ALDI-Anbau be­schlos­sen, Weide muss weichen

Es kam so, wie von einigen Wentorfer Bürgern befürchtet: der Planungs- und Umweltausschuss hat am gestrigen Abend den Erweiterungsanbau des Discounters ALDI NORD im Casinopark einstimmig genehmigt. Damit sind die Tage der schönen, alten Trauerweide gezählt. Sie muss für den Anbau gefällt (oder im Amtsdeutsch: entnommen) werden. Und Wentorf bekommt eine weitere, große Baustelle mitten im Zentrum. Neben der Weide soll noch ein Baum weichen. Der Versuch, zumindest die Trauerweide umzusetzen, wird wegen der hohen Kosten im mittleren 5-stelligen Eurobetrag und dem Risiko eines Scheiterns nicht weiter verfolgt.

Somit bleibt nur der Trost für enttäuschte Bürger die Ersatzpflanzung im östlichen Teil des Einkaufsgebäudes und die Hoffnung, dass der angrenzende, vorhandene Baumbestand im Zuge der Bauarbeiten verschont bleibt.

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2 Gedanken zu „ALDI-Anbau be­schlos­sen, Weide muss weichen

  • 3. Dezember 2019 um 9:35
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    Warum wurde Aldi nicht die Möglichkeit gegeben, auf dem Parkülatz zu bauen?
    Die Begründung, dass die Aldikäufer nicht in den Casinopark kommen, halte ich für unberechtigt. Viele tun das bisher vielleicht auch nicht, andere werden ihre Einkäufe im Casinopark sowieso vor ihrem Einkauf bei Aldi machen, denn mit einem gefüllten Einkaufswagen ist das wohl kaum möglich. Auch das Argument, man könne älteren Menschen den weiteren Weg zu Aldi (vielleicht 20 m ) ist nicht überzeugend.
    Ich halte die Entscheidung im Rahmen des Umweltschutzes und dem grünen Bild von Wentorf für äußerst fraglich. Ich bekomme immer wieder Anrufe von Wentorfer Bürgerinnen, die entsetzt sind über diese Entscheidung, die wir für unvertretbar halten.

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  • 2. Dezember 2019 um 13:57
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    Ich würde es begrüßen, wenn ALDI als Nutznießer des Erweiterungsbaus, die Kosten für das Umsetzen der Trauerweide tragen würde. Dieses Unternehmen könnte den 5stelligen Betrag locker aus dem Werbeetat aufbringen und damit untermauern, dass man sich in Wentorf auch für die Bevölkerung ( Kunden) einbringt.

    Das könnte auch einem möglichen Einkaufsboykott entgegen wirken.

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