Hochweg wird neu, Tubben wird langsamer

Bericht über den Liegenschaftsausschuss vom 9.1.2020:

Berichte:
Zur nächsten Sitzung (6.2.20) wird dem Ausschuss ein erster Entwurf zur Niederschlagswassergebühr vorgelegt. Ziel ist es, die Satzung zum 1. Januar 2021 in Kraft treten zu lassen.

Anfragen
Auf die Frage des Ausschussvorsitzenden Günter Weblus (FDP), ob die Arbeitsgruppe „Bergedorfer Weg“, wie in der letzten Sitzung gefordert, schon gebildet worden sei, meinte Bürgermeister Petersen, es sei sinnvoller, die Arbeit erst aufzunehmen, wenn das bestellte Baumgutachten Ende Januar vorliegt. Zur kommenden Sitzung, am 6. Februar, sollen die Namen genannt werden. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Anlieger des Bergedorfer Wegs ihrerseits eine Arbeitsgruppe, bestehend aus acht Personen, gebildet haben, die mit den Gemeindevertretern zusammenarbeiten werden.

Straßenbauvorhaben Hochweg
Christiane Schabert, u.a. zuständig für den Tiefbau in der Gemeinde, hatte für den Ausschuss umfangreiches Material zusammengestellt, das als Sitzungsunterlage auch der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Dort wird beschrieben,
– die Straßendecke und der Regenwasserkanal müssen auf der gesamten Straßenlänge erneuert werden
– der Straßenausbau muss im Vollausbau erfolgen (frostsicher, 65 cm tief)
– für die Bodenentsorgung muss teilweise mit Mehrkosten gerechnet werden
– aus den fünf Bohrkernen der Straße ergab sich, dass die Werte für PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) unter der entsorgungspflichtigen Grenze von 25 mg/kg liegen
– die im Norden der Straße liegenden Grundstück werden sich gebührenpflichtig an das Regenwasser-Kanalsystem anschließen müssen
– für den Straßenausbau werden zwei Varianten vorgestellt, eine als 30 km/h-Zone und eine als verkehrsberuhigte Zone (Spielstraße oder ähnlich). Dabei wurde betont, dass die Variante „Spielstraße“ sowohl in der Herstellung als auch in den Folgekosten (z.B. Pflege der Grünflächen) teurer wird.
Einen Beschluss fasste der Ausschuss heute nicht. Wie der Vorsitzende ausführte, hatten die Fraktionen nicht genügend Zeit, über das Thema zu beraten.

Verkehrsberuhigende Maßnahmen für die Straße Tubben
Obwohl die Straße schon vor längerer Zeit zur sog. Spielstraße (Schrittgeschwindigkeit) umgebaut wurde, mussten die Anwohner feststellen, dass vor allem am Tage deutlich schneller gefahren wurde. Viele Autofahrer nutzen die Straße als Abkürzung zwischen Am Sportplatz und Schanze. Ihrem Vorschlag, die Straße zur Sackgasse zu machen, konnte der Ausschuss wegen des Versorgungsverkehrs nicht zustimmen. Er forderte die Gemeindeverwaltung auf, andere Maßnahmen vorzuschlagen. Ihr Vorschlag: Die am Tage leerstehenden Parkplätze werden mit sog. FlexPin 100-TL versperrt. Das sind selbstreflektierende Zylinder mit einem Gelenk am Zylinderfuß, die gefahrlos angefahren und überrollt werden können, sie richten sie ich anschließend wieder auf. Dadurch werden die Parkplätze auch am Tage „besetzt“ und die Straße wird schmal gehalten , die Autofahrer werden gezwungen, langsam zu fahren. Vor allem die günstigen Kosten (2.250 € für neun FlexPins) überzeugten die Ausschussmitglieder, sie stimmten dem Vorschlag einstimmig zu.

Der Liegenschaftsausschuss:
Günter Weblus (FDP); Vorsitzender guenter.weblus@fdp-wentorf.de
Torsten Dreyer (Grüne) stellv. Vors. Torsten.Dreyer@gruene-wentorf.de
Ilhan Farrenkopf (SPD) i.farrenkopf@outlook.de
Andrea Hollweg (SPD) andrea.hollweg@email.de
Simone Lummitsch (Grüne) simone.lummitsch@hh.de
Peter Meyer (CDU) p.meyer5@gmx.net
Michael Öls (Grüne) michael.oels@gmx.de
Michael Petersen (CDU) michaelcpetersen@aol.com
Hartmut Zeine (CDU) h.zeine@gmx.de

Der Autor hat als Besucher an der Sitzung teilgenommen und möchte den Lesern mit diesem Beitrag aufzeigen, worüber die Politik akuell berät und beschließt. Weitere Einzelheiten darüber hinaus können den Sitzungsunterlagen entnommen werden:
http://www.wentorf.de/index.phtml?mNavID=1775.35&sNavID=1775.39&La=1 entnommen werden.

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