Politik lehnt erstes Kon­zept zum Straßen­aus­bau ab

Seitdem bekannt ist, dass der Bergedorfer Weg saniert werden soll und ein erstes Konzept mit einer Ankündigung von 48 Baumfällungen im Zuge der Neugestaltung der Straße vorliegt, sind viele Wentorfer Bürger besorgt und teilweise auch empört über diese Planung. WENTORF IM BLICK berichtete darüber hier: https://wentorf-im-blick.de/wahnsinn-wieder-sollen-baeume-weg/

Da wundert es nicht, dass am vergangenen Dienstag in der Liegenschafts-Ausschusssitzung die Zuschauerränge dicht besetzt waren. Nicht nur von Anwohnern des Bergedorfer Wegs sondern auch von interessierten Bürgerinnen und Bürgern aus anderen Gemeindeteilen. Gesehen wurden auch Aktivisten der „Fridays for Future“ Bewegung. Alle waren gespannt auf den Tagespunkt Nummer 9.

Zuvor machten einige Bürgerinnen und Bürger von der Möglichkeit Gebrauch, im Rahmen der Einwohnerfragestunde ihre Fragen an die Ausschussmitglieder und an die Vertreter der Gemeindeverwaltung zu richten. Allesamt hatten sie den Bergedorfer Weg zum Thema. Schon hier wurde seitens der Verwaltung  betont, dass das erste Konzept lediglich als ein Solches angesehen werden muss. Die Zielvorgabe an das Ingenieurbüro war, mit einer Fahrbahnbreite zu planen, in der ein LKW und ein PKW aneinander vorbeifahren können. Außerdem mit einem einseitigen Fußgängerweg in einer Breite von 2,50 Meter. Mit dieser Vorgabe standen nach Maßgabe des Planungsbüros 48 Bäume im Wege und hätten entfernt werden sollen. Alternative Varianten wie die Verringerung der Fahrbahnbreite und Ausweichbuchten wurden erst einmal nicht in Betracht gezogen. So ließen sich vielleicht auch die Bäume dann in den Maßnahmenkatalog einbinden.

Politik und Verwaltung betonten auch, keiner will, dass Bäume gefällt werden müssen. Ob dieses Bekenntnis letztendlich eingehalten werden kann, konnte von keinem der Anwesenden versprochen werden.

Fakt ist, dass der Bergedorfer Weg von Grund auf saniert werden soll. Ein kompletter Straßenaufbau ist notwendig. Vorher muss das Regenwasser Kanalnetz komplettiert oder in weiten Bereichen neu ausgebaut werden, weil dort keine Entwässerungssysteme vorhanden sind. In Anbetracht zu erwartender, künftiger Niederschlagsmengen ist dies ein Muss.

Beschlossen wurde von der Politik einstimmig, dass das vorliegende Entwurfskonzept nicht als Grundlage der Planung angesehen wird. Der Entwurf ist in dieser Form nicht akzeptabel und wird vom Liegenschaftsausschuss abgelehnt! Für die weitere Planung wurde die Verwaltung aufgefordert, eine Arbeitsgruppe einzurichten, in der die Anwohner des Bergedorfer Weges einzubeziehen sind. Gleichwohl soll die Planung als verkehrsberuhigende Maßnahme weiter geführt werden. Es sollen so wenig wie möglich Bäume zum Opfer fallen. Ein Baumgutachter könnte zeitnah feststellen, welche Bäume gesund oder bereits erkrankt sind.

 

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