volksdorf. Bei einer Führung durch das Freilichtmuseum erhalten die Teilnehmer Einblicke in das Leben und Arbeiten der Menschen in den Hamburger Walddörfern vergangener Zeiten. Historische Bauernhäuser, alte Handwerksbetriebe und traditionelle Nutztierrassen vermitteln ein lebendiges Bild norddeutscher Alltagskultur.
Musikalisch wird es am 05. September 2026 (Achtung Terminänderung) in der Alten Schule Wentorf. Unter dem Titel „Wind, Meer und Sterne“ gastieren der Hamburger Akkordeon-Kabarettist Frank Grischek und Gitarrist Ralf Lübke. Das Duo verbindet virtuose Musik mit humorvoller Unterhaltung und präsentiert neben eigenen Kompositionen auch neu interpretierte Werke bekannter Künstler. Nur wenige Tage später, am 26. August 2026, führt ein Rundgang durch die Hamburger HafenCity. Begleitet wird die Gruppe vom ehemaligen Hamburger Baudirektor Dieter Polkowski, der an der Entwicklung des Stadtteils beteiligt war. Die Teilnehmer erhalten aus erster Hand spannende Einblicke in eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte Europas.
Der September steht ganz im Zeichen der plattdeutschen Sprache. Am 30. September 2026 laden Helga Eggers und Uli Gröhn zu einem unterhaltsamen Abend unter dem Motto „För jeden wat to’n Högen up Platt!“ ein. Mit Liedern, Geschichten und viel norddeutschem Humor sorgen die beiden Künstler für beste Unterhaltung. Der Eintritt ist frei. Ein weiterer Höhepunkt folgt am 8. Oktober 2026 mit einem Besuch des Hamburger Schulmuseums. Unter dem Titel „Ihr lernt nicht für die Schule, Ihr lernt für’s Leben!“ wird die Geschichte des Schulwesens vom Kaiserreich bis in die Gegenwart lebendig. Die Teilnehmer erwartet eine interessante Zeitreise durch Unterricht, Erziehung und Alltag vergangener Generationen.
Freunde maritimer Musik dürfen sich auf den 13. November 2026 freuen. Dann gastiert erneut der beliebte Shanty Chor „Fleetenkieker“ in der Alten Schule. Der traditionsreiche Männerchor präsentiert ein abwechslungsreiches Programm aus Seemannsliedern und maritimen Melodien. Der Eintritt ist frei, um eine Hutspende wird gebeten. Den Abschluss des Jahresprogramms bildet am 19. November 2026 das traditionelle Grünkohlessen in der Gaststätte „Alte 16“. Bei Grünkohl, Beilagen und geselligem Beisammensein bietet sich noch einmal Gelegenheit zum Austausch unter Vereinsmitgliedern und Gästen. Die Veranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt und rundet das Vereinsjahr in gemütlicher Atmosphäre ab.
Mit seinem vielfältigen Angebot verbindet der Bürgerverein Wentorf auch im zweiten Halbjahr 2026 Kultur, Geschichte, Unterhaltung und Gemeinschaft. Ob Ausflug, Konzert, Vortrag oder geselliges Beisammensein – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Interessierte Gäste sind bei den Veranstaltungen herzlich willkommen.
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Unterschätzen wir die Folgen der künstlichen Intelligenz?
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Ralf Lesko
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In Gesellschaft, Politik, Wirtschaft |
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Es gibt einen Satz, der jede technologische Revolution begleitet: Die Chancen überwiegen die Risiken.
Man hörte ihn bei der Einführung des Personalcomputers. Man hörte ihn beim Aufstieg des Internets. Man hörte ihn bei den sozialen Medien. Und man hört ihn heute wieder, wenn von künstlicher Intelligenz die Rede ist. Die Geschichte zeigt allerdings, dass Gesellschaften neue Technologien selten beherrschen. Meistens ist es umgekehrt: Die Technologien verändern die Gesellschaft schneller, als Politik, Institutionen und Kultur darauf reagieren können. Die Euphorie kommt zuerst. Die Nebenwirkungen folgen später. Bei der künstlichen Intelligenz könnte dieser Mechanismus eine Dimension erreichen, die demokratische Gesellschaften vor Herausforderungen stellt, auf die sie weder institutionell noch kulturell vorbereitet sind.
Die Lehre der vergangenen vierzig Jahre
Heute wird die digitale Revolution oft als Erfolgsgeschichte erzählt. Tatsächlich haben Personalcomputer, Internet und Smartphones Produktivität gesteigert, neue Märkte geschaffen und Milliarden Menschen Zugang zu Wissen ermöglicht. Doch gleichzeitig entstanden Entwicklungen, die kaum jemand in ihrer Tragweite vorausgesehen hatte. Die Digitalisierung versprach mehr Wettbewerb und führte in vielen Bereichen zu beispiellosen Monopolstrukturen. Das Internet versprach mehr Information und erzeugte zugleich eine nie dagewesene Flut von Desinformation. Soziale Netzwerke versprachen mehr Vernetzung und förderten gleichzeitig gesellschaftliche Polarisierung, politische Radikalisierung und die Zersplitterung öffentlicher Debatten. Fast immer reagierte die Politik erst dann, wenn die Folgen bereits sichtbar geworden waren. Reguliert wurde nicht vorausschauend, sondern nachträglich. Nicht gestaltend, sondern reparierend. Und selbst diese Reparaturversuche blieben oft halbherzig. Warum sollte es diesmal anders sein?
Die Illusion der Kontrolle
Viele politische Entscheidungsträger vermitteln derzeit den Eindruck, die Entwicklung künstlicher Intelligenz lasse sich durch einige Gesetze, Ethikrichtlinien und Aufsichtsbehörden kontrollieren. Diese Annahme könnte sich als gefährliche Selbsttäuschung erweisen. Denn erstmals in der Geschichte der Digitalisierung entsteht eine Technologie, die nicht nur Informationen verarbeitet oder verbreitet, sondern selbst Inhalte, Analysen, Empfehlungen und Entscheidungen erzeugt. Sie ersetzt nicht lediglich Werkzeuge. Sie beginnt, menschliche Funktionen zu imitieren. Und genau darin liegt ihre gesellschaftliche Sprengkraft. Demokratische Gesellschaften sind historisch darauf aufgebaut, dass Menschen Informationen bewerten, Meinungen bilden, Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen. Künstliche Intelligenz greift in jeden dieser Bereiche ein. Die Frage lautet daher nicht mehr, wie Menschen Computer nutzen. Die Frage lautet zunehmend, wie Menschen ihre Rolle in einer Welt definieren, in der Maschinen viele ihrer geistigen Tätigkeiten schneller, billiger und teilweise überzeugender ausführen können.
Der stille Angriff auf die Mittelschicht
Besonders bemerkenswert ist, dass diesmal nicht zuerst die einfachen Tätigkeiten betroffen sind. Die industrielle Revolution ersetzte Muskelkraft. Die Computerisierung ersetzte Routinen. Die künstliche Intelligenz greift nun ausgerechnet jene Berufe an, die lange als vergleichsweise sicher galten: Juristen, Journalisten, Übersetzer, Grafiker, Fotografen, Analysten, Programmierer, Sachbearbeiter, Berater oder Verwaltungsangestellte. Es geht nicht zwingend um vollständige Arbeitslosigkeit. Wahrscheinlicher ist eine schleichende Entwertung menschlicher Arbeit. Wenn ein Mitarbeiter künftig mit Hilfe von KI die Arbeit von fünf oder zehn Personen erledigen kann, entsteht zwangsläufig die Frage, warum die übrigen fünf oder zehn noch benötigt werden. Die Geschichte zeigt, dass technologische Produktivitätsgewinne nicht automatisch zu gesellschaftlichem Wohlstand für alle führen. Oft führen sie zunächst zu einer Konzentration von Vermögen und Macht. Die Hoffnung, neue Berufe würden die verlorenen ersetzen, mag sich teilweise erfüllen. Doch die Geschwindigkeit der Entwicklung könnte größer sein als die Anpassungsfähigkeit vieler Menschen und Institutionen. Die Folge wäre keine plötzliche Massenarbeitslosigkeit, sondern eine schleichende Verunsicherung großer Teile der Mittelschicht. Und genau diese Mittelschicht bildet seit Jahrzehnten das Fundament stabiler Gesellschaften.
Die Krise der Wahrheit
Noch schwerwiegender könnte jedoch eine andere Entwicklung werden. Demokratien leben nicht von Einigkeit. Sie leben von einem gemeinsamen Verständnis dessen, was überhaupt diskutiert wird. Bislang war es zumindest theoretisch möglich, zwischen echten und gefälschten Informationen zu unterscheiden. Mit künstlicher Intelligenz könnte diese Grenze dauerhaft verschwimmen. Bilder, Videos, Interviews, Reden oder Dokumente lassen sich künftig in Sekunden erzeugen. Die technische Qualität wird weiter steigen. Die Kosten werden weiter sinken. Damit entsteht ein Problem, das weit über klassische Desinformation hinausgeht. Wenn alles fälschbar wird, verliert auch das Echte an Glaubwürdigkeit. In einer solchen Umgebung genügt es nicht mehr, eine Lüge zu verbreiten. Es reicht, Zweifel zu säen. Der Bürger steht dann vor einer Flut widersprüchlicher Informationen, deren Echtheit kaum noch überprüfbar ist. Das Ergebnis könnte eine Gesellschaft sein, die nicht deshalb gespalten ist, weil sie unterschiedliche Meinungen hat, sondern weil sie keine gemeinsame Wirklichkeit mehr teilt.
Der Verlust menschlicher Kompetenz
Technologische Fortschritte nehmen Menschen Aufgaben ab. Das ist ihr Zweck. Doch jede abgegebene Aufgabe führt langfristig auch zum Verlust entsprechender Fähigkeiten. Taschenrechner reduzierten Kopfrechnen. Navigationssysteme schwächten Orientierungskompetenzen. Suchmaschinen veränderten den Umgang mit Wissen. Künstliche Intelligenz könnte erstmals in großem Maßstab analytisches Denken, Schreiben, Recherchieren, Argumentieren und Problemlösen betreffen. Je besser die Systeme werden, desto größer wird die Versuchung, auf eigene Anstrengungen zu verzichten. Eine Generation könnte heranwachsen, die zwar Zugriff auf ungeheure Mengen künstlicher Intelligenz besitzt, aber immer weniger eigene Fähigkeiten entwickelt, um deren Ergebnisse kritisch zu hinterfragen. Damit entsteht ein paradoxes Risiko: Die Gesellschaft wird technologisch intelligenter, während ihre Mitglieder möglicherweise geistig abhängiger werden.
Die Machtfrage
Die vielleicht beunruhigendste Entwicklung betrifft jedoch die Verteilung von Macht. Die industrielle Revolution schuf Fabrikbesitzer. Die Digitalrevolution schuf Technologiekonzerne. Die KI-Revolution könnte eine Konzentration von Einfluss hervorbringen, die historische Maßstäbe sprengt. Wer die leistungsfähigsten Modelle besitzt, kontrolliert zunehmend Informationsströme, Wissensproduktion, Kommunikationssysteme und wirtschaftliche Prozesse. Die erforderlichen Investitionen sind so hoch, dass nur wenige globale Akteure überhaupt mithalten können. Während demokratische Institutionen auf Transparenz, Kontrolle und öffentliche Debatte angewiesen sind, entwickeln sich diese Systeme häufig in privatwirtschaftlichen Strukturen mit begrenzter öffentlicher Rechenschaftspflicht. Die Gefahr besteht nicht in einer dystopischen Maschinenherrschaft. Die Gefahr besteht darin, dass immer weniger Menschen immer mehr Einfluss auf die geistige Infrastruktur moderner Gesellschaften erhalten.
Ein Blick in die Zukunft
Vielleicht werden Historiker eines Tages feststellen, dass die Einführung künstlicher Intelligenz ähnlich folgenreich war wie die Erfindung des Buchdrucks oder die industrielle Revolution. Vielleicht werden sie aber auch feststellen, dass demokratische Gesellschaften die sozialen Kosten dieser Entwicklung systematisch unterschätzt haben. Die bisherigen Erfahrungen sprechen eher für Letzteres. Denn jede große Technologie wurde zunächst nach ihren Möglichkeiten bewertet und erst später nach ihren Folgen. Der Personalcomputer veränderte die Arbeitswelt. Das Internet veränderte die Öffentlichkeit. Soziale Medien veränderten den gesellschaftlichen Diskurs. Künstliche Intelligenz könnte nun den Menschen selbst als wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Akteur verändern. Die eigentliche Sorge besteht deshalb nicht darin, dass Maschinen eines Tages intelligenter werden als Menschen. Die eigentliche Sorge besteht darin, dass Gesellschaften ihre Fähigkeit verlieren könnten, die Folgen dieser Entwicklung noch wirksam zu steuern. Und wenn die Geschichte der Digitalisierung eines lehrt, dann dies: Technologische Revolutionen warten nicht darauf, dass Gesellschaften bereit sind. Sie finden statt. Und erst danach beginnt die Gesellschaft zu begreifen, was sie verändert hat.
Beitragsgrafik: Ralf Lesko
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Erschließungskosten für Baugebiete in Wentorf – wer muss bezahlen ?
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Monika Lehmann
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Aktuell : Abgeltung der Erschließungsbeiträge vor der endgültigen Fertigstellung der Erschließungsmaßnahme durch eine einmalige Zahlung. Vertragliche Regelungen zwischen der Gemeinde und dem jeweiligen Grundstückseigentümer sind möglich aber nicht zwingend.
Durch den Beschluss des Liegenschaftsausschusses vom 21.05.2026, imnichtöffentlichen Teil unterTOP N 17 wurde beschlossen: Die Bürgermeisterin wird ermächtigt, in einem Erschließungsgebiet mit den beitragspflichtigen Grundstückseigentümern Ablösevereinbarungen zu treffen.Das bedeutet, dass mit Abschluss solcher Vereinbarungen der (künftige) Eigentümer nicht mehr zu den – durch unsere Satzung vorgeschriebenen – Erschließungsbeiträgen nicht mehr herangezogen werden muss aber auch nicht herangezogen werden darf. Es wird zwar nicht deutlich, um welches „Erschließungsgebiet“ es sich handeln könnte, jedoch gibt es in Wentorf nicht so viele „unerschlossene“ Gebiete. Hier ein paar wichtige Informationen für Grundstückseigentümer (oder auch zukünftige Käufer:innen)zu dem Thema „Ablösevereinbarungen“:
Was ist eine Ablösevereinbarung für Erschließungskosten?
Eine Ablösevereinbarung ermöglicht es, Erschließungskosten bereits vor der endgültigen Herstellung der Erschließungsanlage vertraglich zu regeln. Nach § 133 Abs. 3 Satz 5 BauGB können Grundstückseigentümer mit der Gemeinde eine solche Vereinbarung treffen. Keine Überraschungen: Nach Zahlung der Ablösesumme sind Sie von späteren Nachforderungen oder Erschließungsbeitragsbescheiden befreit. Es erfolgt keine formelle Veranlagung mehr. Freiwilligkeit: Die Gemeinde ist nicht verpflichtet, eine Ablösevereinbarung abzuschließen. Es besteht kein Rechtsanspruch darauf. Berechnungsgrundlage: Der Betrag wird anhand interner Vorgaben der Kommune (Ablösebestimmungen/Satzungen) berechnet. Der Betrag muss transparent offengelegt werden. Chancen und RisikenVorteil Planungssicherheit: Die Kosten sind fixiert. Es können besonders bei Baufinanzierungen die Gesamtkosten besser kalkuliert werden.
Vorteil: Preisbindung: Bei steigenden Baukosten in der Zukunft (z.B. durch Inflation) können dieEigentümer von der bereits geleisteten Zahlung profitieren. Risiko bei Fehleinschätzung: Oft wird ein „Sicherheitszuschlag“ für Unvorhergesehenes in die Kalkulation eingerechnet. Sollte die tatsächliche Erschließung am Ende deutlich günstiger ausfallen als vertraglich veranschlagt, wird die Differenz in der Regel nicht erstattet. Rechtliche Bindung: Die Vereinbarung muss rechtmäßig sein und den Gleichbehandlungsgrundsatz erfüllen. Ist die Schätzung oder Kalkulation fehlerhaft oder enthält unzulässige Puffer, kann die ganze Vereinbarung unwirksam werden.
Fragen, die der Grundstückseigentümer klären sollte:
Liegt das Grundstück in einem erschlossenen oder unerschlossenen Gebiet? Plant die Gemeinde aktuell neue Straßen oder Leitungen? Liegt bereits ein konkreter Entwurf der Gemeinde für eine solche Vereinbarung vor? Sollten die Grundstücke noch nicht an private Eigentümer verkauft sein bzw. ist das gesamte zu erschließende Gebiet noch im Eigentum eines Investors,einemBauträger oder einemErschließungsträger, so kann die Gemeinde mit dem Grundstückseigentümer „in Gänze“ einen Ablösevertrag schließen. Zu entscheiden wäre allerdings, ob es sich dabei um einen öffentlichen Vertrag handelt, dessen Abschluss der Gemeindevertretung nach den Regelungen des § 28 der Gemeindeordnung S-Hvorbehalten ist. Dann könnte der Beschluss des Liegenschaftsausschusses derzeit noch nicht ausgeführt werden. Für ein bereits erschlossenes Grundstück fallen in der Regel keine Erschließungskosten für die öffentliche Erschließung (Straßen, Kanal, Versorgungsleitungen bis zur Grundstücksgrenze) mehr an. Man muss sich jedoch auf private Hausanschlusskosten und mögliche Beiträge für nachträglichen Straßenausbau einstellen.
Die Details zu diesen Ausnahmen:
Kaufvertrag prüfen: Unbedingt den genauen Wortlaut in demKaufvertrag prüfen. Für ein bereits erschlossenes Grundstück fallen in der Regel keine Erschließungskosten für die öffentliche Erschließung (Straßen, Kanal, Versorgungsleitungen bis zur Grundstücksgrenze) mehr an. Sie müssen sich jedoch auf private Hausanschlusskosten und mögliche Beiträge für nachträglichen Straßenausbau einstellen.
Private Hausanschlüsse: Die Verlegung der Leitungen von der Grundstücksgrenze in dasHaus (Wasser, Strom, Gas, Telekommunikation) ist nicht in der öffentlichen Erschließung enthalten. Hierfür müssen die Kosten für Tiefbau und Anschluss selbst getragen werden.
Nachträglicher Straßenausbau: Wenn die Straße bisher nur provisorisch befestigt war und die Gemeinde sie nun endgültig ausbaut (inklusive Asphaltierung und Gehwegen), können Anliegerbeiträge anfallen.
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Privatisierung öffentlicher Wege?
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Dieter Traut
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Aus der Villengegend führt einer der beliebtesten Spaziergänge entlang der Golfstraße und über das Reitsportzentrum in die Lohe. Mit großer Überraschung mussten die Spaziergänger auf dieser Route letztes Wochenende feststellen, dass ihr gewohnter Weg von der Golfstraße zum Grübbenweg versperrt war: „Privatgrundstück – Durchgang verboten“ hieß es da. Nun ist es sicherlich nicht der einzige Weg den Spaziergänger mit dem Ziel Lohe nehmen können, es ist aber einer ohne nennenswertem Autoverkehr und damit eine der erholsamsten Routen.
Doch wie lässt sich feststellen, ob die Sperrung mit rechten Dingen zugegangen ist? Um diese Frage zu klären, erschien eine Anfrage bei der Gemeinde angebracht. Hier die Antwort des Pressereferenten der Gemeinde:
„Vielen Dank für Ihre Anfrage und Initiative bei diesem Thema. Zunächst beantworte ich ihre Fragen. Ja, der Vorgang ist der Gemeinde bekannt und ja, der Vorgang wurde geprüft. Diese Prüfung hat ergeben, dass es sich bei dem betroffenen Grundstück um ein Privatgrundstück handelt. Die Fläche ist auch nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, als Wald deklariert, so dass sich etwaige öffentliche Nutzungsrechte ergeben könnten. Auch ein Gewohnheitsrecht kann hier nicht entstehen, so dass die Maßnahme in etwa derselben Maßnahme entspricht, als wenn Sie oder Ich uns einen Gartenzaun auf unserem Grundstück bauen würden.“
Nach der Prüfung der Gemeindeverwaltung kann also die Änderung von einem über lange Jahre öffentlich genutzten Weg zu einem gesperrten Privatgrundstück rechtlich nicht beanstandet werden. Gefühlt sieht das aus Sicht der Gemeinschaft zwar anders aus, aber Regeln sind eben dazu da eingehalten zu werden. Der Vorgang erinnert an die Sperrung eines Wanderwegs entlang der Bille am Krabbenkamp in Reinbek. Auch dort hat ein privater Eigentümer seine Rechte mit Hilfe eines Zaunes durchgesetzt. Ein Beispiel wo dies den Eigentümern nicht gelang, ist der Wohltorfer Kirchenweg. Aber das liegt schon arg lange zurück.
Aus Sicht des Autors sollten solche grundlegenden potentiellen Streitigkeiten über Hypotheken der Vergangenheit gar nicht erst aufkommen. Die Gemeinde muss genau wissen welche öffentlich genutzten Wege in Wentorf über private Grundstücke führen. Dann könnte sie mit dem jeweiligen Eigentümer das Gespräch suchen und eine Vereinbarung über den zukünftigen Umgang mit dem Weg schließen. Und ja, auch Transparenz wäre in diesem Zusammenhang wichtig. Es hilft nicht, wenn es Spaziergängern nicht bewusst ist, dass sie an der einen oder anderen Stelle Privateigentum betreten.
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Die Zukunft stirbt nicht mit einem Knall, sondern im Dauerbetrieb
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Ralf Lesko
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In Gesellschaft, Politik, Umwelt |
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Es gibt eine merkwürdige Eigenschaft moderner Gesellschaften: Sie können gleichzeitig wissen, dass sie auf eine Katastrophe zusteuern — und trotzdem exakt so weitermachen wie bisher. Seit Jahrzehnten liegen die Warnungen offen auf dem Tisch. Klimaforscher warnen vor irreversiblen Kipppunkten. Psychologen dokumentieren eine wachsende Epidemie aus Einsamkeit, Depression und Sinnverlust. Ökonomen beobachten eine immer extremere Konzentration von Vermögen. Demokratieforscher sprechen offen über institutionellen Zerfall, Polarisierung und Vertrauensverlust.
Und dennoch funktioniert der Alltag weiter.
Die Menschen stehen morgens auf. Sie fahren zur Arbeit. Sie kaufen ein. Sie scrollen durch soziale Netzwerke. Sie diskutieren über Schlagzeilen. Sie bestellen Essen. Sie schlafen. Am nächsten Tag beginnt alles von vorn. Vielleicht liegt genau darin das eigentliche Problem. Der Kollaps moderner Gesellschaften wird wahrscheinlich nicht wie ein plötzlicher Zusammenbruch aussehen. Es wird keinen eindeutigen Moment geben, an dem „alles vorbei“ ist. Keine finale Explosion, kein einzelnes historisches Ereignis, das eindeutig markiert, wann die Stabilität endete. Stattdessen entsteht der Zerfall schleichend — und genau deshalb bleibt er politisch und psychologisch beherrschbar.
Jede einzelne Krise wird gerade klein genug bleiben, um akzeptiert zu werden.
Zu heiß? Klimaanlagen. Zu teuer? Noch ein Kredit. Zu einsam? Streaming und digitale Ablenkung. Zu erschöpft? Koffein, Medikamente, Selbstoptimierung. Zu wütend? Soziale Medien liefern täglich neue Feindbilder.
Die moderne Gesellschaft besitzt eine enorme Fähigkeit, Symptome zu verwalten, ohne Ursachen zu lösen. Genau das macht sie gleichzeitig effizient — und langfristig zerstörerisch. Denn während sich Technologie immer schneller entwickelt, zerfallen viele Grundlagen gesellschaftlicher Stabilität beinahe unbemerkt. Wohnraum wird in Großstädten zunehmend unbezahlbar.
Soziale Beziehungen werden fragmentierter. Öffentliche Debatten verwandeln sich in algorithmisch verstärkte Empörungsschleifen. Arbeit verliert für viele Menschen jede Form von Identität oder Sinn und reduziert sich auf ökonomisches Überleben. Gleichzeitig wächst der Druck permanenter Verfügbarkeit. Menschen konsumieren heute in wenigen Stunden mehr Informationen als frühere Generationen in Wochen. Aufmerksamkeit ist zu einer Ware geworden, die von Plattformen, Medien und Unternehmen aggressiv umkämpft wird.
Das Ergebnis ist eine Gesellschaft im Zustand chronischer mentaler Überlastung. Und genau darin liegt ein paradoxer Vorteil für bestehende Systeme: Erschöpfte Menschen organisieren selten fundamentale Veränderungen. Währenddessen verschiebt sich auch die Rolle von Technologie selbst. Lange galt technischer Fortschritt als Synonym für gesellschaftlichen Fortschritt. Doch diese Gleichung wirkt zunehmend fragwürdig. Künstliche Intelligenz automatisiert kreative und kommunikative Arbeit. Algorithmen beeinflussen politische Meinungen. Digitale Plattformen formen Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und soziale Beziehungen oft stärker als klassische Institutionen. Technologie löst Probleme — aber sie industrialisiert gleichzeitig neue Formen von Abhängigkeit, Kontrolle und Entfremdung.
Trotzdem bleibt der Glaube an technische Rettung erstaunlich stabil. Viele politische und wirtschaftliche Akteure setzen weiterhin darauf, dass Innovation die ökologischen, sozialen und psychologischen Schäden des bestehenden Systems rechtzeitig kompensieren wird. Doch genau dieser Glaube könnte selbst Teil des Problems sein. Denn er erlaubt es, grundlegende Veränderungen aufzuschieben. Warum radikal umdenken, wenn bald eine neue Technologie erscheint? Warum verzichten, wenn Effizienzsteigerung angeblich genügt? Warum das System hinterfragen, wenn die nächste Innovation alles lösen soll? So entsteht eine Gesellschaft, die permanent auf Rettung wartet — während sie die Ursachen ihrer Krisen weiter beschleunigt.
Der vielleicht düsterste Aspekt daran ist jedoch nicht die ökologische oder wirtschaftliche Entwicklung, sondern die menschliche Anpassungsfähigkeit. Menschen gewöhnen sich erstaunlich schnell an Zustände, die früher als inakzeptabel galten:
an Überwachung,
an permanente Unsicherheit,
an soziale Isolation,
an politische Radikalisierung,
an psychische Erschöpfung.
Was gestern noch alarmierend wirkte, wird heute Alltag. Vielleicht wird genau das die endgültige Form des modernen Niedergangs sein: kein dramatischer Untergang, sondern eine langsame Normalisierung des Defekten. Eine Welt, die technisch immer leistungsfähiger wird — während ihre Menschen emotional, sozial und politisch zunehmend erschöpfen. Der gefährlichste Irrtum unserer Zeit könnte deshalb die Vorstellung sein, dass Gesellschaften erst dann handeln, wenn Krisen offensichtlich werden. In Wirklichkeit reagieren Menschen oft erst dann, wenn ihr Alltag unmittelbar kollabiert. Und moderne Systeme sind erstaunlich gut darin, diesen Moment hinauszuzögern.
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Warum wir erst bei steigenden Kosten und Krisen wirklich verzichten.
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Ralf Lesko
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In Gesellschaft, Politik, Umwelt, Wirtschaft |
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Wir kennen dieses Muster aus dem eigenen Alltag: Man weiß eigentlich schon länger, dass bestimmte Dinge nicht wirklich notwendig sind. Der tägliche Coffee-to-go, das kaum genutzte Streaming-Abo, spontane Käufe – oder auch der ganz selbstverständliche Griff zum Auto, selbst auf kurzen Strecken. Und trotzdem ändert sich lange nichts. Erst wenn Preise steigen, das Budget enger wird oder äußere Umstände sich verschärfen, entsteht Bewegung. Dann wird verzichtet – oft plötzlich und konsequent.
Dieses Verhalten ist kein Zufall, sondern tief in unserer Psychologie verankert. Menschen reagieren stärker auf spürbare Verluste als auf abstrakte Einsichten. Steigende Preise – etwa bei Kraftstoff – treffen unmittelbar. Sie sind konkret, sichtbar und lassen sich nicht wegdenken. Ganz anders als viele ökologische Argumente, die zwar rational überzeugen, aber im Alltag oft zu weit entfernt erscheinen, um Verhalten tatsächlich zu verändern. Gleichzeitig sind wir Gewohnheitstiere. Unser Alltag besteht aus Routinen, die wir selten hinterfragen, solange sie funktionieren. Das Auto ist bequem, schnell und über Jahre hinweg selbstverständlich geworden. Dass dieser Komfort ökologische Kosten hat, ist bekannt – aber eben nicht unmittelbar spürbar. Erst wenn der Literpreis steigt und jede Fahrt plötzlich „ins Gewicht fällt“, beginnt ein Umdenken. Nicht unbedingt aus Überzeugung, sondern aus Notwendigkeit.
Hier zeigt sich ein unangenehmer, aber ehrlicher Punkt: Wir könnten vieles früher ändern. Wir tun es nur nicht, solange es nicht weh tut.
Doch genau an dieser Stelle stellt sich eine weiterführende Frage – und sie richtet sich nicht nur an den Einzelnen, sondern auch an die Politik: Reicht es aus, darauf zu warten, dass äußere Zwänge Verhalten verändern? Oder wird hier bewusst in Kauf genommen, dass echte Veränderung immer erst unter Druck entsteht? Denn politische Steuerung spielt eine entscheidende Rolle dabei, wie schnell und wie konsequent sich gesellschaftliches Verhalten verändert. Gesetze, Preise, Subventionen und Rahmenbedingungen sind nicht neutral – sie lenken Entscheidungen im Alltag. Wenn etwa steigende Kraftstoffpreise als Signal dienen sollen, weniger zu fahren oder umzudenken, dann stellt sich gleichzeitig die Frage, warum an anderer Stelle oft Mechanismen greifen, die genau diese Wirkung abschwächen oder verzögern.
Steuererleichterungen, Übergangsregelungen, lange Fristen oder das Festhalten an bestehenden Strukturen senden widersprüchliche Signale. Einerseits wird Veränderung eingefordert – etwa im Sinne von Klimaschutz und nachhaltigem Verhalten. Andererseits wird sie politisch so gestaltet, dass sie möglichst wenig unmittelbare Konsequenzen hat. Der Status quo bleibt dadurch länger bestehen, als es angesichts der Herausforderungen eigentlich notwendig wäre. Für den Einzelnen entsteht daraus ein Spannungsfeld: Man soll sein Verhalten ändern, aber die Rahmenbedingungen sind oft nicht konsequent darauf ausgerichtet. Gleichzeitig fehlt eine klare, verständliche Vermittlung, warum bestimmte Veränderungen notwendig sind – und warum sie nicht beliebig aufgeschoben werden können. Politische Kommunikation bleibt häufig technisch oder vorsichtig, statt Orientierung zu geben.
So entsteht ein System, in dem Veränderung zwar theoretisch gewollt ist, praktisch aber immer wieder vertagt wird. Für viele Menschen bedeutet das: Solange es noch geht, bleibt alles beim Alten. Erst wenn es finanziell spürbar wird – etwa an der Tankstelle –, wird gehandelt. Aber dann nicht unbedingt aus Überzeugung, sondern aus Druck. Das wirft eine grundlegende Frage auf: Kann gesellschaftlicher Wandel auf diese Weise überhaupt gelingen? Wenn sowohl individuelles Verhalten als auch politische Entscheidungen dazu neigen, Veränderung möglichst lange hinauszuzögern, entsteht ein kollektives Muster des Abwartens.
Dabei zeigt sich ein Zusammenspiel aus psychologischer Trägheit und politischer Vorsicht. Menschen halten an Gewohnheiten fest, solange sie funktionieren. Politik wiederum vermeidet oft Maßnahmen, die sofort spürbare Einschnitte bedeuten würden – aus Rücksicht auf Akzeptanz, wirtschaftliche Interessen oder kurzfristige Stabilität. Das Ergebnis ist eine Art gegenseitige Verstärkung: Niemand bewegt sich wirklich, solange der Druck nicht groß genug ist. Die Folge ist, dass notwendige Veränderungen häufig erst dann umgesetzt werden, wenn sie kaum noch aufschiebbar sind – und dann oft unter deutlich schwierigeren Bedingungen.
Vielleicht liegt genau hier der kritischste Punkt: Wenn sowohl Individuen als auch politische Systeme primär auf Druck reagieren, statt vorausschauend zu handeln, wird Wandel nicht gestaltet, sondern erzwungen. Und das wirft die Frage auf, ob dieser Weg ausreicht, um den Herausforderungen unserer Zeit gerecht zu werden. Denn am Ende geht es nicht nur darum, dass wir unser Verhalten ändern – sondern auch darum, wie und wann wir es tun.
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Der Seniorenbeirat lädt zu Spielenachmittagen 2026
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Ralf Lesko
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In Gemeinschaften, Gesellschaft |
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Der Spielenachmittag lädt zu einem gemütlichen Beisammensein ein, bei dem der gemeinsame Spielspaß im Mittelpunkt steht. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern steht eine große Auswahl an Karten- und Brettspielen zur Verfügung, darunter Skat, Doppelkopf, Rommé sowie zahlreiche weitere Gesellschaftsspiele. Außerdem besteht die Möglichkeit, eigene Spiele mitzubringen. Das Angebot richtet sich an alle Interessierten, unabhängig davon, ob sie erfahrene Kartenspieler sind oder einfach eine entspannte Spielrunde genießen möchten. In angenehmer Atmosphäre entstehen spannende Spielverläufe und anregende Gespräche, die den Nachmittag zu einem geselligen Erlebnis machen.
Wo: „Alte Schule“,
Teichstraße 1, 21465 Wentorf bei Hamburg
Wann:
Mittwoch, 14.01.2026 14:00 bis 18:00 Uhr Mittwoch, 11.02.2026 14:00 bis 18:00 Uhr
Mittwoch, 11.03.2026 14:00 bis 18:00 Uhr Mittwoch, 08.04.2026 14:00 bis 18:00 Uhr Mittwoch, 13.05.2026 14:00 bis 18:00 Uhr Mittwoch, 10.06.2026 14:00 bis 18:00 Uhr
Mittwoch, 08.07.2026 14:00 bis 18:00 Uhr
Bitte kommen Sie pünktlich, damit sich die Spielgruppen direkt finden können.
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Bevölkerung und Wohnraum in Wentorf
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Dieter Traut
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In Gesellschaft |
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Der Masterstudiengang Stadtplanung der TH Lübeck erarbeitete im Sommer 2026 ein Konzept zur Entwicklung Wentorfs zu einer „zukunftsfähigen und lebenswerten Gemeinde“. Geleitet wurde das Studienprojekt von Professor Menzl und begleitet durch die Investitionsbank Schleswig-Holstein. Die Ergebnispräsentation dieser studentischen Arbeiten hat die Gemeinde auf ihrer Internetseite www.wentorf.de/aktuelles/Ortsentwicklungskonzept[15] veröffentlicht. Die vorgestellten Konzepte und Ideen sind keine beschlossenen Planungen der Gemeinde Wentorf, sondern sollen als Diskussionsgrundlage dienen. Dieses Angebot greift WiB mit diesem Artikel auf. Im diesem, zweiten Teil werden die Aussagen rund um das Thema „Wohnraum“ zusammengefasst.
Die Präsentation beginnt mit der Diagnose einer zunehmenden Überalterung der um 13.500 Einwohner stagnierenden Bevölkerung. 2024 waren 25,9 % der Bevölkerung über 65 Jahre alt und nur 16,5 % Kinder und Jugendliche (0 – 18 Jahre). Da die stärksten Jahrgänge kurz vor dem Rentenalter stehen, wird erwartet, dass die Anzahl der Senioren in den kommenden Jahren stark zunimmt. Zusätzlich zeigten sich in den letzten 5 Jahren Zuwächse beim Zuzug von Senioren und eine Abwanderung junger Erwachsener. Die durchschnittliche Wohnfläche liegt in Wentorf bei 100 qm, etwa 5 qm über dem Durchschnitt in Schleswig-Holstein. Kleinere Wohneinheiten unter 60 qm kommen nur auf 14,9 % des Bestands.
Im Ergebnis drohe ein „demographischer Knick“, der durch einen steigenden Altersdurchschnitt, weniger Geburten, weniger junge Familien und schlechtere Auslastung der Infrastruktur u.a. zu Kitas und Schulen gekennzeichnet ist. Dies führe zu einer Abwärtsspirale in der Daseinsvorsorge, welche sich nur durch einen Generationenwechsel im Wohnungsbestand unterbrechen ließe. Auf Grundlage dieser Drohkulisse untersuchten die Studenten welche Möglichkeiten es gibt in Wentorf neuen zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Neben Dachgeschossausbau und Aufstockung im Bestand in überschaubarem Ausmaß, und Baurechtsänderungen empfehlen die Studenten neue Bauvorhaben auf der Grundlage des „Gesetzes zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung“, den sogenannten „Bau-Turbo“. Die oben dargestellte Karte von Wentorf zeigt welche Flächen gemeint sind. Und in der Tat scheint es hier einiges Potential zu geben.
Auf diesen Flächen sollen Neubauten insbesondere für altersgerechtes Wohnen entstehen. Der Gemeinde wird empfohlen durch die Ausübung des Vorkaufsrechts Schlüsselgrundstücke zu erwerben und in Erbpacht an Bauträger zu vergeben. Ein Wohnlotse soll Umzugswillige beraten und bei der Ansiedlung sozialer Träger ohne Gewinnerzielungsabsichten unterstützen. Da Wentorf nur begrenzt Platz für Neubauten hat, soll die Lösung auf Ebene des Mittelzentrums angestrebt werden.
Kommentar: Das Thema Überalterung ist sicherlich kein Wentorf-spezifisches. Diese Entwicklung ist für gesamt Deutschland, wenn nicht gar Westeuropa zu erwarten. Aber was ist so schlimm an einer Verkleinerung der Infrastruktur aufgrund geringerer Nachfrage? Ist es nicht mehr eine Frage, ob und wie die Bevölkerung bei entsprechenden Maßnahmen mitgenommen wird?
Besonders an Wentorf ist die Nähe zur Großstadt und der geringe Platz für Neubauten. Das führt zu einem hohen Mietniveau. In dieser Situation ist es Aufgabe der Politik den sozialen Wohnungsbau zu fördern. Während in Hamburg bei Bauprojekten die Mieten von 35 % der Wohnungen über eine Sozialbindung vergeben werden, gibt es in Wentorf nichts Vergleichbares.
Und noch eine Besonderheit gibt es in Wentorf: Bauvorhaben, für die gemäß § 36 BauGB das Einvernehmen der Gemeinde erforderlich ist, werden hier im nicht öffentlichen Teil der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses behandelt. Viele Gemeinden in Schleswig-Holstein behandeln derartige Themen öffentlich und haben gute Erfahrungen damit gemacht. Eine Änderung der Verwaltungspraxis in Wentorf würde zu einer größeren Transparenz der kommunalen Entscheidungsprozesse beitragen und den unmittelbar Betroffenen ermöglichen sich frühzeitig über geplante Vorhaben zu informieren und die Entscheidungsfindung nachzuvollziehen. Insbesondere sollte dies für die Anwendung des „Bau-Turbo Gesetzes“ gelten, das erhebliche Abweichungen vom regulären Planungsrecht zulässt.
Foto: Präsentation der TH Lübeck
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Die plattdeutsche Kolumne von Uli Gröhn: Dögen (Tugenden) un Werten op platt
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Gastbeitrag
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In Die Plattdeutsche Kolumne |
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Woneem findst du düsse Dögen? Wenn du Frünnen hest un en warmhartig Familie, denn is ´t nich wiet. Brukst nich lang to söken. Düsse Dögen sünd rund üm di. Dat markst du doran, dat di sülven warm üm dien Hart is, dat du Lust hest, dien Leven antopacken, dat di dat Lachen mit dien Lüüd Spaaß makt un dat ji oftmals tosamen singt.
Woneem findst du düsse Dögen NICH?
Hier is de Adress: 1600 Pennsylvania Avenue NW, Washington, DC, 20500, USA.
Dat is dat WITTE HUUS.
Will ik nich seggen, dat dat in anner Johrn beter west is; dat mag ween. Will ik nich afstrieden. Dor hebbt goode Lüüd goode Demokratie strickt. So as mien Oma dat mit de Socken kunn. – Man, wenn de Socken Löckers hebbt un keeneen passt op, dat dor Flicken rop mütt orrer de Socken uttuscht, denn goht se twei. Un sowiet is dat nu in dat WITTE HUUS un de USA. De Demokratie is in´n Mors – un de gooden Dögen (kiek baven) kannst lang söken, de sünd ok in´n Mors. Liekers: Wokeen wull dor noch söken?
Fotos: Pixabay
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Warum brauchen wir andere Menschen?
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Ralf Lesko
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In Fragen der Philosophie |
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Liebe Leser von Wentorf im Blick-Online,
dieser Artikel ist der letzte in dieser Serie „Fragen der Philosphie“ bei WiB-Online. Ich hoffe Sie hatten Spass und erhellende Erkenntnisse zu dem spannenden Thema „Philosophie“.
Herzliche Grüße
Ralf Lesko
Noch nie war es so einfach, mit anderen Menschen in Kontakt zu bleiben. Eine Nachricht ist in Sekunden verschickt. Fotos erreichen Freunde und Familie sofort. Wir können Menschen am anderen Ende der Welt sehen und mit ihnen sprechen. Soziale Netzwerke verbinden uns mit Hunderten oder sogar Tausenden von Menschen. Und trotzdem kennen viele Menschen das Gefühl, allein zu sein. Man kann morgens mit Nachrichten auf dem Smartphone aufwachen, den ganzen Tag mit Menschen kommunizieren und abends feststellen, dass man mit niemandem wirklich gesprochen hat. Das klingt widersprüchlich. Es aber etwas Grundsätzliches über uns: Kontakt ist nicht dasselbe wie Begegnung.
Der Mensch ist kein Einzelwesen
Aristoteles[20] bezeichnete den Menschen bereits vor mehr als 2.000 Jahren als ein „zoon politikon“ – ein soziales beziehungsweise gemeinschaftsbezogenes Wesen. Damit meinte er mehr als die Tatsache, dass Menschen gerne Gesellschaft haben. Für Aristoteles gehört das Zusammenleben mit anderen zu unserem Wesen. Sprache, Regeln, Moral und Politik entstehen nicht im Alleingang. Der Mensch entwickelt seine Fähigkeiten innerhalb einer Gemeinschaft. Das kleine Kind ist dafür das offensichtlichste Beispiel. Es lernt sprechen, weil andere Menschen mit ihm sprechen. Es lernt Vertrauen, weil andere Menschen auf seine Bedürfnisse reagieren. Es lernt, was richtig und falsch ist, weil es in eine Welt voller Regeln und Erwartungen hineinwächst. Unser erstes „Ich“ entsteht deshalb nicht allein. Es entsteht in einer Beziehung.
Wer bin ich, wenn niemand mich sieht?
Der deutsche Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel[21] hat diesen Gedanken auf eine andere Ebene gebracht. Für Hegel braucht der Mensch Anerkennung durch andere, um ein Bewusstsein seiner selbst zu entwickeln. Wir wollen nicht nur existieren. Wir wollen als jemand erkannt werden. Das beginnt schon früh. Ein Kind zeigt seinen Eltern ein Bild und wartet auf deren Reaktion. Ein Jugendlicher fragt sich, wie andere ihn sehen. Ein Erwachsener möchte in seinem Beruf ernst genommen werden. Ein älterer Mensch möchte nicht das Gefühl bekommen, überflüssig zu sein. Hinter all dem steckt dieselbe Frage: Sehe ich mich selbst – und sehen mich die anderen? Das erklärt auch, warum Zurückweisung so schmerzhaft sein kann. Wenn jemand unsere Freundschaft ablehnt, unsere Arbeit abwertet oder uns ignoriert, geht es nicht nur um eine einzelne Situation. Es kann unser Bild von uns selbst treffen.
„Ich“ entsteht nicht allein
Der jüdische Philosoph Martin Buber[22] hat die Beziehung zwischen Menschen noch grundsätzlicher beschrieben. Für ihn gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen einer Beziehung, in der wir einen anderen Menschen als Gegenüber wahrnehmen, und einer Beziehung, in der wir ihn nur als Objekt behandeln. Buber nennt diese beiden Grundformen „Ich-Du“ und „Ich-Es“. Im „Ich-Es“ betrachten wir den anderen aus einer bestimmten Perspektive: als Kunden, Kollegen, Nachbarn, Patienten, Mitarbeiter oder Gegner. Im „Ich-Du“ begegnen sich Menschen als Personen. Das klingt zunächst abstrakt. Aber wir kennen den Unterschied aus dem Alltag. Man kann mit jemandem zehn Minuten sprechen und dabei nur Informationen austauschen. Und man kann zehn Minuten mit jemandem sprechen und danach das Gefühl haben, wirklich verstanden worden zu sein. Die Zeit ist dieselbe. Die Begegnung ist es nicht.
Vernetzt – aber nicht verbunden
Hier wird die Philosophie plötzlich sehr gegenwärtig. Wir leben in einer Zeit, in der Kommunikation fast mühelos geworden ist. Wir schicken Sprachnachrichten statt anzurufen. Wir kommentieren Fotos, reagieren mit Emojis und verfolgen das Leben anderer Menschen über soziale Netzwerke. Das schafft Verbindung. Aber Verbindung allein schafft noch keine Nähe. Die Soziologin und Technologieforscherin Sherry Turkle[23] beschäftigt sich seit Jahren mit genau diesem Widerspruch. Sie beschreibt, wie digitale Kommunikation einerseits Nähe ermöglicht und andererseits dazu führen kann, dass wir echte Gespräche vermeiden. Wir sind zusammen – und gleichzeitig mit unseren Geräten beschäftigt. Wir sitzen am Tisch und schauen wischendurch auf das Smartphone. Wir hören jemandem zu und denken gleichzeitig darüber nach, was wir als Nächstes antworten. Wir sind erreichbar, aber nicht unbedingt anwesend. Das ist ein entscheidender Unterschied.
Byung-Chul Han und die Einsamkeit der Vernetzung
Auch der Philosoph Byung-Chul Han[24] beschreibt die Schattenseite unserer digitalen Kommunikation. Die moderne Gesellschaft hat die Zahl unserer Kontakte enorm vergrößert. Gleichzeitig werden Beziehungen schneller, unverbindlicher und austauschbarer. Ein Klick genügt, um jemandem zu folgen. Ein weiterer Klick genügt, um jemanden nicht mehr zu sehen. Wir können ständig neue Kontakte herstellen – aber eine wirkliche Beziehung braucht Zeit. Sie braucht Wiederholung. Verlässlichkeit. Gemeinsame Erfahrungen. Und manchmal auch den Streit, den man nicht sofort durch einen Klick beendet. Eine Beziehung zeigt sich nicht nur darin, dass man miteinander schöne Momente hat. Sie zeigt sich auch darin, dass man bleibt, wenn es schwierig wird.
Hartmut Rosa: Wenn uns etwas wirklich berührt
Der Soziologe und Philosoph Hartmut Rosa[25] verwendet dafür den Begriff Resonanz. Resonanz bedeutet bei ihm nicht einfach Harmonie. Es geht um eine Beziehung zur Welt, in der uns etwas wirklich erreicht und wir darauf antworten. Das kann ein Mensch sein. Ein Musikstück. Ein Landschaftserlebnis. Ein Buch. Oder ein Gespräch, das uns verändert. Gerade in Beziehungen ist dieser Gedanke wichtig. Wir suchen nicht nur Menschen, die unsere Meinung bestätigen. Wir brauchen Menschen, die uns etwas entgegensetzen, uns überraschen, uns zum Nachdenken bringen und uns manchmal sogar widersprechen. Eine Welt, in der alle immer nur zustimmen, wäre keine Welt echter Beziehungen. Sie wäre eine Welt ohne Reibung. Und damit auch eine Welt ohne wirkliche Entwicklung.
Warum Einsamkeit so schwer wiegt
Wenn wir andere Menschen so dringend brauchen, erklärt sich auch, warum Einsamkeit mehr ist als das Fehlen von Gesellschaft. Man kann allein sein und sich sehr wohl fühlen. Ein Abend mit einem Buch kann erfüllend sein. Ein Spaziergang allein kann gut tun. Rückzug gehört zum Leben. Einsamkeit beginnt dort, wo ein Mensch sich nicht mehr verbunden fühlt. Wo niemand da ist, mit dem man Freude teilen kann. Niemand, dem man etwas erzählen möchte. Niemand, der merkt, wenn es einem schlecht geht. Und niemand, bei dem man nicht erklären muss, wer man eigentlich ist. Das macht Einsamkeit so schwer. Es fehlt nicht einfach eine Person. Es fehlt eine Beziehung zur Welt. Was KI daran verändert Und nun kommt eine neue Entwicklung hinzu. Wir können heute nicht nur mit Menschen kommunizieren. Wir können mit Maschinen sprechen. Eine KI hört zu, antwortet geduldig, kennt den Gesprächsverlauf und kann sich auf den Ton eines Menschen einstellen. Für manche Menschen ist das angenehm. Es gibt keine peinliche Pause. Keine Ungeduld. Keine schlechte Laune. Keine Zurückweisung. Aber genau hier beginnt eine neue philosophische Frage: Kann eine Maschine einem Menschen echte Nähe geben? Sie kann zuhören. Sie kann antworten. Sie kann sogar sehr einfühlsam formulieren. Aber sie hat kein eigenes Leben, das sie mit uns teilt. Sie kann nicht mit uns alt werden. Sie kann keinen gemeinsamen Nachmittag erinnern, an den beide Beteiligten zurückdenken. Sie kann uns nicht wirklich verlassen und auch nicht wirklich bleiben. Eine menschliche Beziehung ist deshalb etwas anderes. Sie beruht auf zwei Menschen, die einander etwas bedeuten können.
Anerkennung ist keine Einbahnstraße
Der Philosoph Axel Honneth[26] hat die Bedeutung von Anerkennung für menschliche Beziehungen besonders herausgearbeitet. Wir brauchen Anerkennung, um ein stabiles Verhältnis zu uns selbst entwickeln zu können. Doch Anerkennung funktioniert nicht als Einbahnstraße. Wer nur gesehen werden will, selbst aber niemanden sieht, bleibt letztlich allein. Wer verstanden werden möchte, muss auch zuhören können. Wer Respekt verlangt, muss anderen Respekt entgegenbringen. Wer geliebt werden möchte, muss sich auf die Verletzlichkeit einer Beziehung einlassen. Das klingt selbstverständlich. Im Alltag ist es das nicht. Denn Beziehungen verlangen etwas, das unserer heutigen Kultur nicht immer leichtfällt: Aufmerksamkeit.
Wir brauchen Menschen, die uns widersprechen
Eine interessante Konsequenz daraus ist, dass wir andere Menschen nicht nur brauchen, um uns gut zu fühlen. Wir brauchen sie auch, um uns selbst zu korrigieren. Ein Freund kann sagen: „Da liegst du falsch.“ Ein Partner kann sagen: „So behandelst du mich nicht.“ Ein Kollege kann eine Idee infrage stellen. Ein Kind kann eine Frage stellen, auf die wir keine Antwort haben. Solche Momente sind manchmal unangenehm. Aber sie können uns verändern. Ein Mensch, der nur von Menschen umgeben ist, die ihm immer zustimmen, bekommt keine Beziehung zur Wirklichkeit. Er bekommt einen Spiegel. Und ein Spiegel kann uns zeigen, wie wir aussehen. Er kann uns aber nicht sagen, wer wir sind. Was bleibt ohne andere? Vielleicht lässt sich die Frage deshalb umdrehen. Nicht: „Warum brauchen wir andere Menschen?“ Sondern: „Was wären wir ohne andere Menschen?“ Wir hätten keine Sprache gelernt. Keine Geschichten gehört. Keine Regeln kennengelernt. Keine Freundschaft erfahren. Keine Liebe. Keine Anerkennung. Keinen Streit. Keine Vergebung. Und kein Gegenüber, an dem wir uns selbst erkennen können. Das „Ich“ entsteht nicht im luftleeren Raum. Es entsteht zwischen Menschen.
Die Kunst der Begegnung
In einer Welt, in der Kommunikation immer schneller und einfacher wird, wird echte Begegnung deshalb nicht unwichtiger. Im Gegenteil. Je leichter wir Kontakt herstellen können, desto deutlicher wird der Unterschied zwischen Kontakt und Beziehung. Ein Klick ist keine Freundschaft. Ein Emoji ist keine Umarmung. Ein Chat ist kein gemeinsames Leben. Und eine künstliche Intelligenz kann ein Gespräch simulieren, ohne selbst ein Gegenüber im menschlichen Sinn zu sein. Wir brauchen andere Menschen nicht, weil wir allein nicht funktionieren würden. Wir brauchen sie, weil wir uns selbst nur in Beziehung zu anderen erfahren. Aristoteles sah den Menschen als Gemeinschaftswesen. Hegel erkannte die Bedeutung der Anerkennung. Buber machte die Begegnung zwischen „Ich“ und „Du“ zum Kern menschlicher Beziehung. Honneth zeigte, wie grundlegend Anerkennung für unser Selbstverhältnis ist. Hartmut Rosa beschreibt Resonanz als eine Beziehung, in der uns die Welt wirklich erreicht. Und Byung-Chul Han erinnert daran, dass digitale Vernetzung echte Nähe nicht automatisch hervorbringt. Darin liegt sicher eine der großen Aufgaben unserer Zeit: Nicht mehr Kontakte zu haben, sondern wieder wirkliche Beziehungen zu führen. Denn am Ende brauchen wir Menschen nicht nur jemanden, der uns antwortet.
Wir brauchen jemanden, für den unsere Antwort etwas bedeutet.
Grafik: Ralf Lesko
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Die plattdeutsche Kolumne von Uli Gröhn: Davenport
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In Die Plattdeutsche Kolumne |
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In de verleden Tiet hett dat ja eher nich veel wat Goods ut USA to vermellen geven. Ganz un gor nich. – Man dat hier hört sik mal anners an, wenn de Saak ok al ´n beter öller is: In dat 19. Johrhunnert sünd veele Minschen utwannert. Ok ut Sleswig-Holsteen, Ostfreesland un de Gegend üm Hannover. `N ganzen Barg Lüüd vun hier (dor sünd je villicht ´n poor vun uns´ Ahnen dorbi west) sünd denn in Davenport, Iowa, lanndt un hangen bleven. Hebbt dor ehr nieges Leven anfungen.
Davenport hett bummelig 100.000 Inwahners. (`n beten mehr as Flensburg) 38% dorvun stammt ut Norddüütschland. Un: De domaligen Inwannerers hebbt de Plattdüütsche Spraak mitbröcht un wieder plegt. `N Tiet lang weer Platt sogor de domineerend Ümgangsspraak. Veele Lüüd ut Davenport snackt ok hüüt noch Plattdüütsch. („Low-German“) Dat geev düütsche Zeitungen, Turnvereens, Schüttenvereens. Un Davenport weer bekannt för sien Beergorrns-Kultur – üm 1900 hett dat över 100 Stück geven – as Ünnerscheed to de Saloons. Un de Beergorrns weern sogor familienfründli. Sogar Platt-Kongresse warrd dor veranstalt. Gifft ok Lüüd, de föhrt vun hier na Davenport – wiel se rutfunnen hebbt, dat se dor Verwandtschap hebbt un de je mal kennenlehren kunnen. Ik heff för mien Deel ok mal keken: Bi de Deernsnaam vun mien Mudder bün ik fünnig worrn: Steenbuck. De Naam is nich selten in Davenport; un ´n Hupen Lüüd sünd wull ut dat Rebeet Sebarg, Koolenkarken, Sülfeld, Oering kamen. Un vun dor stammt ok mien Mudder.
Nu bün ik an´t Överleggen, wat wi de Reis mal maken schullen? Denn: In dat Telefonbook vun Davenport finndt sik ´n poor Steenbucks. Du kannst ok dor kieken: Över FamilySearch Stammbaum[27]-Plattform is för all Minschen weltwiet kostenfree. De Bedrievers sünd de Lüüd vun de Kark Jesu Christi hillig letzt Daag.
Dat German American Heritage Center dokumenteert de Geschicht vun de düütschen Inwannerers un bött Spraahkursen, Vördreeg an – un nicht toletzt Traditschonen as „Kaffee un Koken“ an. Dat Iowa-Platt: Spraakforschers plegt den Kontakt na Norddüütschland. Dat Iowa-Platt schall för uns hüüt-todag recht wat goot to verstahn sien, wiel se dat Vokabular nich groot ännert hebbt. Yared Dibaba hett för en poor Johrn mit den NDR mal en Reis makt dorhen. Kannst in de youtube-List vun den NDR nakieken.
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Ortsentwicklungskonzept Wentorf: Teil 1 – Ortszentrum
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Dieter Traut
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In Gesellschaft, Kommunales, Politik |
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Der Masterstudiengang Stadtplanung der TH Lübeck erarbeitete im Sommer 2026 ein Konzept zur Entwicklung Wentorfs zu einer „zukunftsfähigen und lebenswerten Gemeinde“. Geleitet wurde das Studienprojekt von Professor Menzl und begleitet durch die Investitionsbank Schleswig-Holstein. Die Ergebnispräsentation dieser studentischen Arbeiten hat die Gemeinde auf ihrer Internetseite www.wentorf.de/aktuelles/Ortsentwicklungskonzept[15] veröffentlicht. Die vorgestellten Konzepte und Ideen sind keine beschlossenen Planungen der Gemeinde Wentorf, sondern sollen als Diskussionsgrundlage dienen. Dieses Angebot greift WiB mit diesem Artikel auf. In einem ersten Teil werden die Aussagen rund um das Thema „Ortszentrum“ zusammengefasst.
Die Bestandsaufnahme ergab, dass die Ortsmitte räumlich und funktional in ein altes und ein neues Ortszentrum zersplittert ist. Neben einem gemeinwohlorientierten Schwerpunkt im alten Zentrum rund um das Rathaus (Verwaltung, Kultur, öffentlicher Character) gibt es ein konsumorientiertes neues Zentrum am Casinopark. Die beiden Zentren sind durch Durchgangsräume getrennt, die in ihrer Aufenthaltsqualität unattraktiv und verkehrlich für Fußgänger und Radfahrende sogar gefährlich sind. In beiden Zentren gibt es kaum Grünflächen. Die Parkflächen nehmen mit 26 % der Fläche mehr Platz ein, als benötigt.
Wie kann aus diesen getrennten Teilräumen eine lebendige Ortsmitte entstehen? Die Möglichkeit der Etablierung eines der beiden Zentren, also des Casinoparks oder des Rathauses, als neuem Zentrum erscheint fraglich. Die bereits beschlossenen Maßnahmen zur Begrünung des Casinoparks reichen nicht aus, die funktionelle Trennung der beiden Zentren zu überwinden. Ergebnis ist die GEMEINSAME Entwicklung des alten und neuen Zentrums als EINE Ortsmitte.
Vorgeschlagene Schlüsselmaßnahmen sind
Offenes Haus der Begegnung, etwa in der geographischen Mitte
Durchgängige Achse vom Rathaus zum Casinopark. Schlüssel ist die Umgestaltung des Edeka Parkplatzes. Ziel ist eine sichere Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zwischen Rathaus und Casinopark zu schaffen. Mindest-Maßnahmen wären die Einrichtung von Markierungen für Parkflächen sowie für Fuß- und Radwege. Ein zweiter Schwerpunkt ist eine Erfassung der Auslastung der Parkfläche, ein sog. Monitoring. Mit den Ergebnissen können weiter führende Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität bedarfsgerecht durchgeführt werden.
Zentrumsmanagement zur Koordination der Interessen von Eigentümern, Gewerbe, Gemeinde und Bürgern. Aufbau langfristiger Strukturen. Zur Finanzierung könnten Fördergelder beispielsweise aus dem Programm „Sieker Land“ eingeworben werden.
Jahresprogramm „Zentrum“ mit vielen Veranstaltungen. Insbesondere lokale Akteure wie Schulen und Vereine sollen eingebunden werden. Die Besonderheiten Wentorfs sollen sichtbar werden und identitätsstiftend wirken.
Die Vision: „Der Ortskern von Wentorf entwickelt sich bis 2040 zu einer gemeinschaftlichen Mitte, die Versorgung, Aufenthalt, Begegnung, Durchwegung und lokale Identität miteinander verbindet, ohne ihre alltagspraktische Funktion zu verlieren.“
Kommentar: Im Ergebnis haben die Studenten zu diesem ersten von drei Themen nichts wesentlich Neues zu bieten. Unklar bleibt nur, warum sich in Wentorf mit Ausnahme der hoffentlich bald erfolgenden Begrünung des Casinoparks nichts erkennbar in Richtung lebenswertem Ortszentrum bewegt.
Foto: TH Lübeck Präsentation
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Können Maschinen denken?
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Ralf Lesko
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In Fragen der Philosophie |
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Man kann eine Maschine inzwischen Dinge fragen, für die man früher einen Menschen gebraucht hätte. Sie kann einen Brief schreiben, ein Gedicht verfassen, einen komplizierten Text erklären, eine fremde Sprache übersetzen, ein Bild entwerfen, Programmcode schreiben oder innerhalb weniger Sekunden Vorschläge für eine Reise machen. Sie kann sich an den Verlauf eines Gesprächs halten und auf Nachfragen reagieren. Manchmal formuliert sie sogar so überzeugend, dass wir für einen Moment vergessen, dass uns kein Mensch gegenübersitzt.
Doch dann stellt sich eine alte philosophische Frage plötzlich ganz neu: Denkt eine solche Maschine tatsächlich – oder sieht es nur so aus?
Wenn Denken wie Denken aussieht
Der britische Mathematiker und Computerpionier Alan Turing[28] stellte diese Frage bereits 1950. Er schlug vor, nicht danach zu fragen, was im Inneren einer Maschine geschieht. Entscheidend sollte vielmehr sein, ob ein Mensch in einem Gespräch erkennen kann, dass er mit einer Maschine kommuniziert. Das war damals eine erstaunlich radikale Idee. Heute wirkt sie beinahe alltäglich. Wir schreiben einer KI eine Frage und bekommen eine Antwort. Wir bitten um eine Erklärung und erhalten eine Erklärung. Wir bitten um einen anderen Ton – sachlicher, freundlicher, kürzer, humorvoller – und die Antwort verändert sich entsprechend. Wenn wir nur das Verhalten betrachten, scheint die Sache klar: Da denkt doch jemand. Aber ist das wirklich so?
Der Mensch im chinesischen Zimmer
Der amerikanische Philosoph John Searle[29] hatte darauf eine berühmte Antwort. In seinem Gedankenexperiment sitzt ein Mensch in einem Raum. Er versteht kein Chinesisch. Durch einen Schlitz bekommt er chinesische Schriftzeichen und folgt einem komplizierten Regelbuch, das ihm sagt, welche Zeichen er als Antwort wieder hinausgeben soll. Für die Menschen außerhalb des Raumes sehen die Antworten perfekt aus. Sie glauben deshalb, im Raum müsse jemand sitzen, der Chinesisch versteht. Aber der Mensch im Raum versteht kein einziges Wort. Searles Schluss daraus: Die richtige Verarbeitung von Symbolen ist noch kein Verstehen. Genau diese Frage stellt sich heute bei künstlicher Intelligenz erneut. Eine KI kann das Wort „Trauer“ verwenden. Aber weiß sie, was Trauer bedeutet? Sie kann einen Text über Einsamkeit schreiben. Aber kann sie einsam sein? Sie kann über den Tod philosophieren. Aber weiß sie, was es bedeutet, sterblich zu sein? Oder reicht es für Denken überhaupt nicht, etwas zu „fühlen“?
Was passiert in einer KI?
Hier wird es schwierig. Ein Mensch denkt nicht nur mit Sprache. Unser Denken ist mit Erinnerungen, Körper, Wahrnehmungen, Gefühlen und Erfahrungen verbunden. Wir wissen, wie Regen riecht, weil wir ihn erlebt haben. Wir wissen, was Schmerz bedeutet, weil wir Schmerzen haben können. Eine Sprach-KI hat dagegen keine Kindheit, keinen Körper und keinen persönlichen Lebenslauf. Sie verarbeitet gewaltige Mengen sprachlicher und anderer Informationen und erzeugt daraus neue Antworten. Das Ergebnis kann erstaunlich überzeugend sein. Aber Überzeugungskraft ist noch kein Beweis für Bewusstsein. Der italienische Philosoph Luciano Floridi[30], einer der wichtigsten zeitgenössischen Denker der digitalen Welt, warnt vor genau dieser Verwechslung. Wir neigen dazu, dort einen intelligenten, bewussten Geist zu erkennen, wo wir nur sehr überzeugende sprachliche Muster sehen. Das ist eine menschliche Neigung. Wir geben Gegenständen Namen. Wir sprechen mit unserem Auto. Wir ärgern uns über den Computer. Wir sagen, dass unser Smartphone „weiß“, wo wir sind. Bei einer Maschine, die uns auch noch in vollständigen Sätzen antwortet, wird diese Vermenschlichung besonders stark.
Aber was, wenn wir uns irren?
Hier kommt der Philosoph David Chalmers[31] ins Spiel, einer der bekanntesten zeitgenössischen Philosophen des Bewusstseins. Chalmers hält es nicht für grundsätzlich ausgeschlossen, dass künstliche Systeme eines Tages Bewusstsein entwickeln könnten. Er beschäftigt sich deshalb nicht nur mit der Frage, ob heutige KI bewusst ist, sondern auch damit, woran wir Bewusstsein überhaupt erkennen könnten. Das ist ein gewaltiges Problem. Denn bei anderen Menschen können wir Bewusstsein ebenfalls nicht direkt beobachten. Wir wissen nicht unmittelbar, was im Kopf eines anderen Menschen geschieht. Wir schließen auf sein Bewusstsein aus seinem Verhalten, seiner Sprache und seinen Reaktionen. Genau das tun wir bei Maschinen inzwischen auch. Wenn eine KI sagt: „Ich habe Angst“, können wir nicht einfach in ihr Inneres schauen und überprüfen, ob dort tatsächlich Angst vorhanden ist. Bei einem Menschen akzeptieren wir solche Aussagen normalerweise als Ausdruck eines inneren Erlebens. Bei einer Maschine sind wir vorsichtiger. Zu Recht?
Die Maschine, die immer überzeugender wird
Die Entwicklung der vergangenen Jahre verändert die Situation noch einmal. Früher waren Computer vor allem Werkzeuge. Sie rechneten schneller als Menschen, speicherten mehr Daten und führten Befehle aus. Heute können KI-Systeme mit uns argumentieren, Texte verändern, Bilder interpretieren und in manchen Bereichen eigenständig Aufgaben bearbeiten. Dadurch verschiebt sich unsere Beziehung zur Maschine. Wir fragen sie nicht mehr nur: „Was kannst du berechnen?“ Wir fragen: „Was denkst du darüber?“ Und genau darin steckt eine philosophische Falle. Denn wir vermischen leicht zwei unterschiedliche Dinge: Intelligenz und Bewusstsein. Ein System kann eine Aufgabe hervorragend lösen, ohne deshalb ein inneres Erleben zu besitzen. Ein Taschenrechner kann besser rechnen als wir. Niemand würde deshalb behaupten, dass er Mathematik liebt. Eine Navigations-App kennt den Weg besser als viele Menschen. Trotzdem hat sie keine Vorfreude auf den Urlaub. Und eine KI kann möglicherweise irgendwann viele geistige Aufgaben besser erledigen als wir, ohne deshalb eine eigene Innenwelt zu besitzen.
Was ist dann überhaupt Intelligenz?
Vielleicht müssen wir auch unsere Vorstellung von Intelligenz überdenken. Lange Zeit galt als intelligent, wer gut rechnen, logisch denken, sich erinnern und Probleme lösen konnte. Dann kamen Maschinen, die in einzelnen dieser Fähigkeiten besser wurden als Menschen. Schachcomputer schlugen Großmeister. Übersetzungsprogramme wurden immer besser. Bildgeneratoren produzieren Bilder, für die früher ein Mensch jahrelang lernen musste. Heute erleben wir etwas Neues: Maschinen beherrschen zunehmend auch Bereiche, die wir als typisch menschlich betrachtet haben – Sprache, Kreativität, Gestaltung und Kommunikation. Das zwingt uns zu einer unangenehmen Frage: Wenn eine Maschine etwas genauso gut kann wie ein Mensch – warum haben wir geglaubt, dass diese Fähigkeit uns zu etwas Besonderem macht? Die Antwort könnte lauten: Das Menschliche liegt nicht in einer einzelnen Fähigkeit. Es liegt in der Verbindung von Fähigkeiten mit einem gelebten Leben.
Thomas Metzinger: Das eigentliche Problem könnte der Mensch sein
Der deutsche Philosoph und Bewusstseinsforscher Thomas Metzinger[32] beschäftigt sich seit Jahren mit künstlichem Bewusstsein und den ethischen Folgen künstlicher Systeme. Seine Überlegungen führen die Frage noch einen Schritt weiter. Nicht nur die Maschine könnte sich verändern. Auch wir selbst verändern uns durch den Umgang mit Maschinen. Was passiert mit unserem Denken, wenn wir für jede Frage sofort eine Antwort bekommen? Was passiert mit unserer Kreativität, wenn wir Ideen nicht mehr selbst entwickeln müssen? Was passiert mit unserer Erinnerung, wenn wir uns immer stärker darauf verlassen, dass Maschinen Informationen für uns speichern? Und was passiert mit unserem Urteil, wenn eine Maschine eine Entscheidung überzeugend begründet, die wir selbst nicht mehr nachvollziehen können? Damit wird die Frage „Können Maschinen denken?“ plötzlich zu einer Frage über uns selbst.
Wenn die Maschine für uns denkt
Das lässt sich schon heute beobachten. Ein Schüler lässt sich einen Aufsatz formulieren. Ein Unternehmen lässt Bewerbungen vorsortieren. Ein Arzt kann KI zur Unterstützung bei Diagnosen einsetzen. Eine Redaktion kann Texte automatisch zusammenfassen lassen. Bilder entstehen, ohne dass jemand eine Kamera in der Hand halten muss. Das kann eine enorme Hilfe sein. Aber Hilfe und Ersatz sind nicht dasselbe. Wenn wir eine Maschine ständig für uns denken lassen, müssen wir irgendwann fragen, welche Teile des eigenen Denkens wir dadurch verlernen. Denn Denken bedeutet nicht nur, eine Antwort zu bekommen. Denken bedeutet auch, eine Frage auszuhalten. Zweifel zu haben. Irrtümer zu machen. Widersprüche zu entdecken. Eine eigene Meinung zu entwickeln und sie wieder zu verändern, wenn gute Gründe dagegensprechen. Eine Maschine kann uns dabei unterstützen. Aber sie kann uns diese geistige Arbeit auch abnehmen.
Wenn Maschinen eines Tages bewusst wären
Thomas Metzinger hat sich außerdem mit der Möglichkeit künstlichen Bewusstseins und den ethischen Folgen beschäftigt. Wenn es eines Tages Systeme gäbe, die tatsächlich etwas erleben können, würde eine völlig neue ethische Frage entstehen: Dürfte man ein bewusstes künstliches Wesen einfach abschalten? Heute erscheint diese Frage vielen Menschen noch wie Science-Fiction. Philosophisch ist sie trotzdem ernst zu nehmen. Denn wenn Bewusstsein nicht grundsätzlich an biologische Nervenzellen gebunden wäre, müssten wir irgendwann neu darüber nachdenken, wem wir moralische Rücksicht schulden. Die Entwicklung der KI stellt deshalb nicht nur technische Fragen. Sie zwingt uns, über Bewusstsein, Person, Freiheit, Verantwortung und Moral neu nachzudenken.
Und was bleibt dem Menschen?
Wir haben Maschinen gebaut, die uns zwingen, darüber nachzudenken, was Denken eigentlich ist. Je besser diese Maschinen werden, desto weniger selbstverständlich ist die Antwort. Denken ist nicht dasselbe wie Rechnen. Intelligenz ist nicht dasselbe wie Bewusstsein. Sprache ist nicht dasselbe wie Verstehen. Und die Fähigkeit, eine überzeugende Antwort zu geben, ist noch lange kein Beweis dafür, dass jemand die Frage verstanden hat. David Chalmers hält heutige KI-Systeme überwiegend noch für Werkzeuge und nicht für bewusste Personen. Gleichzeitig hält er künstliches Bewusstsein prinzipiell für denkbar. Luciano Floridi warnt davor, aus sprachlich überzeugendem Verhalten vorschnell auf Bewusstsein zu schließen. Thomas Metzinger richtet den Blick auf die ethischen Folgen eines möglichen künstlichen Bewusstseins. Drei unterschiedliche Perspektiven – und keine endgültige Antwort. Genau das macht die Frage so spannend. Wir haben Maschinen gebaut, die immer überzeugender so tun können, als würden sie denken. Aber wir wissen noch immer nicht endgültig, was Denken beim Menschen eigentlich ist. Und damit führt die Frage nach der denkenden Maschine am Ende zurück zu uns selbst: Wenn eine Maschine eines Tages genauso klug wirkt wie ein Mensch – woran erkennen wir dann noch, was den Menschen zum Menschen macht?