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Wentorfer Kurzmeldungen
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Ralf Lesko
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Bürgerverein Wentorf e.V.,Gesellschaft,Gesundheitswesen,Kirche,Kommunales,Kriminalität,Kunst & Kultur,Politik,Schule,Seniorenbeirat,Sport & Spiel,Umwelt,Verkehr,Wirtschaft |
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++ Noch freie Plätze: Schmetterlingsgarten-Workshop 30.04.2026 am Wentorfer Rathaus ++
Mit dem Frühlingsanfang am 21. März ist die Kampagne „Wentorf abpflastern!“ gestartet. Ziel ist es, versiegelte Flächen wieder zu öffnen und so Platz für Wasser, Pflanzen und Tiere zu schaffen. Denn wo heute noch Pflaster oder Schotter liegen, kann morgen wieder Leben entstehen. Ein besonderes Highlight der Kampagne steht am 30. April an: Der Schmetterlingsgarten-Workshop am Wentorfer Rathaus bietet die Gelegenheit, Natur ganz praktisch zu erleben – und selbst aktiv zu werden. Für die Veranstaltung sind aktuell noch Plätze frei. Gemeinsam mit dem BUND Schleswig-Holstein, der Ortsgruppe Reinbek-Wentorf und dem Klimaschutzmanagement der Gemeinde erwartet die Teilnehmenden ein abwechslungsreiches Programm. Nach einem kurzen, anschaulichen Einstieg nimmt Lena Winkelmann vom Projekt „VielFALTERleben“ die Teilnehmenden mit in die faszinierende Welt der Tag- und Nachtfalter. Im Anschluss folgt eine praktische Mitmachaktion: Hinter dem Rathaus entsteht Schritt für Schritt ein schmetterlingsfreundliches Wildstaudenbeet. Hier können alle selbst mit anpacken und direkt erleben, wie aus einer Fläche ein wertvoller Lebensraum für Insekten wird. Gleichzeitig werden anschauliche Tipps vermittelt, die sich leicht im eigenen Garten oder auf dem Balkon umsetzen lassen. Die Veranstaltung zeigt, wie einfach es sein kann, einen Beitrag zur Artenvielfalt, zum Klimaschutz und zu einem lebenswerten Ortsbild zu leisten. Der Workshop beginnt um 16:30 Uhr am Wentorfer Rathaus, ist kostenfrei und richtet sich an alle Interessierten. Da die Plätze begrenzt sind, wird um eine Anmeldung gebeten.
++“Wilde Kirche“ in der Lohe ++ Die Kirchengemeinde Wentorf lädt herzlich ein zur „Wilden Kirche in der Lohe“ am Sonnabend, dem 9. Mai, um 14.00 – 17.00 Uhr. Pastor Frank Puckelwald und Pastorin Ulrike Lenz leiten an zur individuellen geistlichen Begegnung mit der frühlingshaften Natur und zum Austausch von Erfahrungen in der Gruppe. Wer das einmal ausprobieren will, nämlich auf Gottes leises Sprechen in der Schöpfung zu lauschen und in Kontakt zu gehen mit allem, was da lebt und webt, erlebt die Natur als Hinweis auf das große Ganze, das uns in unserem Alltäglichen oft nicht bewusst ist. Nach einem gemeinsamen Beginn und Einstimmung, hat jede und jeder eine Zeit für sich; abschließend trifft man sich zu Austausch und Gebet. Die Wilde Kirche findet bei jedem Wetter statt. Wettergemäße Kleidung ist darum wichtig. Treffpunkt ist der Parkplatz An der Lohe/Wentorf (ehem. Panzerwaschanlage). Anmeldung bitte im Wentorfer Kirchenbüro Tel: 040 720 2425 und Mail: buero@kirche-wentorf.de[2]. Aber auch Kurzentschlossene sind Willkommen.
++ Baumarbeiten und Neupflanzungen in Wentorf bis Ende April ++ Die Gemeinde Wentorf führt bis Ende April mehrere Maßnahmen zur Pflege und Erneuerung des Baumbestandes durch. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, Lücken im Baumbestand zu schließen und das Ortsbild zu verbessern. Am Bergedorfer Weg werden zahlreiche Bäume im Straßenbereich gepflegt, unter anderem durch Kronenpflege und Anpassungen des Lichtraumprofils. Gleichzeitig werden an verschiedenen Standorten neue, klimaangepasste Bäume gepflanzt. Entlang der Hauptstraße sowie im Bereich Am Burgberg/Wischoff ersetzen sie zuvor gefällte Bäume. Auch am Alten Frachtweg nahe der Orlen-Tankstelle wird der Baumbestand ergänzt, nachdem dort im Winter Gehölze zurückgeschnitten und einzelne Bäume entfernt wurden. Während der Arbeiten kann es zeitweise zu kleineren Einschränkungen auf Gehwegen, bei Zufahrten oder im Straßenraum kommen. Die Gemeinde bemüht sich, die Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten. Mit den Maßnahmen investiert Wentorf in die grüne Infrastruktur und ein attraktives Ortsbild.
++ Öffnungszeiten des Wentorfer Heimatmuseums ++ Der Bürgerverein Wentorf e.V. meldet die nächsten Öffnungstage des Wentorfer Heimatmuseums in der Alten Schule/Teichstrasse 1. An den Sonntagen 05 und 12 April, 03 Mai und dem 07 Juni wird das Museum jeweils von 15-18:00 Uhr für Besucher geöffnet sein. Ein Klönschnack bei einer Tasse Kaffee ist natürlich, wie immer, auch möglich 😉
++ Neue Krabbelgruppe in der MaBu ++ Immer am 2. und 4. Mittwoch im Monat von 10:00-11:30 Uhr, trifft sich eine im Februar 2026 neu gegründete Krabbelgruppe für Eltern und Kleinkinder in der MaBu. In gemütlicher Atmosphäre haben die Kinder erste Sozialkontakte zu Gleichaltrigen, während die Eltern Gelegenheit zum Gespräch und Erfahrungsaustausch haben. Verantwortlich für diesen regelmäßigen Treff ist Anna-Lena Köhler, die selbst als Mutter dabei ist. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es ist ein offenes Treffen zu dem man einfach dazu kommen kann. Die Adresse der MaBu ist Am Burgberg 4a, 21465 Wentorf (Achtung die Adresse der MaBu ist seit 2017 eine Neue!). Weitere Infos und Kontakt zu Frau Köhler können im Kirchenbüro erfragt werden: 040 720 2425
++ Wentorf. Spielt. Draußen ++ Am Freitag, den 24.4.2026 findet auf der Wiese beim Rathaus Wentorf das erste offene generationsübergreifende Spieleangebot im Freien statt.
Start der Aktion um 16.30. Eine Auswahl von Spielmaterialien, wie z.B. Boccia, Federball, Tischtennisplatte, Vikinger Rasenschach etc. ist vorhanden – für jedes Alter ist etwas dabei. Gern bringen sie eigene Spielideen- bzw. Material mit. Das Angebot ist kostenlos und wird bis September immer am 1. und 3. Freitag im Monat stattfinden. Die Initiative Wentorf.Spielt.Draußen! (gefördert von der Buhck Stiftung) freut sich auf viele spielbegeisterte Wentorferinnen und Wentorfer !
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++ Der Filmabend vom Bürgerverein Wentorf e.V. am 22.04.2026 fällt aus ++ Der Filmabend vom Bürgerverein Wentorf e.V. muss leider abgesagt werden! Der Bürgerverein Wentorf e.V. teilt mit, dass Lizens – und Werbeankündigungen für eine Filmvorführung nicht in der ganzen rechtlichen Form berücksichtigt wurden und somit eine Vorführung des angekündigten Films nicht möglich ist. Im zweiten Halbjahr wird der Bürgervein Wentorf e.V. einen Filmabend erneut ankündigen und durchführen. Weitere Informationen hierzu dann im Programm für das zweite Halbjahr 2026.
++ Beratung des Pflegestützpunktes in Wentorf/HH ++ Der Pflegestützpunkt im Kreis Herzogtum Lauenburg bietet jeden 2. Donnerstag im Monat im Rathaus, Hauptstraße 16, von 15:00-18:00 Uhr und am 4. Donnerstag im Monat von 9:00 -12:00 Uhr individuelle, kostenfreie und unabhängige Beratungen rund um das Thema Pflege und Vorsorge an. Die Mitarbeiter des Pflegestützpunktes Im Kreis Herzogtum Lauenburg nehmen sich Zeit für vertrauliche Gespräche, beraten zu den bestehenden Angeboten und unterstützen bei der Organisation von Hilfen. Persönliche Beratungen vor Ort sind nur unter telefonischer Terminvereinbarung vorab möglich. Melden Sie sich gern bei uns. Der Pflegestützpunkt ist telefonisch für Sie erreichbar unter 04152 – 80 57 95 oder per E-Mail unter info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de[4]
Achtung: Keine Beratung durch den Pflegestützpunkt am 09.04.2026 in Wentorf – Aufgrund der Osterferien fällt am Donnerstag, den 09.04.2026 die Sprechstunde des Pflegestützpunktes im Kreis Herzogtum Lauenburg in Wentorf aus. Das nächste Beratungsangebot in Wentorf findet am 23.04.2026 statt.
++ Radstation Wentorf – Rad Selbsthilfewerkstatt-Termine 2026 ++ Die Repair-Café-Termine finden jeweils am dritten Samstag der geraden Monate von 14 bis 16 Uhr im Prisma Jugendtreff statt. Der Standort bietet dabei einen zusätzlichen Mehrwert: Seit Ende vergangenen Jahres stellt die Gemeinde hier eine frei zugängliche Fahrrad-Reparaturstation bereit. Alle Fragen rund ums Fahrrad haben hier ebenfalls Platz. Der ADFC gibt gegen Spende auch von ihm aufgearbeitete Räder ab.
Die Termine für 2026 im Überblick:
Samstag, 20. Juni 2026
Samstag, 15. August 2026
Samstag, 17. Oktober 2026
Samstag, 19. Dezember 2026
Repariert werden können auch elektrische Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, Textilien und weitere Alltagsgegenstände. Es handelt sich nicht um einen kostenlosen Reparaturservice; für Ersatzteile oder Materialien wird ein Selbstkostenpreis erhoben. Begleitend gibt es Kaffee und Kuchen gegen eine Spende. Das Repair Café Wentorf freut sich über Besucherinnen und Besucher ebenso wie über neue ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer. Bei Fragen wenden Sie sich an das Klimaschutzmanagement der Gemeinde Wentorf unter 040 72001279.
++ Der Bürgerverein Wentorf e.V. veröffentlicht das neue Programm 1 Halbjahr 2026 ++ Das neue Programm vom Wentorfer Bürgerverein e.V. ist veröffentlicht. Natürlich wieder mit vielen interessanten und unterhaltsamen Veranstaltungen! Auch zwei neue Formate sind mit dabei, lassen Sie sich überraschen. Es lohnt sich die Termine zu notieren und dabei zu sein. Das neue Programm finden Sie unter diesem Link: Bürgerverein Programm 1 HJ 2026[5] oder unter unserer Rubrik SERVICE.
Titel-und Beitragsfoto: Ralf Lesko
Die Plattdeutsche Kolumne von Uli Gröhn: Wenn du old warrst …
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Die Plattdeutsche Kolumne,Kunst & Kultur |
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Wenn du old warrst-is so´n Saak. Man wenn jünger Lüüd di noch öller makt as du al büst, denn is dat noch´n anner Saak: Bün ik nülich mal wedder in´n Bumarkt west. Dor wull ik mi OSB-Platten tosnieden laten. Ik müss töven. Weern noch anner Kunnen vör mi. Dat weern twee junge Lüüd. Jungen Mann un´n junge Fru. De werrn – as man an ehr Kledaasch sehn kunn – Surfer. So as ik sülven ok Surfer west bün. (Is aver al ´n poor Johrn her.) Un so keemen wi denn in´t Gesprääk. – Se wullen sik een Liest tosnieden laten. Över dat Bett an de Wand to hangen, un dor an denn Telgen (Zweige) antobummeln. Süht romantisch ut, ut meenen se. Se wullen ehr „Nest“ fein un püük maken. „Tja“, see ik, „mien Surfertiet is al vörbi. Domals heff ik mien Surf-Breed sülven buut. Hett bannig Spaß makt, dat Klütern.“ – „Ja, wie denn“, fröggt de jung Mann, „noch aus Holz, damals?“ Dor müss ik smustergrienen un anter: „Nä, dat wull nich. De Steentiet is al vörbi. Un EINBÄUME snittjert ok keen mehr. Hier tominnst nich. Ik heff en Block Styrodur namen, de Kurven mit den Taschenrekner utrekent. (Computers geev dat ja noch nich.) Denn de Form SHAPED, as man seggen deiht, un dorna laminiert. Epoxyd un Glasfaser. De U-Kanten as 6-fach Stringer makt un Carbonfasern as Tosatz-Stringer introcken. 1 Tracker-Finn Stbd denn as Semi-Assymetrical. 1-Foot-off 30 cm. 9 kg wöög dat Deel man blots un lööp goot in de Brandung. – Wat hest du denn vör en Brett?“ „Jaa“, see he, „weiß nicht, 2-Meter-Sechzig ist das wohl lang. Hab ich im Laden gekauft.“
Beitragsfoto: Pixabay
Mit Musik, Maibowle und Maibaum: Wentorf begrüßt den Wonnemonat Mai
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Ralf Lesko
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Der Frühling ist da – und mit ihm die Vorfreude auf das traditionelle Maifest der Freiwilligen Feuerwehr Wentorf. Am 30. April lädt die Feuerwehr von 18:00 bis 21:30 Uhr zum geselligen Beisammensein auf den Rathausvorplatz in Wentorf ein, um gemeinsam den Wonnemonat Mai zu begrüßen. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf einen stimmungsvollen Abend mit Maibock, Maibowle sowie Grillwurst und Pommes freuen. In gemütlicher Atmosphäre bietet das Fest die perfekte Gelegenheit für nette Gespräche mit Nachbarn, Freunden und Bekannten. Ein besonderer Höhepunkt des Abends ist der festlich geschmückte Maibaum. Dieser wird bereits im Vorfeld von den Mitarbeitenden des Betriebshofs vorbereitet. Zum offiziellen Auftakt des Festes gegen 18:00 Uhr erhält der Maibaum dann seinen letzten Feinschliff: Bürgervorsteher Heiko Faasch wird diesen traditionell von der Drehleiter aus anbringen. Für die musikalische Unterhaltung sorgt der Feuerwehr-Musikzug Wentorf-Börnsen und begleitet das Fest mit stimmungsvoller Musik durch den Abend. Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wentorf freuen sich auf zahlreiche Gäste und einen gelungenen Start in den Mai.
Gedanken zu „Wentorf pflastert ab“
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Ralf Lesko
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Es gibt politische Ideen, die fühlen sich gut an. Und es gibt politische Ideen, die wirken. „Abpflastern“ gehört eindeutig zur ersten Kategorie. Die Idee ist schnell erzählt: Bürgerinnen und Bürger sollen Versiegelte Flächen aus ihren Vorgärten entfernen, ein bisschen Grün pflanzen, ein Foto machen – und bekommen dafür 50 Euro. Eine Art Cashback für gutes Gewissen. Der ökologische Payback-Punkt. Man kann das sympathisch finden. Wirklich. Endlich passiert mal etwas. Endlich macht man selbst etwas. Endlich nicht nur reden, sondern handeln – vor der eigenen Haustür, im wahrsten Sinne. Und dann schaut man auf die Zahlen, wenn man möchte. Deutschlandweit hat die Aktion im vergangenen Jahr etwa so viel Fläche entsiegelt wie ein bis anderthalb Fußballfelder. Das klingt erstmal ordentlich – bis man danebenlegt, was gleichzeitig passiert.
Deutschland versiegelt täglich mehr als 70 Fußballfelder. Schleswig-Holstein bringt es auf mehrere Fußballfelder – jeden Tag. Anders gesagt: Während engagierte Bürger ihre Flächen entsiegeln, wächst am Ortsrand die nächste Großversiegelung eines Baugebietes. Während vorne die Steine rausfliegen, rollen hinten die Bagger an. Und zwar nicht im gleichen Maßstab. Eher so: Teelöffel gegen Betonmischer. Man muss kein Zyniker sein, um sich zu fragen, was hier eigentlich passiert.
Natürlich hat „Abpflastern“ einen Wert. Es schafft Bewusstsein. Es zeigt, dass Versiegelung kein abstraktes Problem ist, sondern direkt vor der eigenen Tür beginnt. Jeder Quadratmeter, der wieder Wasser aufnehmen kann, ist besser als keiner. Jede Blüte hilft irgendeiner Biene, die es ohne diese Blüte nicht gäbe. Das ist alles richtig. Aber es ist eben auch nur die halbe Wahrheit. Denn während Bürger mit 50 Euro motiviert werden, ihre Einfahrt aufzubrechen, wenn sie es denn wirklich machen, fehlt an anderer Stelle das, was wirklich zählen würde: verbindliche Regeln. Eine echte Begrenzung von Flächenverbrauch. Politische Entscheidungen, die Wachstum nicht automatisch mit mehr Beton gleichsetzen.
Was würde also tatsächlich wirken?
Zum Beispiel eine harte Obergrenze für Flächenversiegelung. Ein verbindliches nationales Budget – und wenn das aufgebraucht ist, wird schlicht nicht weitergebaut. Wer doch bauen will, muss sich Flächenrechte von anderen Kommunen kaufen. Wachstum bekäme endlich einen Preis. Oder eine echte Versiegelungsabgabe. Nicht symbolisch, sondern spürbar. Jeder neu betonierte Quadratmeter kostet – dauerhaft. Plötzlich lohnt es sich, Parkplätze zu begrünen, Dächer zu nutzen oder bestehende Flächen effizienter zu bebauen, statt immer neue auszuweisen.
Ebenso überfällig: ein konsequentes „Innen vor Außen“ im Baugesetz. Erst Baulücken schließen, Industriebrachen nutzen, aufstocken, nachverdichten – und erst wenn das ausgeschöpft ist, darf überhaupt über neue Flächen am Ortsrand gesprochen werden. Heute ist das eher eine freundliche Empfehlung als eine echte Pflicht. Und schließlich: Rückbauverpflichtungen. Wer versiegelt, muss an anderer Stelle entsiegeln – und zwar im gleichen Umfang. Nicht irgendwann, sondern konkret, nachweisbar und überprüfbar. Das alles wäre politisch möglich. Es wäre nur nicht bequem. Stattdessen wird Verantwortung elegant nach unten delegiert. Das hat etwas Beruhigendes. Für alle Beteiligten. Die Politik kann Aktivität vorweisen. Die Bürger können guten Gewissens pflanzen. Und am Ende wächst trotzdem weiter, was immer gewachsen ist: versiegelte Fläche. Vielleicht ist „Abpflastern“ also weniger eine Lösung als ein Symbol. Ein freundlicher, gut gemeinter Hinweis darauf, dass wir das Problem verstanden haben – ohne es wirklich lösen zu wollen.
Zitat der Woche
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Ralf Lesko
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Zitat der Woche |
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Die größte Herausforderung ist nicht, die Wahrheit zu finden, sondern sie zu akzeptieren.
Paraphrasiertes Zitat aus dem Umfeld von Leon Festinger[6]
Grafik: Pixabay
Kooperationsprojekt zur Zukunftsgestaltung: Wentorfer Gemeindeverwaltung entwickelt Perspektiven
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Ralf Lesko
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Die Gemeinde Wentorf startet ein umfassendes Ortsentwicklungskonzept mit der Technischen Hochschule Lübeck sowie der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH). Die Kooperation bringt frische fachliche Impulse und eröffnet neue Blickwinkel auf zentrale Herausforderungen und Chancen.
Im Mittelpunkt des Projekts stehen vor allem drei Themenbereiche:
die Weiterentwicklung der Ortsmitte als lebendiger Treffpunkt
die Zukunft und Qualität bestehender Wohnstrukturen
die gezielte Entwicklung von Gewerbeflächen
Ein erstes Kennenlernen fand am Donnerstag, den 16. April 2026, im Rathaus statt. Dort erhielten die beteiligten Studierenden einen Einblick in die Gemeinde und ihre aktuellen Fragestellungen. Bei einer anschließenden Ortsbegehung konnten sie sich zudem ein eigenes Bild von Wentorf machen und erste Eindrücke sammeln.
Auch in den kommenden Wochen werden Studierende immer wieder im Gemeindegebiet unterwegs sein, um Beobachtungen zu vertiefen und Fragestellungen nachzugehen. Diese Aktivitäten sind Teil des Projekts und kein Anlass zur Besorgnis.
Die Ergebnisse des Projekts werden im Sommer 2026 erwartet. Sie sollen als wertvolle Grundlage in die weiteren Beratungen der politischen Gremien einfließen und die zukünftige Entwicklung Wentorfs maßgeblich mitgestalten.
Gemeinde Wentorf nächste Sitzungen der Ausschüsse im Rathaus Wentorf
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Ralf Lesko
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Sitzung des Hauptausschuss am Montag, 20.04.2026 um 19:00 Uhr, im Sitzungsraum II/III – R. 105/106, Rathaus, Hauptstraße 16, 21465 Wentorf
Sitzung des Planungs-und Umweltausschuss am Donnerstag, 23.04.2026 um 19:00 Uhr, im Sitzungsraum II/III – R. 105/106, Rathaus, Hauptstraße 16, 21465 Wentorf
Vom 13. April bis zum 10. Mai 2026 führt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Kreis Herzogtum Lauenburg eine Haustüraktion zur Gewinnung neuer Mitglieder durch. In diesem Zeitraum sind geschulte Rotkreuz-Botschafterinnen und -Botschafter unterwegs und informieren Bürgerinnen und Bürger direkt vor Ort über die Arbeit des DRK. Wie viele Hilfsorganisationen ist auch das DRK auf Spenden und Mitgliedschaften angewiesen. Neben Fördermitgliedschaften besteht jederzeit die Möglichkeit, sich aktiv ehrenamtlich im Roten Kreuz zu engagieren. Der DRK-Kreisverband Herzogtum Lauenburg übernimmt vielfältige Aufgaben: Dazu gehören der ehrenamtliche Katastrophenschutz, Sanitäts- und Versorgungsdienste bei Veranstaltungen sowie Angebote für Senioren und hilfsbedürftige Menschen. Darüber hinaus organisiert das DRK Erste-Hilfe-Kurse, betreibt Kindertagesstätten, Pflege- und Betreuungsdienste und engagiert sich im Bereich der Blutspende. Ergänzt wird dieses Angebot durch zahlreiche lokale Aktivitäten der einzelnen Ortsvereine. Um diese wichtigen Leistungen dauerhaft sicherzustellen, ist das DRK auf die Unterstützung durch Mitglieder und Förderbeiträge angewiesen. Diese ermöglichen es, das ehrenamtliche Engagement vieler Helferinnen und Helfer zu fördern und auszubauen. Aus diesem Grund wird die Haustürwerbeaktion durchgeführt. Die Aktion ist auf ausgewählte Regionen begrenzt: die Städte Lauenburg und Schwarzenbek, die Gemeinden Kittlitz und Mustin sowie die Amtsbereiche Berkenthin, Lütau und Schwarzenbek-Land.
Wichtiger Hinweis: Die Rotkreuz-Botschafterinnen und -Botschafter sind an ihrer offiziellen DRK-Kleidung sowie an gekennzeichneten Fahrzeugen zu erkennen. Im Zweifelsfall können Bürgerinnen und Bürger die Zentrale des DRK-Kreisverbandes Herzogtum Lauenburg e.V. unter der Telefonnummer 04541 86440 kontaktieren. Bargeldspenden werden im Rahmen dieser Aktion nicht angenommen. Sollte dies dennoch gefordert werden, handelt es sich um Betrug.
Zur Vermeidung von Missverständnissen wurde die Polizei im Vorfeld über die Werbeaktion informiert.
Warum wir erst bei steigenden Kosten und Krisen wirklich verzichten.
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Ralf Lesko
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Wir kennen dieses Muster aus dem eigenen Alltag: Man weiß eigentlich schon länger, dass bestimmte Dinge nicht wirklich notwendig sind. Der tägliche Coffee-to-go, das kaum genutzte Streaming-Abo, spontane Käufe – oder auch der ganz selbstverständliche Griff zum Auto, selbst auf kurzen Strecken. Und trotzdem ändert sich lange nichts. Erst wenn Preise steigen, das Budget enger wird oder äußere Umstände sich verschärfen, entsteht Bewegung. Dann wird verzichtet – oft plötzlich und konsequent.
Dieses Verhalten ist kein Zufall, sondern tief in unserer Psychologie verankert. Menschen reagieren stärker auf spürbare Verluste als auf abstrakte Einsichten. Steigende Preise – etwa bei Kraftstoff – treffen unmittelbar. Sie sind konkret, sichtbar und lassen sich nicht wegdenken. Ganz anders als viele ökologische Argumente, die zwar rational überzeugen, aber im Alltag oft zu weit entfernt erscheinen, um Verhalten tatsächlich zu verändern. Gleichzeitig sind wir Gewohnheitstiere. Unser Alltag besteht aus Routinen, die wir selten hinterfragen, solange sie funktionieren. Das Auto ist bequem, schnell und über Jahre hinweg selbstverständlich geworden. Dass dieser Komfort ökologische Kosten hat, ist bekannt – aber eben nicht unmittelbar spürbar. Erst wenn der Literpreis steigt und jede Fahrt plötzlich „ins Gewicht fällt“, beginnt ein Umdenken. Nicht unbedingt aus Überzeugung, sondern aus Notwendigkeit.
Hier zeigt sich ein unangenehmer, aber ehrlicher Punkt: Wir könnten vieles früher ändern. Wir tun es nur nicht, solange es nicht weh tut.
Doch genau an dieser Stelle stellt sich eine weiterführende Frage – und sie richtet sich nicht nur an den Einzelnen, sondern auch an die Politik: Reicht es aus, darauf zu warten, dass äußere Zwänge Verhalten verändern? Oder wird hier bewusst in Kauf genommen, dass echte Veränderung immer erst unter Druck entsteht? Denn politische Steuerung spielt eine entscheidende Rolle dabei, wie schnell und wie konsequent sich gesellschaftliches Verhalten verändert. Gesetze, Preise, Subventionen und Rahmenbedingungen sind nicht neutral – sie lenken Entscheidungen im Alltag. Wenn etwa steigende Kraftstoffpreise als Signal dienen sollen, weniger zu fahren oder umzudenken, dann stellt sich gleichzeitig die Frage, warum an anderer Stelle oft Mechanismen greifen, die genau diese Wirkung abschwächen oder verzögern.
Steuererleichterungen, Übergangsregelungen, lange Fristen oder das Festhalten an bestehenden Strukturen senden widersprüchliche Signale. Einerseits wird Veränderung eingefordert – etwa im Sinne von Klimaschutz und nachhaltigem Verhalten. Andererseits wird sie politisch so gestaltet, dass sie möglichst wenig unmittelbare Konsequenzen hat. Der Status quo bleibt dadurch länger bestehen, als es angesichts der Herausforderungen eigentlich notwendig wäre. Für den Einzelnen entsteht daraus ein Spannungsfeld: Man soll sein Verhalten ändern, aber die Rahmenbedingungen sind oft nicht konsequent darauf ausgerichtet. Gleichzeitig fehlt eine klare, verständliche Vermittlung, warum bestimmte Veränderungen notwendig sind – und warum sie nicht beliebig aufgeschoben werden können. Politische Kommunikation bleibt häufig technisch oder vorsichtig, statt Orientierung zu geben.
So entsteht ein System, in dem Veränderung zwar theoretisch gewollt ist, praktisch aber immer wieder vertagt wird. Für viele Menschen bedeutet das: Solange es noch geht, bleibt alles beim Alten. Erst wenn es finanziell spürbar wird – etwa an der Tankstelle –, wird gehandelt. Aber dann nicht unbedingt aus Überzeugung, sondern aus Druck. Das wirft eine grundlegende Frage auf: Kann gesellschaftlicher Wandel auf diese Weise überhaupt gelingen? Wenn sowohl individuelles Verhalten als auch politische Entscheidungen dazu neigen, Veränderung möglichst lange hinauszuzögern, entsteht ein kollektives Muster des Abwartens.
Dabei zeigt sich ein Zusammenspiel aus psychologischer Trägheit und politischer Vorsicht. Menschen halten an Gewohnheiten fest, solange sie funktionieren. Politik wiederum vermeidet oft Maßnahmen, die sofort spürbare Einschnitte bedeuten würden – aus Rücksicht auf Akzeptanz, wirtschaftliche Interessen oder kurzfristige Stabilität. Das Ergebnis ist eine Art gegenseitige Verstärkung: Niemand bewegt sich wirklich, solange der Druck nicht groß genug ist. Die Folge ist, dass notwendige Veränderungen häufig erst dann umgesetzt werden, wenn sie kaum noch aufschiebbar sind – und dann oft unter deutlich schwierigeren Bedingungen.
Vielleicht liegt genau hier der kritischste Punkt: Wenn sowohl Individuen als auch politische Systeme primär auf Druck reagieren, statt vorausschauend zu handeln, wird Wandel nicht gestaltet, sondern erzwungen. Und das wirft die Frage auf, ob dieser Weg ausreicht, um den Herausforderungen unserer Zeit gerecht zu werden. Denn am Ende geht es nicht nur darum, dass wir unser Verhalten ändern – sondern auch darum, wie und wann wir es tun.
Beitragsgrafik: Pixabay
Repair Café in Wentorf: Dank an engagierte Helferinnen und Helfer – Ehrenamt kennt kein Alter
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Zum 20. Mal öffnet das Repair Café in Wentorf seine Türen. Das ist ein besonderer Anlass, um Danke zu sagen. Die Klimaschutzmanagerin Yvonne Hargita bedankt sich im Namen der Gemeinde Wentorf bei allen ehrenamtlich Engagierten. Ohne ihren Einsatz wäre das Angebot der Repair Cafés in der Region nicht möglich. Sie schenken ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Erfahrung – und helfen damit ganz praktisch im Alltag. Besonders beeindruckend ist das Engagement zweier langjähriger Helfer: Jens Michaelsen (82) und Gert Philipsen (86). Seit vielen Jahren reparieren sie ehrenamtlich Geräte und geben ihr Wissen weiter – unter anderem in Reinbek, Bergedorf und Sasel. 2022 gründeten sie gemeinsam das Wentorfer Repair Café im Prisma-Jugendtreff. Ihr Einsatz zeigt eindrucksvoll: Ehrenamt kennt kein Alter. Auch mit über 80 Jahren engagieren sie sich regelmäßig und mit großer Leidenschaft für die Gemeinschaft.
Das Repair Café steht für Hilfe zur Selbsthilfe. Besucherinnen und Besucher können defekte Geräte mitbringen und gemeinsam mit den Ehrenamtlichen reparieren. Dabei entstehen nicht nur praktische Lösungen, sondern auch Gespräche und Begegnungen. Das nächste Repair Café in Wentorf findet am Samstag, den 18. April, von 14 bis 16 Uhr statt. Ergänzt wird das Angebot durch eine Fahrrad-Selbsthilfe des ADFC. Ein weiterer Termin ist am Sonntag, den 10. Mai, in Reinbek (Kirchenallee 1). Die Gemeinde Wentorf würdigt mit dem 20. Termin nicht nur ein erfolgreiches Projekt, sondern vor allem die Menschen dahinter. Ihr Engagement ist ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Nachhaltigkeit und gelebte Nachbarschaft.
Abgepflastert! Und jetzt? Schmetterlingsgarten-Workshop mit dem BUND am 30.4.2026 am Wentorfer Rathaus
Mit dem Frühlingsanfang am 21. März ist die Kampagne „Wentorf abpflastern!“ gestartet. Ziel ist es, versiegelte Flächen wieder zu öffnen und so Platz für Wasser, Pflanzen und Tiere zu schaffen. Denn wo heute noch Pflaster oder Schotter liegen, kann morgen wieder Leben entstehen.
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Auch die Gemeinde geht diesen Weg und plant die Teilentsiegelung des Casinoplatzes. Gleichzeitig sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, selbst aktiv zu werden – im eigenen Garten, auf dem Balkon oder sogar im Pflanzkübel. Hilfreiche Tipps bietet die Broschüre „naturnah gärtnern“, die im Rathaus ausliegt. Sie enthält viele Ideen für eine grünere Gestaltung – inklusive kleiner Samentütchen zum Ausprobieren. Wer noch tiefer in das Thema einsteigen möchte, kann am 30. April an einem besonderen Workshop teilnehmen. Gemeinsam mit dem BUND Schleswig-Holstein, der Ortsgruppe Reinbek-Wentorf und dem Klimaschutzmanagement der Gemeinde wird ein schmetterlingsfreundliches Staudenbeet angelegt.
Los geht es um 16:30 Uhr am Wentorfer Rathaus. Nach einem kurzen, anschaulichen Einstieg nimmt Lena Winkelmann vom Projekt „VielFALTERleben“ die Teilnehmenden mit in die faszinierende Welt der Tag- und Nachtfalter. Im Anschluss wird gemeinsam praktisch gearbeitet: Hinter dem Rathaus entsteht Schritt für Schritt ein Wildstaudenbeet, das Schmetterlingen Nahrung und Lebensraum bietet. Der Workshop ist kostenfrei und offen für alle Interessierten. Da die Plätze begrenzt sind, wird um eine Anmeldung gebeten.
Beitragsfoto: BUND/Lena Winkelmann Plakat: Gemeinde Wentorf
Die Plattdeutsche Kolumne von Uli Gröhn: De Sommertied (En Kolumne mit Musik)
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Die Plattdeutsche Kolumne,Kunst & Kultur |
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De Sommertied (En Kolumne mit Musik)
… is en scheune un warme Tied. So wüllt wi dat giern hebben.
– Man düsse Daag, Maande un Johrn sünd nich för all Minschen so:
Krisen, Krieg, Kriegsverbreken. Ukraine, Iran sünd blots Bispelen. Leege Bispelen.
Ünnerdrücken – dat löppt al siet mehr as dusend Johrn. Pharaonen hebbt dor ehrn „Spaaß“ an hatt; nu un aktuell meent Putin un so ok Trump, se kunnen Wahnsinn leven as de Surfers op de Bülgen (Wellen) vör Hawaii.
Ik glööv, dat se ok wohrhaftig wahnsinnig sünd.
In South Carolina, USA, speelt de Oper „Porgy and Bess“ vun Gershwin. Dat geiht üm dat Leven in dat Ümfeld vun de swatten Minschen, de dor ok ünnerdrückt worrn sünd. 1935 hebbt se de Oper to´n iersten Mal opföhrt.
In Düütschland ierstmal nich. Dor hebbt de Nazis düsse Oort vun Kunst glieks verboden. Zack!
De bekannteste Arie ut de Oper is dat Wegenleed „Summertime“. – Un de kannst ok so verstahn: Ünnerdrücken un Krieg warrd DAT nie nich tweimaken:
Zusammenarbeit auf Wentorfer Art: Wenn die Einladung schon die halbe Ausladung ist!
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Vorstand Buergerverein Wentorf
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Bürgerverein Wentorf e.V.,Politik |
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In Wentorf wird Zusammenarbeit großgeschrieben. Zumindest theoretisch. Praktisch zeigte die Sitzung des Hauptausschusses am 16. März 2026, dass sich dieses Prinzip auch ganz anders auslegen lässt – innovativ, überraschend und vor allem: ohne störende Konkretisierung.
Der Vorstand des Bürgervereins Wentorf e.V. war an diesem Abend von der Bürgermeisterin zur Sitzung des Hauptausschusses geladen. In der Einladung wurde nur genannt, dass die „Zusammenarbeit mit Wentorf im Blick“ erörtert werden soll. Eine Agenda. Konkrete Fragestellungen im Vorfeld, Fehlanzeige! In der öffentlich einsehbaren Tagesordnung fand sich lediglich der Hinweis, dass das Thema im nichtöffentlichen Teil behandelt werden sollte. Worum es also genau gehen sollte, blieb offen.
Der Bürgerverein reagierte pragmatisch. Wenn keine Fragen vorliegen, schickt man diejenigen, die Antworten geben können. Der Vorstand delegierte daher die Teilnahme und informierte die Gemeinde schriftlich: Ralf Lesko, verantwortlich für die Inhalte von „Wentorf im Blick“, und Wolfgang Warmer, zuständig für finanzielle Fragen, würden teilnehmen. Beides Vorstandsmitglieder, fachlich zuständig, ordnungsgemäß benannt. Widerspruch? Keiner!
Der Rahmen ist klar: ein etablierter Verein, gegründet 1959, getragen von ehrenamtlichem Engagement, organisiert mit Satzung, Vorstand und klaren Zuständigkeiten. Auf der anderen Seite die kommunale Struktur mit Bürgermeisterin, Gemeindevertretung und ihren Ausschüssen.
Der Abend beginnt unspektakulär. Öffentlicher Teil, Routine, keine Auffälligkeiten. Dann der nichtöffentliche Abschnitt – und mit ihm eine neue Definition von Zusammenarbeit. Die Vertreter des Bürgervereins verlassen den Raum und warten. Vor der Tür. Zusammen mit anderen, die ebenfalls „nichtöffentlich“ sind. Demokratie im Wartebereich, direkt neben dem Wasserspender – vielleicht der symbolträchtigste Ort dieses Abends. Nach rund 15 Minuten öffnet sich die Tür. Der Ausschussvorsitzende tritt heraus – und beendet das angekündigte Gespräch, bevor es begonnen hat. Man werde nicht mit den anwesenden Vertretern des Vorstands sprechen. Begründung: Die Anwesenden seien nicht „der Vorstand“.
Das muss man sich vor Augen führen: Eine Einladung wird ausgesprochen. Vertreter werden benannt, angekündigt und nicht beanstandet. Und am Ende scheitert das Gespräch genau an dieser Vertretung. Ein Vorgang, der weniger nach Missverständnis als nach Haltung klingt. Offen bleibt auch, warum die Öffentlichkeit ausgeschlossen wurde. Der Gesetzgeber sieht dies vor, wenn das öffentliche Wohl oder berechtigte Interessen Einzelner betroffen sind. Welche dieser Voraussetzungen hier erfüllt waren, erschließt sich nicht. Der Bürgerverein jedenfalls sah seine Interessen nicht gefährdet. Statt Klarheit entsteht ein anderer Eindruck: Zusammenarbeit scheint in Wentorf vor allem dann stattzufinden, wenn sie exakt den eigenen Erwartungen entspricht – personell wie inhaltlich. Alles andere wird aussortiert. Dabei geht es nicht um irgendeinen Akteur. Der Bürgerverein organisiert seit Jahrzehnten Veranstaltungen, pflegt kulturelle Angebote, betreibt das Heimatmuseum und gibt mit „Wentorf im Blick“ eine lokale Publikation heraus. Ehrenamtlich. Verlässlich. Für die Gemeinde.
Der gesamte Ablauf hinterlässt keinen Eindruck von Missverständnis oder unglücklicher Kommunikation. Er wirkt geplant – zumindest aber bewusst in Kauf genommen. Und genau deshalb drängt sich am Ende eine zentrale Frage mit Nachdruck auf:
Was war hier eigentlich wirklich geplant?
Ein ernsthaftes Gespräch über Zusammenarbeit – oder ein Termin, der von Anfang an nicht auf Dialog ausgelegt war? Wer einlädt, ohne Inhalte zu benennen, Vertreter akzeptiert und sie dann im entscheidenden Moment ohne Erklärung abweist, sendet ein klares Signal. Nur ist dieses Signal alles andere als eines von Offenheit, Transparenz oder partnerschaftlicher Zusammenarbeit.
Beitragsfoto: Pixabay
Achtung Raucher: Kippe fallenlassen kann Geld kosten – auch in Wentorf!
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Ralf Lesko
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Wer seine Zigarettenkippe einfach auf die Straße wirft, verstößt gegen das Gesetz und schadet der Umwelt. Es ist verboten, Müll, zu dem auch Zigarettenreste zählen, in der Öffentlichkeit zu entsorgen. Dies fällt unter die Ordnungswidrigkeit des „Litterings“ und kann von den örtlichen Behörden geahndet werden.
Auch wenn die exakte Bußgeldhöhe in Wentorf nicht öffentlich exakt ausgewiesen ist, orientiert man sich in Schleswig-Holstein an üblichen Verwarnungen für weggeworfene Kippen: Diese liegen meist bei etwa 10 Euro, können aber je nach Schwere des Verstoßes steigen. Die Botschaft ist klar: Müll gehört in den Mülleimer, nicht auf Gehweg oder Straße. Neben der gesetzlichen Pflicht besteht auch eine moralische und ökologische Verantwortung. Zigarettenfilter enthalten Giftstoffe, die Böden und Gewässer erheblich belasten können. Schon eine einzelne Kippe kann bis zu 60 Liter Wasser verschmutzen. Wer die Umwelt schützen will, darf also nicht einfach wegwerfen.
Wer raucht, muss die Kippe ordnungsgemäß entsorgen – in einem öffentlichen Mülleimer, Aschenbecher oder einem Taschenaschenbecher. Die Regeln sind eindeutig, und sie gelten für jede Straße, jeden Gehweg und jede Grünfläche. Das gilt auch in Wentorf!
Foto: Pixabay
Kampagne „wentorf abpflastern!“ startet zum Frühlingsanfang
Mit dem Beginn des Frühlings startet die Gemeinde Wentorf bei Hamburg die Kampagne „wentorf abpflastern!“. Ziel ist es, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern versiegelte Flächen in Gärten und Vorgärten wieder zu begrünen und damit etwas für Klima, Natur und Lebensqualität im Ort zu tun.
In vielen Gärten wurden in den vergangenen Jahren große Flächen mit Pflastersteinen, Beton oder Schotter gestaltet. Diese gelten oft als pflegeleicht und ordentlich. Tatsächlich haben solche versiegelten Flächen jedoch mehrere Nachteile: Regenwasser kann schlechter versickern, im Sommer heizen sich die Flächen stark auf und für Insekten und andere Tiere bieten sie kaum Lebensraum. Hinzu kommt: Schottergärten und die Versiegelung unbebauter Flächen sind nach der Landesbauordnung Schleswig-Holstein grundsätzlich nicht erlaubt. Ein weiterer Grund also, vorhandene Versiegelungen wieder zu entfernen und durch Grünflächen zu ersetzen.
Mit der Kampagne ruft die Gemeinde alle Wentorferinnen und Wentorfer dazu auf, selbst aktiv zu werden: Pflastersteine entfernen, Flächen entsiegeln und stattdessen Stauden, Gräser oder andere heimische Pflanzen setzen. Schon kleine Veränderungen können dabei eine große Wirkung haben – für die Artenvielfalt, für ein angenehmeres Mikroklima und für einen lebendigeren Garten. Um den Einstieg zu erleichtern, unterstützt die Gemeinde die ersten 30 Teilnehmenden mit einem Zuschuss von 50 Euro. Wer mitmachen möchte, kann einfach Vorher- und Nachher-Fotos der Fläche sowie Zahlungsbelege und seine Bankverbindung per E-Mail an klimaschutz@wentorf.de[13] senden. Weitere Informationen zur Entsiegelung, zum bundesweiten Wettbewerb „abpflastern!“ sowie praktische Tipps für einen naturnahen Garten sind auf der Internetseite der Gemeinde zu finden: www.wentorf.de/abpflastern[1]
Beitragsbild: WiB-Online
Schulcampus Wentorf: Vision, Chronologie, Kehrtwende und offene Fragen
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Monika Lehmann-Ralf Lesko
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Kommunales,Politik,Schule |
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In Wentorf ist wohl eine der größten kommunalpolitischen Debatten der vergangenen Jahre vorerst beendet – und wirft zugleich neue Fragen auf. Die CDU hat ihre Pläne für ein zentrales Schulzentrum auf dem Kleingartengelände an der Berliner Landstraße offiziell aufgegeben. Als Begründung nennt die Fraktion die begrenzten finanziellen Spielräume der Gemeinde sowie den Wunsch, die gewachsene und eigenständige Schullandschaft Wentorfs zu erhalten. Auch die Bündnis 90/Die Grünen haben ihre bisherige Unterstützung für das Projekt inzwischen relativiert. Statt eines groß dimensionierten Schulcampus soll der Blick nun stärker auf die Weiterentwicklung der bestehenden Standorte gerichtet werden. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die Gemeinschaftsschule Wentorf am Fritz-Specht-Weg, gleichzeitig soll auch das Gymnasium Wentorf weiterhin in die zukünftigen Planungen einbezogen werden. Die Entscheidung markiert eine deutliche Kehrtwende in einer Debatte, die bereits seit mehreren Jahren die lokale Schulpolitik prägt.
Offiziell begann der Prozess im September 2022, als die Gemeindevertretung die sogenannte „Phase 0“ beschloss. Ziel war es, zunächst eine umfassende Bedarfsermittlung für alle Wentorfer Schulen durchzuführen, um Sanierungs- und Neubedarfe zu analysieren und eine Grundlage für langfristige Planungen zu schaffen. Damit legte die Verwaltung den Grundstein für Überlegungen, die Schulstandorte zu modernisieren und mögliche Synergien zwischen Gymnasium und Gemeinschaftsschule zu prüfen.
Im Mai 2023 wurden die ersten Ergebnisse dieser Phase im Bürgerausschuss vorgestellt. In diesem Zusammenhang tauchte erstmals die Idee auf, beide Schulen an einem gemeinsamen Standort zusammenzuführen. Öffentlich sichtbar intensivierte sich die Debatte jedoch erst 2024, als im April eine erweiterte Bedarfsermittlung präsentiert wurde, die konkrete Szenarien für Neubau, Modernisierung und einen möglichen Campus aufzeigte. Dabei wurden neben pädagogischen Fragen auch Flächenbedarf, Verkehrsplanung und erste Kostenschätzungen diskutiert.
Im Dezember 2024 verabschiedeten CDU, Grüne und FDP schließlich einen sogenannten Sechs-Punkte-Plan zur Schulentwicklung. Darin wurde unter anderem vorgesehen, den Neubau beider Schulen zu prüfen und einen möglichen Campusstandort auf dem Gelände des Kleingartenvereins zu untersuchen. Ab diesem Zeitpunkt rückte das Campusprojekt deutlich ins Zentrum der lokalen Schulpolitik, begleitet von intensiven Diskussionen über Kosten, Standortwahl und Machbarkeit.
Im Verlauf des Jahres 2025 verdichteten sich jedoch die Zweifel. Eine Machbarkeitsstudie kam im November 2025 zu dem Ergebnis, dass das vorgesehene Kleingartengelände für ein funktional sinnvoll betriebenes Schulzentrum zu klein sei. Kurz darauf wurde eine Kostenrahmenschätzung bekannt, die den möglichen Finanzbedarf auf mindestens 215 Millionen Euro bezifferte. Gleichzeitig hatten sich beide Schulleitungen bereits zuvor kritisch zu einem gemeinsamen Campus geäußert.
Trotz dieser Hinweise wurden zunächst weitere Prüfaufträge an die Verwaltung erteilt und zusätzliche Untersuchungen angestoßen. Erst jetzt, Ende Februar 2026 erfolgte nun die politische Kehrtwende: Die CDU erklärte, die Campuspläne nicht weiterzuverfolgen. Viele Beobachter sehen darin eine verspätete Reaktion auf die inzwischen deutlich gewordenen Kostenrisiken und praktischen Schwierigkeiten des Projekts. Bemerkenswert ist dabei auch die politische Vorgeschichte. Die Idee eines Schulcampus war ursprünglich aus den Reihen der Mehrheitsfraktion selbst hervorgegangen und hatte im Verlauf der Diskussion auch andere Fraktionen der Gemeindevertretung erfasst. Über mehrere Jahre entwickelte sich daraus ein umfangreicher Planungs- und Prüfprozess, der Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit gleichermaßen beschäftigte.
Die Rolle der Grünen zeigt in dieser Entwicklung ein eigenes Spannungsfeld. Über längere Zeit unterstützten sie das Projekt – teils aktiv, teils stillschweigend – und beteiligten sich mit Anträgen und Fragenkatalogen an die Verwaltung, etwa zu Kosten, Flächenentwicklung und Sanierungsbedarf. Eine klar erkennbare alternative Position wurde jedoch lange nicht formuliert, sodass sie in der öffentlichen Wahrnehmung häufig eher als politische Begleiter der CDU erschienen als eigenständige Impulsgeber. Andere Parteien wie die SPD hatten zwar frühzeitig für eine schrittweise Weiterentwicklung der bestehenden Standorte plädiert, konnten diese Position jedoch über längere Zeit nicht prägend in der öffentlichen Debatte durchsetzen. Parallel dazu spielte auch die demografische Entwicklung eine wichtige Rolle. Kurzfristig steigen die Schülerzahlen im Hamburger Umland durch den Zuzug junger Familien. Langfristig könnten sie jedoch stagnieren oder sogar sinken. Damit stellt sich die Frage, ob ein sehr großer Schulcampus auf Dauer überhaupt notwendig oder angemessen gewesen wäre. Diese Unsicherheit wurde im politischen Entscheidungsprozess zwar thematisiert, blieb jedoch häufig im Hintergrund gegenüber den baulichen und planerischen Fragen.
Mit der Aufgabe der Campuspläne endet zwar ein zentrales Kapitel der Wentorfer Schulpolitik, doch das politische Nachspiel dürfte noch folgen. Denn über mehrere Jahre wurden Gutachten, Studien und Prüfaufträge vergeben, und erhebliche personelle Ressourcen in Verwaltung und Politik gebunden. Wie hoch die bisher entstandenen Kosten für Planung, Untersuchungen und Verwaltungsarbeit tatsächlich sind, ist bislang kaum öffentlich aufgearbeitet worden. Damit stellt sich nun nicht nur die Frage nach der zukünftigen Schulentwicklung in Wentorf, sondern auch nach Transparenz und politischer Verantwortung im bisherigen Entscheidungsprozess. Ebenso bleibt offen, warum Schulen, Eltern und Bürger nicht von Beginn an stärker in die Planungen einbezogen wurden. Gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung hätte eine frühere Beteiligung möglicherweise dazu beitragen können, Konflikte zu vermeiden und Alternativen früher sichtbar zu machen. Das Schulcampus-Projekt in Wentorf zeigt einmal wieder exemplarisch, wie parteilich ambitionierte kommunale Projekte entstehen, wachsen – und schließlich wieder verworfen werden. Zugleich verdeutlicht die Debatte, wie wichtig klare Kommunikation, realistische Kostenabschätzungen und eine frühzeitige Einbindung der Öffentlichkeit sind, wenn langfristige Infrastrukturentscheidungen getroffen werden.
Titelfoto: Pixabay
ChansonManie bringt Piaf und Dietrich nach Wentorf-Publikum fordert Zugabe
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Ralf Lesko
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Bürgerverein Wentorf e.V.,Kunst & Kultur |
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„Vergiss nie, dass ich dich liebe!“ – fulminante Hommage an Édith Piaf und Marlene Dietrich
Ein neues Konzertformat hat in Wentorf einen glänzenden Auftakt erlebt: Der Bürgerverein Wentorf e.V. lud am 11. März zu einem Chanson- und Theaterabend in die Alte Schule Wentorf – und das Haus war bis auf den letzten Platz gefüllt. Schon lange vor Beginn herrschte erwartungsvolle Stimmung im Saal. Am Ende des Abends war klar: Das Wentorfer Publikum hatte einen besonderen kulturellen Moment erlebt – und honorierte ihn mit lang anhaltendem Applaus und der Forderung nach einer Zugabe.
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Unter dem Titel „Vergiss nie, dass ich dich liebe!“ entführte das Trio ChansonManie sein Publikum in die bewegende Geschichte zweier Jahrhundertkünstlerinnen: Édith Piaf und Marlene Dietrich. Der dramaturgische Ausgangspunkt des Abends: ihre Begegnung 1947 in New York. Die kleine, temperamentvolle Chansonette aus Paris mit der unverwechselbaren Stimme, die Millionen zu Tränen rührte – und die große, elegante Weltbürgerin, längst ein internationaler Star. Aus Bewunderung wurde Freundschaft, aus Freundschaft eine tiefe Verbundenheit, die bis heute Stoff für Legenden liefert.
Besonders berührend war die Szene um ein kleines, vergilbtes Brieflein, das nach Dietrichs Tod auf ihrem Nachttisch gefunden wurde – ein Zettel mit wenigen Worten aus Piafs Hand: „Vergiss nie, dass ich dich liebe!“ Ein Satz, der dem Abend seinen Namen gab und im Saal spürbar nachklang.
Das Trio ChansonManie verstand es meisterhaft, Musik, Schauspiel und Erzählung miteinander zu verweben. Mit großer stilistischer Sicherheit und viel Gefühl ließen die drei Künstler die Welt des Chansons lebendig werden. Rund um Piaf und Dietrich öffnete sich ein weiter Kosmos aus Zeitgeschichte und Künstlerfreundschaften: Figuren wie Jean Cocteau, Bruno Coquatrix und Ernest Hemingway tauchten ebenso auf wie die großen Schauplätze ihres Lebens – Paris, Berlin und New York. Das Publikum folgte gebannt dieser Reise durch Musik, Geschichten und Erinnerungen. Die geforderte Zugabe wurde mit sichtbarer Freude gegeben – ein würdiger Abschluss eines intensiven Abends.
Für den Bürgerverein Wentorf erwies sich das neue Format eines Chanson- und Theaterabends damit als voller Erfolg. Persönlich, gefühlvoll und charmant – genau so hatte man den Abend angekündigt. Und genau so wurde er vom Publikum erlebt. Wentorf darf sich auf eine Fortsetzung freuen.
Fotos: Ralf Lesko
Der tut doch nichts – eine kleine Feldstudie zur selektiven Rücksichtnahme
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Ralf Lesko
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Gesellschaft |
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Es ist ein ganz normaler Waldspaziergang auf der Wentorfer Seite des Bergedorfer Friedhofs. Vogelgezwitscher, feuchter Waldboden, die übliche Mischung aus Joggern, Spaziergängern und Menschen, die den Wald als Erweiterung ihres Wohnzimmers betrachten. Alles ruhig. Alles friedlich. Bis plötzlich ein Hund auftaucht. Nicht klein. Nicht angeleint. Etwa zwanzig Meter voraus, ganz ohne erkennbaren Menschen im Schlepptau. Für einen kurzen Moment stellt sich diese leise, uralte Frage: Kommt da gleich jemand dazu – oder ist das jetzt einfach so? Erst später erscheint die dazugehörige Halterin. Eine Frau auf einem Lastenfahrrad, vorne zwei kleine Kinder im Transportkasten, hinten das gute Gefühl, alles richtig zu machen. Der Hund läuft weiterhin frei voraus. Die Szene wirkt auf den ersten Blick modern, ökologisch, verantwortungsvoll. Lastenrad statt SUV. Kinder an Bord. Hund in Freiheit. Fast idyllisch.
Wir sprechen die Frau freundlich an. Ruhig. Ohne Vorwurf. Mit dem Hinweis, dass es Menschen gibt, die Angst vor freilaufenden Hunden haben – insbesondere dann, wenn man zuerst dem Hund begegnet und erst deutlich später dem Menschen, der ihn kontrollieren sollte. Ganz abgesehen davon, dass im Wald Leinenpflicht gilt. Was wir erwarten? Vielleicht ein kurzes Innehalten. Ein „Stimmt, hab ich nicht bedacht.“ Oder wenigstens ein höfliches Nicken. Was wir bekommen, ist ein Klassiker. „Der tut doch nichts.“
Dieser Satz ist so etwas wie der Generalschlüssel der verantwortungsfreien Hundehalterei. Er öffnet alle Türen, hebt alle Regeln auf und ersetzt jede Rücksichtnahme durch subjektives Wohlbefinden. Dass Angst nichts mit objektiver Gefährlichkeit zu tun hat, sondern mit Wahrnehmung, Erfahrung und Unsicherheit – geschenkt. Doch es kommt noch besser. Die rhetorische Krönung folgt auf dem Fuße: „Meine Kinder haben keine Angst vor dem Hund!“
Ein bemerkenswerter Satz. Denn offenbar gilt in diesem Moment eine neue gesellschaftliche Regel: Maßstab für öffentliches Verhalten ist nicht mehr das Gesetz, nicht mehr der gemeinsame Raum, nicht einmal der gesunde Menschenverstand – sondern die emotionale Verfassung der eigenen Kinder. Dass es andere Kinder gibt. Andere Erwachsene. Andere Erfahrungen. Andere Ängste. Dass vielleicht genau dort, wo der Hund gerade frei vorausläuft, irgendwann ein Kind steht, das panisch reagiert – irrelevant. Die eigene Welt ist in Ordnung. Also ist die Welt in Ordnung. Die Frau fährt weiter. Zufrieden. Bestimmt. In ihrer ganz persönlichen Freiheit. Der Hund voraus, die Kinder vorne, die Verantwortung irgendwo dazwischen verloren gegangen.
Zurück bleibt ein Gefühl, das viele kennen: Man hat nichts falsch gemacht, freundlich kommuniziert, Rücksicht eingefordert – und trotzdem verloren. Gegen Ignoranz im Gewand der Selbstverständlichkeit. Denn das eigentliche Problem sind nicht Hunde. Es sind Erwachsene, die glauben, Rücksicht sei optional, solange bei ihnen alles gut ist. Und die nicht merken, dass „Der tut doch nichts“ oft nur eine andere Form von „Mir egal“ ist. Der Wald ist kein privater Hundeauslauf. Der öffentliche Raum kein Experimentierfeld für individuelle Freiheitsgefühle. Und Verantwortung endet nicht dort, wo das eigene Lastenrad außer Sichtweite ist.
Aber immerhin wissen wir jetzt eines ganz sicher: Ihre Kinder haben keine Angst. Alle anderen dürfen sehen, wie sie klarkommen.
Beitragsfoto: Pixabay
„Kunst am Stiel“ – werden Sie kreativ!
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Ralf Lesko
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Kunst & Kultur |
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Unter diesem Motto lädt die Wentorfer Kulturwoche wieder zum Mitmachen ein. Alle, die sich vom Thema „Kunst am Stiel“ inspiriert fühlen, sollten sofort loslegen und ein kreatives Objekt am Stiel erschaffen. Die eingereichten Werke werden während der 19. Wentorfer Kulturwoche vom 29. Mai bis zum 07. Juni 2026 auf der Wiese vor der Alten Schule in Wentorf als Open Air-Ausstellung präsentiert. Mit welcher Technik und in welcher Größe die Werkstücke erschaffen werden, ist vollkommen freigestellt. Es gibt nur zwei Vorgaben: Die Werke müssen wetterfest sein, da sie während der Kulturwoche bei jedem Wetter Tag und Nacht im Freien stehen werden. Und sie müssen einen Stiel haben, mit dem sie in den Boden gesteckt werden. Dieser Stiel muss stabil und der im Boden steckende Teil lang genug sein, um das Werkstück im Gleichgewicht zu halten. Wer möchte, kann seine Kunst am Stiel auch verkaufen: Dafür soll ein Mindestgebot angegeben werden, das von den Künstlerinnen und Künstlern selbst festgelegt wird. Dies entspricht der Summe, die sie bei einem Verkauf auch vollständig erhalten. Bei höheren Geboten erhalten die KünstlerInnen die Hälfte der Differenz zu dieser Summe, die andere Hälfte fließt in den Etat der Wentorfer Kulturwoche. Statt eines Preises kann natürlich auch „unverkäuflich“ angegeben werden.
Anmeldungen zur Teilnahme sind jederzeit möglich. Angegeben werden sollte ein Titel für das Kunstwerk, der gewünschte Mindestverkaufspreis, der Name der Künstlerin/des Künstlers sowie Adresse, E-Mail und Telefonnummer.
Bis zum 26.05.2026 nimmt Sybille Marks, die 1. Vorständin des Vereins der Wentorfer Kulturwoche, die Anmeldungen entgegen: 040 720 44 48 oder sybmar@gmx.de[18]. Zur Vereinfachung Ihrer Anmeldung finden Sie ein fertiges Formular unter www.wentorfer-kulturwoche.de/kunst-am-stiel[19] – Sie können aber auch ohne dieses Formular teilnehmen, sofern Sie schriftlich den Teilnahmebedingungen für diese Kunstaktion zustimmen.
Der Verkauf zum Höchstgebot findet am Sonntag, dem 07.06.2026 um 15 Uhr vor der Alten Schule statt. Verkaufte Werke können sofort mitgenommen werden, nicht verkaufte Werke werden den Künstlerinnen und Künstlern vor Ort wieder ausgehändigt.
Beitragsgrafik: Wentorfer Kulturwoche
„Repair Café Wentorf mit ADFC-Fahrradwerkstatt: Termine 2026 stehen fest
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Ralf Lesko
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Gemeinschaften,Gesellschaft |
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Auch im Jahr 2026 lädt das Repair Café Wentorf zum gemeinsamen Reparieren ein. Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, defekte Alltagsgegenstände gemeinsam mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern instand zu setzen – ganz nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe. Ergänzt wird das Angebot durch eine Fahrradwerkstatt in Kooperation mit der ADFC Ortsgruppe Wentorf/Börnsen.
Die Repair-Café-Termine finden jeweils am dritten Samstag der geraden Monate von 14 bis 16 Uhr im Prisma Jugendtreff statt. Der Standort bietet dabei einen zusätzlichen Mehrwert: Seit Ende vergangenen Jahres stellt die Gemeinde hier eine frei zugängliche Fahrrad-Reparaturstation bereit.
Die Termine für 2026 im Überblick:
Samstag, 21. Februar 2026 (ohne ADFC Fahrradselbsthilfe)
Samstag, 18. April 2026
Samstag, 20. Juni 2026
Samstag, 15. August 2026
Samstag, 17. Oktober 2026
Samstag, 19. Dezember 2026
Repariert werden können unter anderem elektrische Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, Fahrräder, Textilien und weitere Alltagsgegenstände. Es handelt sich nicht um einen kostenlosen Reparaturservice; für Ersatzteile oder Materialien wird ein Selbstkostenpreis erhoben. Begleitend gibt es Kaffee und Kuchen gegen eine Spende.
Das Repair Café Wentorf freut sich über Besucherinnen und Besucher ebenso wie über neue ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer.
Bei Fragen wenden Sie sich an das Klimaschutzmanagement der Gemeinde Wentorf unter 040 72001279.“
Beitragsfoto: Ralf Lesko
Der Seniorenbeirat lädt zu Spielenachmittagen 2026
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Ralf Lesko
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Der Spielenachmittag lädt zu einem gemütlichen Beisammensein ein, bei dem der gemeinsame Spielspaß im Mittelpunkt steht. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern steht eine große Auswahl an Karten- und Brettspielen zur Verfügung, darunter Skat, Doppelkopf, Rommé sowie zahlreiche weitere Gesellschaftsspiele. Außerdem besteht die Möglichkeit, eigene Spiele mitzubringen. Das Angebot richtet sich an alle Interessierten, unabhängig davon, ob sie erfahrene Kartenspieler sind oder einfach eine entspannte Spielrunde genießen möchten. In angenehmer Atmosphäre entstehen spannende Spielverläufe und anregende Gespräche, die den Nachmittag zu einem geselligen Erlebnis machen.
Wo: „Alte Schule“,
Teichstraße 1, 21465 Wentorf bei Hamburg
Wann:
Mittwoch, 14.01.2026 14:00 bis 18:00 Uhr Mittwoch, 11.02.2026 14:00 bis 18:00 Uhr
Mittwoch, 11.03.2026 14:00 bis 18:00 Uhr Mittwoch, 08.04.2026 14:00 bis 18:00 Uhr Mittwoch, 13.05.2026 14:00 bis 18:00 Uhr Mittwoch, 10.06.2026 14:00 bis 18:00 Uhr
Mittwoch, 08.07.2026 14:00 bis 18:00 Uhr
Bitte kommen Sie pünktlich, damit sich die Spielgruppen direkt finden können.
Beitragsfoto: Pixabay
Bürgerverein Wentorf e.V. mit neuem Halbjahresprogramm 2026
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Ralf Lesko
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Bürgerverein Wentorf e.V.,Kunst & Kultur |
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Mit einer frisch gestalteten, farbigen Programmbroschüre und einer Reihe neuer Akzente startet der Wentorfer Bürgerverein e.V. in das erste Halbjahr 2026. Die modernisierte Optik soll nicht nur übersichtlicher wirken, sondern auch die neue, breitere kulturelle Ausrichtung des Vereins widerspiegeln.
Chansonabend als programmatischer Höhepunkt| Im Mittelpunkt des neuen Halbjahresprogramms steht ein Chansonabend, der erstmals in dieser Form angeboten wird. Der Verein setzt damit bewusst auf ein Format, das eine Mischung aus musikalischer Raffinesse und poetischer Erzählkunst verspricht. Französische Chansons von Piaf bis Montand – mal heiter, mal melancholisch – des Trios ChansonManie sollen das Publikum in eine Atmosphäre entführen, die man in Wentorf bisher nicht erleben konnte. Der Bürgerverein sieht darin den besonderen kulturellen Höhepunkt des neuen Programms.
Breites Angebot von Kino bis Jazz| Neu im Programm ist außerdem ein Kinoabend, bei dem ein ausgewählter Filmklassiker auf großer Leinwand gezeigt wird. Das Angebot richtet sich an Cineasten ebenso wie an Besucher, die gemeinsam einen unterhaltsamen Filmabend erleben möchten. Daneben hält der Bürgerverein an beliebten Formaten fest. Eine Plattdeutsche Veranstaltung bringt erneut regionale Sprachkultur auf die Bühne und spricht damit ein traditionell treues Publikum an. Zum Sommeranfang steht außerdem ein Jazzkonzert auf dem Programm, das mit beschwingten Rhythmen den Übergang in die warme Jahreszeit begleiten soll. Wie gewohnt umfasst das Halbjahresprogramm zudem auch Museumsbesuche. Sie bieten kulturhistorische Einblicke und Gelegenheit zu gemeinsamen Ausflügen, die seit Jahren zu den festen Bestandteilen des Vereinslebens gehören.
Neuer Auftritt, bewährte Vielfalt| Mit der Mischung aus bekannten Formaten und neuen kulturellen Impulsen möchte der Wentorfer Bürgerverein e.V. auch 2026 seine Mitglieder und ein breites Publikum ansprechen. Die modernisierte Gestaltung der Programmbroschüre soll die Angebote stärker hervorheben und den Zugang erleichtern.
Der Vereinsvorstand zeigt sich überzeugt: Das erste Halbjahr 2026 bietet nicht nur kulturelle Vielfalt, sondern auch zahlreiche Anlässe, die Gemeinschaft vor Ort zu stärken. Lassen wir uns überraschen! Das Programm finden Sie natürlich, wie immer, hier bei Wentorf im Blick-Online verlinkt: Programm Bürgerverein Wentorf e.V. 1.Halbjahr 2026[5]
Beitragsbild: Ralf Lesko
Wentorf baut Radinfrastruktur aus: Neue Servicestationen und zusätzliche Abstellbügel
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Wentorf baut Radinfrastruktur aus: Neue Servicestationen und zusätzliche Abstellbügel
Die Gemeinde Wentorf bei Hamburg setzt ein weiteres Zeichen für nachhaltige Mobilität. An drei zentralen Orten wurden jetzt neue Fahrradservicestationen in Betrieb genommen, die allen Bürgerinnen und Bürgern sowie den Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften der örtlichen Schulen offenstehen. Ergänzt wird das Angebot durch neun zusätzliche Fahrradanlehnbügel, die das sichere Abstellen von Rädern erleichtern sollen.
Drei neue Servicestationen für schnelle Hilfe unterwegs
Die neuen Stationen ermöglichen kleinere Reparaturen in Eigenregie und bieten zudem die Möglichkeit, Reifen aufzupumpen – auch an Kinderwagen. Aufgestellt wurden sie an folgenden Standorten:
Jugendtreff Prisma (Hauptstraße 14a)
Gymnasium Wentorf (Hohler Weg 16)
Gemeinschaftsschule (Achtern Höben 3)
Alle Stationen sind überdacht und damit ganzjährig nutzbar. Über einen QR-Code gelangen Nutzerinnen und Nutzer direkt zu digitalen Anleitungen, die Schritt für Schritt durch einfache Reparaturen führen.
Mehr Platz für Fahrräder
Um die Radinfrastruktur weiter zu stärken, hat die Gemeinde außerdem neun neue Fahrradanlehnbügel installiert:
Vier am Jugendtreff Prisma
Fünf an den Notunterkünften in der Schanze
Mit den zusätzlichen Abstellmöglichkeiten soll der Radverkehr sicherer und komfortabler werden – ein weiterer Baustein im Bemühen, klimafreundliche Mobilität im Ort zu fördern.
Fördermittel unterstützen Ausbau
Finanziell unterstützt wurde das Projekt durch das Bundesförderprogramm Stadt und Land, das 75 Prozent der Kosten übernahm. Insgesamt erhielt die Gemeinde Wentorf eine Fördersumme von 7.650 Euro.
Mammutbaum (Sequoia) in der Kirschkoppel gefällt – Anwohner überrascht und verärgert!
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In den Morgenstunden des 12. November 2025 wurde in der Kirschkoppel 1 (Privatgrundstück) der große Mammutbaum (Sequoia) gefällt. Der Baum hatte über Jahrzehnte das Straßenbild geprägt und galt vielen Anwohnern als markantes Wahrzeichen. Die Fällung erfolgte ohne vorherige Information der Nachbarschaft und führte bei vielen zu Überraschung und deutlicher Verärgerung.
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Bereits kurz nach Beginn der Arbeiten erreichten sowohl die Redaktion von Wentorf im Blick – Online als auch die Wentorfer Gemeindeverwaltung zahlreiche Anrufe von Anwohnern. Auf Nachfrage erklärte die Pressestelle der Gemeinde Wentorf, dass auch die Verwaltung selbst zunächst von der Maßnahme überrascht worden sei. Erst nach Rückfrage beim Kreis in Ratzeburg habe sich bestätigt, dass dort eine gültige Fällgenehmigung erteilt worden war. Auch Anwohner, die selbst Kontakt mit der Ratzeburger Behörde aufgenommen hatten, erhielten die gleiche Auskunft.
Die Genehmigung wirft jedoch Fragen auf. Offenbar wurde die Bedeutung des Baumes für das unmittelbare Wohnumfeld in Ratzeburg nicht umfassend berücksichtigt. Zudem wurde die Entscheidung nicht im Vorfeld mit der Gemeinde Wentorf abgestimmt. Die Pressestelle spricht in diesem Zusammenhang von einem „unglücklichen Informationsfluss“ zwischen den zuständigen Stellen des Kreises und der örtlichen Verwaltung.
Zwar wurde die Fällung rechtlich ordnungsgemäß für das betreffende Privatgrundstück genehmigt, dennoch bleibt für viele Beobachter unklar, wie gründlich der Einzelfall geprüft wurde. Der Eindruck, dass die Entscheidung ohne ausreichende Einbindung der lokalen Ebene getroffen wurde, steht im Raum.
Wie auch immer, der Mammutbaum ist unwiederbringlich verloren. Vor diesem Hintergrund richten sich nun die Blicke auf die Wentorfer Politik und Verwaltung. Es stellt sich die Frage, wie derartige Kommunikationsprobleme zwischen dem Kreis Ratzeburg und der Gemeinde künftig vermieden werden können. Der Vorfall zeigt, dass rechtlich korrekte Entscheidungen nicht zwangsläufig als nachvollziehbar oder akzeptabel wahrgenommen werden, wenn sie das Ortsbild oder das Lebensumfeld vieler Menschen betreffen. Hier bedarf es einer engeren Abstimmung und einer sensibleren Handhabung. Zurück bleiben Anwohner, die sich nicht nur über den Verlust eines markanten Baumes, sondern auch über fehlende Information und Transparenz seitens der beteiligten Behörden enttäuscht zeigen.
Wentorf im Blick berichtete bereits in der Ausgabe Nr. 90/2021 über den Mammutbaum. Den Beitrag können Sie hier nachlesen: WiB Nr. 90/2021.[21]
In Deutschland wächst die versiegelte Fläche weiterhin, wenn auch etwas langsamer als in den Jahren zuvor. Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes sind inzwischen rund 7,3 % der gesamten Landesfläche dauerhaft versiegelt – das entspricht etwa 52.000 Quadratkilometern, also der Fläche von Niedersachsen und Schleswig-Holstein zusammen. Versiegelte Flächen sind Bereiche, auf denen der Boden durch Asphalt, Beton oder Gebäude abgedeckt ist und kein Wasser mehr versickern kann. Dazu zählen Straßen, Parkplätze, Industrieflächen und Siedlungsgebiete. Diese Entwicklung hat Folgen für das Klima, die Biodiversität und die Hochwassergefahr.
Auch in Schleswig-Holstein nimmt die Versiegelung kontinuierlich zu. Zwischen 2016 und 2022 stieg die versiegelte Fläche von rund 921 km² auf 951 km². Das entspricht einem jährlichen Zuwachs von durchschnittlich rund 5 km².
Eine lineare Projektion deutet darauf hin, dass Schleswig-Holstein im Jahr 2030 etwa 980 km² versiegelte Fläche erreichen dürfte – trotz Bemühungen um eine nachhaltigere Flächennutzung.
Das entspricht rund 9 % der Landesfläche, womit Schleswig-Holstein im bundesweiten Vergleich im Mittelfeld liegt.
Deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern.
Berlin ist mit rund 33 % nahezu vollständig städtisch geprägt.
Bremen und Hamburg folgen mit über 28 %.
In Flächenländern wie Bayern (8,2 %), Brandenburg (6,1 %) und Mecklenburg-Vorpommern (4,8 %) sind deutlich größere unversiegelte Flächen erhalten geblieben.
Besonders hohe Werte zeigen sich im industriell geprägten Nordrhein-Westfalen (17,3 %) und im Saarland (13,2 %).
Diese Unterschiede spiegeln die wirtschaftliche Struktur, Bevölkerungsdichte und Urbanisierung wider.
Ziele und Herausforderungen
Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, den täglichen Flächenverbrauch bis 2030 auf unter 30 Hektar pro Tag zu senken. Aktuell liegt der Wert laut Umweltbundesamt jedoch bei rund 55 Hektar täglich – also fast doppelt so hoch. Experten fordern daher eine konsequentere Umsetzung von Innenentwicklung statt Außenentwicklung, also die Nachverdichtung bestehender Siedlungsflächen statt der Erschließung neuer Baugebiete. Auch eine stärkere Förderung von Gründächern, entsiegelten Stadtflächen und klimafreundlicher Verkehrsplanung könnte helfen, den Trend zu bremsen.
Folgen für Umwelt und Klima
Versiegelung bedeutet, dass Regenwasser nicht mehr versickern kann – das erhöht das Risiko von Starkregenüberschwemmungen und Hitzestau in Städten. Zudem gehen durch die Betonierung Lebensräume für Tiere und Pflanzen verloren. Nach Angaben des Umweltbundesamtes tragen entsiegelte und begrünte Flächen erheblich zur Klimaanpassung bei: Sie speichern CO₂, fördern die Grundwasserneubildung und wirken temperaturausgleichend.
Fazit
Trotz wachsender Sensibilität bleibt die Bodenversiegelung eine der zentralen ökologischen Herausforderungen Deutschlands. Zwar verlangsamt sich der Flächenverbrauch leicht, doch von einer echten Trendwende ist das Land noch weit entfernt. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob sich das 30-Hektar-Ziel tatsächlich erreichen lässt – oder ob Deutschland weiter wächst, ohne Rücksicht auf den Boden, auf dem es steht.
Datenquellen: Statistisches Bundesamt, Umweltbundesamt, eigene Berechnungen (2016–2030, Prognose auf Basis linearer Entwicklung).
Grafik: WiB-Online
Umweltpreis 2026: Wentorf sucht junge Ideen für eine nachhaltige Zukunft
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Ralf Lesko
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Die Gemeinde Wentorf bei Hamburg sucht junge Köpfe mit frischen Ideen für Klima- und Umweltschutz. Mit dem Umweltpreis 2026 sind alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 21 Jahren eingeladen, ihre Projekte für eine nachhaltige Zukunft einzureichen – allein oder im Team.
Gesucht werden kreative Ansätze rund um Nachhaltigkeit, Mobilität, Ressourcenschonung und Klimaschutz. „Wir wollen zeigen, dass Engagement keine Frage des Alters ist“, sagt Yvonne Hargita, Klimaschutzmanagerin der Gemeinde. „Viele Jugendliche haben tolle Ideen, wie sich Umweltschutz im Alltag umsetzen lässt – genau das möchten wir fördern.“
Teilnehmen können alle, die in Wentorf wohnen, zur Schule gehen oder hier eine Ausbildung machen. Gefordert ist eine kurze Projektskizze von maximal drei Seiten, in der beschrieben wird, worum es in der Idee geht, wie sie umgesetzt werden kann und welchen Bezug sie zu Wentorf hat.
Einsendeschluss ist der 30. April 2026. Beiträge können per E-Mail an klimaschutz@wentorf.de[13]
Umgestaltung des Casinoparks in Wentorf nimmt Fahrt auf!
Nach 23 Jahren voller Anläufe, Unterbrechungen und Stillstand soll es nun endlich soweit sein: Die Umgestaltung des Casinoparks nimmt konkrete Formen an. Seit 2002 wurde immer wieder geplant, diskutiert und neu angesetzt – ohne dass es zu einer Umsetzung kam. Jetzt aber stehen die Zeichen so gut wie nie zuvor, dass die Umgestaltung des Casinoparks nach den Vorstellungen der Wentorfer*innen doch noch einen erfolgreichen Abschluss findet. Auf der Sitzung des Liegenschaftsausschusses am 11. September 2025 stellte Bürgermeisterin Kathrin Schöning die Ergebnisse der bisherigen Vorplanung vor.
Die von den Wentorfer Bürger*innen ausgewählte Variante der Bauminseln bildet die Grundlage für die umzusetzende Gestaltung des Casinoparks. Um die Aufenthaltsqualität im Park noch weiter zu verbessern, soll die Bauminselvariante nach Vorschlag des, die Planung durchführenden Unternehmens Bruun & Möllers Landschaften noch erweitert werden (siehe Grafik). Damit insbesondere der Windzug, der im Casinopark häufig als unangenehm empfunden wird, massiv reduziert werden kann.
[22]Casinopark erweitertes Konzept Bauminseln
Finanzielle Rahmenbedingungen
Die geschätzten Gesamtkosten für das Projekt liegen in der aktuellen Planungsphase (mit einer Toleranz von ±50 %) bei rund 3,4 Millionen Euro (brutto). Davon entfallen 25 % (ca. 850.000 Euro) auf die Planungskosten, die im Haushalt 2025/2026 berücksichtigt werden müssen. Der Ausschuss beauftragte die Bürgermeisterin, diese Anpassungen im Budget des Liegenschaftsausschusses für den zweiten Nachtragshaushalt des Doppelhaushalts 2025/2026 vorzusehen. Für die Kosten wurde ein Sperrvermerk gesetzt, sodass die Mittel erst nach erneuter politischer Freigabe verwendet werden können. Um die laufende Vorplanung 2025 fortführen zu können, mussten zudem 40.000 Euro sofort freigegeben werden. Dieser Betrag wurde im Liegenschaftsausschuss einstimmig beschlossen und freigegeben.
Infobox: Zahlen und Fakten zum Projekt Casinopark
Gesamtkosten (Schätzung, ±50 %): ca. 3,4 Mio. Euro brutto
Davon Planungskosten: ca. 850.000 Euro (25 % der Gesamtkosten)
Vorplanung 2024: 50.000 Euro (übertragen ins Jahr 2025)
Zusätzliche Vorplanung 2025: 40.000 Euro (außerplanmäßig, einstimmig beschlossen)
Grundlagenarbeiten in der Vorplanung:
Baugrunduntersuchung: 15.000 Euro
Vermessung: 5.000 Euro
Kanalinspektion: 20.000 Euro
Zeitplan (grob) in Verwaltung:
2025 Fertigstellung der Vorplanung
2025 Einwerben von Fördermitteln
2026 Planung
2027 Umsetzung/Bauen
In der Sitzung wurde deutlich, dass das Projekt Casinopark nun mit Energie vorangetrieben werden soll. Bürgermeisterin Kathrin Schöning bekräftigte gegenüber Wentorf im Blick ihr persönliches Engagement: „Ich fühle mich dem Projekt Umgestaltung Casinopark verpflichtet – und möchte da jetzt den Deckel draufsetzen.“
Es bleibt zu hoffen, dass die Umsetzung nicht mehr durch parteipolitische Auseinandersetzungen ins Stocken gerät und dass die Weichen für die Neugestaltung des Casinoparks nun endlich gestellt sind und die Wentorfer*innen sich auf einen, attraktiven, nach ihren Vorstellungen umgestalteten Casinopark freuen können.
Kommunale Finanzen
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Dieter Traut
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Kommunales,Politik |
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Am 30. Juli veröffentlichte die Bertelsmann Stiftung ihren alle zwei Jahre erscheinenden Kommunalen Finanzreport zur aktuellen finanziellen Situation der Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland. Danach wurde 2024 das mit 25 Milliarden Euro größte kommunale Defizit der bundesdeutschen Geschichte verbucht. Und beim Ausblick für die kommenden Jahre ist die Stiftung pessimistisch: Das strukturelle Problem der Sozialausgaben sei ungelöst, die Inflation hat das Ausgabenniveau dauerhaft erhöht und die Konjunktur bleibt schwach.
Die Kommunen Schleswig-Holsteins reihen sich mit einem Defizit von fast einer Milliarde Euro in diese Bewertung ein. Von den 15 Kreisen und kreisfreien Städten erzielte keine Kommune ein Plus. Die als Krisenindikator angesehenen Kassenkredite, dem „kommunalen Dispo-Kredit“, erreichten fast eine halbe Milliarde Euro, dreimal so viel wie im Vorjahr. Während die Steuereinnahmen stagnierten, stiegen die Ausgaben insbesondere für Personal, Sachaufwand und Soziales. Frau B. Mohn, die Vorständin der Bertelsmann Stiftung sieht durch die vorgelegten Zahlen sogar die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen nachhaltig in Frage gestellt.
Wenn man davon ausgeht, dass der am 22.11.2024 von der Bürgermeisterin gezeichnete 5. Nachtragshaushalt zum Doppelhaushalt 2023/2024 in etwa die Größenordnung des Jahresergebnisses 2024 darstellt, kann man ungefähr abschätzen, wie die Gemeinde Wentorf bei Hamburg im Vergleich zu anderen Kommunen in Schleswig-Holstein dasteht. Der Ergebnis-PLAN sah für 2024 ein Defizit von rund 4,8 Mio. € vor, eine Dimension, die in den Vorjahren im IST in etwa ausgeglichen wurde. Das funktioniert diesmal nicht: das Defizit liegt in der Größenordnung von 2,6 Mio. €. Allerdings besteht keine Notwendigkeit auf Kassenkredite zurückzugreifen. Insofern steht Wentorf aktuell finanziell besser da als die meisten Kommunen Schleswig-Holsteins.
Fazit des 5. Nachtragshaushalts ist, dass der Bestand liquider Mittel weiter durch die geplanten Investitionsmaßnahmen belastet wird und deren Umsetzung künftige Kreditaufnahmen erfordert. Zwar wird die Gemeinde gerade durch die Investitionstätigkeit ihrer Pflicht zur Aufgabenerfüllung gerecht, doch ist bei künftig notwendigen Investitionen das finanzielle Wohl der Gemeinde zu wahren und die Vorhaben mit Augenmaß und Bedacht voranzutreiben. Dieser Beschreibung ist aus Sicht des Autors nichts mehr hinzuzufügen.
Schulneubau in Wentorf – die ökologischen Aspekte
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Gastbeitrag
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Gesellschaft,Umwelt |
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Ein Gastbeitrag von Reiner Freund
Vorbemerkung:
Bildung ist wichtig – sehr wichtig. Als ehemaliger Lehrer weiß ich aus eigener Erfahrung, wie wohltuend ein Neubau für eine Schulgemeinschaft sein kann. Ich habe selbst den Umzug in ein neues Schulgebäude miterlebt – allerdings handelte es sich damals um einen Umbau mit Integration bestehender Gebäude.
Wentorf – die „Stadt im Grünen“?
Unsere Gemeinde wirbt mit diesem Slogan – doch der Realität steht er zunehmend entgegen. In den letzten Jahren wurden viele Grünflächen für neue Wohngebiete und Infrastrukturprojekte geopfert, zuletzt etwa beim Neubau der Feuerwehr. Auch in Wentorf verschwinden Bäume, Flächen werden versiegelt – eine Entwicklung, die sich bundesweit zeigt:
„… Siedlungs- und Verkehrsflächen in Deutschland in den Jahren 2019 bis 2022 um durchschnittlich 52 Hektar pro Tag gewachsen […]. Anfang 2024 lag die Rate bei etwa 55 Hektar pro Tag.“ (Quelle: Wikipedia)
Das entspricht rund 80 Fußballfeldern pro Tag, die unter Asphalt, Beton und Pflaster verschwinden – und damit aus natürlichen Kreisläufen herausfallen.
Ich bin zuversichtlich, dass viele Wentorfer*innen diese Entwicklung nicht wollen. Denn ich habe erlebt:
… wie Menschen Schlange standen, um sich für den Erhalt der Weide (Aldi-Erweiterung) einzusetzen – die Fläche ist bis heute erhalten.
… wie beim Bürgerbeteiligungsverfahren zur Casinopark-Umgestaltung der „grünste“ Entwurf mit Bauminseln gewann.
… wie Familien den „Essbaren Park“ mitgestaltet haben – und ihn weiterhin pflegen.
… dass unsere Verwaltung inzwischen einen Baumverantwortlichen eingesetzt hat – ein Zeichen des Umdenkens.
Viele Menschen spüren: Wir brauchen grüne Trittsteine, Rückzugsräume für die stark bedrohte Artenvielfalt. Die Kleingartenanlage in Wentorf ist genauso ein Ort.
Was leistet die Kleingartenanlage heute?
Sie bietet Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.
Der Boden speichert Wasser und CO₂ – wichtig für Klima- und Hitzeschutz.
Die Fläche wirkt kühlend auf das Mikroklima der Umgebung.
Regionale Lebensmittel werden hier angebaut – ohne zusätzlichen Naturverbrauch.
Menschen ohne eigenen Garten finden hier Erholung, Sinn und direkten Naturkontakt.
Viele dieser Leistungen werden andernorts unter dem Begriff „Klimafolgenanpassung“ mühsam hergestellt – hier gibt es sie bereits, kostenlos.
Gleichzeitig warnen Expert*innen vor den ökologischen Folgen des Bauens:
Rund 40 % der CO₂-Emissionen entstehen im Bausektor.
60 % des gesamten Mülls in Deutschland stammt aus dem Bauwesen.
Neubauten verbrauchen Ressourcen, Energie und zerstören oft funktionstüchtige Bestandsbauten.
Der Bund Deutscher Architekten bringt es auf den Punkt:
„Bauen muss vermehrt ohne Neubau auskommen. Priorität hat der Erhalt und das Weiterbauen am Bestehenden – nicht der leichtfertige Abriss.“ („Das Haus der Erde“, 6/20)
Das oft genannte Argument, ein Umbau sei teurer als ein Neubau, ist kurzfristig gedacht. Nicht eingerechnet wird der Wert der Ökosystemdienstleistungen, die natürliche Flächen wie Kleingärten für uns alle erbringen.
Was spricht gegen den Abriss – und für alternative Lösungen?
Langfristig brauchen wir mehr intakte Naturräume, nicht weniger. Bildung für nachhaltige Entwicklung ist nicht nur ein Unterrichtsinhalt – sie muss auch architektonisch und planerisch sichtbar werden.
Warum also nicht …
eine Aufstockung oder Erweiterung der bestehenden Gebäude – z.B. in ökologischer Holzbauweise?
mit Gründächern, Solaranlagen, Fassadenbegrünung?
artenfreundlich gestaltete Schulhöfe mit Aufenthaltsqualität?
eine Kooperation mit dem Kleingartenverein – z.B. für Schulgartenprojekte?
Solche Ideen könnten – im Rahmen einer ergebnisoffenen Bürgerversammlung – gemeinsam mit Verwaltung, Schule, Planer*innen und engagierten Bürger*innen entwickelt werden.
Fazit:
Gute Bildung ist unser Ziel – keine Frage. Aber sie darf nicht gegen den Erhalt wertvoller Naturflächen ausgespielt werden. Ein Schulneubau auf dem Gelände der Kleingartenanlage ist keine Lösung, sondern ein Rückschritt – ökologisch, sozial und planerisch.
„Wärmepumpen im Fokus: Informationsabend mit Exkursion am 5. Mai 2025
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Ralf Lesko
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Kommunales,Umwelt |
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Wie funktioniert eine Wärmepumpe in der Praxis? Lohnt sich die Technik auch für das eigene Haus? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhalten Interessierte bei der Abschlussveranstaltung einer Informationsreihe rund um das Thema Wärmepumpen am 5. Mai. Die Veranstaltung bietet gleich zwei Programmpunkte, die sowohl einzeln als auch gemeinsam besucht werden können: Bereits um 17:00 Uhr startet eine Exkursion zu einer Wärmepumpe mit Photovoltaikanlage in unmittelbarer Nachbarschaft. Treffpunkt ist am Eingang der Alten Schule, Teichstraße 1, 21465 Wentorf bei Hamburg. Die Eigentümerin gibt persönliche Einblicke in die ersten Betriebsjahre ihrer Anlage, berichtet von ihren Erfahrungen im Alltag und steht für Fragen zur Verfügung. Im Anschluss folgt ab 18:00 Uhr ein Fachvortrag von Ingo Sell von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Bis etwa 19:30/20:00 Uhr erläutert der Energieexperte unter anderem, ob eine Wärmepumpe auch im eigenen Haus sinnvoll eingesetzt werden kann, wie sich Effizienz anhand der sogenannten Jahresarbeitszahl bewerten lässt und welche aktuellen Fördermöglichkeiten bestehen. Die Anmeldung erfolgt über die Volkshochschule Sachsenwald unter der Kursnummer 261-10409. Veranstaltet wird der Abend von den Klimaschutzmanagements des Mittelzentrums in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Dank der Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale ist die Teilnahme kostenfrei. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich aus erster Hand zu informieren und individuelle Fragen zu stellen.“