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Wentorfer Kurzmeldungen

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++ Orientierungskurs Pflege & Pflegeversicherung „Was tun bei Pflegebedürftigkeit?“ 29.06.26 / 18-21 Uhr ++ Eine Pflegesituation in der Familie wirft für die Angehörigen viele Fragen auf: Wie organisiere und finanziere ich die Versorgung zu Hause? Wann und wie beantrage ich eine Einstufung in die Pflegeversicherung? Welche Hilfen und Hilfsmittel gibt es? Wie bekomme ich sie? Was kann ich tun, wenn die Wohnung umgebaut werden muss? Was macht man dann in dieser Zeit mit dem/der Pflegebedürftigen? Welche Entlastung gibt es für Angehörige?
Und, und, und…

Kursort: Volkshochschule – Begegnungsstätte/Möllner Landstraße 24a/22113 Oststeinbek. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich! Kursprogramm und Anmeldung:  www.angehoerigenschule.de/buchung  [7] oder anmeldung@angehoerigenschule.de [8] /  Tel. 040 25 76 74 50


++ Eichenprozessionsspinner in Wentorf entdeckt ++ Die Gemeinde Wentorf bei Hamburg warnt vor dem Eichenprozessionsspinner. An mehreren Standorten wurden Nester der Raupenart festgestellt. Betroffen ist derzeit vor allem der Bereich Ostring/Am Feldrand. Im Südring gibt es zudem einen weiteren Verdachtsfall. Die Gemeinde hat die bekannten Befallsstellen auf öffentlichem Grund mit Hinweisschildern gekennzeichnet. Wo eine unmittelbare Gefahr besteht, werden die Nester durch eine Fachfirma entfernt. Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners können gesundheitliche Beschwerden wie Hautreizungen, starken Juckreiz oder Atemwegsprobleme verursachen. Bürgerinnen und Bürger sollten deshalb betroffene Bereiche meiden und Raupen oder Gespinste keinesfalls berühren. Besondere Vorsicht ist im Umfeld von Eichen geboten, da Brennhaare auch lange Zeit nach dem Befall noch wirksam sein können. Auf Privatgrundstücken sind die jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer für notwendige Maßnahmen verantwortlich. Die Gemeinde bittet darum, weitere Verdachtsfälle möglichst mit Foto per E-Mail an ordnung@wentorf.de [9] zu melden.


++ Vollsperrung des Bergedorfer Wegs zwischen Am Petersilienberg und Waidmannsgrund wegen Kanal- und Straßenbauarbeiten ++ Die Gemeinde Wentorf bei Hamburg informiert über eine bevorstehende Vollsperrung im Bereich des Bergedorfer Wegs. Im Zeitraum vom 26. Mai bis einschließlich 1. August 2026 wird der Bergedorfer Weg zwischen den Straßen Waidmannsgrund und Am Petersilienberg für den gesamten Verkehr voll gesperrt. Grund für die Sperrung sind umfangreiche Bauarbeiten zur Erneuerung des Regenwasserkanals sowie zur Sanierung der Fahrbahn im zweiten Bauabschnitt. Die Arbeiten erfolgen in drei Unterabschnitten unter Vollsperrung. Verkehrsteilnehmende werden gebeten, die ausgeschilderten Umleitungen zu nutzen und den Bereich möglichst weiträumig zu umfahren. Die Gemeinde Wentorf bei Hamburg bittet alle Anwohnenden sowie Verkehrsteilnehmenden um Verständnis für die mit den Bauarbeiten verbundenen Einschränkungen.“


++ Der Seniorenbeirat Wentorf hat am 28.04.2026 bei EDEKA Kröger einen „Wünsche-, Ideen- und Sorgen-Briefkasten“ aufgestellt ++ Unter dem Motto „Wir hören Ihnen zu“ sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, ihre Anliegen, Anregungen, Wünsche oder Sorgen mitzuteilen. Hierfür liegen vor Ort Notizblätter bereit, die ausgefüllt und anschließend in den Briefkasten eingeworfen werden können. Der Briefkasten wird vom Seniorenbeirat regelmäßig geleert. Die eingegangenen Hinweise und Wünsche werden geprüft und – soweit möglich – gemeinsam mit den zuständigen Stellen aufgegriffen und umgesetzt.

Foto: Seniorenbeirat Wentorf

++ WirWunder – die neue Förderplattform der KSK geht an den Start ++ Ab sofort können gemeinnützige Vereine und Organisationen im Kreis Herzogtum Lauenburg unter www.wirwunder.de/ksk-ratzeburg [10] noch einfacher Spenden sammeln und Projekte umsetzen: Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg (KSK) und alle Sparkassen in Schleswig-Holstein starten gemeinsam WirWunder – die digitale Förderplattform, die gemeinnützige Projekte vorstellt und direkt mit Unterstützer:innen verbindet. Die ersten 20 Projekte, die sich im Crowdfunding-Bereich registrieren, erhalten eine Startförderung in Höhe von jeweils 200 Euro. Über das Regionalportal wirwunder.de/ksk-ratzeburg [10] können alle gemeinnützigen Vereine und Organisationen ab sofort ausschließlich online ihre Anfragen nach einer Direktförderung durch die Kreissparkasse als Spende, Sponsoring oder Zuwendungen aus der Lotterie „Los-Sparen“ einstellen. Regionalität und digitale Einfachheit Gemeinsam mit betterplace.org, Deutschlands größter Spendenplattform, bringt die KSK Projekte und Spenderinnen und Spender zusammen. Die Vorhaben sind sowohl auf betterplace.org als auch auf wirwunder.de/ksk-ratzeburg sichtbar. Für jedes eingestellte Projekt prüft die KSK zudem, inwiefern sie dieses mit einer eigenen Spende unterstützt. Mit WirWunder stellen die KSK und alle Sparkassen in SH ihr gesellschaftliches Engagement dar. Vereine und Organisationen präsentieren auf WirWunder ihre Projekte, Spender:innen entdecken Aktionen aus dem Kreis Herzogtum Herzogtum Lauenburg und unterstützen diese mit nur wenigen Klicks.


++ Öffnungszeiten des Wentorfer Heimatmuseums ++ Der Bürgerverein Wentorf e.V. meldet die nächsten Öffnungstage des Wentorfer Heimatmuseums in der Alten Schule/Teichstrasse 1. An den Sonntagen 05 und 12 April, 03 Mai und dem 07 Juni wird das Museum jeweils von 15-18:00 Uhr für Besucher geöffnet sein. Ein Klönschnack bei einer Tasse Kaffee ist natürlich, wie immer, auch möglich 😉


++ Neue Krabbelgruppe in der MaBu ++ Immer am 2. und 4. Mittwoch im Monat von 10:00-11:30 Uhr, trifft sich eine im Februar 2026 neu gegründete Krabbelgruppe für Eltern und Kleinkinder in der MaBu. In gemütlicher Atmosphäre haben die Kinder erste Sozialkontakte zu Gleichaltrigen, während die Eltern Gelegenheit zum Gespräch und Erfahrungsaustausch haben. Verantwortlich für diesen regelmäßigen Treff ist Anna-Lena Köhler, die selbst als Mutter dabei ist. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es ist ein offenes Treffen zu dem man einfach dazu kommen kann. Die Adresse der MaBu ist Am Burgberg 4a, 21465 Wentorf (Achtung die Adresse der MaBu ist seit 2017 eine Neue!). Weitere Infos und Kontakt zu Frau Köhler können im Kirchenbüro erfragt werden: 040 720 2425


++ Radstation Wentorf – Rad Selbsthilfewerkstatt-Termine 2026  ++ Die Repair-Café-Termine finden jeweils am dritten Samstag der geraden Monate von 14 bis 16 Uhr im Prisma Jugendtreff statt. Der Standort bietet dabei einen zusätzlichen Mehrwert: Seit Ende vergangenen Jahres stellt die Gemeinde hier eine frei zugängliche Fahrrad-Reparaturstation bereit. Alle Fragen rund ums Fahrrad haben hier ebenfalls Platz. Der ADFC gibt gegen Spende auch von ihm aufgearbeitete Räder ab.

Die Termine für 2026 im Überblick:

  • Samstag, 15. August 2026
  • Samstag, 17. Oktober 2026
  • Samstag, 19. Dezember 2026

Repariert werden können auch elektrische Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, Textilien und weitere Alltagsgegenstände. Es handelt sich nicht um einen kostenlosen Reparaturservice; für Ersatzteile oder Materialien wird ein Selbstkostenpreis erhoben. Begleitend gibt es Kaffee und Kuchen gegen eine Spende. Das Repair Café Wentorf freut sich über Besucherinnen und Besucher ebenso wie über neue ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer. Bei Fragen wenden Sie sich an das Klimaschutzmanagement der Gemeinde Wentorf unter 040 72001279.

Welch eine Hitze …

Posted By Dieter Traut On In Gesundheitswesen | No Comments
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In ausreichender Menge trinken ist eine der Schlüsselmaßnahmen um Kopfschmerzen, Schwindel und schließlich Dehydrierung vorzubeugen. Um das auch in Wentorf sicher zu stellen, unterstützt unser Seniorenbeirat die Initiative Refill, auf Deutsch „wieder befüllen“. Und so funktioniert es:  Wer das Angebot nutzen möchte, benötigt eine Wasserflasche. Diese wird an sogenannten Refill Stationen kostenlos mit Leitungswasser neu befüllt. Diese Refill Stationen sind durch einen Aufkleber mit dem Refill-Symbol (siehe Foto oben) gekennzeichnet. Alternativ findet man sie im Internet unter der „kartevonmorgen.org“. Stand heute, dem 09.07.2026, gibt es in Wentorf zwei Refill-Stationen, eine an der Hamburger Landstraße und eine zweite im Stöckenhoop.

Refill Stationen sind Geschäfte oder Einrichtungen mit klaren Öffnungszeiten, also keine Privathaushalte, die die Grundhygiene der Wasserabgabestelle gewährleisten. Dazu gehört insbesondere, dass das Trinkgefäß beim Befüllen nicht in Kontakt mit dem Wasserhahn kommen soll und die Zapfstelle regelmäßig gereinigt und auch entkalkt wird. Toiletten sind als Zapfstellen ungeeignet.

Weitere Details finden sich unter https://refill-deutschland.de [11] oder auch beim Seniorenbeirat.

Braucht der Mensch Wahrheit – oder genügt ihm eine gute Geschichte?

Posted By Ralf Lesko On In Fragen der Philosophie,Kunst & Kultur | No Comments
Fragen der Philosophie Header

„Die größte Täuschung der Menschen ist, dass sie glauben, die Wahrheit zu besitzen.“frei nach Arthur Schopenhauer [12]

Wir leben in einer Zeit, in der Informationen jederzeit verfügbar sind. Noch nie konnte ein Mensch so schnell auf Wissen zugreifen wie heute. Und doch scheint es gleichzeitig immer schwieriger zu werden, Wahrheit von Meinung, Tatsachen von Behauptungen und Wirklichkeit von Inszenierung zu unterscheiden.

Dabei stellt sich eine unbequeme Frage: Suchen wir Menschen überhaupt die Wahrheit? Oder suchen wir vielmehr Geschichten, die zu unseren Überzeugungen passen?

Schon Platon [13] beschrieb dieses Problem in seinem berühmten Höhlengleichnis. Die Gefangenen in der Höhle halten Schatten an der Wand für die Wirklichkeit, weil sie nie etwas anderes gesehen haben. Erst wer den Mut hat, die Höhle zu verlassen, erkennt, dass seine bisherige Welt nur ein Abbild der Realität war. Doch mit dieser Erkenntnis kommt ein neues Problem: Die anderen glauben ihm nicht. Mehr als zweitausend Jahre später wirkt dieses Gleichnis erstaunlich modern. Auch heute leben wir oft in unseren eigenen Höhlen – allerdings bestehen ihre Wände nicht aus Stein, sondern aus Algorithmen, sozialen Netzwerken und Nachrichten, die genau das zeigen, was wir ohnehin schon glauben möchten. Je häufiger wir eine Behauptung lesen, desto glaubwürdiger erscheint sie. Nicht weil sie wahr ist, sondern weil sie vertraut geworden ist. Der Mensch liebt Geschichten. Sie geben Orientierung, stiften Gemeinschaft und helfen dabei, eine komplizierte Welt verständlich zu machen. Religionen erzählen Geschichten. Nationen erzählen Geschichten. Familien erzählen Geschichten über ihre Vergangenheit. Selbst jeder Mensch erzählt sich täglich eine Geschichte über sein eigenes Leben.

Daran ist zunächst nichts falsch. Problematisch wird es erst dann, wenn eine Geschichte wichtiger wird als die Wirklichkeit. Wenn Tatsachen ausgeblendet werden, weil sie nicht in das eigene Weltbild passen. Wenn der Wunsch, Recht zu behalten, stärker ist als die Bereitschaft, dazuzulernen. Der Philosoph Karl Popper [14] formulierte deshalb einen einfachen, aber anspruchsvollen Gedanken: Wissenschaft lebt nicht davon, endgültige Wahrheiten zu verkünden. Sie lebt davon, sich ständig korrigieren zu lassen. Fortschritt entsteht nicht dadurch, dass wir unfehlbar sind, sondern dadurch, dass wir bereit sind, unsere Irrtümer zu erkennen. Vielleicht gilt das nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für unser tägliches Leben. Wer seine Meinung niemals ändert, wirkt zwar entschlossen – doch vielleicht hat er längst aufgehört zu lernen. Umgekehrt ist Zweifel kein Zeichen von Schwäche. Er kann Ausdruck geistiger Redlichkeit sein. Gerade in politischen Debatten erleben wir jedoch häufig das Gegenteil. Argumente werden weniger danach beurteilt, ob sie überzeugend sind, sondern danach, von wem sie stammen. Wer zur „richtigen“ Gruppe gehört, erhält Zustimmung. Wer zur „falschen“ gehört, wird oft gar nicht mehr angehört. Die Suche nach Wahrheit tritt hinter die Loyalität zur eigenen Gemeinschaft zurück. Vielleicht liegt darin eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Nicht der Mangel an Informationen bedroht unsere Gesellschaft, sondern der Verlust der gemeinsamen Bereitschaft, nach Wahrheit zu suchen – auch dann, wenn sie unbequem ist. Denn Wahrheit ist selten spektakulär. Sie ist oft kompliziert, widersprüchlich und manchmal ernüchternd. Gute Geschichten dagegen sind einfach. Sie kennen Helden und Schuldige, Gewinner und Verlierer. Genau deshalb verbreiten sie sich häufig schneller als nüchterne Tatsachen. Am Ende bleibt deshalb eine Frage, die aktueller kaum sein könnte: Wollen wir eine Welt, die uns bestätigt – oder eine Welt, die uns herausfordert? Vielleicht beginnt Philosophie genau dort, wo wir den Mut finden, unsere eigenen Gewissheiten zu hinterfragen.

 

 

Beitragsgrafik: Ralf Lesko

 

Zitat der Woche

Posted By Ralf Lesko On In Zitat der Woche | No Comments
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„Man kann die Realität ignorieren, aber man kann die Folgen des Ignorierens der Realität nicht ignorieren.“

Ayn Rand [15]

 

 

Grafik: Pixabay

 

 

Der Bürgerverein Wentorf stellt das neue Programm für das zweite Halbjahr 2026 vor

Posted By Ralf Lesko On In Bürgerverein Wentorf e.V. | No Comments
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Der Bürgerverein Wentorf hat sein Programm für das zweite Halbjahr 2026 [5] veröffentlicht und lädt Mitglieder sowie interessierte Gäste zu einer Reihe spannender Ausflüge, kultureller Veranstaltungen und geselliger Begegnungen ein. Von historischen Entdeckungen über Musikabende bis hin zu traditioneller norddeutscher Küche bietet das Programm zahlreiche Gelegenheiten, Neues kennenzulernen und Gemeinschaft zu erleben.

Den Auftakt macht am 16. Juli 2026 ein Besuch im Museumsdorf Volksdorf. Bei einer Führung durch das Freilichtmuseum erhalten die Teilnehmer Einblicke in das Leben und Arbeiten der Menschen in den Hamburger Walddörfern vergangener Zeiten. Historische Bauernhäuser, alte Handwerksbetriebe und traditionelle Nutztierrassen vermitteln ein lebendiges Bild norddeutscher Alltagskultur.

Musikalisch wird es am 05. September 2026 (Achtung Terminänderung) in der Alten Schule Wentorf. Unter dem Titel „Wind, Meer und Sterne“ gastieren der Hamburger Akkordeon-Kabarettist Frank Grischek und Gitarrist Ralf Lübke. Das Duo verbindet virtuose Musik mit humorvoller Unterhaltung und präsentiert neben eigenen Kompositionen auch neu interpretierte Werke bekannter Künstler. Nur wenige Tage später, am 26. August 2026, führt ein Rundgang durch die Hamburger HafenCity. Begleitet wird die Gruppe vom ehemaligen Hamburger Baudirektor Dieter Polkowski, der an der Entwicklung des Stadtteils beteiligt war. Die Teilnehmer erhalten aus erster Hand spannende Einblicke in eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte Europas.

Der September steht ganz im Zeichen der plattdeutschen Sprache. Am 30. September 2026 laden Helga Eggers und Uli Gröhn zu einem unterhaltsamen Abend unter dem Motto „För jeden wat to’n Högen up Platt!“ ein. Mit Liedern, Geschichten und viel norddeutschem Humor sorgen die beiden Künstler für beste Unterhaltung. Der Eintritt ist frei. Ein weiterer Höhepunkt folgt am 8. Oktober 2026 mit einem Besuch des Hamburger Schulmuseums. Unter dem Titel „Ihr lernt nicht für die Schule, Ihr lernt für’s Leben!“ wird die Geschichte des Schulwesens vom Kaiserreich bis in die Gegenwart lebendig. Die Teilnehmer erwartet eine interessante Zeitreise durch Unterricht, Erziehung und Alltag vergangener Generationen.

Freunde maritimer Musik dürfen sich auf den 13. November 2026 freuen. Dann gastiert erneut der beliebte Shanty Chor „Fleetenkieker“ in der Alten Schule. Der traditionsreiche Männerchor präsentiert ein abwechslungsreiches Programm aus Seemannsliedern und maritimen Melodien. Der Eintritt ist frei, um eine Hutspende wird gebeten. Den Abschluss des Jahresprogramms bildet am 19. November 2026 das traditionelle Grünkohlessen in der Gaststätte „Alte 16“. Bei Grünkohl, Beilagen und geselligem Beisammensein bietet sich noch einmal Gelegenheit zum Austausch unter Vereinsmitgliedern und Gästen. Die Veranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt und rundet das Vereinsjahr in gemütlicher Atmosphäre ab.

Mit seinem vielfältigen Angebot verbindet der Bürgerverein Wentorf auch im zweiten Halbjahr 2026 Kultur, Geschichte, Unterhaltung und Gemeinschaft. Ob Ausflug, Konzert, Vortrag oder geselliges Beisammensein – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Interessierte Gäste sind bei den Veranstaltungen herzlich willkommen.

Gemeinde Wentorf nächste Sitzungen der Ausschüsse im Rathaus Wentorf

Posted By Ralf Lesko On In Kommunales,Politik | No Comments
rathaus wentorf bei hamburg

Tagesordnung der Sitzung noch nicht veröffentlicht

Tagesordnung der Sitzung noch nicht veröffentlicht

Tagesordnung der Sitzung noch nicht veröffentlicht

Tagesordnung der Sitzung noch nicht veröffentlicht

Tagesordnung der Sitzung noch nicht veröffentlicht

 

 

 

Fußballspielen auf dem Sportplatz jetzt doch möglich – Gemeinde findet pragmatische Lösung

Posted By Ralf Lesko On In Gesellschaft,Sport & Spiel | No Comments
Wurftor auf Sportplatz

Gute Nachrichten für alle, die in den Sommerferien am Sportplatz Friedrichsruher Weg spontan ein paar Bälle kicken möchten: Die Gemeinde Wentorf hat eine Lösung gefunden, mit der Fußball trotz der Sicherheitsvorgaben möglich wird. Nachdem zunächst vorgesehen war, den Sportplatz zwar für die Öffentlichkeit zu öffnen, jedoch ohne Fußballtore, hat die Gemeindeverwaltung nun vier sogenannte Wurftore in der Größe von zwei mal einem Meter angeschafft. Diese stehen den Besucherinnen und Besuchern während der Öffnungszeiten zur Verfügung. Der Hintergrund: Die vorhandenen mobilen Aluminiumtore sind aufgrund ihres hohen Gewichts und der damit verbundenen Verletzungsgefahr nicht für eine unbeaufsichtigte Nutzung geeignet. Aus Sicherheitsgründen konnten sie daher nicht freigegeben werden. Mit den neuen Wurftoren schafft die Gemeinde nun einen sinnvollen Kompromiss. Die kleineren und leichteren Tore ermöglichen insbesondere Kindern, Jugendlichen und Familien, auch außerhalb des Vereinsbetriebs Fußball zu spielen – ohne die Risiken, die von den großen Aluminiumtoren ausgehen können.

„Uns war wichtig, eine Lösung zu finden, die Sport und Bewegung ermöglicht, ohne dabei die Sicherheit aus dem Blick zu verlieren“, erklärt die Gemeindeverwaltung. „Mit den Wurftoren können wir Fußballspielen auf dem Sportplatz Friedrichsruher Weg ermöglichen und gleichzeitig verantwortungsvoll mit möglichen Risiken umgehen.“

Die Öffnung des Sportplatzes erfolgt im Rahmen eines Pilotprojekts während der Sommerferien. Die Anlage kann montags bis samstags jeweils von 14 bis 20 Uhr genutzt werden. Die Gemeinde appelliert an alle Besucherinnen und Besucher, die bereitgestellten Tore und die gesamte Sportanlage pfleglich zu behandeln. Nur wenn das Angebot verantwortungsvoll genutzt wird, kann es auch langfristig bestehen bleiben.

Die WM ist verloren. Das Marketing hat gewonnen.

Posted By Ralf Lesko On In Fussball,Glosse/Satire | 3 Comments
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Die deutsche Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft ausgeschieden. Das klingt zunächst dramatisch, ist wirtschaftlich aber vollkommen unproblematisch. Denn der Fußball von heute funktioniert längst nach einem beruhigenden Prinzip: Tore sind vergänglich. Markenwerte bleiben.

Während früher der Weg zum Weltmeistertitel über Schweiß, Zweikämpfe und gelegentliche Blutgrätschen führte, beginnt die moderne Turniervorbereitung mit der Frage, welche Uhr beim Werbedreh getragen werden soll. Der Rest ergibt sich dann. Natürlich wird auch trainiert. Meist zwischen zwei Sponsoren-Terminen und einem Videodreh über die „unglaubliche Teamchemie“. Das spart Zeit, schließlich ist Aufmerksamkeit heute die eigentliche Währung des Profifußballs. Der Ball ist dabei eher Requisite.

Früher gab es Fußballspieler. Heute gibt es Content Creator mit außergewöhnlicher Beinarbeit. Das ist ein Unterschied.

Ein Fußballspiel dauert zwar noch immer 90 Minuten. Der eigentliche Arbeitstag beginnt jedoch lange vorher: Fotoshooting, Podcast, Interview, Social-Media-Kampagne, Werbedreh, Presseevent, Markenpflege, Imagefilm, Autogrammstunde und zwischendurch noch ein kurzes Reel darüber, wie wichtig Fokus und Demut seien. Irgendwann kommt dann das Achtelfinale. Dort trifft man gelegentlich auf Mannschaften, deren Spieler offenbar den Kalender falsch verstanden haben. Sie verbringen ihre Zeit tatsächlich auf dem Trainingsplatz. Ein erstaunlich altmodisches Konzept, das sich leider immer wieder als unangenehm effektiv erweist. Nach dem Ausscheiden beginnt traditionell die Phase der Ursachenforschung. Es wird über Mentalität gesprochen. Über Strukturen. Über Nachwuchsarbeit. Über Spielsysteme. Über Ernährung. Über Regeneration. Über Datenanalyse. Über Schlafqualität. Über die optimale Raumaufteilung zwischen Innenverteidigung und Sechser. Nur über das Offensichtliche spricht erstaunlicherweise niemand.

Vielleicht verändert Geld Menschen. Vielleicht verändert sehr viel Geld sie sogar noch ein bisschen mehr. Vielleicht sinkt der unbedingte Hunger auf Erfolg, wenn bereits mit 24 Jahren das Einkommen ausreicht, um einen kleinen Mittelstaat bis zum Jahr 2140 solide zu finanzieren. Das ist keine moralische Kritik. Es ist schlicht menschlich. Wer finanziell längst alles gewonnen hat, empfindet ein verlorenes Achtelfinale möglicherweise anders als jemand, dessen Karriere gerade erst beginnt. Der Profifußball hat dieses Problem allerdings elegant gelöst. Er nennt es Professionalisierung. Tatsächlich erleben wir die erstaunliche Verwandlung eines Sports in eine Unterhaltungsindustrie, in der das eigentliche Spiel zunehmend zwischen Marketing und Markenpflege stattfindet. Der Fußball ist nicht verschwunden – er ist nur noch Teil einer größeren Wertschöpfungskette.

Vielleicht ist das sogar konsequent. Vielleicht sollte man den Weltmeister künftig gar nicht mehr auf dem Rasen ermitteln. Warum nicht in den Kategorien: Beste Werbekampagne. Höchste Instagram-Reichweite. Authentischstes Lächeln im Sponsorenvideo. Größte emotionale Nähe zur Zielgruppe 14 bis 29.

Deutschland hätte endlich wieder echte Titelchancen.

Und falls das nicht reicht, bleibt immer noch die traditionelle Pressekonferenz. Dort erklärt man uns mit ernster Miene, man habe „wichtige Erkenntnisse gewonnen“, müsse „die richtigen Schlüsse ziehen“ und werde „gestärkt zurückkommen“. Das stimmt vermutlich sogar. Die Sponsoren jedenfalls sind längst bereit.

Keine Sorge. Bis zur nächsten Weltmeisterschaft bleibt genügend Zeit – für neue Trikots, neue Werbespots und irgendwann vielleicht auch wieder für Fußball.

„Das ist aber heiß heute – bleibt das jetzt immer so?“

Posted By Ralf Lesko On In Gesellschaft,Politik,Umwelt | No Comments
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Es ist wieder einer dieser Sommertage. Das Thermometer klettert auf Temperaturen, die noch vor wenigen Jahrzehnten als Ausnahme gegolten hätten. Die Nächte bringen kaum noch Abkühlung. Wälder trocknen aus, Flüsse führen Niedrigwasser, Böden reißen auf, der Asphalt auf den Strassen wird weich und Krankenhäuser bereiten sich auf mehr hitzebedingte Notfälle vor. Gleichzeitig scheint jedes neue Temperaturrekordjahr dieselbe Reaktion hervorzurufen: „Damit konnte doch wirklich niemand rechnen.“

Doch. Konnte man.

Seit mehr als vierzig Jahren erklären Klimaforscher, Meteorologen und Umweltwissenschaftler mit bewundernswerter Geduld, was passieren wird. Zunächst vorsichtig, dann immer deutlicher und schließlich nahezu verzweifelt. Ihre Botschaft war nie besonders kompliziert: Die Erde erwärmt sich. Hitzewellen werden häufiger und intensiver. Extremwetter nimmt zu. Dürren und Starkregen wechseln sich häufiger ab. Die Ozeane erwärmen sich. Gletscher verschwinden. Der Meeresspiegel steigt. Gesellschaften müssen sich anpassen.

Eigentlich verständlich.

Dennoch verhalten wir uns jedes Mal so, als hätte uns die Realität gerade völlig überraschend erwischt.

Das Faszinierende am Klimawandel ist nämlich, dass er sich nicht für Meinungen interessiert. Man kann an ihn glauben oder nicht. Man kann ihn politisieren, relativieren oder für Panikmache halten. Die Atmosphäre reagiert darauf ungefähr so emotional wie die Schwerkraft. Sie macht einfach weiter. CO₂ diskutiert nicht. Methan kennt keine Talkshows. Und Wasserdampf liest keine Leserkommentare. Die Natur führt keine Debatten darüber, ob ihre Gesetze gesellschaftlich akzeptiert werden. Sie wendet sie einfach an.

Vielleicht ist das größte Talent unserer Spezies gar nicht die Intelligenz, sondern das Ignorieren unbequemer Wahrheiten. Wir wissen erstaunlich viel und handeln erstaunlich wenig. Beim Klima besitzen wir inzwischen Messreihen, Satellitendaten, Computermodelle und wissenschaftliche Erkenntnisse aus mehreren Jahrzehnten. Dennoch gelingt es uns immer wieder, überrascht zu wirken. Eine bemerkenswerte kulturelle Leistung.

Natürlich gab es auch früher heiße Sommer, Dürren, Hochwasser und Stürme. Das bestreitet niemand. Nur behauptet auch kein Klimaforscher, dass es früher niemals heiß gewesen sei. Der Unterschied liegt nicht im einzelnen Wetterereignis, sondern darin, wie häufig es auftritt, wie lange es dauert und wie extrem es ausfällt. Genau diese Entwicklung haben Klimamodelle seit Jahrzehnten vorhergesagt – und genau sie beobachten wir heute. Es ist also nicht einfach nur Sommer. Der Sommer hat neue Eigenschaften bekommen.

Über Jahrzehnte galt Beton als Fortschritt. Jede versiegelte Fläche war ordentlich, pflegeleicht und modern. Jeder zusätzliche Parkplatz ein Gewinn. Jeder gefällte Baum bedeutete weniger Laub. Jeder Schottergarten weniger Gartenarbeit. Heute wundern wir uns darüber, dass Städte und Gemeinden zu Backöfen werden. Plötzlich entdecken wir, dass Bäume Schatten spenden, Pflanzen Wasser verdunsten und offene Böden Regen aufnehmen können. Asphalt hingegen heizt sich auf Temperaturen auf, auf denen man problemlos ein Spiegelei braten könnte. Erstaunlich. Die Evolution wusste das allerdings schon Millionen Jahre vor uns.

Auch die Politik hat den Klimawandel inzwischen entdeckt. Hitzeaktionspläne, Klimaanpassungsstrategien, Schwammstädte, Resilienzprogramme – alles wichtige Maßnahmen. Nur leider benötigen Bäume Jahrzehnte zum Wachsen. Politische Erkenntnisse dagegen kommen häufig erst kurz vor der nächsten Wahl. Das führt zu einem gewissen zeitlichen Ungleichgewicht. Die Atmosphäre kennt allerdings keine Legislaturperioden. Sie wartet nicht auf Haushaltsbeschlüsse und verschiebt ihre Erwärmung nicht auf den nächsten Koalitionsvertrag.

So bequem es auch wäre, die Verantwortung ausschließlich bei der Politik abzuladen – so einfach ist es leider nicht. Vielleicht ist genau das unser größtes Problem: Wir sprechen über den Klimawandel oft so, als wäre er ein Naturereignis – wie ein Vulkanausbruch oder ein Meteoriteneinschlag. Etwas, das einfach über uns hereinbricht und gegen das man ohnehin nichts ausrichten kann. Dabei sind wir gleichzeitig Verursacher, Zuschauer und Betroffene.

Natürlich muss die Politik handeln. Sie muss die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, Infrastruktur anpassen und Entscheidungen treffen, die weiter reichen als bis zur nächsten Wahl. Aber wir selbst haben uns ebenfalls erstaunlich gut darin eingerichtet, Verantwortung zu delegieren.

Wir diskutieren über Tempolimits – und fahren für zwei Brötchen mit dem SUV zum Bäcker.

Wir beklagen die steigenden Temperaturen – buchen aber selbstverständlich den dritten Kurzstreckenflug innerhalb eines Jahres, schließlich war das Angebot gerade günstig.

Wir empören uns über schmelzende Gletscher – bestellen das neueste Smartphone, obwohl das alte noch tadellos funktioniert.

Wir kritisieren die Wegwerfgesellschaft – und lassen Pakete mit Kleidung liefern, von denen ein erheblicher Teil wieder zurückgeschickt wird.

Wir sprechen über Ressourcenknappheit – tauschen aber Fernseher, Tablet, Smartwatch oder Kaffeemaschine gegen das neueste Modell, obwohl die alten Geräte noch jahrelang ihren Dienst leisten würden.

Wir sorgen uns um den Regenwald – kaufen aber Gartenmöbel, Billigwerkzeuge oder Dekorationsartikel, die oft schon nach wenigen Jahren auf dem Wertstoffhof landen.

Und natürlich muss niemand asketisch leben. Es geht nicht darum, nie wieder Auto zu fahren, nie wieder zu fliegen oder jede technische Neuerung grundsätzlich abzulehnen. Es geht um die Frage, ob wir unseren Konsum häufiger nach Notwendigkeit statt nach Gewohnheit ausrichten. Denn jede Entscheidung, ein Produkt länger zu nutzen, eine Reise bewusster zu planen oder unnötigen Ressourcenverbrauch zu vermeiden, summiert sich – genauso wie sich Milliarden gegenteiliger Entscheidungen summieren.

Vielleicht ist das die unbequemste Erkenntnis überhaupt: Wir warten gern darauf, dass „die Politik“ handelt, während wir gleichzeitig hoffen, unser eigener Alltag möge möglichst unverändert bleiben. Doch genau diese Rechnung kann nicht aufgehen. Wer ernsthaft glaubt, man könne den Klimawandel bekämpfen, ohne das eigene Konsumverhalten, die eigene Mobilität oder den Umgang mit Energie zu hinterfragen, erwartet letztlich, dass sich die Welt verändert – nur bitte ohne die eigene Komfortzone anzutasten.

Man hört häufig, Klimaschutz und Klimaanpassung seien teuer. Mag sein. Nur gibt es eine Alternative: nichts tun. Diese Variante ist erfahrungsgemäß erheblich kostspieliger. Vertrocknete Wälder, überhitzte Städte, Ernteausfälle, Starkregenschäden, sinkende Grundwasserstände, steigende Gesundheitskosten und milliardenschwere Investitionen in Infrastruktur sind die Rechnung, die uns die Natur präsentiert. Sie verschickt ihre Rechnungen allerdings ohne Skonto.

Vielleicht ist der Klimawandel deshalb gar nicht unsere größte Krise. Vielleicht ist es unsere Fähigkeit, bekannte Probleme jahrzehntelang aufzuschieben. Denn der Klimawandel ist kein überraschendes Ereignis. Er ist vermutlich das am gründlichsten angekündigte Problem der modernen Menschheitsgeschichte. Es gab Studien, internationale Konferenzen, Satellitendaten, Klimamodelle, wissenschaftliche Berichte und unzählige Warnungen. Die Informationen lagen auf dem Tisch. Wir haben sie lediglich oft wie einen Werbeprospekt behandelt.

Bleibt also die Ausgangsfrage:

„Das ist aber heiß heute – bleibt das jetzt immer so?“

Die vorerst ehrliche Antwort lautet noch: Es liegt an uns.

Viele Veränderungen werden uns über Jahrzehnte begleiten. Doch wie stark sich die Erde weiter erwärmt und wie extrem die Folgen ausfallen, hängt entscheidend davon ab, welche Entscheidungen wir heute treffen – als Gesellschaft, als Politik, als Wirtschaft und als jeder Einzelne. Vielleicht sollten wir deshalb endlich aufhören zu fragen, warum es plötzlich so heiß geworden ist.

Die eigentliche Frage lautet längst:

Warum haben wir so lange so getan, als hätten wir all das nicht kommen sehen?

Denn die Wahrheit ist unbequem: Wir erleben keine überraschende Entwicklung. Wir erleben die verspätete Quittung jahrzehntelanger Verdrängung. Und während wir noch darüber diskutieren, ob der nächste Baum wirklich notwendig ist, baut sich irgendwo bereits die nächste Hitzewelle auf.

Nicht überraschend. Sondern angekündigt. Seit Jahrzehnten.

Und vielleicht beginnt Klimaschutz tatsächlich nicht erst im Bundestag, auf der nächsten Weltklimakonferenz oder mit einem neuen Förderprogramm.

Vielleicht beginnt er bereits vor der eigenen Haustür – dort, wo Ausreden enden und Entscheidungen beginnen.

Beitragsfoto: Pixabay

Großes Sommerfest der OGS Wentorf: „Trubel & Talente“ bringt Kinder zum Strahlen

Posted By Ralf Lesko On In Gemeinschaften,Gesellschaft,Schule | No Comments
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Wenn sich ein Schuljahr dem Ende zuneigt, gibt es viel zu feiern: neue Freundschaften, gemeinsame Erlebnisse und viele Talente, die in den vergangenen Monaten entdeckt und gefördert wurden. Genau dafür steht das Sommerfest „Trubel & Talente“ der Offenen Ganztagsschule (OGS) Wentorf. Hier dürfen Kreativität, Freude und Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen – bunt, lebendig und voller Überraschungen.

Am 19. Juni war es wieder so weit. Mit dem gemeinsamen Schullied „Regenbogenschule“ wurde das Fest auf dem Schulhof eröffnet. Für einen besonders stimmungsvollen Auftakt sorgten zahlreiche bunte Luftballons, die passend zur letzten Strophe aus den Fenstern des zweiten Stocks herabschwebten und bei Kindern, Eltern und Gästen für begeisterten Applaus sorgten.

Anschließend verwandelten sich Schulhof, Turnhalle und Flure in eine große Erlebniswelt. Ob Riesen-Seifenblasen, Stelzenlaufen, Seilspringen, Dart-Duell, Bowling, Schach, Basketball-Challenge oder eine Graffiti-Wand – an jeder Ecke wurde gespielt, gelacht und ausprobiert. Dabei standen nicht Wettbewerb und Leistung im Vordergrund, sondern der gemeinsame Spaß und das Miteinander. Ein großes Gemeinschaftsbild in Form der Buchstaben O-G-S machte diesen Zusammenhalt eindrucksvoll sichtbar.

Pünktlich zum Sommerfest präsentierte auch das Redaktionsteam der OGS-Schulzeitung stolz die neue Ausgabe. Geschichten, Rätsel, Berichte und viele Bilder aus dem Schulalltag zeigen eindrucksvoll, mit wie viel Ideenreichtum und Engagement die Kinder ihre Zeitung gestalten.

Dass zur OGS weit mehr gehört als Sport und Kreativität, bewiesen die Demokratie-Entdeckerinnen und Demokratie-Entdecker. Kinder der zweiten bis vierten Klassen beschäftigen sich regelmäßig mit Mitbestimmung und dem Zusammenleben in der Schulgemeinschaft. Aus ihrer Arbeit entstand in diesem Schuljahr erstmals ein OGS-Rat, in dem Wünsche und Ideen gesammelt, diskutiert und gemeinsam umgesetzt werden. So erleben die Kinder ganz praktisch, dass ihre Meinung zählt und sie ihre Schule aktiv mitgestalten können.

Beim Sommerfest stellte die Gruppe ihre Arbeit erstmals der Öffentlichkeit vor. Mit einem selbst entwickelten Bühnenstück unter dem Motto „Unsere Stimme zählt!“ berichteten die jungen Demokratinnen und Demokraten von ihren Erfahrungen und den Projekten, die aus ihren Ideen entstanden sind. Demokratie wurde damit nicht nur erklärt, sondern für alle Besucher unmittelbar erlebbar.

Foto: OGS-Wentorf

Zu den Höhepunkten des Nachmittags gehörte erneut der mitreißende Auftritt der Einrad-AG, die das Publikum zu mehreren Zugaben begeisterte. Für viele Lacher sorgte anschließend die AG Kurzfilme und Sketche, die mit ihrem aktuellen Film den gelungenen Abschluss des Festes gestaltete.

Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Das Team des Lebenshilfewerkes verwöhnte die Gäste mit Snacks und Kuchen, während der Schulverein frische Waffeln anbot.

Das Sommerfest „Trubel & Talente“ ist weit mehr als nur ein buntes Fest zum Schuljahresende. Es zeigt, wie lebendig Schule sein kann, wenn Kinder ihre Stärken entdecken, Verantwortung übernehmen und gemeinsam wachsen dürfen. Hier wird Gemeinschaft gelebt, Talente werden sichtbar und Demokratie ganz selbstverständlich Teil des Alltags – beste Voraussetzungen dafür, dass Kinder nicht nur lernen, sondern mit Freude ihren eigenen Weg finden.

Die Plattdeutsche Kolumne von Uli Gröhn: Wörum heet dat egens „Segg, wo du heetst!“

Posted By Gastbeitrag On In Die Plattdeutsche Kolumne | No Comments
Bank mit Plattdeutschen Spruch

Een vun de scheunsten Leeder över de Leev is villicht „Dat du mien Leevsten büst.“ Hebbt mien Fründ Peter Paulsen un ik nülich sungen. Dor fragt achteran uns´ Plaat-Snacker-Fründin Siegrid: „Worüm heet dat egens – Segg, wo du heetst – ? Wenn twee sik kennt un in de Nacht besöken doot, denn weet se dat doch wull.“ Goode Frag, ik heff dat to recherchieren versöcht – bi Jochen Wiegandt, de hett sik mit de Norddüütsche LiEderatur befaat. De Sitt vun dat „Finstern“ (Fensterln/bayrisch) hett dat ok in Flachen in Sleswig-Holsteen geven. To´n Bispeel in de Probstei, bi Kiel/Laboe. Ok op Föhr un Fehmarn. Dor is dat Bruuk west, an dat Finster vun en Deern üm ehr to warven. Dat müsst eerstmal nich afslut mit Intimität to doon hebben.
Un dorbi müsst de jung Mann seggen, woans he heet, ut welk Dörp he keem un wat sien Profession, sien Berop weer. Schall heten, dat kunn ween, dat se em gor nich kennen dee. Un noch: Dat weer ja de Tiet, as dat noch keen Lantüchten an de Straat geven dee, weer düster in de Nacht. Dorüm müsst se müsst fragen: Segg, wo du heetst! – Wenn he dat nich al doon harr. Wenn de Deern ehr Roh hebben wull, kunn se seggen: „Gah wieder, ik vermag jo nich.“ Liekers, wenn aver de beiden sik al kennden un leevden, denn, ja denn kunn dat ja ween, dat se em glieks mit in ehr Stuuv mit rinneem. Denn makt ok de Versen Sinn: Sachten den Gang henlang; baven liggt ´n Deck, ünnen liggt ´n Deck, in de Mitt, dat bün ik. In Nordfreesland schall dat ok af un an anners kamen ween: Wenn de Deern dat Finster nich apen makt hett, denn hett de jung Mann de Schief insmeten. Dat weer Gewalt. Sluss mit Romantik. Schad, dat man seggen mutt: Hett dat al jümmers geven, gifft dat ok hüüt noch. Dörf dat aver nich geven. Dorüm sünd Optrecken un Weerten so wichtig. För al Minschen, de tosamenleevt.

[Quelle: Wiegandt, Jochen: Hool sien Muul un sing mit! Kiel/Hamburg, 2021, Wachholtz-Verlag]

Gemeinschaftsschule Wentorf wurde als Zukunftsschule.SH ausgezeichnet!

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Foto Auszeichnung

Ein weiterer Schritt in Richtung Innovation an der Gemeinschaftsschule Wentorf ist erfolgt: Die Auszeichnung als Zukunftsschule.SH fand am Donnerstag, den 28.05.2026 am Ostsee-Gymnasium-Timmendorfer Strand statt und wird gefördert vom Sparkassen- und Giroverband Schleswig-Holstein. Durch dieses Auszeichnungssystem soll die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an den Schulen des Landes unterstützt werden, um die Kinder schon heute auf die Herausforderungen von morgen vorzubereiten.

Sowohl ökologisches Bewusstsein als auch das besondere Engagement von Lehrkräften der Gemeinschaftsschule Wentorf, hat direkt die Zertifizierung auf Stufe 2 ermöglicht. Hintergrund dafür sind diverse Projekte im Rahmen des WPU-Kurses Technik, der nicht nur Fahrradreparaturen durchführt, sondern sich zusätzlich als Holzwerkstatt versteht und aus Holzresten neue und funktionale Möbel für den eigenen Schulhof entstehen lässt.

Ein weiterer Baustein vor dem Hintergrund Zukunftsschule ist das inzwischen erfolgreich umgesetzte FreiDay-Format. Hier arbeiten die Schüler*innen an selbstgewählten Zukunftsthemen, sind in der Gemeinde aktiv und setzen vor Ort Nachhaltigkeitsprojekte um. Beispielsweise gehen 5.Klässler zum Vorlesen in die Grundschule und 6.Klässler besuchen
das Polizeirevier in Wentorf, um mit den Beamten ein Interview zum Thema „Drogen und Jugendliche“ durchzuführen. Außerdem wurden bereits umfangreiche Kleiderspenden in
Bollerwagen transportiert und in Eigenregie zu einem Kinderheim gebracht.

Die erfolgte Auszeichnung ist Wertschätzung und Ansporn zugleich – die 3. Stufe wird nun anvisiert! Einzelne Überlegungen innerhalb des Lehrerteams gehen in die Richtung, sich noch
stärker mit anderen Zukunfts- und FreiDay-Schulen zu vernetzen, erste Hospitationen finden bereits statt. Zudem sieht die stellvertretende Schulleiterin, Frau Zumblick, großes Potenzial
im Ausbau eines Schulgartens mit Naturteich, um einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten. Außerdem ließe sich eine Kooperation mit einem Energiesparunternehmen
herstellen, was nicht nur der Schulgemeinschaft finanziell helfen, auch der Gemeinde als Träger zugutekommen würde.

 

 

Unterschätzen wir die Folgen der künstlichen Intelligenz?

Posted By Ralf Lesko On In Gesellschaft,Politik,Wirtschaft | 3 Comments
Header Artikel KI mit Ki und Digital

Es gibt einen Satz, der jede technologische Revolution begleitet: Die Chancen überwiegen die Risiken.

Man hörte ihn bei der Einführung des Personalcomputers. Man hörte ihn beim Aufstieg des Internets. Man hörte ihn bei den sozialen Medien. Und man hört ihn heute wieder, wenn von künstlicher Intelligenz die Rede ist. Die Geschichte zeigt allerdings, dass Gesellschaften neue Technologien selten beherrschen. Meistens ist es umgekehrt: Die Technologien verändern die Gesellschaft schneller, als Politik, Institutionen und Kultur darauf reagieren können. Die Euphorie kommt zuerst. Die Nebenwirkungen folgen später. Bei der künstlichen Intelligenz könnte dieser Mechanismus eine Dimension erreichen, die demokratische Gesellschaften vor Herausforderungen stellt, auf die sie weder institutionell noch kulturell vorbereitet sind.

Die Lehre der vergangenen vierzig Jahre

Heute wird die digitale Revolution oft als Erfolgsgeschichte erzählt. Tatsächlich haben Personalcomputer, Internet und Smartphones Produktivität gesteigert, neue Märkte geschaffen und Milliarden Menschen Zugang zu Wissen ermöglicht. Doch gleichzeitig entstanden Entwicklungen, die kaum jemand in ihrer Tragweite vorausgesehen hatte. Die Digitalisierung versprach mehr Wettbewerb und führte in vielen Bereichen zu beispiellosen Monopolstrukturen. Das Internet versprach mehr Information und erzeugte zugleich eine nie dagewesene Flut von Desinformation. Soziale Netzwerke versprachen mehr Vernetzung und förderten gleichzeitig gesellschaftliche Polarisierung, politische Radikalisierung und die Zersplitterung öffentlicher Debatten. Fast immer reagierte die Politik erst dann, wenn die Folgen bereits sichtbar geworden waren. Reguliert wurde nicht vorausschauend, sondern nachträglich. Nicht gestaltend, sondern reparierend. Und selbst diese Reparaturversuche blieben oft halbherzig. Warum sollte es diesmal anders sein?

Die Illusion der Kontrolle

Viele politische Entscheidungsträger vermitteln derzeit den Eindruck, die Entwicklung künstlicher Intelligenz lasse sich durch einige Gesetze, Ethikrichtlinien und Aufsichtsbehörden kontrollieren. Diese Annahme könnte sich als gefährliche Selbsttäuschung erweisen. Denn erstmals in der Geschichte der Digitalisierung entsteht eine Technologie, die nicht nur Informationen verarbeitet oder verbreitet, sondern selbst Inhalte, Analysen, Empfehlungen und Entscheidungen erzeugt. Sie ersetzt nicht lediglich Werkzeuge. Sie beginnt, menschliche Funktionen zu imitieren. Und genau darin liegt ihre gesellschaftliche Sprengkraft. Demokratische Gesellschaften sind historisch darauf aufgebaut, dass Menschen Informationen bewerten, Meinungen bilden, Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen. Künstliche Intelligenz greift in jeden dieser Bereiche ein. Die Frage lautet daher nicht mehr, wie Menschen Computer nutzen. Die Frage lautet zunehmend, wie Menschen ihre Rolle in einer Welt definieren, in der Maschinen viele ihrer geistigen Tätigkeiten schneller, billiger und teilweise überzeugender ausführen können.

Der stille Angriff auf die Mittelschicht

Besonders bemerkenswert ist, dass diesmal nicht zuerst die einfachen Tätigkeiten betroffen sind. Die industrielle Revolution ersetzte Muskelkraft. Die Computerisierung ersetzte Routinen. Die künstliche Intelligenz greift nun ausgerechnet jene Berufe an, die lange als vergleichsweise sicher galten: Juristen, Journalisten, Übersetzer, Grafiker, Fotografen, Analysten, Programmierer, Sachbearbeiter, Berater oder Verwaltungsangestellte. Es geht nicht zwingend um vollständige Arbeitslosigkeit. Wahrscheinlicher ist eine schleichende Entwertung menschlicher Arbeit. Wenn ein Mitarbeiter künftig mit Hilfe von KI die Arbeit von fünf oder zehn Personen erledigen kann, entsteht zwangsläufig die Frage, warum die übrigen fünf oder zehn noch benötigt werden. Die Geschichte zeigt, dass technologische Produktivitätsgewinne nicht automatisch zu gesellschaftlichem Wohlstand für alle führen. Oft führen sie zunächst zu einer Konzentration von Vermögen und Macht. Die Hoffnung, neue Berufe würden die verlorenen ersetzen, mag sich teilweise erfüllen. Doch die Geschwindigkeit der Entwicklung könnte größer sein als die Anpassungsfähigkeit vieler Menschen und Institutionen. Die Folge wäre keine plötzliche Massenarbeitslosigkeit, sondern eine schleichende Verunsicherung großer Teile der Mittelschicht. Und genau diese Mittelschicht bildet seit Jahrzehnten das Fundament stabiler Gesellschaften.

Die Krise der Wahrheit

Noch schwerwiegender könnte jedoch eine andere Entwicklung werden. Demokratien leben nicht von Einigkeit. Sie leben von einem gemeinsamen Verständnis dessen, was überhaupt diskutiert wird. Bislang war es zumindest theoretisch möglich, zwischen echten und gefälschten Informationen zu unterscheiden. Mit künstlicher Intelligenz könnte diese Grenze dauerhaft verschwimmen. Bilder, Videos, Interviews, Reden oder Dokumente lassen sich künftig in Sekunden erzeugen. Die technische Qualität wird weiter steigen. Die Kosten werden weiter sinken. Damit entsteht ein Problem, das weit über klassische Desinformation hinausgeht. Wenn alles fälschbar wird, verliert auch das Echte an Glaubwürdigkeit. In einer solchen Umgebung genügt es nicht mehr, eine Lüge zu verbreiten. Es reicht, Zweifel zu säen. Der Bürger steht dann vor einer Flut widersprüchlicher Informationen, deren Echtheit kaum noch überprüfbar ist. Das Ergebnis könnte eine Gesellschaft sein, die nicht deshalb gespalten ist, weil sie unterschiedliche Meinungen hat, sondern weil sie keine gemeinsame Wirklichkeit mehr teilt.

Der Verlust menschlicher Kompetenz

Technologische Fortschritte nehmen Menschen Aufgaben ab. Das ist ihr Zweck. Doch jede abgegebene Aufgabe führt langfristig auch zum Verlust entsprechender Fähigkeiten. Taschenrechner reduzierten Kopfrechnen. Navigationssysteme schwächten Orientierungskompetenzen. Suchmaschinen veränderten den Umgang mit Wissen. Künstliche Intelligenz könnte erstmals in großem Maßstab analytisches Denken, Schreiben, Recherchieren, Argumentieren und Problemlösen betreffen. Je besser die Systeme werden, desto größer wird die Versuchung, auf eigene Anstrengungen zu verzichten. Eine Generation könnte heranwachsen, die zwar Zugriff auf ungeheure Mengen künstlicher Intelligenz besitzt, aber immer weniger eigene Fähigkeiten entwickelt, um deren Ergebnisse kritisch zu hinterfragen. Damit entsteht ein paradoxes Risiko: Die Gesellschaft wird technologisch intelligenter, während ihre Mitglieder möglicherweise geistig abhängiger werden.

Die Machtfrage

Die vielleicht beunruhigendste Entwicklung betrifft jedoch die Verteilung von Macht. Die industrielle Revolution schuf Fabrikbesitzer. Die Digitalrevolution schuf Technologiekonzerne. Die KI-Revolution könnte eine Konzentration von Einfluss hervorbringen, die historische Maßstäbe sprengt. Wer die leistungsfähigsten Modelle besitzt, kontrolliert zunehmend Informationsströme, Wissensproduktion, Kommunikationssysteme und wirtschaftliche Prozesse. Die erforderlichen Investitionen sind so hoch, dass nur wenige globale Akteure überhaupt mithalten können. Während demokratische Institutionen auf Transparenz, Kontrolle und öffentliche Debatte angewiesen sind, entwickeln sich diese Systeme häufig in privatwirtschaftlichen Strukturen mit begrenzter öffentlicher Rechenschaftspflicht. Die Gefahr besteht nicht in einer dystopischen Maschinenherrschaft. Die Gefahr besteht darin, dass immer weniger Menschen immer mehr Einfluss auf die geistige Infrastruktur moderner Gesellschaften erhalten.

Ein Blick in die Zukunft

Vielleicht werden Historiker eines Tages feststellen, dass die Einführung künstlicher Intelligenz ähnlich folgenreich war wie die Erfindung des Buchdrucks oder die industrielle Revolution. Vielleicht werden sie aber auch feststellen, dass demokratische Gesellschaften die sozialen Kosten dieser Entwicklung systematisch unterschätzt haben. Die bisherigen Erfahrungen sprechen eher für Letzteres. Denn jede große Technologie wurde zunächst nach ihren Möglichkeiten bewertet und erst später nach ihren Folgen. Der Personalcomputer veränderte die Arbeitswelt. Das Internet veränderte die Öffentlichkeit. Soziale Medien veränderten den gesellschaftlichen Diskurs. Künstliche Intelligenz könnte nun den Menschen selbst als wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Akteur verändern. Die eigentliche Sorge besteht deshalb nicht darin, dass Maschinen eines Tages intelligenter werden als Menschen. Die eigentliche Sorge besteht darin, dass Gesellschaften ihre Fähigkeit verlieren könnten, die Folgen dieser Entwicklung noch wirksam zu steuern. Und wenn die Geschichte der Digitalisierung eines lehrt, dann dies: Technologische Revolutionen warten nicht darauf, dass Gesellschaften bereit sind. Sie finden statt. Und erst danach beginnt die Gesellschaft zu begreifen, was sie verändert hat.

 

Beitragsgrafik: Ralf Lesko

 

Erschließungskosten für Baugebiete in Wentorf – wer muss bezahlen ?

Posted By Monika Lehmann On In Kommunales | No Comments
Fragezeichen

Aktuell : Abgeltung der Erschließungsbeiträge vor der endgültigen Fertigstellung der Erschließungsmaßnahme durch eine einmalige Zahlung. Vertragliche Regelungen zwischen der Gemeinde und dem jeweiligen Grundstückseigentümer sind möglich aber nicht zwingend.

Durch den Beschluss des Liegenschaftsausschusses vom 21.05.2026, im  nichtöffentlichen Teil unter  TOP N 17 wurde beschlossen: Die Bürgermeisterin wird ermächtigt, in einem Erschließungsgebiet mit den beitragspflichtigen Grundstückseigentümern Ablösevereinbarungen zu treffen. Das bedeutet, dass mit Abschluss solcher Vereinbarungen der (künftige) Eigentümer nicht mehr zu den – durch unsere Satzung vorgeschriebenen – Erschließungsbeiträgen nicht mehr herangezogen werden muss aber auch nicht herangezogen werden darf. Es wird zwar nicht deutlich, um welches „Erschließungsgebiet“ es sich handeln könnte, jedoch gibt es in Wentorf nicht so viele „unerschlossene“ Gebiete. Hier ein paar wichtige Informationen für Grundstückseigentümer (oder auch zukünftige Käufer:innen)  zu dem Thema „Ablösevereinbarungen“: 

Was ist eine Ablösevereinbarung für Erschließungskosten?

Eine Ablösevereinbarung ermöglicht es, Erschließungskosten bereits vor der endgültigen Herstellung der Erschließungsanlage vertraglich zu regeln. Nach § 133 Abs. 3 Satz 5 BauGB können Grundstückseigentümer mit der Gemeinde eine solche Vereinbarung treffen. Keine Überraschungen: Nach Zahlung der Ablösesumme sind Sie von späteren Nachforderungen oder Erschließungsbeitragsbescheiden befreit. Es erfolgt keine formelle Veranlagung mehr. Freiwilligkeit: Die Gemeinde ist nicht verpflichtet, eine Ablösevereinbarung abzuschließen. Es besteht kein Rechtsanspruch darauf. Berechnungsgrundlage: Der Betrag wird anhand interner Vorgaben der Kommune (Ablösebestimmungen/Satzungen) berechnet. Der Betrag muss transparent offengelegt werden. Chancen und RisikenVorteil Planungssicherheit: Die Kosten sind fixiert. Es können besonders bei Baufinanzierungen die Gesamtkosten besser kalkuliert werden.

Vorteil: Preisbindung: Bei steigenden Baukosten in der Zukunft (z.B. durch Inflation) können die  Eigentümer von der bereits geleisteten Zahlung profitieren. Risiko bei Fehleinschätzung: Oft wird ein „Sicherheitszuschlag“ für Unvorhergesehenes in die Kalkulation eingerechnet. Sollte die tatsächliche Erschließung am Ende deutlich günstiger ausfallen als vertraglich veranschlagt, wird die Differenz in der Regel nicht erstattet. Rechtliche Bindung: Die Vereinbarung muss rechtmäßig sein und den Gleichbehandlungsgrundsatz erfüllen. Ist die Schätzung oder Kalkulation fehlerhaft oder enthält unzulässige Puffer, kann die ganze Vereinbarung unwirksam werden.

Fragen, die der Grundstückseigentümer klären sollte: 

Liegt das Grundstück in einem erschlossenen oder unerschlossenen Gebiet? Plant die Gemeinde aktuell neue Straßen oder Leitungen? Liegt bereits ein konkreter Entwurf der Gemeinde für eine solche Vereinbarung vor? Sollten die Grundstücke noch nicht an private Eigentümer verkauft sein bzw. ist das gesamte zu erschließende Gebiet noch im Eigentum eines Investors,  einem  Bauträger oder einem  Erschließungsträger, so kann die Gemeinde mit dem Grundstückseigentümer „in Gänze“ einen Ablösevertrag schließen. Zu entscheiden wäre allerdings, ob es sich dabei um einen öffentlichen Vertrag handelt, dessen Abschluss der Gemeindevertretung nach den Regelungen des § 28 der Gemeindeordnung S-H  vorbehalten ist. Dann könnte der Beschluss des Liegenschaftsausschusses derzeit noch nicht ausgeführt werden. Für ein bereits erschlossenes Grundstück fallen in der Regel keine Erschließungskosten für die öffentliche Erschließung (Straßen, Kanal, Versorgungsleitungen bis zur Grundstücksgrenze) mehr an. Man muss sich jedoch auf private Hausanschlusskosten und mögliche Beiträge für nachträglichen Straßenausbau einstellen.

Die Details zu diesen Ausnahmen:

Förderung des Feuerwehrgerätehauses

Posted By Dieter Traut On In Kommunales | No Comments
Geld bezahlen

Beim erstmalig in Wentorf ausgerichteten Veteranentag am 13.06.26, einer Präsentation des Katastrophen- bzw. Zivilschutzes, also von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und DRK zusammen mit dem Reservistenverband der Bundeswehr, hielt sich aufgrund des wechselhaften Wetters der Besucheransturm in Grenzen. Eine gute Gelegenheit für einen Schreiberling mit Politikern der verschiedenen Parteien und unserer Bürgermeisterin Frau Schöning ins Gespräch zu kommen. Hierbei erwähnte die Bürgermeisterin, dass am Freitag dem 12. Juni der Zuwendungsbescheid zum Feuerwehrgerätehaus eingegangen ist. Die Gemeindevertreter seien bereits alle informiert. Bei Nachfrage zu näheren Details der beantragten 4,5 Mio. € Förderung, verwies sie auf eine Pressemitteilung in der kommenden Woche.

Das ist eine wundervolle Nachricht für die Finanzen der Gemeinde. Und dabei gab es bereits Bedenken, ob die Gemeindevertretung noch an die Förderung glaubt. Als Indiz für diese Interpretation führten die Bedenkenträger an, dass im 2. Nachtragshaushalt 2025  5,0 Mio. € über die bislang veranschlagten Verpflichtungsermächtigungen für die Hochbaumaßnahme Feuerwehrgerätehaus hinaus bewilligt wurden. Wie schön, dass sie in diesem Fall nicht Recht behalten haben und der Bau den Budgetrahmen nicht von Vornherein sprengt.

(Foto: Pixabay)

Olympia in Hamburg – ein deutliches Nein

Posted By Dieter Traut On In Gesellschaft,Politik,Sport & Spiel | No Comments
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Hamburg hat entschieden. Rund 55 % der abgegebenen Stimmen waren gegen Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 in der Stadt. Das ist bemerkenswert – nicht wegen des Ergebnisses selbst, sondern wegen des enormen Aufwands der Befürworter davor: zweistellige Millionenbeträge für Werbung, politischer Rückenwind aus SPD, Grünen und CDU und eine Werbekampagne, die kaum eine Laterne in Ruhe ließ.

Und trotzdem: Nein.

Warum? Ein paar naheliegende, wenn auch nicht wissenschaftlich abgesicherte Vermutungen:

  1. Kostenschätzungen, die eher nach Wunsch als nach Realität klangen

Die Finanzierung wirkte auf viele unvollständig. Beispiel Sicherheit: grob 3 Milliarden Euro – einfach mal nicht eingepreist. Oder das geplante Leichtathletikstadion im Volkspark, das angeblich „ohnehin gebraucht“ werde und deshalb kostenfrei in der Olympia-Rechnung auftauchte.

Am Ende blieb vor allem der Eindruck: gerechnet wurde eher in Richtung Ziel, nicht von der Realität aus. Kein Wunder, dass sich die Argumentation der Befürworter zunehmend auf vage „Fördermittel des Bundes“ verlagerte – also Geld, das schon irgendwie kommen werde. Wie viel genau? Unklar. Sehr unklar. Parallel dazu in den Nachrichten: Sparzwänge auf Bundesebene, verschobene Programme und eine gewisse Zurückhaltung bei neuen Großausgaben. Das half der Glaubwürdigkeit nicht unbedingt.

  1. Wenn „die da oben“ sich einig sind, wird unten besonders genau hingeschaut

Ausnahmsweise waren sich die Spitzenpolitiker von SPD, Grünen und CDU erstaunlich einig. Normalerweise ein politisches Wunder – hier aber Realität. Für viele Bürger wirkte aber genau diese Einigkeit weniger beruhigend als verdächtig. Nach dem Motto: Wenn alle oben nicken, landet die Rechnung unten.

Und der Werbeauftritt tat sein Übriges. Plakate an jedem Mast, große Kampagnen, viel Pathos – und noch mehr Geld. Der Eindruck: Hier stehen sich nicht zwei unterschiedliche Meinungen gegenüber, sondern sehr unterschiedliche Budgets.

  1. Hamburg ist schon voll – und das merkt man nicht nur im Stadtmarketing

Wer an einem sonnigen Tag versucht, mit der HADAG-Linie 62 nach Finkenwerder zu kommen, braucht keine weiteren Erklärungen. Hamburg ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern ein gut besuchtes Dauer-Event. Ob Olympia das Problem der hohen Mieten verschärft hätte? Schwer zu sagen. Die Spiele dauern nur zwei Wochen – die Preisdynamik in der Stadt deutlich länger.

Am Ende klang das alles für viele weniger nach „Chance“ als nach zusätzlicher „Belastung“ in einer ohnehin gut ausgelasteten Stadt. Was bleibt ist ein schlichtes Ergebnis: Viel Aufwand, viel politischer Wille – und eine Mehrheit, die sich davon nicht überzeugen ließ. Vielleicht aus Skepsis. Vielleicht aus Erfahrung. Oder vielleicht einfach, weil nicht jeder glänzende großer Plan auch ein überzeugender ist.

Sport im Park in Wentorf in den Sommermonaten

Posted By Ralf Lesko On In Gemeinschaften,Gesellschaft,Gesundheitswesen,Sport & Spiel | No Comments
Vor Ort mit Herz Sport im Park

Von Anfang Juni bis Mitte August 2026 wird es wieder Sport im Park in Wentorf geben. An drei verschiedenen öffentlichen Orten Wentorfs wird der SC Wentorf und seine Teilnehmer immer donnerstags von 18.30-19.30 Uhr aktiv in den Feierabend starten:

Wie in den letzten beiden Jahren wird das Training auch dieses Jahr bei fast jedem Wetter stattfinden – akutes Gewitter ausgenommen. Mitzubringen sind eine Isomatte oder Decke, wetterangepasste Sportkleidung und ggfls. etwas zu trinken. Von Rückenfit über Mobilisation, Stabitraining und Coretraining wird hoffentlich für jeden etwas dabei sein. Aufgrund der finanziellen Förderung durch den LSV Schleswig-Holstein und seinem Gesundheitspartner AOK ist dieses Angbot für Jedermann kostenlos. Nähere Infos erteilt die Geschäftsstelle des SC Wentorf unter 040-7204245 oder die Trainerin Daniela unter Daniela.Oestreich@gmx.de [16].

Bunte Idee mit großer Wirkung: OGS-Kinder gestalten Regenbogenbank für Senioren in Wentorf

Posted By Ralf Lesko On In Gemeinschaften,Gesellschaft,Schule | 1 Comment
Die fertige Regenbogenbank 2

Aus alt mach bunt: In der Offenen Ganztagsschule (OGS) Wentorf ist aus einer ausrangierten Holzbank ein echtes Gemeinschaftsprojekt entstanden. Mit viel Kreativität, Farbe und Teamgeist gestalteten die Kinder eine farbenfrohe Regenbogenbank – und schenkten sie anschließend der Seniorenwohnanlage in Wentorf bei Hamburg. Die Idee begann ganz einfach: Ein OGS-Betreuer entdeckte die alte weiße Bank in einer „Zu-verschenken“-Anzeige im Internet. Schnell war klar: Daraus soll etwas Besonderes werden. Gemeinsam machten sich die Kinder ans Werk, reinigten, schliffen und bemalten die Bank mit Schwämmen, Pinseln und jeder Menge Fantasie. Dabei ging es um weit mehr als nur Farbe. Die Schülerinnen und Schüler lernten, gemeinsam Entscheidungen zu treffen, Ideen zu verbinden und Verantwortung füreinander zu übernehmen. Schritt für Schritt entstand so ein Projekt, das Zusammenhalt sichtbar macht.

Besonders emotional wurde es bei der feierlichen Übergabe an die Wentorfer Seniorenwohnanlage. Die Freude über das Wiedersehen zwischen Kindern und Bewohnerinnen und Bewohnern war auf beiden Seiten groß. Die Regenbogenbank soll dort künftig ein Ort der Begegnung sein – zum Ausruhen, Erzählen und gemeinsamen Erinnern. Die Aktion passt zugleich perfekt zum bundesweiten Ehrentag am 23. Mai 2026 – einer Initiative des Bundespräsidenten, die Menschen aller Generationen zum gemeinsamen Engagement ermutigt.

Die neue Regenbogenbank zeigt eindrucksvoll, wie aus einer kleinen Idee etwas Großes entstehen kann: ein sichtbares Zeichen für Gemeinschaft, Kreativität und gegenseitige Wertschätzung.

Privatisierung öffentlicher Wege?

Posted By Dieter Traut On In Kommunales | 4 Comments
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Aus der Villengegend führt einer der beliebtesten Spaziergänge entlang der Golfstraße und über das Reitsportzentrum in die Lohe. Mit großer Überraschung mussten die Spaziergänger auf dieser Route letztes Wochenende feststellen, dass ihr gewohnter Weg von der Golfstraße zum Grübbenweg versperrt war: „Privatgrundstück – Durchgang verboten“ hieß es da. Nun ist es sicherlich nicht der einzige Weg den Spaziergänger mit dem Ziel Lohe nehmen können, es ist aber einer ohne nennenswertem Autoverkehr und damit eine der erholsamsten Routen.

Doch wie lässt sich feststellen, ob die Sperrung mit rechten Dingen zugegangen ist? Um diese Frage zu klären, erschien eine Anfrage bei der Gemeinde angebracht. Hier die Antwort des Pressereferenten der Gemeinde:

„Vielen Dank für Ihre Anfrage und Initiative bei diesem Thema. Zunächst beantworte ich ihre Fragen. Ja, der Vorgang ist der Gemeinde bekannt und ja, der Vorgang wurde geprüft. Diese Prüfung hat ergeben, dass es sich bei dem betroffenen Grundstück um ein Privatgrundstück handelt. Die Fläche ist auch nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, als Wald deklariert, so dass sich etwaige öffentliche Nutzungsrechte ergeben könnten. Auch ein Gewohnheitsrecht kann hier nicht entstehen, so dass die Maßnahme in etwa derselben Maßnahme entspricht, als wenn Sie oder Ich uns einen Gartenzaun auf unserem Grundstück bauen würden.“

Nach der Prüfung der Gemeindeverwaltung kann also die Änderung von einem über lange Jahre öffentlich genutzten Weg zu einem gesperrten Privatgrundstück rechtlich nicht beanstandet werden. Gefühlt sieht das aus Sicht der Gemeinschaft zwar anders aus, aber Regeln sind eben dazu da eingehalten zu werden. Der Vorgang erinnert an die Sperrung eines Wanderwegs entlang der Bille am Krabbenkamp in Reinbek. Auch dort hat ein privater Eigentümer seine Rechte mit Hilfe eines Zaunes durchgesetzt. Ein Beispiel wo dies den Eigentümern nicht gelang, ist der Wohltorfer Kirchenweg. Aber das liegt schon arg lange zurück.

Aus Sicht des Autors sollten solche grundlegenden potentiellen Streitigkeiten über Hypotheken der Vergangenheit gar nicht erst aufkommen.  Die Gemeinde muss genau wissen welche öffentlich genutzten Wege in Wentorf über private Grundstücke führen. Dann könnte sie mit dem jeweiligen Eigentümer das Gespräch suchen und eine Vereinbarung über den zukünftigen Umgang mit dem Weg schließen. Und ja, auch Transparenz wäre in diesem Zusammenhang wichtig. Es hilft nicht, wenn es Spaziergängern nicht bewusst ist, dass sie an der einen oder anderen Stelle Privateigentum betreten.

Wentorf sucht seine stillen Heldinnen und Helden

Posted By Ralf Lesko On In Gemeinschaften,Gesellschaft,Kommunales | No Comments
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Ob im Sportverein, bei sozialen Projekten, in der Kulturarbeit oder durch gelebte Nachbarschaftshilfe – in Wentorf engagieren sich zahlreiche Menschen Tag für Tag mit Herzblut für das Gemeinwohl. Dieses besondere ehrenamtliche Engagement möchte die Gemeinde Wentorf bei Hamburg auch 2026 wieder öffentlich würdigen.

Anlässlich des Tages des Ehrenamtes ruft die Gemeinde jetzt die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, Personen oder Institutionen vorzuschlagen, die sich in besonderer Weise für die Gemeinschaft eingesetzt haben. Gesucht werden Menschen, die über viele Jahre hinweg Verantwortung übernommen, außergewöhnliche Projekte unterstützt oder durch persönlichen Einsatz das gesellschaftliche Miteinander gestärkt haben.

Dabei kann das Engagement ganz unterschiedlich aussehen: in Vereinen und Initiativen, in Kirchengemeinden oder sozialen Einrichtungen, im kulturellen Leben oder auch durch besondere Hilfsbereitschaft und Zivilcourage im Alltag. Entscheidend ist der Einsatz für andere – oft still, aber von unschätzbarem Wert für die Gemeinde.

Vorschläge können noch bis zum 7. August 2026 eingereicht werden. Die Einreichung erfolgt über die Bürgermeisterin, politische Parteien oder die Fraktionen der Gemeindevertretung. Anschließend beraten die Fraktionen über die eingegangenen Vorschläge und reichen ihre Empfehlungen gemeinsam mit einer kurzen Vita zur weiteren Entscheidung ein.

Die Gemeinde kann verschiedene Ehrungen verleihen:

  • Ehrenurkunde für besonderes ehrenamtliches Engagement
  • Gemeindeplakette für Verdienste um das Gemeinwohl
  • Ehrenplakette für außergewöhnliches und langjähriges Wirken
  • Ehrenbürgerrecht als höchste Auszeichnung der Gemeinde

Die feierliche Ehrung findet traditionell im Rahmen des Tages des Ehrenamtes statt. Bereits jetzt bedankt sich die Gemeinde bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die Wentorf mit ihrem Engagement lebenswerter machen – und hofft auf zahlreiche Vorschläge für Menschen, die oft im Hintergrund Großes leisten.

Die BücherFreunde Wentorf feiern ihr 20-jähriges Jubiläum und laden zur „Wort-Zauber-Werkstatt“ ein.

Posted By Ralf Lesko On In Kunst & Kultur | No Comments
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Die BücherFreunde Wentorf feiern ihr 20-jähriges Jubiläum und laden alle Kreativen ein, bei einer „Wort-Zauber-Werkstatt“ mitzumachen!
„Stell dir vor: Eines Morgens wachen die Menschen in Wentorf auf – und plötzlich ist alles anders: Wentorf ist eine Insel! Umgeben von Wasser, abgeschnitten vom Festland. Was ist passiert? Wer lebt jetzt dort? Wie verändert sich das Leben? Und was geschieht, wenn jemand versucht, auf die Insel zu kommen?“ Jetzt ist Fantasie gefragt: Die BücherFreunde suchen eine spannende, lustige oder verrückte Geschichte rund um die Frage: „Was wäre, wenn Wentorf eine Insel wäre?“ Ob Abenteuer, Mystery oder Comedy – alles ist erlaubt, solange die Kurzgeschichte maximal 700 Wörter umfasst und als Prosa (kein Gedicht) geschrieben ist.

So leicht geht es:

⦁ Einreichen:
⦁ Per E-Mail als PDF- oder Word-Datei an: buecherfreunde-21465@gmx.de [17]
⦁ Oder als Ausdruck an: Gemeindebücherei Wentorf, Hauptstraße 16, 21465 Wentorf
⦁ Format: Zeilenabstand 1,5 in Schriftgröße 12
⦁ Alterskategorien:
⦁ Kinder (bis 11 Jahre)
⦁ Jugendliche (12–17 Jahre)
⦁ Erwachsene (ab 18 Jahre)
⦁ Kontaktdaten:
⦁ Vor- und Nachname mit Altersangabe
⦁ E-Mail-Adresse oder Telefonnummer
⦁ Einsendeschluss: 15. August 2026

Mitmachen lohnt sich:
Die besten Geschichten werden prämiert und auf der Homepage www.buecherfreunde-wentorf.de [3] veröffentlicht. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden persönlich informiert und dürfen sich auf tolle Buchgutscheine freuen. Bei Fragen richten Sie bitte eine Nachricht an: buecherfreunde-21465@gmx.de [17].

Hinweis:
Mit der Einsendung erklären sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einverstanden, dass dein Text im Rahmen der Wort-Zauber-Werkstatt auf der Website der BücherFreunde Wentorf sowie in Printmedien – mit Nennung des Namens – veröffentlicht werden darf. Die Rechte am Text bleiben bei der Autorin und dem Autor.
Also los – mit Fantasie eintauchen und Wentorf zur abenteuerlichsten Insel der Welt machen. Die BücherFreunde Wentorf freuen sich auf viele bunte Geschichten.

Die Zukunft stirbt nicht mit einem Knall, sondern im Dauerbetrieb

Posted By Ralf Lesko On In Gesellschaft,Politik,Umwelt | 2 Comments
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Es gibt eine merkwürdige Eigenschaft moderner Gesellschaften: Sie können gleichzeitig wissen, dass sie auf eine Katastrophe zusteuern — und trotzdem exakt so weitermachen wie bisher. Seit Jahrzehnten liegen die Warnungen offen auf dem Tisch. Klimaforscher warnen vor irreversiblen Kipppunkten. Psychologen dokumentieren eine wachsende Epidemie aus Einsamkeit, Depression und Sinnverlust. Ökonomen beobachten eine immer extremere Konzentration von Vermögen. Demokratieforscher sprechen offen über institutionellen Zerfall, Polarisierung und Vertrauensverlust.

Und dennoch funktioniert der Alltag weiter.

Die Menschen stehen morgens auf. Sie fahren zur Arbeit. Sie kaufen ein. Sie scrollen durch soziale Netzwerke. Sie diskutieren über Schlagzeilen. Sie bestellen Essen. Sie schlafen. Am nächsten Tag beginnt alles von vorn. Vielleicht liegt genau darin das eigentliche Problem. Der Kollaps moderner Gesellschaften wird wahrscheinlich nicht wie ein plötzlicher Zusammenbruch aussehen. Es wird keinen eindeutigen Moment geben, an dem „alles vorbei“ ist. Keine finale Explosion, kein einzelnes historisches Ereignis, das eindeutig markiert, wann die Stabilität endete. Stattdessen entsteht der Zerfall schleichend — und genau deshalb bleibt er politisch und psychologisch beherrschbar.

Jede einzelne Krise wird gerade klein genug bleiben, um akzeptiert zu werden.

Zu heiß? Klimaanlagen. Zu teuer? Noch ein Kredit. Zu einsam? Streaming und digitale Ablenkung. Zu erschöpft? Koffein, Medikamente, Selbstoptimierung. Zu wütend? Soziale Medien liefern täglich neue Feindbilder.

Die moderne Gesellschaft besitzt eine enorme Fähigkeit, Symptome zu verwalten, ohne Ursachen zu lösen. Genau das macht sie gleichzeitig effizient — und langfristig zerstörerisch. Denn während sich Technologie immer schneller entwickelt, zerfallen viele Grundlagen gesellschaftlicher Stabilität beinahe unbemerkt. Wohnraum wird in Großstädten zunehmend unbezahlbar.
Soziale Beziehungen werden fragmentierter. Öffentliche Debatten verwandeln sich in algorithmisch verstärkte Empörungsschleifen. Arbeit verliert für viele Menschen jede Form von Identität oder Sinn und reduziert sich auf ökonomisches Überleben. Gleichzeitig wächst der Druck permanenter Verfügbarkeit. Menschen konsumieren heute in wenigen Stunden mehr Informationen als frühere Generationen in Wochen. Aufmerksamkeit ist zu einer Ware geworden, die von Plattformen, Medien und Unternehmen aggressiv umkämpft wird.

Das Ergebnis ist eine Gesellschaft im Zustand chronischer mentaler Überlastung. Und genau darin liegt ein paradoxer Vorteil für bestehende Systeme: Erschöpfte Menschen organisieren selten fundamentale Veränderungen. Währenddessen verschiebt sich auch die Rolle von Technologie selbst. Lange galt technischer Fortschritt als Synonym für gesellschaftlichen Fortschritt. Doch diese Gleichung wirkt zunehmend fragwürdig. Künstliche Intelligenz automatisiert kreative und kommunikative Arbeit. Algorithmen beeinflussen politische Meinungen. Digitale Plattformen formen Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und soziale Beziehungen oft stärker als klassische Institutionen. Technologie löst Probleme — aber sie industrialisiert gleichzeitig neue Formen von Abhängigkeit, Kontrolle und Entfremdung.

Trotzdem bleibt der Glaube an technische Rettung erstaunlich stabil. Viele politische und wirtschaftliche Akteure setzen weiterhin darauf, dass Innovation die ökologischen, sozialen und psychologischen Schäden des bestehenden Systems rechtzeitig kompensieren wird. Doch genau dieser Glaube könnte selbst Teil des Problems sein. Denn er erlaubt es, grundlegende Veränderungen aufzuschieben. Warum radikal umdenken, wenn bald eine neue Technologie erscheint? Warum verzichten, wenn Effizienzsteigerung angeblich genügt? Warum das System hinterfragen, wenn die nächste Innovation alles lösen soll? So entsteht eine Gesellschaft, die permanent auf Rettung wartet — während sie die Ursachen ihrer Krisen weiter beschleunigt.

Der vielleicht düsterste Aspekt daran ist jedoch nicht die ökologische oder wirtschaftliche Entwicklung, sondern die menschliche Anpassungsfähigkeit. Menschen gewöhnen sich erstaunlich schnell an Zustände, die früher als inakzeptabel galten:

an Überwachung,
an permanente Unsicherheit,
an soziale Isolation,
an politische Radikalisierung,
an psychische Erschöpfung.

Was gestern noch alarmierend wirkte, wird heute Alltag. Vielleicht wird genau das die endgültige Form des modernen Niedergangs sein: kein dramatischer Untergang, sondern eine langsame Normalisierung des Defekten. Eine Welt, die technisch immer leistungsfähiger wird — während ihre Menschen emotional, sozial und politisch zunehmend erschöpfen. Der gefährlichste Irrtum unserer Zeit könnte deshalb die Vorstellung sein, dass Gesellschaften erst dann handeln, wenn Krisen offensichtlich werden. In Wirklichkeit reagieren Menschen oft erst dann, wenn ihr Alltag unmittelbar kollabiert. Und moderne Systeme sind erstaunlich gut darin, diesen Moment hinauszuzögern.

 

Bürgerverein Wentorf e.V. stellt Weichen für die Zukunft

Posted By Ralf Lesko On In Bürgerverein Wentorf e.V. | No Comments
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Am 06. Mai 2026 fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Bürgerverein Wentorf e.V. statt. Zahlreiche Mitglieder waren der Einladung gefolgt, um gemeinsam auf ein ereignisreiches Jahr zurückzublicken und wichtige personelle Entscheidungen für die Zukunft des Vereins zu treffen.

Der 1. Vorsitzende Peter Voigtmann eröffnete die Versammlung mit einem ausführlichen Rückblick auf das erfolgreiche und abwechslungsreiche Programmjahr 2025 und gab auch schon einen Einblick in die z.Zt. laufenden Planungen der Programmpunkte für das zweite Halbjahr 2026. Zahlreiche Veranstaltungen, Aktionen und Begegnungen hätten erneut gezeigt, wie lebendig und engagiert das Vereinsleben in Wentorf sei. Besonders hervorgehoben wurde die große Unterstützung durch die Mitglieder und ehrenamtlichen Helfer, die maßgeblich zum Gelingen der vielfältigen Aktivitäten beigetragen haben.

Ein wichtiger Punkt der Tagesordnung waren die turnusmäßigen Vorstandswahlen. Dabei verabschiedete sich der bisherige Schatzmeister Wolfgang Warmer aus seinem Amt. Nach langjähriger engagierter Tätigkeit stellte er sich nicht erneut zur Wahl, er geht dem Verein aber nicht ganz verloren, wie er sagte, da er künftig im Beirat des Bürgervereins mitwirken wird. Vorstand und Mitglieder dankten ihm herzlich für seine zuverlässige und engagierte Arbeit. Unter großem Applaus und mit einem Blumenstrauß wurde Wolfgang Warmer offiziell verabschiedet.

Zum neuen Schatzmeister wählten die Mitglieder Dieter Traut, der bisher als 3. Beisitzer dem Vorstand angehörte. Für die dadurch frei gewordene Position des 3. Beisitzers wurde Uli Gröhn neu in den Vorstand gewählt. Auch die Revisoren Sylvia Störte und Rüdiger Marks wurden von der Versammlung in ihren Ämtern bestätigt und erneut gewählt.

Darüber hinaus stellte Ralf Lesko die neue Internetpräsenz des Bürgervereins Wentorf vor. Die modern gestaltete Webseite bietet künftig aktuelle, ausbaufähige Informationen rund um den Verein und ist ab sofort unter buergerverein-wentorf.de [18] erreichbar.

Mit Blick auf „Wentorf im Blick“ informierte der Vorstand außerdem über eine wichtige Veränderung: Die vierteljährliche Druckausgabe von „Wentorf im Blick“ wird eingestellt. Sowohl die logistischen als auch die personellen Anforderungen seien für die Redaktion nicht mehr dauerhaft leistbar. Gleichzeitig betonte der Vorstand jedoch, dass „Wentorf im Blick-Online“ weiter ausgebaut werde. Ziel der Redaktion bleibe es, die Wentorfer Bürgerinnen und Bürger auch künftig aktuell und nah zum Geschehen in der Gemeinde zu informieren.

Die Mitgliederversammlung endete in einer positiven und konstruktiven Atmosphäre und machte deutlich, dass der Bürgerverein Wentorf auch weiterhin engagiert und zukunftsorientiert für das Gemeindeleben aktiv bleiben wird.

 

Wentorf ordnet die Schulplanung neu – Gemeinschaftsschule hat Vorrang – bleibt die Lohe Streitpunkt?

Posted By Monika Lehmann On In Kommunales,Lebensräume,Politik | No Comments
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Die Gemeindevertretung hat am 19. März 2026 eine weitreichende Entscheidung zur Zukunft der weiterführenden Schulen getroffen – und damit zugleich ein Großprojekt beerdigt. Das seit Jahren diskutierte Schulzentrum mit Neubauten für Gymnasium und Gemeinschaftsschule ist vom Tisch. Ausschlaggebend waren fehlende Flächen und die unklare Finanzierbarkeit. Stattdessen setzt die Politik nun klare Prioritäten: Die Gemeinschaftsschule rückt in den Mittelpunkt, während die Planungen für das Gymnasium vorerst zurückgestellt werden. Offiziell heißt es, weitere Untersuchungen zur „ganzheitlichen Raumbedarfsdeckung“ des Gymnasiums würden zugunsten der Gemeinschaftsschule zurückgestellt. Doch einfach wird der eingeschlagene Weg nicht. Im Gegenteil: Bevor konkrete Entscheidungen fallen, fordert die Gemeindevertretung zunächst belastbare Kostenrahmenschätzungen für zwei Varianten:

Gerade die zweite Option hat es in sich: Dafür wäre ein neuer Bebauungsplan erforderlich. Zudem betont der Beschluss ausdrücklich, dass dem Bedarf an Sportflächen Vorrang einzuräumen sei. Eine Formulierung, die einmal mehr zeigt, wie groß der Druck in Wentorf bei Hallen- und Sportflächen ist. Der zuständige Planungs- und Umweltausschuss steht damit vor anspruchsvollen Aufgaben. Er soll nicht nur einschätzen, ob sich für die Sportplatz-Variante überhaupt ein rechtssicherer Bebauungsplan aufstellen lässt, sondern auch, wie lange ein solches Verfahren dauern würde. Auch die Verwaltung wird stark gefordert sein. Die Bürgermeisterin soll darlegen, welchen zusätzlichen Personal- und Finanzbedarf die umfangreichen Prüfungen und Planungen verursachen. Klar ist schon jetzt: Der neue Kurs bedeutet viel Arbeit – und dürfte Zeit kosten.

Die Lohe bleibt im Spiel

Ganz vom Tisch ist unterdessen ein anderes sensibles Thema nicht: die Zukunft der „Lohe“. Weder die mögliche Verlagerung des Kleingartenvereins noch eine alternative Nutzung des Gebiets sind endgültig geklärt. Im Rahmen der Ortsentwicklung soll die Verwaltung den Bebauungsplan Nr. 41 überarbeiten und die bereits erfolgte landesplanerische Anzeige anpassen. Was technisch klingt, hat politische Brisanz: Eine solche Anpassung könnte bedeuten, dass Wentorf seine Siedlungsgrenzen über bisherige Vorgaben der Raumordnung hinaus erweitern möchte. Das würde im Widerspruch zu den Zielen der Landesplanung, aber auch zu früheren Leitlinien stehen. Bereits 2002 hatte sich die Gemeinde klar dafür ausgesprochen, die Lohe von Bebauung freizuhalten. Ziel war es, ein ökologisch wertvolles Gebiet sowie ein wichtiges Naherholungsareal für die Region zu bewahren. Dies war bisher ebenfalls Ziel der Landesplanung. Zwar wurde 2013/2014 mit dem Waldkindergarten eine Ausnahme geschaffen – doch diese sollte ursprünglich einmalig bleiben. In der Praxis hat sich die Nutzung seitdem schrittweise ausgeweitet, bislang ohne rechtliche Grundlage.

Die Grundsatzfrage Lohe bleibt offen

Die entscheidende Frage ist daher weiterhin ungelöst: Soll Wentorf langfristig in die Lohe hineinwachsen – oder an den bisherigen Grenzen festhalten? Da die Landesplanung in Kiel die Entwicklung der Gemeinde in die Lohe hinein bisher unmöglich macht, soll durch die landesplanerische Anzeige geklärt werden, ob es eine Entwicklung in die Lohe hinein geben soll oder nicht. Denn eines gilt als sicher: Jede neue Nutzung in diesem sensiblen Gebiet schafft Präzedenzfälle und erhöht den Druck für weitere Eingriffe. Die Gemeinde steht damit vor einer Richtungsentscheidung, die weit über Schulpolitik hinausgeht. Wie sie ausfällt, dürfte die Entwicklung Wentorfs für Jahrzehnte prägen.

 

Beitragsgrafik: Pixabay

 

 

Verkehrssicherungspflicht im Wald

Posted By Dieter Traut On In Kommunales,Lebensräume,Verkehr | No Comments
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Wie jeder Grundstückseigentümer, hat auch der Eigentümer eines Waldes eine Verkehrssicherungspflicht. Auch von seinem Grund und Boden darf keine Gefahr für angrenzende Grundstücke ausgehen. Ein Förster muss also überprüfen, ob herabfallende Äste oder gar Bäume an den Grenzen seines Reviers Schäden verursachen können und dies im Zweifelsfall verhindern. Was aber vielen Besuchern eines öffentlich zugänglichen Waldes nicht bewusst ist, ist dass diese Verkehrssicherungspflicht im Inneren des Waldes nicht gilt. Der Spaziergang im Bergedorfer Gehölz oder an der Bille geschieht immer auf eigene Gefahr. Besonders dramatische Konsequenzen kann dies bei Stürmen haben, weshalb bei starken Windböen vor dem Betreten der Waldgebiete gewarnt wird.

Doch keine Regel ohne Ausnahme: Sollte der Waldbesitzer für Besucher eine Infotafel oder eine Bank im Wald aufstellen, dann haftet er an dieser Stelle eben doch. Die eigenartige Logik dahinter ist, dass eine Infotafel oder Bank das Verweilen an einer womöglich gefährlichen Stelle zumindest verlängert. Der Förster muss daher nicht nur am Waldrand, sondern zusätzlich punktuell im Wald die Sicherheit der Besucher gewährleisten.

Um dieser Pflicht Genüge zu tun, müssen Förster Zeit und Budgets für die Pflege der beschriebenen Stellen haben. Da es daran fehlt, ist es am Einfachsten Infotafeln und Bänke zu minimieren. In Niedersachsen sollen nach einem NDR-Beitrag aus diesem Grund bereits ein Drittel der Bänke in Wäldern abgebaut worden sein. Da Besucher der Wälder beginnen das Fehlen der Bänke schmerzlich zu vermissen, läuft jetzt eine Initiative der Waldbesitzer die entsprechende rechtliche (Über-)Regulierung zu ändern. Allerdings, wie das so mit deutschen bürokratischen Regeln ist: Todgesagte leben länger.

 

Beitragsfoto: Pixabay

 

Neuer Vorstand beim SoVD Wentorf: Sozialverband will Beratung und Unterstützung vor Ort ausbauen

Posted By Ralf Lesko On In Gesellschaft,Kommunales | No Comments
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Der Sozialverband Deutschland (SoVD), Ortsverband Wentorf bei Hamburg, hat einen neuen Vorstand gewählt. Auf der Mitgliederversammlung am 26. April 2026 wurden André Mevius zum ersten Vorsitzenden, Sylvia Störte zur Schatzmeisterin und Dr. Ralf Pakull zum Schriftführer gewählt.

Mit dem neuen Vorstand verbindet der Ortsverband das Ziel, die soziale Arbeit in Wentorf weiter auszubauen und die Betreuung der Mitglieder zu stärken. Künftig sollen vor Ort wieder zweimal im Monat Sozialberatungen angeboten werden. Damit möchte der Verband insbesondere Menschen unterstützen, die Hilfe im Umgang mit Behörden, Sozialleistungen oder sozialrechtlichen Fragen benötigen. Der SoVD zählt bundesweit mehr als 630.000 Mitglieder und versteht sich als parteipolitisch unabhängige Interessenvertretung für soziale Gerechtigkeit sowie für die Rechte von Rentnerinnen und Rentnern, Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen. In Wentorf gehören dem Ortsverband nach eigenen Angaben rund 200 Mitglieder an. Zu den zentralen Aufgaben des Verbandes gehört die Beratung in sozialrechtlichen Fragen – etwa zu Rentenansprüchen, Pflegeleistungen, Schwerbehinderung oder Grundsicherung. Der SoVD unterstützt seine Mitglieder zudem bei Widerspruchsverfahren gegenüber Behörden und begleitet sie gegebenenfalls auch vor Sozialgerichten.

Die Geschichte des Verbandes reicht bis ins Jahr 1917 zurück. Gegründet wurde der SoVD ursprünglich als Interessenvertretung für Kriegsbeschädigte und Kriegsteilnehmer nach dem Ersten Weltkrieg. Heute engagiert sich der Verband nach eigenen Angaben gegen soziale Benachteiligung und für gesellschaftliche Teilhabe.

Auch in Wentorf sieht der neue Vorstand den Bedarf an wohnortnaher Unterstützung in sozialen Fragen. Gerade ältere Menschen oder Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen seien häufig auf Beratung und Unterstützung angewiesen. Mit den regelmäßigen Beratungsangeboten wolle man deshalb eine niedrigschwellige Anlaufstelle im Ort schaffen.

Sportplatz am Friedrichsruher Ring öffnet testweise in den Sommerferien

Posted By Ralf Lesko On In Gemeinschaften,Gesellschaft,Gesundheitswesen,Politik | No Comments
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Der Sportplatz am Friedrichsruher Ring wird in den kommenden Sommerferien testweise für die Öffentlichkeit geöffnet. Grundlage dafür ist ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, dem der Bürgerausschuss nun zugestimmt hat. Ziel des Projekts ist es, zusätzliche frei zugängliche Sport- und Bewegungsmöglichkeiten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu schaffen. Gerade während der Sommerferien besteht ein erhöhter Bedarf an unkomplizierten Freizeit- und Bewegungsangeboten. Mit der zeitweisen Öffnung des Sportplatzes soll deshalb ein zusätzlicher Ort für Sport, Bewegung und Begegnung in Wentorf entstehen. Der Sportplatz wird während der Ferien täglich geöffnet und am Abend wieder geschlossen. Ein Hinweisschild vor Ort informiert über die Nutzung im Rahmen des Testprojekts. Nach Ende der Sommerferien wird das Projekt ausgewertet. Dabei sollen unter anderem die tatsächliche Nutzung des Platzes, der Zustand der Anlage sowie mögliche Schäden betrachtet werden. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse wird der Bürgerausschuss über eine mögliche dauerhafte Öffnung oder weitere Nutzungskonzepte beraten. Mit dem Testprojekt möchte die Gemeinde Erfahrungen sammeln, wie öffentliche Bewegungsangebote künftig erweitert und gleichzeitig der langfristige Erhalt der Anlage sichergestellt werden können.

Gedanken zu „Wentorf pflastert ab“

Posted By Ralf Lesko On In Gesellschaft,Kommunales,Umwelt | 5 Comments
Verlassener Baum auf Kopfsteinpflasterstraße

Es gibt politische Ideen, die fühlen sich gut an. Und es gibt politische Ideen, die wirken. „Abpflastern“ gehört eindeutig zur ersten Kategorie. Die Idee ist schnell erzählt: Bürgerinnen und Bürger sollen Versiegelte Flächen aus ihren Vorgärten entfernen, ein bisschen Grün pflanzen, ein Foto machen – und bekommen dafür 50 Euro. Eine Art Cashback für gutes Gewissen. Der ökologische Payback-Punkt. Man kann das sympathisch finden. Wirklich. Endlich passiert mal etwas. Endlich macht man selbst etwas. Endlich nicht nur reden, sondern handeln – vor der eigenen Haustür, im wahrsten Sinne. Und dann schaut man auf die Zahlen, wenn man möchte. Deutschlandweit hat die Aktion im vergangenen Jahr etwa so viel Fläche entsiegelt wie ein bis anderthalb Fußballfelder. Das klingt erstmal ordentlich – bis man danebenlegt, was gleichzeitig passiert.

Deutschland versiegelt täglich mehr als 70 Fußballfelder. Schleswig-Holstein bringt es auf mehrere Fußballfelder – jeden Tag. Anders gesagt: Während engagierte Bürger ihre Flächen entsiegeln, wächst am Ortsrand die nächste Großversiegelung eines Baugebietes. Während vorne die Steine rausfliegen, rollen hinten die Bagger an. Und zwar nicht im gleichen Maßstab. Eher so: Teelöffel gegen Betonmischer. Man muss kein Zyniker sein, um sich zu fragen, was hier eigentlich passiert.

Natürlich hat „Abpflastern“ einen Wert. Es schafft Bewusstsein. Es zeigt, dass Versiegelung kein abstraktes Problem ist, sondern direkt vor der eigenen Tür beginnt. Jeder Quadratmeter, der wieder Wasser aufnehmen kann, ist besser als keiner. Jede Blüte hilft irgendeiner Biene, die es ohne diese Blüte nicht gäbe. Das ist alles richtig. Aber es ist eben auch nur die halbe Wahrheit. Denn während Bürger mit 50 Euro motiviert werden, ihre Einfahrt aufzubrechen, wenn sie es denn wirklich machen, fehlt an anderer Stelle das, was wirklich zählen würde: verbindliche Regeln. Eine echte Begrenzung von Flächenverbrauch. Politische Entscheidungen, die Wachstum nicht automatisch mit mehr Beton gleichsetzen.

Was würde also tatsächlich wirken?

Zum Beispiel eine harte Obergrenze für Flächenversiegelung. Ein verbindliches nationales Budget – und wenn das aufgebraucht ist, wird schlicht nicht weitergebaut. Wer doch bauen will, muss sich Flächenrechte von anderen Kommunen kaufen. Wachstum bekäme endlich einen Preis. Oder eine echte Versiegelungsabgabe. Nicht symbolisch, sondern spürbar. Jeder neu betonierte Quadratmeter kostet – dauerhaft. Plötzlich lohnt es sich, Parkplätze zu begrünen, Dächer zu nutzen oder bestehende Flächen effizienter zu bebauen, statt immer neue auszuweisen.

Ebenso überfällig: ein konsequentes „Innen vor Außen“ im Baugesetz. Erst Baulücken schließen, Industriebrachen nutzen, aufstocken, nachverdichten – und erst wenn das ausgeschöpft ist, darf überhaupt über neue Flächen am Ortsrand gesprochen werden. Heute ist das eher eine freundliche Empfehlung als eine echte Pflicht. Und schließlich: Rückbauverpflichtungen. Wer versiegelt, muss an anderer Stelle entsiegeln – und zwar im gleichen Umfang. Nicht irgendwann, sondern konkret, nachweisbar und überprüfbar. Das alles wäre politisch möglich. Es wäre nur nicht bequem. Stattdessen wird Verantwortung elegant nach unten delegiert. Das hat etwas Beruhigendes. Für alle Beteiligten. Die Politik kann Aktivität vorweisen. Die Bürger können guten Gewissens pflanzen. Und am Ende wächst trotzdem weiter, was immer gewachsen ist: versiegelte Fläche. Vielleicht ist „Abpflastern“ also weniger eine Lösung als ein Symbol. Ein freundlicher, gut gemeinter Hinweis darauf, dass wir das Problem verstanden haben – ohne es wirklich lösen zu wollen.

Kooperationsprojekt zur Zukunftsgestaltung: Wentorfer Gemeindeverwaltung entwickelt Perspektiven

Posted By Ralf Lesko On In Gesellschaft,Kommunales,Politik | 2 Comments
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Die Gemeinde Wentorf startet ein umfassendes Ortsentwicklungskonzept mit der Technischen Hochschule Lübeck sowie der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH). Die Kooperation bringt frische fachliche Impulse und eröffnet neue Blickwinkel auf zentrale Herausforderungen und Chancen.

Im Mittelpunkt des Projekts stehen vor allem drei Themenbereiche:

Ein erstes Kennenlernen fand am Donnerstag, den 16. April 2026, im Rathaus statt. Dort erhielten die beteiligten Studierenden einen Einblick in die Gemeinde und ihre aktuellen Fragestellungen. Bei einer anschließenden Ortsbegehung konnten sie sich zudem ein eigenes Bild von Wentorf machen und erste Eindrücke sammeln.

Auch in den kommenden Wochen werden Studierende immer wieder im Gemeindegebiet unterwegs sein, um Beobachtungen zu vertiefen und Fragestellungen nachzugehen. Diese Aktivitäten sind Teil des Projekts und kein Anlass zur Besorgnis.

Die Ergebnisse des Projekts werden im Sommer 2026 erwartet. Sie sollen als wertvolle Grundlage in die weiteren Beratungen der politischen Gremien einfließen und die zukünftige Entwicklung Wentorfs maßgeblich mitgestalten.

Warum wir erst bei steigenden Kosten und Krisen wirklich verzichten.

Posted By Ralf Lesko On In Gesellschaft,Politik,Umwelt,Wirtschaft | No Comments
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Wir kennen dieses Muster aus dem eigenen Alltag: Man weiß eigentlich schon länger, dass bestimmte Dinge nicht wirklich notwendig sind. Der tägliche Coffee-to-go, das kaum genutzte Streaming-Abo, spontane Käufe – oder auch der ganz selbstverständliche Griff zum Auto, selbst auf kurzen Strecken. Und trotzdem ändert sich lange nichts. Erst wenn Preise steigen, das Budget enger wird oder äußere Umstände sich verschärfen, entsteht Bewegung. Dann wird verzichtet – oft plötzlich und konsequent.

Dieses Verhalten ist kein Zufall, sondern tief in unserer Psychologie verankert. Menschen reagieren stärker auf spürbare Verluste als auf abstrakte Einsichten. Steigende Preise – etwa bei Kraftstoff – treffen unmittelbar. Sie sind konkret, sichtbar und lassen sich nicht wegdenken. Ganz anders als viele ökologische Argumente, die zwar rational überzeugen, aber im Alltag oft zu weit entfernt erscheinen, um Verhalten tatsächlich zu verändern. Gleichzeitig sind wir Gewohnheitstiere. Unser Alltag besteht aus Routinen, die wir selten hinterfragen, solange sie funktionieren. Das Auto ist bequem, schnell und über Jahre hinweg selbstverständlich geworden. Dass dieser Komfort ökologische Kosten hat, ist bekannt – aber eben nicht unmittelbar spürbar. Erst wenn der Literpreis steigt und jede Fahrt plötzlich „ins Gewicht fällt“, beginnt ein Umdenken. Nicht unbedingt aus Überzeugung, sondern aus Notwendigkeit.

Hier zeigt sich ein unangenehmer, aber ehrlicher Punkt: Wir könnten vieles früher ändern. Wir tun es nur nicht, solange es nicht weh tut.

Doch genau an dieser Stelle stellt sich eine weiterführende Frage – und sie richtet sich nicht nur an den Einzelnen, sondern auch an die Politik: Reicht es aus, darauf zu warten, dass äußere Zwänge Verhalten verändern? Oder wird hier bewusst in Kauf genommen, dass echte Veränderung immer erst unter Druck entsteht? Denn politische Steuerung spielt eine entscheidende Rolle dabei, wie schnell und wie konsequent sich gesellschaftliches Verhalten verändert. Gesetze, Preise, Subventionen und Rahmenbedingungen sind nicht neutral – sie lenken Entscheidungen im Alltag. Wenn etwa steigende Kraftstoffpreise als Signal dienen sollen, weniger zu fahren oder umzudenken, dann stellt sich gleichzeitig die Frage, warum an anderer Stelle oft Mechanismen greifen, die genau diese Wirkung abschwächen oder verzögern.

Steuererleichterungen, Übergangsregelungen, lange Fristen oder das Festhalten an bestehenden Strukturen senden widersprüchliche Signale. Einerseits wird Veränderung eingefordert – etwa im Sinne von Klimaschutz und nachhaltigem Verhalten. Andererseits wird sie politisch so gestaltet, dass sie möglichst wenig unmittelbare Konsequenzen hat. Der Status quo bleibt dadurch länger bestehen, als es angesichts der Herausforderungen eigentlich notwendig wäre. Für den Einzelnen entsteht daraus ein Spannungsfeld: Man soll sein Verhalten ändern, aber die Rahmenbedingungen sind oft nicht konsequent darauf ausgerichtet. Gleichzeitig fehlt eine klare, verständliche Vermittlung, warum bestimmte Veränderungen notwendig sind – und warum sie nicht beliebig aufgeschoben werden können. Politische Kommunikation bleibt häufig technisch oder vorsichtig, statt Orientierung zu geben.

So entsteht ein System, in dem Veränderung zwar theoretisch gewollt ist, praktisch aber immer wieder vertagt wird. Für viele Menschen bedeutet das: Solange es noch geht, bleibt alles beim Alten. Erst wenn es finanziell spürbar wird – etwa an der Tankstelle –, wird gehandelt. Aber dann nicht unbedingt aus Überzeugung, sondern aus Druck. Das wirft eine grundlegende Frage auf: Kann gesellschaftlicher Wandel auf diese Weise überhaupt gelingen? Wenn sowohl individuelles Verhalten als auch politische Entscheidungen dazu neigen, Veränderung möglichst lange hinauszuzögern, entsteht ein kollektives Muster des Abwartens.

Dabei zeigt sich ein Zusammenspiel aus psychologischer Trägheit und politischer Vorsicht. Menschen halten an Gewohnheiten fest, solange sie funktionieren. Politik wiederum vermeidet oft Maßnahmen, die sofort spürbare Einschnitte bedeuten würden – aus Rücksicht auf Akzeptanz, wirtschaftliche Interessen oder kurzfristige Stabilität. Das Ergebnis ist eine Art gegenseitige Verstärkung: Niemand bewegt sich wirklich, solange der Druck nicht groß genug ist. Die Folge ist, dass notwendige Veränderungen häufig erst dann umgesetzt werden, wenn sie kaum noch aufschiebbar sind – und dann oft unter deutlich schwierigeren Bedingungen.

Vielleicht liegt genau hier der kritischste Punkt: Wenn sowohl Individuen als auch politische Systeme primär auf Druck reagieren, statt vorausschauend zu handeln, wird Wandel nicht gestaltet, sondern erzwungen. Und das wirft die Frage auf, ob dieser Weg ausreicht, um den Herausforderungen unserer Zeit gerecht zu werden. Denn am Ende geht es nicht nur darum, dass wir unser Verhalten ändern – sondern auch darum, wie und wann wir es tun.

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Repair Café in Wentorf: Dank an engagierte Helferinnen und Helfer – Ehrenamt kennt kein Alter

Posted By Ralf Lesko On In Gemeinschaften,Gesellschaft,Kommunales,Umwelt | No Comments
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Zum 20. Mal öffnet das Repair Café in Wentorf seine Türen. Das ist ein besonderer Anlass, um Danke zu sagen. Die Klimaschutzmanagerin Yvonne Hargita bedankt sich im Namen der Gemeinde Wentorf bei allen ehrenamtlich Engagierten. Ohne ihren Einsatz wäre das Angebot der Repair Cafés in der Region nicht möglich. Sie schenken ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Erfahrung – und helfen damit ganz praktisch im Alltag. Besonders beeindruckend ist das Engagement zweier langjähriger Helfer: Jens Michaelsen (82) und Gert Philipsen (86). Seit vielen Jahren reparieren sie ehrenamtlich Geräte und geben ihr Wissen weiter – unter anderem in Reinbek, Bergedorf und Sasel. 2022 gründeten sie gemeinsam das Wentorfer Repair Café im Prisma-Jugendtreff. Ihr Einsatz zeigt eindrucksvoll: Ehrenamt kennt kein Alter. Auch mit über 80 Jahren engagieren sie sich regelmäßig und mit großer Leidenschaft für die Gemeinschaft.

Das Repair Café steht für Hilfe zur Selbsthilfe. Besucherinnen und Besucher können defekte Geräte mitbringen und gemeinsam mit den Ehrenamtlichen reparieren. Dabei entstehen nicht nur praktische Lösungen, sondern auch Gespräche und Begegnungen. Das nächste Repair Café in Wentorf findet am Samstag, den 18. April, von 14 bis 16 Uhr statt. Ergänzt wird das Angebot durch eine Fahrrad-Selbsthilfe des ADFC. Ein weiterer Termin ist am Sonntag, den 10. Mai, in Reinbek (Kirchenallee 1). Die Gemeinde Wentorf würdigt mit dem 20. Termin nicht nur ein erfolgreiches Projekt, sondern vor allem die Menschen dahinter. Ihr Engagement ist ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Nachhaltigkeit und gelebte Nachbarschaft.

Zusammenarbeit auf Wentorfer Art: Wenn die Einladung schon die halbe Ausladung ist!

Posted By Vorstand Buergerverein Wentorf On In Bürgerverein Wentorf e.V.,Politik | 9 Comments
Fragen und antworten

In Wentorf wird Zusammenarbeit großgeschrieben. Zumindest theoretisch. Praktisch zeigte die Sitzung des Hauptausschusses am 16. März 2026, dass sich dieses Prinzip auch ganz anders auslegen lässt – innovativ, überraschend und vor allem: ohne störende Konkretisierung.

Der Vorstand des Bürgervereins Wentorf e.V. war an diesem Abend von der Bürgermeisterin zur Sitzung des  Hauptausschusses geladen. In der Einladung wurde nur genannt, dass die „Zusammenarbeit mit Wentorf im Blick“ erörtert werden soll. Eine Agenda. Konkrete Fragestellungen im Vorfeld, Fehlanzeige! In der öffentlich einsehbaren Tagesordnung fand sich lediglich der Hinweis, dass das Thema im nichtöffentlichen Teil behandelt werden sollte. Worum es also genau gehen sollte, blieb offen.

Der Bürgerverein reagierte pragmatisch. Wenn keine Fragen vorliegen, schickt man diejenigen, die Antworten geben können. Der Vorstand delegierte daher die Teilnahme und informierte die Gemeinde schriftlich: Ralf Lesko, verantwortlich für die Inhalte von „Wentorf im Blick“, und Wolfgang Warmer, zuständig für finanzielle Fragen, würden teilnehmen. Beides Vorstandsmitglieder, fachlich zuständig, ordnungsgemäß benannt. Widerspruch? Keiner!

Der Rahmen ist klar: ein etablierter Verein, gegründet 1959, getragen von ehrenamtlichem Engagement, organisiert mit Satzung, Vorstand und klaren Zuständigkeiten. Auf der anderen Seite die kommunale Struktur mit Bürgermeisterin, Gemeindevertretung und ihren Ausschüssen.

Der Abend beginnt unspektakulär. Öffentlicher Teil, Routine, keine Auffälligkeiten. Dann der nichtöffentliche Abschnitt – und mit ihm eine neue Definition von Zusammenarbeit. Die Vertreter des Bürgervereins verlassen den Raum und warten. Vor der Tür. Zusammen mit anderen, die ebenfalls „nichtöffentlich“ sind. Demokratie im Wartebereich, direkt neben dem Wasserspender – vielleicht der symbolträchtigste Ort dieses Abends. Nach rund 15 Minuten öffnet sich die Tür. Der Ausschussvorsitzende tritt heraus – und beendet das angekündigte Gespräch, bevor es begonnen hat. Man werde nicht mit den anwesenden Vertretern des Vorstands sprechen. Begründung: Die Anwesenden seien nicht „der Vorstand“. 

Das muss man sich vor Augen führen: Eine Einladung wird ausgesprochen. Vertreter werden benannt, angekündigt und nicht beanstandet. Und am Ende scheitert das Gespräch genau an dieser Vertretung. Ein Vorgang, der weniger nach Missverständnis als nach Haltung klingt. Offen bleibt auch, warum die Öffentlichkeit ausgeschlossen wurde. Der Gesetzgeber sieht dies vor, wenn das öffentliche Wohl oder berechtigte Interessen Einzelner betroffen sind. Welche dieser Voraussetzungen hier erfüllt waren, erschließt sich nicht. Der Bürgerverein jedenfalls sah seine Interessen nicht gefährdet. Statt Klarheit entsteht ein anderer Eindruck: Zusammenarbeit scheint in Wentorf vor allem dann stattzufinden, wenn sie exakt den eigenen Erwartungen entspricht – personell wie inhaltlich. Alles andere wird aussortiert. Dabei geht es nicht um irgendeinen Akteur. Der Bürgerverein organisiert seit Jahrzehnten Veranstaltungen, pflegt kulturelle Angebote, betreibt das Heimatmuseum und gibt mit „Wentorf im Blick“ eine lokale Publikation heraus. Ehrenamtlich. Verlässlich. Für die Gemeinde.

Der gesamte Ablauf hinterlässt keinen Eindruck von Missverständnis oder unglücklicher Kommunikation. Er wirkt geplant – zumindest aber bewusst in Kauf genommen. Und genau deshalb drängt sich am Ende eine zentrale Frage mit Nachdruck auf:

Was war hier eigentlich wirklich geplant?

Ein ernsthaftes Gespräch über Zusammenarbeit – oder ein Termin, der von Anfang an nicht auf Dialog ausgelegt war? Wer einlädt, ohne Inhalte zu benennen, Vertreter akzeptiert und sie dann im entscheidenden Moment ohne Erklärung abweist, sendet ein klares Signal. Nur ist dieses Signal alles andere als eines von Offenheit, Transparenz oder partnerschaftlicher Zusammenarbeit. 

 

 

 

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Achtung Raucher: Kippe fallenlassen kann Geld kosten – auch in Wentorf!

Posted By Ralf Lesko On In Gesellschaft,Umwelt | 3 Comments
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Wer seine Zigarettenkippe einfach auf die Straße wirft, verstößt gegen das Gesetz und schadet der Umwelt. Es ist verboten, Müll, zu dem auch Zigarettenreste zählen, in der Öffentlichkeit zu entsorgen. Dies fällt unter die Ordnungswidrigkeit des „Litterings“ und kann von den örtlichen Behörden geahndet werden.

Auch wenn die exakte Bußgeldhöhe in Wentorf nicht öffentlich exakt ausgewiesen ist, orientiert man sich in Schleswig-Holstein an üblichen Verwarnungen für weggeworfene Kippen: Diese liegen meist bei etwa 10 Euro, können aber je nach Schwere des Verstoßes steigen. Die Botschaft ist klar: Müll gehört in den Mülleimer, nicht auf Gehweg oder Straße. Neben der gesetzlichen Pflicht besteht auch eine moralische und ökologische Verantwortung. Zigarettenfilter enthalten Giftstoffe, die Böden und Gewässer erheblich belasten können. Schon eine einzelne Kippe kann bis zu 60 Liter Wasser verschmutzen. Wer die Umwelt schützen will, darf also nicht einfach wegwerfen.

Wer raucht, muss die Kippe ordnungsgemäß entsorgen – in einem öffentlichen Mülleimer, Aschenbecher oder einem Taschenaschenbecher. Die Regeln sind eindeutig, und sie gelten für jede Straße, jeden Gehweg und jede Grünfläche. Das gilt auch in Wentorf!

 

Foto: Pixabay

 

Kampagne „wentorf abpflastern!“ startet zum Frühlingsanfang

Posted By Ralf Lesko On In Umwelt | No Comments
Verlassener Baum auf Kopfsteinpflasterstraße

Mit dem Beginn des Frühlings startet die Gemeinde Wentorf bei Hamburg die Kampagne „wentorf abpflastern!“. Ziel ist es, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern versiegelte Flächen in Gärten und Vorgärten wieder zu begrünen und damit etwas für Klima, Natur und Lebensqualität im Ort zu tun.

In vielen Gärten wurden in den vergangenen Jahren große Flächen mit Pflastersteinen, Beton oder Schotter gestaltet. Diese gelten oft als pflegeleicht und ordentlich. Tatsächlich haben solche versiegelten Flächen jedoch mehrere Nachteile: Regenwasser kann schlechter versickern, im Sommer heizen sich die Flächen stark auf und für Insekten und andere Tiere bieten sie kaum Lebensraum. Hinzu kommt: Schottergärten und die Versiegelung unbebauter Flächen sind nach der Landesbauordnung Schleswig-Holstein grundsätzlich nicht erlaubt. Ein weiterer Grund also, vorhandene Versiegelungen wieder zu entfernen und durch Grünflächen zu ersetzen.

Mit der Kampagne ruft die Gemeinde alle Wentorferinnen und Wentorfer dazu auf, selbst aktiv zu werden: Pflastersteine entfernen, Flächen entsiegeln und stattdessen Stauden, Gräser oder andere heimische Pflanzen setzen. Schon kleine Veränderungen können dabei eine große Wirkung haben – für die Artenvielfalt, für ein angenehmeres Mikroklima und für einen lebendigeren Garten. Um den Einstieg zu erleichtern, unterstützt die Gemeinde die ersten 30 Teilnehmenden mit einem Zuschuss von 50 Euro. Wer mitmachen möchte, kann einfach Vorher- und Nachher-Fotos der Fläche sowie Zahlungsbelege und seine Bankverbindung per E-Mail an klimaschutz@wentorf.de [19] senden. Weitere Informationen zur Entsiegelung, zum bundesweiten Wettbewerb „abpflastern!“ sowie praktische Tipps für einen naturnahen Garten sind auf der Internetseite der Gemeinde zu finden: www.wentorf.de/abpflastern [20]

 

Beitragsbild: WiB-Online

 

 

Schulcampus Wentorf: Vision, Chronologie, Kehrtwende und offene Fragen

Posted By Monika Lehmann-Ralf Lesko On In Kommunales,Politik,Schule | 7 Comments
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In Wentorf ist wohl eine der größten kommunalpolitischen Debatten der vergangenen Jahre vorerst beendet – und wirft zugleich neue Fragen auf. Die CDU hat ihre Pläne für ein zentrales Schulzentrum auf dem Kleingartengelände an der Berliner Landstraße offiziell aufgegeben. Als Begründung nennt die Fraktion die begrenzten finanziellen Spielräume der Gemeinde sowie den Wunsch, die gewachsene und eigenständige Schullandschaft Wentorfs zu erhalten. Auch die Bündnis 90/Die Grünen haben ihre bisherige Unterstützung für das Projekt inzwischen relativiert. Statt eines groß dimensionierten Schulcampus soll der Blick nun stärker auf die Weiterentwicklung der bestehenden Standorte gerichtet werden. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die Gemeinschaftsschule Wentorf am Fritz-Specht-Weg, gleichzeitig soll auch das Gymnasium Wentorf weiterhin in die zukünftigen Planungen einbezogen werden. Die Entscheidung markiert eine deutliche Kehrtwende in einer Debatte, die bereits seit mehreren Jahren die lokale Schulpolitik prägt.

Offiziell begann der Prozess im September 2022, als die Gemeindevertretung die sogenannte „Phase 0“ beschloss. Ziel war es, zunächst eine umfassende Bedarfsermittlung für alle Wentorfer Schulen durchzuführen, um Sanierungs- und Neubedarfe zu analysieren und eine Grundlage für langfristige Planungen zu schaffen. Damit legte die Verwaltung den Grundstein für Überlegungen, die Schulstandorte zu modernisieren und mögliche Synergien zwischen Gymnasium und Gemeinschaftsschule zu prüfen.

Im Mai 2023 wurden die ersten Ergebnisse dieser Phase im Bürgerausschuss vorgestellt. In diesem Zusammenhang tauchte erstmals die Idee auf, beide Schulen an einem gemeinsamen Standort zusammenzuführen. Öffentlich sichtbar intensivierte sich die Debatte jedoch erst 2024, als im April eine erweiterte Bedarfsermittlung präsentiert wurde, die konkrete Szenarien für Neubau, Modernisierung und einen möglichen Campus aufzeigte. Dabei wurden neben pädagogischen Fragen auch Flächenbedarf, Verkehrsplanung und erste Kostenschätzungen diskutiert.

Im Dezember 2024 verabschiedeten CDU, Grüne und FDP schließlich einen sogenannten Sechs-Punkte-Plan zur Schulentwicklung. Darin wurde unter anderem vorgesehen, den Neubau beider Schulen zu prüfen und einen möglichen Campusstandort auf dem Gelände des Kleingartenvereins zu untersuchen. Ab diesem Zeitpunkt rückte das Campusprojekt deutlich ins Zentrum der lokalen Schulpolitik, begleitet von intensiven Diskussionen über Kosten, Standortwahl und Machbarkeit.

Im Verlauf des Jahres 2025 verdichteten sich jedoch die Zweifel. Eine Machbarkeitsstudie kam im November 2025 zu dem Ergebnis, dass das vorgesehene Kleingartengelände für ein funktional sinnvoll betriebenes Schulzentrum zu klein sei. Kurz darauf wurde eine Kostenrahmenschätzung bekannt, die den möglichen Finanzbedarf auf mindestens 215 Millionen Euro bezifferte. Gleichzeitig hatten sich beide Schulleitungen bereits zuvor kritisch zu einem gemeinsamen Campus geäußert.

Trotz dieser Hinweise wurden zunächst weitere Prüfaufträge an die Verwaltung erteilt und zusätzliche Untersuchungen angestoßen. Erst jetzt, Ende Februar 2026 erfolgte nun die politische Kehrtwende: Die CDU erklärte, die Campuspläne nicht weiterzuverfolgen. Viele Beobachter sehen darin eine verspätete Reaktion auf die inzwischen deutlich gewordenen Kostenrisiken und praktischen Schwierigkeiten des Projekts. Bemerkenswert ist dabei auch die politische Vorgeschichte. Die Idee eines Schulcampus war ursprünglich aus den Reihen der Mehrheitsfraktion selbst hervorgegangen und hatte im Verlauf der Diskussion auch andere Fraktionen der Gemeindevertretung erfasst. Über mehrere Jahre entwickelte sich daraus ein umfangreicher Planungs- und Prüfprozess, der Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit gleichermaßen beschäftigte.

Die Rolle der Grünen zeigt in dieser Entwicklung ein eigenes Spannungsfeld. Über längere Zeit unterstützten sie das Projekt – teils aktiv, teils stillschweigend – und beteiligten sich mit Anträgen und Fragenkatalogen an die Verwaltung, etwa zu Kosten, Flächenentwicklung und Sanierungsbedarf. Eine klar erkennbare alternative Position wurde jedoch lange nicht formuliert, sodass sie in der öffentlichen Wahrnehmung häufig eher als politische Begleiter der CDU erschienen als eigenständige Impulsgeber. Andere Parteien wie die SPD hatten zwar frühzeitig für eine schrittweise Weiterentwicklung der bestehenden Standorte plädiert, konnten diese Position jedoch über längere Zeit nicht prägend in der öffentlichen Debatte durchsetzen. Parallel dazu spielte auch die demografische Entwicklung eine wichtige Rolle. Kurzfristig steigen die Schülerzahlen im Hamburger Umland durch den Zuzug junger Familien. Langfristig könnten sie jedoch stagnieren oder sogar sinken. Damit stellt sich die Frage, ob ein sehr großer Schulcampus auf Dauer überhaupt notwendig oder angemessen gewesen wäre. Diese Unsicherheit wurde im politischen Entscheidungsprozess zwar thematisiert, blieb jedoch häufig im Hintergrund gegenüber den baulichen und planerischen Fragen.

Mit der Aufgabe der Campuspläne endet zwar ein zentrales Kapitel der Wentorfer Schulpolitik, doch das politische Nachspiel dürfte noch folgen. Denn über mehrere Jahre wurden Gutachten, Studien und Prüfaufträge vergeben, und erhebliche personelle Ressourcen in Verwaltung und Politik gebunden. Wie hoch die bisher entstandenen Kosten für Planung, Untersuchungen und Verwaltungsarbeit tatsächlich sind, ist bislang kaum öffentlich aufgearbeitet worden. Damit stellt sich nun nicht nur die Frage nach der zukünftigen Schulentwicklung in Wentorf, sondern auch nach Transparenz und politischer Verantwortung im bisherigen Entscheidungsprozess. Ebenso bleibt offen, warum Schulen, Eltern und Bürger nicht von Beginn an stärker in die Planungen einbezogen wurden. Gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung hätte eine frühere Beteiligung möglicherweise dazu beitragen können, Konflikte zu vermeiden und Alternativen früher sichtbar zu machen. Das Schulcampus-Projekt in Wentorf zeigt einmal wieder exemplarisch, wie parteilich ambitionierte kommunale Projekte entstehen, wachsen – und schließlich wieder verworfen werden. Zugleich verdeutlicht die Debatte, wie wichtig klare Kommunikation, realistische Kostenabschätzungen und eine frühzeitige Einbindung der Öffentlichkeit sind, wenn langfristige Infrastrukturentscheidungen getroffen werden.

 

Titelfoto: Pixabay

 

ChansonManie bringt Piaf und Dietrich nach Wentorf-Publikum fordert Zugabe

Posted By Ralf Lesko On In Bürgerverein Wentorf e.V.,Kunst & Kultur | No Comments
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„Vergiss nie, dass ich dich liebe!“ – fulminante Hommage an Édith Piaf und Marlene Dietrich

Ein neues Konzertformat hat in Wentorf einen glänzenden Auftakt erlebt: Der Bürgerverein Wentorf e.V. lud am 11. März zu einem Chanson- und Theaterabend in die Alte Schule Wentorf – und das Haus war bis auf den letzten Platz gefüllt. Schon lange vor Beginn herrschte erwartungsvolle Stimmung im Saal. Am Ende des Abends war klar: Das Wentorfer Publikum hatte einen besonderen kulturellen Moment erlebt – und honorierte ihn mit lang anhaltendem Applaus und der Forderung nach einer Zugabe.

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Unter dem Titel „Vergiss nie, dass ich dich liebe!“ entführte das Trio ChansonManie sein Publikum in die bewegende Geschichte zweier Jahrhundertkünstlerinnen: Édith Piaf und Marlene Dietrich. Der dramaturgische Ausgangspunkt des Abends: ihre Begegnung 1947 in New York. Die kleine, temperamentvolle Chansonette aus Paris mit der unverwechselbaren Stimme, die Millionen zu Tränen rührte – und die große, elegante Weltbürgerin, längst ein internationaler Star. Aus Bewunderung wurde Freundschaft, aus Freundschaft eine tiefe Verbundenheit, die bis heute Stoff für Legenden liefert.

Besonders berührend war die Szene um ein kleines, vergilbtes Brieflein, das nach Dietrichs Tod auf ihrem Nachttisch gefunden wurde – ein Zettel mit wenigen Worten aus Piafs Hand:
„Vergiss nie, dass ich dich liebe!“ Ein Satz, der dem Abend seinen Namen gab und im Saal spürbar nachklang.

Das Trio ChansonManie verstand es meisterhaft, Musik, Schauspiel und Erzählung miteinander zu verweben. Mit großer stilistischer Sicherheit und viel Gefühl ließen die drei Künstler die Welt des Chansons lebendig werden. Rund um Piaf und Dietrich öffnete sich ein weiter Kosmos aus Zeitgeschichte und Künstlerfreundschaften: Figuren wie Jean Cocteau, Bruno Coquatrix und Ernest Hemingway tauchten ebenso auf wie die großen Schauplätze ihres Lebens – Paris, Berlin und New York. Das Publikum folgte gebannt dieser Reise durch Musik, Geschichten und Erinnerungen. Die geforderte Zugabe wurde mit sichtbarer Freude gegeben – ein würdiger Abschluss eines intensiven Abends.

Für den Bürgerverein Wentorf erwies sich das neue Format eines Chanson- und Theaterabends damit als voller Erfolg. Persönlich, gefühlvoll und charmant – genau so hatte man den Abend angekündigt. Und genau so wurde er vom Publikum erlebt. Wentorf darf sich auf eine Fortsetzung freuen.

 
Fotos: Ralf Lesko

Der tut doch nichts – eine kleine Feldstudie zur selektiven Rücksichtnahme

Posted By Ralf Lesko On In Gesellschaft | 6 Comments
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Es ist ein ganz normaler Waldspaziergang auf der Wentorfer Seite des Bergedorfer Friedhofs. Vogelgezwitscher, feuchter Waldboden, die übliche Mischung aus Joggern, Spaziergängern und Menschen, die den Wald als Erweiterung ihres Wohnzimmers betrachten. Alles ruhig. Alles friedlich. Bis plötzlich ein Hund auftaucht. Nicht klein. Nicht angeleint. Etwa zwanzig Meter voraus, ganz ohne erkennbaren Menschen im Schlepptau. Für einen kurzen Moment stellt sich diese leise, uralte Frage: Kommt da gleich jemand dazu – oder ist das jetzt einfach so? Erst später erscheint die dazugehörige Halterin. Eine Frau auf einem Lastenfahrrad, vorne zwei kleine Kinder im Transportkasten, hinten das gute Gefühl, alles richtig zu machen. Der Hund läuft weiterhin frei voraus. Die Szene wirkt auf den ersten Blick modern, ökologisch, verantwortungsvoll. Lastenrad statt SUV. Kinder an Bord. Hund in Freiheit. Fast idyllisch.

Wir sprechen die Frau freundlich an. Ruhig. Ohne Vorwurf. Mit dem Hinweis, dass es Menschen gibt, die Angst vor freilaufenden Hunden haben – insbesondere dann, wenn man zuerst dem Hund begegnet und erst deutlich später dem Menschen, der ihn kontrollieren sollte. Ganz abgesehen davon, dass im Wald Leinenpflicht gilt. Was wir erwarten? Vielleicht ein kurzes Innehalten. Ein „Stimmt, hab ich nicht bedacht.“ Oder wenigstens ein höfliches Nicken. Was wir bekommen, ist ein Klassiker. „Der tut doch nichts.“

Dieser Satz ist so etwas wie der Generalschlüssel der verantwortungsfreien Hundehalterei. Er öffnet alle Türen, hebt alle Regeln auf und ersetzt jede Rücksichtnahme durch subjektives Wohlbefinden. Dass Angst nichts mit objektiver Gefährlichkeit zu tun hat, sondern mit Wahrnehmung, Erfahrung und Unsicherheit – geschenkt. Doch es kommt noch besser. Die rhetorische Krönung folgt auf dem Fuße: „Meine Kinder haben keine Angst vor dem Hund!“

Ein bemerkenswerter Satz. Denn offenbar gilt in diesem Moment eine neue gesellschaftliche Regel: Maßstab für öffentliches Verhalten ist nicht mehr das Gesetz, nicht mehr der gemeinsame Raum, nicht einmal der gesunde Menschenverstand – sondern die emotionale Verfassung der eigenen Kinder. Dass es andere Kinder gibt. Andere Erwachsene. Andere Erfahrungen. Andere Ängste. Dass vielleicht genau dort, wo der Hund gerade frei vorausläuft, irgendwann ein Kind steht, das panisch reagiert – irrelevant.
Die eigene Welt ist in Ordnung. Also ist die Welt in Ordnung. Die Frau fährt weiter. Zufrieden. Bestimmt. In ihrer ganz persönlichen Freiheit. Der Hund voraus, die Kinder vorne, die Verantwortung irgendwo dazwischen verloren gegangen.

Zurück bleibt ein Gefühl, das viele kennen: Man hat nichts falsch gemacht, freundlich kommuniziert, Rücksicht eingefordert – und trotzdem verloren. Gegen Ignoranz im Gewand der Selbstverständlichkeit. Denn das eigentliche Problem sind nicht Hunde. Es sind Erwachsene, die glauben, Rücksicht sei optional, solange bei ihnen alles gut ist. Und die nicht merken, dass „Der tut doch nichts“ oft nur eine andere Form von „Mir egal“ ist. Der Wald ist kein privater Hundeauslauf. Der öffentliche Raum kein Experimentierfeld für individuelle Freiheitsgefühle. Und Verantwortung endet nicht dort, wo das eigene Lastenrad außer Sichtweite ist.

Aber immerhin wissen wir jetzt eines ganz sicher: Ihre Kinder haben keine Angst. Alle anderen dürfen sehen, wie sie klarkommen.

 
Beitragsfoto: Pixabay

 

„Repair Café Wentorf mit ADFC-Fahrradwerkstatt: Termine 2026 stehen fest

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Fahrradwegkennzeichnung

Auch im Jahr 2026 lädt das Repair Café Wentorf zum gemeinsamen Reparieren ein. Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, defekte Alltagsgegenstände gemeinsam mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern instand zu setzen – ganz nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe. Ergänzt wird das Angebot durch eine Fahrradwerkstatt in Kooperation mit der ADFC Ortsgruppe Wentorf/Börnsen.

Die Repair-Café-Termine finden jeweils am dritten Samstag der geraden Monate von 14 bis 16 Uhr im Prisma Jugendtreff statt. Der Standort bietet dabei einen zusätzlichen Mehrwert: Seit Ende vergangenen Jahres stellt die Gemeinde hier eine frei zugängliche Fahrrad-Reparaturstation bereit.

Die Termine für 2026 im Überblick:

Repariert werden können unter anderem elektrische Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, Fahrräder, Textilien und weitere Alltagsgegenstände. Es handelt sich nicht um einen kostenlosen Reparaturservice; für Ersatzteile oder Materialien wird ein Selbstkostenpreis erhoben. Begleitend gibt es Kaffee und Kuchen gegen eine Spende.

Das Repair Café Wentorf freut sich über Besucherinnen und Besucher ebenso wie über neue ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer.

Bei Fragen wenden Sie sich an das Klimaschutzmanagement der Gemeinde Wentorf unter 040 72001279.“

 

Beitragsfoto: Ralf Lesko

 

 

Der Seniorenbeirat lädt zu Spielenachmittagen 2026

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Der Spielenachmittag lädt zu einem gemütlichen Beisammensein ein, bei dem der gemeinsame Spielspaß im Mittelpunkt steht. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern steht eine große Auswahl an Karten- und Brettspielen zur Verfügung, darunter Skat, Doppelkopf, Rommé sowie zahlreiche weitere Gesellschaftsspiele. Außerdem besteht die Möglichkeit, eigene Spiele mitzubringen. Das Angebot richtet sich an alle Interessierten, unabhängig davon, ob sie erfahrene Kartenspieler sind oder einfach eine entspannte Spielrunde genießen möchten. In angenehmer Atmosphäre entstehen spannende Spielverläufe und anregende Gespräche, die den Nachmittag zu einem geselligen Erlebnis machen.

Wo: „Alte Schule“,
Teichstraße 1, 21465 Wentorf bei Hamburg

Wann:

Mittwoch, 14.01.2026 14:00 bis 18:00 Uhr
Mittwoch, 11.02.2026 14:00 bis 18:00 Uhr
Mittwoch, 11.03.2026 14:00 bis 18:00 Uhr
Mittwoch, 08.04.2026 14:00 bis 18:00 Uhr
Mittwoch, 13.05.2026 14:00 bis 18:00 Uhr
Mittwoch, 10.06.2026 14:00 bis 18:00 Uhr
Mittwoch, 08.07.2026 14:00 bis 18:00 Uhr


Bitte kommen Sie pünktlich, damit sich die Spielgruppen direkt finden können. 

 

 

Beitragsfoto: Pixabay

 

 

Wentorf baut Radinfrastruktur aus: Neue Servicestationen und zusätzliche Abstellbügel

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Fahrradreparaturstation QR-Code-Collage

Wentorf baut Radinfrastruktur aus: Neue Servicestationen und zusätzliche Abstellbügel

Die Gemeinde Wentorf bei Hamburg setzt ein weiteres Zeichen für nachhaltige Mobilität. An drei zentralen Orten wurden jetzt neue Fahrradservicestationen in Betrieb genommen, die allen Bürgerinnen und Bürgern sowie den Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften der örtlichen Schulen offenstehen. Ergänzt wird das Angebot durch neun zusätzliche Fahrradanlehnbügel, die das sichere Abstellen von Rädern erleichtern sollen.

Drei neue Servicestationen für schnelle Hilfe unterwegs

Die neuen Stationen ermöglichen kleinere Reparaturen in Eigenregie und bieten zudem die Möglichkeit, Reifen aufzupumpen – auch an Kinderwagen. Aufgestellt wurden sie an folgenden Standorten:

Alle Stationen sind überdacht und damit ganzjährig nutzbar. Über einen QR-Code gelangen Nutzerinnen und Nutzer direkt zu digitalen Anleitungen, die Schritt für Schritt durch einfache Reparaturen führen.

Mehr Platz für Fahrräder

Um die Radinfrastruktur weiter zu stärken, hat die Gemeinde außerdem neun neue Fahrradanlehnbügel installiert:

Mit den zusätzlichen Abstellmöglichkeiten soll der Radverkehr sicherer und komfortabler werden – ein weiterer Baustein im Bemühen, klimafreundliche Mobilität im Ort zu fördern.

Fördermittel unterstützen Ausbau

Finanziell unterstützt wurde das Projekt durch das Bundesförderprogramm Stadt und Land, das 75 Prozent der Kosten übernahm. Insgesamt erhielt die Gemeinde Wentorf eine Fördersumme von 7.650 Euro.

Mammutbaum (Sequoia) in der Kirschkoppel gefällt – Anwohner überrascht und verärgert!

Posted By Ralf Lesko On In Gesellschaft,Politik,Umwelt | 4 Comments
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In den Morgenstunden des 12. November 2025 wurde in der Kirschkoppel 1 (Privatgrundstück) der große Mammutbaum (Sequoia) gefällt. Der Baum hatte über Jahrzehnte das Straßenbild geprägt und galt vielen Anwohnern als markantes Wahrzeichen. Die Fällung erfolgte ohne vorherige Information der Nachbarschaft und führte bei vielen zu Überraschung und deutlicher Verärgerung.

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Bereits kurz nach Beginn der Arbeiten erreichten sowohl die Redaktion von Wentorf im Blick – Online als auch die Wentorfer Gemeindeverwaltung zahlreiche Anrufe von Anwohnern. Auf Nachfrage erklärte die Pressestelle der Gemeinde Wentorf, dass auch die Verwaltung selbst zunächst von der Maßnahme überrascht worden sei. Erst nach Rückfrage beim Kreis in Ratzeburg habe sich bestätigt, dass dort eine gültige Fällgenehmigung erteilt worden war. Auch Anwohner, die selbst Kontakt mit der Ratzeburger Behörde aufgenommen hatten, erhielten die gleiche Auskunft.

Die Genehmigung wirft jedoch Fragen auf. Offenbar wurde die Bedeutung des Baumes für das unmittelbare Wohnumfeld in Ratzeburg nicht umfassend berücksichtigt. Zudem wurde die Entscheidung nicht im Vorfeld mit der Gemeinde Wentorf abgestimmt. Die Pressestelle spricht in diesem Zusammenhang von einem „unglücklichen Informationsfluss“ zwischen den zuständigen Stellen des Kreises und der örtlichen Verwaltung.

Zwar wurde die Fällung rechtlich ordnungsgemäß für das betreffende Privatgrundstück genehmigt, dennoch bleibt für viele Beobachter unklar, wie gründlich der Einzelfall geprüft wurde. Der Eindruck, dass die Entscheidung ohne ausreichende Einbindung der lokalen Ebene getroffen wurde, steht im Raum.

Wie auch immer, der Mammutbaum ist  unwiederbringlich verloren. Vor diesem Hintergrund richten sich nun die Blicke auf die Wentorfer Politik und Verwaltung. Es stellt sich die Frage, wie derartige Kommunikationsprobleme zwischen dem Kreis Ratzeburg und der Gemeinde künftig vermieden werden können. Der Vorfall zeigt, dass rechtlich korrekte Entscheidungen nicht zwangsläufig als nachvollziehbar oder akzeptabel wahrgenommen werden, wenn sie das Ortsbild oder das Lebensumfeld vieler Menschen betreffen. Hier bedarf es einer engeren Abstimmung und einer sensibleren Handhabung. Zurück bleiben Anwohner, die sich nicht nur über den Verlust eines markanten Baumes, sondern auch über fehlende Information und Transparenz seitens der beteiligten Behörden enttäuscht zeigen.

Wentorf im Blick berichtete bereits in der Ausgabe Nr. 90/2021 über den Mammutbaum. Den Beitrag können Sie hier nachlesen: WiB Nr. 90/2021. [26]

Titelfoto: G. Saborowski/Beitragsfoto: Uli Gröhn

Versiegelte Flächen-eine wachsende Gefahr!

Posted By Ralf Lesko On In Umwelt | No Comments
Verlassener Baum auf Kopfsteinpflasterstraße

In Deutschland wächst die versiegelte Fläche weiterhin, wenn auch etwas langsamer als in den Jahren zuvor. Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes sind inzwischen rund 7,3 % der gesamten Landesfläche dauerhaft versiegelt – das entspricht etwa 52.000 Quadratkilometern, also der Fläche von Niedersachsen und Schleswig-Holstein zusammen. Versiegelte Flächen sind Bereiche, auf denen der Boden durch Asphalt, Beton oder Gebäude abgedeckt ist und kein Wasser mehr versickern kann. Dazu zählen Straßen, Parkplätze, Industrieflächen und Siedlungsgebiete. Diese Entwicklung hat Folgen für das Klima, die Biodiversität und die Hochwassergefahr.

Auch in Schleswig-Holstein nimmt die Versiegelung kontinuierlich zu. Zwischen 2016 und 2022 stieg die versiegelte Fläche von rund 921 km² auf 951 km². Das entspricht einem jährlichen Zuwachs von durchschnittlich rund 5 km².
Eine lineare Projektion deutet darauf hin, dass Schleswig-Holstein im Jahr 2030 etwa 980 km² versiegelte Fläche erreichen dürfte – trotz Bemühungen um eine nachhaltigere Flächennutzung.

Das entspricht rund 9 % der Landesfläche, womit Schleswig-Holstein im bundesweiten Vergleich im Mittelfeld liegt.

Deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern.

Diese Unterschiede spiegeln die wirtschaftliche Struktur, Bevölkerungsdichte und Urbanisierung wider.

Ziele und Herausforderungen

Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, den täglichen Flächenverbrauch bis 2030 auf unter 30 Hektar pro Tag zu senken. Aktuell liegt der Wert laut Umweltbundesamt jedoch bei rund 55 Hektar täglich – also fast doppelt so hoch. Experten fordern daher eine konsequentere Umsetzung von Innenentwicklung statt Außenentwicklung, also die Nachverdichtung bestehender Siedlungsflächen statt der Erschließung neuer Baugebiete. Auch eine stärkere Förderung von Gründächern, entsiegelten Stadtflächen und klimafreundlicher Verkehrsplanung könnte helfen, den Trend zu bremsen.

Folgen für Umwelt und Klima

Versiegelung bedeutet, dass Regenwasser nicht mehr versickern kann – das erhöht das Risiko von Starkregenüberschwemmungen und Hitzestau in Städten. Zudem gehen durch die Betonierung Lebensräume für Tiere und Pflanzen verloren. Nach Angaben des Umweltbundesamtes tragen entsiegelte und begrünte Flächen erheblich zur Klimaanpassung bei: Sie speichern CO₂, fördern die Grundwasserneubildung und wirken temperaturausgleichend.

Fazit

Trotz wachsender Sensibilität bleibt die Bodenversiegelung eine der zentralen ökologischen Herausforderungen Deutschlands. Zwar verlangsamt sich der Flächenverbrauch leicht, doch von einer echten Trendwende ist das Land noch weit entfernt. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob sich das 30-Hektar-Ziel tatsächlich erreichen lässt – oder ob Deutschland weiter wächst, ohne Rücksicht auf den Boden, auf dem es steht.

Datenquellen: Statistisches Bundesamt, Umweltbundesamt, eigene Berechnungen (2016–2030, Prognose auf Basis linearer Entwicklung).

 

Grafik: WiB-Online

Umgestaltung des Casinoparks in Wentorf nimmt Fahrt auf!

Posted By Ralf Lesko On In Politik | 2 Comments
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Nach 23 Jahren voller Anläufe, Unterbrechungen und Stillstand soll es nun endlich soweit sein: Die Umgestaltung des Casinoparks nimmt konkrete Formen an. Seit 2002 wurde immer wieder geplant, diskutiert und neu angesetzt – ohne dass es zu einer Umsetzung kam. Jetzt aber stehen die Zeichen so gut wie nie zuvor, dass die Umgestaltung des Casinoparks nach den Vorstellungen der Wentorfer*innen doch noch einen erfolgreichen Abschluss findet. Auf der Sitzung des Liegenschaftsausschusses am 11. September 2025 stellte Bürgermeisterin Kathrin Schöning die Ergebnisse der bisherigen Vorplanung vor.

Die von den Wentorfer Bürger*innen ausgewählte Variante der Bauminseln bildet die Grundlage für die umzusetzende Gestaltung  des Casinoparks. Um die Aufenthaltsqualität im Park noch weiter zu verbessern, soll die Bauminselvariante nach Vorschlag des, die Planung durchführenden Unternehmens Bruun & Möllers Landschaften  noch erweitert werden (siehe Grafik). Damit insbesondere der Windzug, der im Casinopark häufig als unangenehm empfunden wird, massiv reduziert werden kann. 

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Casinopark erweitertes Konzept Bauminseln

Finanzielle Rahmenbedingungen

Die geschätzten Gesamtkosten für das Projekt liegen in der aktuellen Planungsphase (mit einer Toleranz von ±50 %) bei rund 3,4 Millionen Euro (brutto). Davon entfallen 25 % (ca. 850.000 Euro) auf die Planungskosten, die im Haushalt 2025/2026 berücksichtigt werden müssen. Der Ausschuss beauftragte die Bürgermeisterin, diese Anpassungen im Budget des Liegenschaftsausschusses für den zweiten Nachtragshaushalt des Doppelhaushalts 2025/2026 vorzusehen. Für die Kosten wurde ein Sperrvermerk gesetzt, sodass die Mittel erst nach erneuter politischer Freigabe verwendet werden können. Um die laufende Vorplanung 2025 fortführen zu können, mussten zudem 40.000 Euro sofort freigegeben werden. Dieser Betrag wurde im Liegenschaftsausschuss einstimmig beschlossen und freigegeben.

Infobox: Zahlen und Fakten zum Projekt Casinopark

In der Sitzung wurde deutlich, dass das Projekt Casinopark nun mit Energie vorangetrieben werden soll. Bürgermeisterin Kathrin Schöning bekräftigte gegenüber Wentorf im Blick ihr persönliches Engagement: „Ich fühle mich dem Projekt Umgestaltung Casinopark verpflichtet – und möchte da jetzt den Deckel draufsetzen.“

Es bleibt zu hoffen, dass die Umsetzung nicht mehr durch parteipolitische Auseinandersetzungen ins Stocken gerät und dass die Weichen für die Neugestaltung des Casinoparks nun endlich gestellt sind und die Wentorfer*innen sich auf einen, attraktiven, nach ihren Vorstellungen umgestalteten Casinopark freuen können.

Kommunale Finanzen

Posted By Dieter Traut On In Kommunales,Politik | No Comments
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Am 30. Juli veröffentlichte die Bertelsmann Stiftung ihren alle zwei Jahre erscheinenden Kommunalen Finanzreport zur aktuellen finanziellen Situation der Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland. Danach wurde 2024 das mit 25 Milliarden Euro größte kommunale Defizit der bundesdeutschen Geschichte verbucht. Und beim Ausblick für die kommenden Jahre ist die Stiftung pessimistisch: Das strukturelle Problem der Sozialausgaben sei ungelöst, die Inflation hat das Ausgabenniveau dauerhaft erhöht und die Konjunktur bleibt schwach.

Die Kommunen Schleswig-Holsteins reihen sich mit einem Defizit von fast einer Milliarde Euro in diese Bewertung ein. Von den 15 Kreisen und kreisfreien Städten erzielte keine Kommune ein Plus. Die als Krisenindikator angesehenen Kassenkredite, dem „kommunalen Dispo-Kredit“, erreichten fast eine halbe Milliarde Euro, dreimal so viel wie im Vorjahr. Während die Steuereinnahmen stagnierten, stiegen die Ausgaben insbesondere für Personal, Sachaufwand und Soziales. Frau B. Mohn, die Vorständin der Bertelsmann Stiftung sieht durch die vorgelegten Zahlen sogar die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen nachhaltig in Frage gestellt.

Wenn man davon ausgeht, dass der am 22.11.2024 von der Bürgermeisterin gezeichnete 5. Nachtragshaushalt zum Doppelhaushalt 2023/2024 in etwa die Größenordnung des Jahresergebnisses 2024 darstellt, kann man ungefähr abschätzen, wie die Gemeinde Wentorf bei Hamburg im Vergleich zu anderen Kommunen in Schleswig-Holstein dasteht. Der Ergebnis-PLAN sah für 2024 ein Defizit von rund 4,8 Mio. € vor, eine Dimension, die in den Vorjahren im IST in etwa ausgeglichen wurde. Das funktioniert diesmal nicht: das Defizit liegt in der Größenordnung von 2,6 Mio. €. Allerdings besteht keine Notwendigkeit auf Kassenkredite zurückzugreifen. Insofern steht Wentorf aktuell finanziell besser da als die meisten Kommunen Schleswig-Holsteins.

Fazit des 5. Nachtragshaushalts ist, dass der Bestand liquider Mittel weiter durch die geplanten Investitionsmaßnahmen belastet wird und deren Umsetzung künftige Kreditaufnahmen erfordert. Zwar wird die Gemeinde gerade durch die Investitionstätigkeit ihrer Pflicht zur Aufgabenerfüllung gerecht, doch ist bei künftig notwendigen Investitionen das finanzielle Wohl der Gemeinde zu wahren und die Vorhaben mit Augenmaß und Bedacht voranzutreiben. Dieser Beschreibung ist aus Sicht des Autors nichts mehr hinzuzufügen.

Schulneubau in Wentorf – die ökologischen Aspekte

Posted By Gastbeitrag On In Gesellschaft,Umwelt | 1 Comment
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Ein Gastbeitrag von Reiner Freund


Vorbemerkung:

Bildung ist wichtig – sehr wichtig. Als ehemaliger Lehrer weiß ich aus eigener Erfahrung, wie wohltuend ein Neubau für eine Schulgemeinschaft sein kann. Ich habe selbst den Umzug in ein neues Schulgebäude miterlebt – allerdings handelte es sich damals um einen Umbau mit Integration bestehender Gebäude. 

Wentorf – die „Stadt im Grünen“?

Unsere Gemeinde wirbt mit diesem Slogan – doch der Realität steht er zunehmend entgegen. In den letzten Jahren wurden viele Grünflächen für neue Wohngebiete und Infrastrukturprojekte geopfert, zuletzt etwa beim Neubau der Feuerwehr. Auch in Wentorf verschwinden Bäume, Flächen werden versiegelt – eine Entwicklung, die sich bundesweit zeigt:

„… Siedlungs- und Verkehrsflächen in Deutschland in den Jahren 2019 bis 2022 um durchschnittlich 52 Hektar pro Tag gewachsen […]. Anfang 2024 lag die Rate bei etwa 55 Hektar pro Tag.“
(Quelle: Wikipedia)

Das entspricht rund 80 Fußballfeldern pro Tag, die unter Asphalt, Beton und Pflaster verschwinden – und damit aus natürlichen Kreisläufen herausfallen.

Ich bin zuversichtlich, dass viele Wentorfer*innen diese Entwicklung nicht wollen. Denn ich habe erlebt:

Viele Menschen spüren: Wir brauchen grüne Trittsteine, Rückzugsräume für die stark bedrohte Artenvielfalt. Die Kleingartenanlage in Wentorf ist genauso ein Ort.

Was leistet die Kleingartenanlage heute?

Viele dieser Leistungen werden andernorts unter dem Begriff „Klimafolgenanpassung“ mühsam hergestellt – hier gibt es sie bereits, kostenlos.

Gleichzeitig warnen Expert*innen vor den ökologischen Folgen des Bauens:

Der Bund Deutscher Architekten bringt es auf den Punkt:

„Bauen muss vermehrt ohne Neubau auskommen. Priorität hat der Erhalt und das Weiterbauen am Bestehenden – nicht der leichtfertige Abriss.“
(„Das Haus der Erde“, 6/20)

Das oft genannte Argument, ein Umbau sei teurer als ein Neubau, ist kurzfristig gedacht. Nicht eingerechnet wird der Wert der Ökosystemdienstleistungen, die natürliche Flächen wie Kleingärten für uns alle erbringen.

Was spricht gegen den Abriss – und für alternative Lösungen?

Langfristig brauchen wir mehr intakte Naturräume, nicht weniger. Bildung für nachhaltige Entwicklung ist nicht nur ein Unterrichtsinhalt – sie muss auch architektonisch und planerisch sichtbar werden.

Warum also nicht …

Solche Ideen könnten – im Rahmen einer ergebnisoffenen Bürgerversammlung – gemeinsam mit Verwaltung, Schule, Planer*innen und engagierten Bürger*innen entwickelt werden.

Fazit:

Gute Bildung ist unser Ziel – keine Frage. Aber sie darf nicht gegen den Erhalt wertvoller Naturflächen ausgespielt werden. Ein Schulneubau auf dem Gelände der Kleingartenanlage ist keine Lösung, sondern ein Rückschritt – ökologisch, sozial und planerisch.

 

Ein kurzer Moment kann Leben retten

Posted By Dieter Traut On In Gesundheitswesen | No Comments
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„Baderegeln sind keine Kinderregeln. Sie gelten genauso für Erwachsene“, sagt Holger Bartsch, 1. Vorsitzender der DLRG Sachsenwald. Nach Medienberichten sind seit Freitag während der Hitzewelle bundesweit mindestens 15 Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Die DLRG Sachsenwald nimmt diese tragischen Ereignisse zum Anlass, an eine Baderegel zu erinnern, die gerade an heißen Sommertagen häufig unterschätzt wird:
Vor dem Sprung ins Wasser den Körper langsam abkühlen oder abduschen.
Viele Menschen freuten sich nach einem heißen Tag verständlicherweise auf die schnelle Abkühlung. Genau darin liege aber auch ein Risiko. „Wer lange in der Sonne gelegen hat, Sport getrieben hat oder körperlich aufgeheizt ist, sollte nicht einfach ins kalte Wasser springen. Besser ist es, sich vorher langsam abzukühlen oder abzuduschen. Dieser kurze Moment kann im Ernstfall das eigene Leben retten.“ Ertrinken ist kein Problem das nur Kinder betrifft. Häufig sind auch Erwachsene betroffen – Menschen, die grundsätzlich schwimmen können.
Neben dem richtigen Verhalten vor dem Baden beobachtet die DLRG immer wieder, dass viele Menschen ihre Schwimmfähigkeiten in Naturgewässern überschätzen.
„Im Freibad wissen wir ganz genau, wie weit wir schwimmen. Eine Bahn ist 25 oder 50 Meter lang, und bis zum Beckenrand sind es oft nur wenige Meter. In einem See oder Fluss fehlt diese Orientierung. Entfernungen wirken dort schnell kürzer, als sie tatsächlich sind.“ Hinzu kommen Wind, Wellen, Strömungen, kalte Wasserschichten oder ein ungewohnter Untergrund. All das kann zusätzliche Kraft kosten. „Viele schwimmen einfach los und merken erst auf dem Rückweg, wie weit sie sich bereits vom Ufer entfernt haben. Dann reichen die Kräfte plötzlich nicht mehr aus. Deshalb gilt: Lieber einmal früher umdrehen als einmal zu spät.“ Gerade ungeübte Schwimmerinnen und Schwimmer sollten deshalb in Naturgewässern besonders vorsichtig sein und nur so weit hinausschwimmen, wie sie den Rückweg sicher bewältigen können.
„Niemand springt mit dem Gedanken ins Wasser, dass er an diesem Tag ertrinken könnte. Genau deshalb müssen wir über Prävention sprechen – nicht erst während der Hitzewelle, sondern davor“, sagt Bartsch. „Wenn sich nach dieser Pressemitteilung auch nur einige Menschen vor dem Sprung ins Wasser einen kurzen Moment Zeit zum Abkühlen nehmen oder auf halber Strecke früher umdrehen, dann haben wir schon etwas erreicht.
Foto: Dieter Traut

Die Patienten-Service-Hotline 116117

Posted By Dieter Traut On In Gesundheitswesen | No Comments
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Der Besuch beim Hausarzt führt immer wieder zu einer Überweisung an einen Facharzt. Doch für Kassenpatienten ist es nicht so einfach einen Termin bei einem Spezialisten wie einem Lungenfacharzt zu bekommen. Da hilft die bundesweite Patientenservice-Hotline hinter der Telefonnummer 116117. Doch zunächst klebt der Hausarzt neben der Internet-Adresse „116117-termine.de“ einen sogenannten Vermittlungscode aus 12 Zahlen oder Buchstaben auf die Überweisung, die man im Internet oder bei einem Anruf angeben sollte. Das ist wichtig, da der Hausarzt mit dem Code auch die Dringlichkeit eines Termins beschreibt.

Wählt man die 116117 aus dem Festnetz an erkennt das System an der Vorwahl welchem Bundesland man zuzuordnen ist. Für Wentorfer ist dies nicht ganz korrekt, da sie die 040 nach Hamburg und nicht nach Schleswig-Holstein verweist. Dieser kleine Fehler kann verkehrstechnisch durchaus sinnvoll sein, doch erhält man dann über die 116117 auch keinen Termin bei einem Arzt in Schleswig-Holstein, sondern in Hamburg. Unter anderem deshalb bietet die 116117 eine Korrektur des Bundeslandes an.

Ruft man dann an, wird man zunächst belehrt in lebensbedrohenden Fällen doch gleich die 112 zu wählen. Dann wird man an die Hotline des jeweiligen Bundeslandes weitergeleitet. Dort erkundigt man sich noch ob akute medizinische Beschwerden vorliegen. Bejaht man dies, wird man kurz darauf belehrt, dass der Dringlichkeitscode des Hausarztes nur bedeutet, dass innerhalb von 4 Wochen ein Termin bei dem Arzt der gewünschten Fachrichtung vermittelt werden soll.

Dann ist man endlich an der zuständigen Vermittlungsstelle und erfährt an welcher Stelle man sich in der Warteschlange befindet. Position 15 entspricht etwa einer Wartezeit von einer Stunde, doch auch doppelt so hohe und noch höhere Positionen sind alltäglich. Versuche zu Tagesrandzeiten anzurufen helfen auch nicht weiter, da die Hotline nur von 07:00 bis 18:00 besetzt ist. Kommt man mit der alternativ angebotenen Internetseite nicht so richtig klar, fügt man sich in sein Schicksal und wartet und wartet… bis ein sehr netter und kompetenter Gesprächspartner das Problem löst.

Foto: Dieter Traut