7 Kommentar(e) im Thema “Bürgerinitiative kämpft weiter für Er­halt der Trauer­weide im Casino­park

  1. Klar geht es nur um EINEN Baum,es könnten 20 neue Bäume gepflanzt werden. Meiner Meinung nach geht es aber auch um die Lebendsdauer dieses Baumes. Nicht alles muss groß und größer werden. Den Innenraum optimieren reicht. Erhaltung dieses Baumes bedeutet Erhaltung des Lebens.

      1. Richtig, da war was.
        Der Reinbker schrieb am 30.9.19 u.a.:
        „Für einen Erweiterungsbau von ALDI sollen die Trauerweide und eine Buche am Casinopark gefällt werden. Viele Wentorfer und Bewohner von Nachbargemeinden sind entsetzt darüber und haben bei einer Unterschriftenaktion dagegen protestiert…..“
        Welche Buche war damit gemeint?

        1. Zur Aufklärung des Sachverhalts hier ein Auszug aus der Begründung des Bebauungsplans 31/II – 7. Änderung:
          5.3.2 Baumfällungen / Baumanpflanzungen
          Im Zuge der Discountererweiterung entfallen im Süden des Plangebiets eine prägende Trau
          erweide sowie eine Buche. Die Buche sowie die benachbarten Bäume (zwei außerhalb des
          Plangebiets) wurden durch einen Baumsachverständigen untersucht. Der östliche Baum hat
          einen Stammdurchmesser von 59 cm und einen Kronendurchmesser von 11 m. Der Baum
          sachverständige kommt zu dem Ergebnis, dass dieser Baum mit einer Kronenteileinkürzung
          erhalten werden kann.
          Die westlich anschließende Buche hat einen Stammdurchmesser von 71 cm und einen Kro
          nendurchmesser von 14 m. Dieser Baum kann im Zuge der Baumaßnahme nicht mehr erhal
          ten werden. Durch Fällung der Buche werden die südlichen zwei Nachbarbäume sowie die zu
          erhaltende Buche aus Richtung Norden und somit in einer maßgeblichen Windrichtung freige
          stellt. Die veränderten Windverhältnisse führen zu einer Destabilisierung dieser Bäume, da
          diese nun stärkeren Windlasten ausgesetzt werden, woran sie nicht angepasst sind. Daher ist
          eine moderate Einkürzung dieser drei Buchen um 2 m in der Höhe sowie um 1 m zu den Seiten
          erforderlich.
          Im Bebauungsplan werden für die zwei entfallenden Bäume Ersatzpflanzungen auf einer Ra
          senfläche im Osten des Plangebiets festgesetzt. Um eine wirksame Eingrünung des vorhan
          denen, großvolumigen Gebäudes sicherzustellen, werden für die Ersatzpflanzungen folgende
          Pflanzqualitäten vorgegeben:
          Für die zur Anpflanzung festgesetzten Bäume sind folgende Arten und Pflanzqualitäten
          zu verwenden:
          1x großkroniger Laubbaum, Hochstamm, Mindeststammumfang 20/25 cm, 3x ver
          pflanzt mit Drahtballen
          1x Salix alba tristis (Trauerweide) Mindeststammumfang 50/60 cm, 6x verpflanzt mit
          Drahtballen
          Abweichungen von der zur Anpflanzung festgesetzten Baumstandorten sind bis zu 5 m zuläs
          sig, um im Zuge der Feinplanung vor Ort den Standort mit den besten Wuchsbedingungen
          bestimmen zu können.

  2. Es ist schade um den Baum. Aber was soll man machen, wenn da kein Platz ist? Ihr dürft euch alle auch dem Fortschritt nicht verschließen. Dann werden eben an einer anderen Stelle 20 neue Bäume als Ersatz für den einen gepflanzt. Fertig. In globaler Relation ist dieser eine Baum völlig unwichtig. Setzt eure Energie doch für Projekte ein, die sich mehr lohnen als dieser einen Baum. Mir kommt es so vor als ob, es hier nur um „es soll alles so bleiben, wie es ist geht“. Nochmal: Es ist schade um den Baum. Aber es gibt Wichtigeres oder Ziele, die sich mehr lohnen.

    1. WiB stellt für Reiner Freund (reifreund@live.de) folgenden Kommentar ein:

      „Es soll gerade nicht alles so bleiben wie es ist. Wenn das so wäre, würde die Versiegelung in D. so weiter gehen wie bisher, Bäume für Verkehr / Bauen / Gewerbe etc. gefällt werden.
      Siehe dazu das Umweltbundesamt:
      https://www.umweltbundesamt.de/daten/flaeche-boden-land-oekosysteme/flaeche/siedlungs-verkehrsflaeche#anhaltender-flachenverbrauch-fur-siedlungs-und-verkehrszwecke-

      Wenn es denn so wäre, dass wir mehr Aufforsten als das Bäume wegen Trockenheit etc. sterben, wäre das ja gut. Das ist unser Ziel: Mehr Grün, mehr Bäume, mehr Lebensraum für Arten auch in Wentorf.
      Dieser Baum ist, neben seines Eigenwerts / Schönheit auch ein Symbol, dass wir nicht mehr so weiter machen können! – Vielleicht sind wir uns da ja einig ?“
      Zitat Ende

    2. Es gibt sicherlich wichtigere Ziele, aber fangen wir doch einfach mal vor der eigenen Haustür an.
      Wenn kein Platz ist… lassen wir es einfach.
      Der Erweiterungsbau dient doch letzlich nur dazu die Taschen des Gebäudeinhabers und Aldi weiter zu füllen. Was hat solch ein gieriges Verhalten mit Fortschritt zu tun?
      Ich persönlich bin seit Bestehen des Casinoparks (also fast 20 Jahre) wunderbar mit dem bisherigen Angebot an Gewerbe und Größe klargekommen. Ich brauche keinen Fortschritt auf Kosten der Natur.

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